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Der neue SsangYong Korando

Ein alter Bekannter kehrt zurück nach Deutschland. In Kerpen bei Köln hat der südkoreanische Automobilhersteller SsangYong Motors Deutschland GmbH seine neuen Geschäftsräume bezogen. Neuer Geschäftsführer ist der frühere GM- und Alfa Romeo-Manager Ulrich Mehling. Hinter dem deutschen Importeur steht das belgische Automobilhandelsunternehmen Alcadis, eine 100-prozentige Tochterfirma der Handelsgruppe Alcopa. Neu vorgestellt wurde der Kompakt-SUV Korando.

Der Korando bringt mit europäischem Design, kraftvollem Antrieb und ausgezeichneten Komforteigenschaften frischen Wind in das Segment der Crossover-Fahrzeuge.

Der neue Korando ist ein Crossover im besten Sinne. Er bietet eine ansprechende Fahrdynamik, wie man sie von einem Pkw-Kombi erwarten dürfte, kombiniert sie mit der starken optischen Präsenz eines SUV und reichert sie mit einer Prise Abenteuer an, die man sonst mit waschechten Geländewagen verbindet. Dies spiegelt sich im vollwertigen Allradantrieb wider, der wahlweise für den neuen Korando zur Verfügung steht. Mit der ausgewogenen Mischung dieser Eigenschaften setzt der 4,41 Meter lange, 1,83 Meter breite und 1,71 Meter hohe Korando im noch jungen europäischen C-Segment der kompakten Crossover ein starkes Zeichen.

Bei Design und Entwicklung des Fahrzeugs in Europa arbeitete SsangYong mit dem bekannten italienischen Designer Giorgetto Giugiaro (Italdesign) zusammen. Das Resultat ist eine Karosserie in moderner SUV-Optik, deren markante Linien die Identität von SsangYong zum Ausdruck bringen. Der klar strukturierte Innenraum bietet großzügige Platzverhältnisse für bis zu fünf Personen, ein Kofferraumvolumen zwischen 486 und 1.312 Litern bei vollkommen ebener Ladefläche sowie zahlreiche Ablagemöglichkeiten und Staufächer, die den Nutzwert des Fahrzeugs für Sport, Freizeit und Familie maximieren.

Der neu entwickelte Antriebsstrang des SsangYong Korando verbindet kraftvolle Leistungsentfaltung mit bemerkenswerter Effizienz. Der Dieselmotor e-XDi200 entwickelt eine Leistung von 129 kW/175 PS und ein maximales Drehmoment von 360 Nm zwischen 2.000 und 3.000/min. Der Durchschnittsverbrauch beläuft sich auf 6,1 Liter je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 159 g/km entspricht.

Der neue 2,0-Liter-Dieselmotor ist mit einem katalytisch arbeitenden Rußpartikelfilter ausgerüstet und mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Sechsstufen-Automatik kombinierbar. Zudem hat der Kunde die Wahl zwischen Frontantrieb und einem automatisch zuschaltenden Allradantrieb. Auch in der AWD-Version wird die Antriebskraft unter normalen Bedingungen komplett an die Vorderräder übertragen; erst bei drohendem Schlupf wird ein Teil der Antriebskraft an die Hinterräder geleitet. Darüber hinaus kann der Fahrer den Allradantrieb manuell zuschalten, so dass der Kraftfluss bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h fest über alle vier Räder erfolgt. Wie schon sein Vorgänger eignet sich der Korando vor allem in der Allradversion hervorragend als Zugfahrzeug mit einer hohen Anhängelast.

Durch seine Grundstruktur mit einer selbsttragenden Karosserie bietet der Korando ein hohes Maß an Fahrkomfort. Die Multilenkerachse hinten und die McPherson-Federbeine vorne bilden die Basis für eine Fahrdynamik und Laufkultur, die mit einer Limousine vergleichbar ist. Erheblicher Aufwand wurde bei der Minimierung von Geräuschen und Vibrationen betrieben. Fester Bestandteil des Korando ist zudem ein umfassendes Paket aktiver und passiver Sicherheitsmaßnahmen. Das beginnt mit der erhöhten Sitzposition, geht über die serienmäßige Ausstattung mit Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags bis zum kombinierten System von ESP und ABS. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen stehen unter anderem mit dem aktiven Überschlagschutz, Bremskraft-Assistenz, Berg-Anfahrhilfe und ISOFIX-Befestigungen für Kindersitze zur Verfügung.

Der neue Korando trägt dem aktuellen Trend zu kostengünstigeren Fahrzeugen Rechnung, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Er richtet sich damit an die wachsende Zahl von Kunden, die von einem großen SUV oder von einem Kompakt- oder Mittelklassefahrzeug auf einen kompakten Crossover wechseln. Diese im C-Segment angesiedelte Fahrzeugkategorie macht bereits heute mehr als die Hälfte des SUV-Marktes in Europa aus – ein Trend, der sich in den kommenden Jahren noch stärker ausprägen dürfte.

Der neue SsangYong Korando ist in Deutschland in drei Ausstattungslinien sowie wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich. Die Preise beginnen bei 22.990 Euro. Schon in der Basisversion Crystal gehören zahlreiche Komfortmerkmale zum Lieferumfang, etwa ein CD-Radio mit USB-Schnittstelle und Lenkradfernbedienung, Bluetooth-Schnittstelle, Klimaanlage und eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Eco-Funktion. In den höheren Ausstattungslinien Quartz und Sapphire sind weitere Annehmlichkeiten wie Sitzheizung, Lederlenkrad, Ledersitze (nur für Sapphire) und eine Klimaautomatik enthalten. Als Alternative zum serienmäßigen Sechsgang-Getriebe kann in den Ausstattungslinien Quartz und Sapphire ein Sechsstufen-Automatikgetriebe (1.500 Euro) geordert werden; ebenfalls in diesen beiden Varianten steht als Option ein elektrisches Glas-/Hub-Schiebedach (1.000 Euro) zur Verfügung. Eine Metallic-Lackierung kostet in allen Varianten 500 Euro Aufpreis.
Ein LED-Tagfahrlicht ist noch nicht im Angebot, aber der Wagen verfügt als Alternative über eine Licht-Einschaltautomatik.
Zum ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis passt auch das umfangreiche Garantieversprechen: SsangYong gewährt auf den neuen Korando fünf Jahre Garantie bis zu einer Laufleistung von 100.000 Kilometern.

Probleme bei Ersatzteilen soll es nicht geben. Bei Bestellungen bis 16 Uhr werktags soll das Ersatzteil bis nächsten Tag geliefert werden, so der Geschäftsführer Ulrich Mehling.

Nun bleibt abzuwarten, wie sich der Korando gegen die Konkurrenz behaupten wird.

Text:

Matthias Dikert

Fotos:

SsangYong Motors Deutschland GmbH