Einfach mal nach Großbritannien

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Einfach mal nach Großbritannien

Viel Aufwand betreibt VisitBritain & Britain Visitor Centre – die Britische Tourismuszentrale, um Touristen aus aller Welt zu einer Reise in das Königreich zu animieren. Denn das Tourismusgeschäft ist auch für London ein zukunftsorientierter, gewinnträchtiger Markt. Und, das Königreich hat – neben historischen – auch gute Traditionen, wenn es um die Erschließung neuer Einnahmequellen geht. Anvisiert hat VisitBritain vor allem Deutschland. Das schlägt sich in den Angeboten vieler Reisebüros nieder, die eine Fülle von Fahrten anbieten – zu jeder Jahreszeit. Auch Trips nach London sind selbstverständlich dabei.

Königin Victoria, von 1837 bis 1901 Regentin der Briten. Voller Selbstbewusstsein schaut Sie noch Heute auf Ihr Volk. Hauptstrasse vor Schloss Windsor.

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Schloss Windsor – Sommersitz des Königshauses.

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Vielleicht haben auch Sie schon einmal davon geträumt, eine Reise in das Königreich, zur Queen, zu unternehmen. In Piccadilly Circus im Rock Museum sein, in der Oxford Street, nicht nur bei Marks & Spencer Shopping erleben, oder zum Aufzug der königlichen Wache am Buckingham Palast Prinz Charles sehen, oder vielleicht …? Oder ?

Einfach dabei sein. Gesehen werden. Mitreden können. Life ist live! In London muss man nicht unbedingt ins Wembley Stadion zum Fußballspiel oder Tennis Match. Aber zum Tower, zum Parlament, Big Ben, Trafalgar Square, schon. Besuchen Sie unbedingt Chelsea, die schillernde Künstlerwelt. Am Abend nach Chinatown, in Soho, mit seiner verruchten Atmosphäre. Jack the Ripper lässt grüssen!

 

 

Er ist der Beschützer der Königin. 

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Immer anzutreffen: die Beschützer der Queen

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Natürlich dürfen Sie auch Mayfair nicht vergessen. Dieser Stadtteil bietet auch heute noch das Feinste vom Feinen. In Mayfair zwischen Oxford – Regent – Bond und New Bond Street ist das Dorado des Jet-sets, der Millionäre und Aristokraten aus aller Welt. Auch Politiker und
internationale Stars geben sich hier ein Stelldichein. Selbst wenn auf Ihrem Konto das Komma zu weit rechts stehen sollte, für die Augen, ist so ein Mayfair-Bummel, allemal ein Genuss.

London ist darüber hinaus auch DIE Stadt für alle Show- und Musical Fans. Hier erleben Sie ein wahres Feuerwerk brillanter Angebote: „Swinging in London“ – das sind unvergessliche Eindrücke voll nie erlebter Klangfülle, voller Esprit und mit einer wahrhaft einmaligen Atmosphäre. „Starligt Express“ – „Cats“ – „Miss Saigon“ – „The Phantom of the Opera“ und vor allem „No Sex plaese, we are British“, der absolute Dauerbrenner. Eine Karte kostet etwa ab 40 Euro. Sie müssen nicht unbedingt perfekt englisch können. Auch ist es nicht nötig sich „theaterfein“ zu kleiden. Leger geht es hier zu. Sorry!

Selbstverständlich gehört auch ein gemütlicher Abend in einem der legendären englischen Pubs zu einem Trip nach London. Stilvoll gehalten, sind die meisten Pubs an sich schon sehenswert. Hier können Sie englisches Bier verkosten, auch ein kleiner Imbiss ist immer zu haben. Nicht unbedingt teuer. Ein Geheimtipp unter „Insidern“ : Der Pub in der Fleet Street, „Chester Cheese“, in dem, unter anderen der weltberühmte Oscar Wilde oft zu Gast war. Direkt an der Themse, in der Rotherhithe Street, in unmittelbarer Nähe der Tower Bridge, lädt „Mayflower“ zum Verweilen ein. Ein unter Denkmalschutz stehendes, etwas abseits gelegenes Gasthaus, von dessen Terrasse aus man einen herrlichen Blick auf die, von Schiffen und Booten, belebte Themse hat, ein faszinierendes Bild mit der Skyline der pulsierenden Weltstadt im Hintergrund. In früheren Zeiten starteten hier die Postdampfer zur Fahrt in die „Neue Welt“. An Bord viele Auswanderer, die von Erfolg und Glück in Amerika träumten.
Aber auch bei einer Reise quer über die Insel sind allenthalben interessante Endeckungen möglich. Oft treffen Sie auf malerische Seen, an deren Ufern Hotels und schmucke Restaurants zur Rast einladen. Hin und wieder grüßt Sie ein altes Schloss. Leeds Castle und vieles mehr. Wohin Sie auf der Insel auch kommen, immer wird ein Stück britischer Geschichte vor ihnen lebendig. Langeweile, die kommt nicht auf.

Bleibt die Frage zu klären: Wie kommt man nach Britannien? Am schnellsten geht es mit dem Flugzeug. Sie können das eigene Auto mitnehmen, per Bus, oder der guten alten Eisenbahn fahren. Zeitgemäß – durch den Tunnel und unterm Meer – im I C E. Für alle diejenigen aber, die viel sehen und erleben möchten, ohne dabei ihre Geldbörse zu sehr zu strapazieren, bietet sich eine Schiffsreise an. Übrigens: Etwas Seefahrerromantik gibt es noch dazu – gratis!
Die Nummer EINS der britischen Häfen für den Passagierverkehr ist Dover. Dover grüßt schon aus der Ferne mit seinen leuchtenden Kreidefelsen. Über 90 Prozent aller Besucher betreten oder verlassen Britannien an dieser Stelle. Eine typisch englische Stadt, mit vielen Hotels und Pubs, im Ambiente vergangener viktorianischer Zeit. In der Hochsaison legt alle 20 Minuten ein Schiff an, oder läuft aus. Modernste Techniken, in Verbindung mit gelassenem britischem Charme, garantieren eine zügige Abfertigung. Auch bei großem Andrang haben Sie in kürzester Frist die „Pass control“ passiert und festen Boden unter den Füßen. In einem Pub wird die erste Postkarte nach Hause geschrieben und … die Reise kann beginnen. Fühlen Sie sich als „Insulaner“. Wie weiter? Haben Sie das eigene Auto dabei, ist alles Weitere kein Problem. Auf Strassen und Autobahnen geht es sehr flott in jede gewünschte Richtung. Für Reisende ohne Auto besteht dichter Busverkehr. Nicht zu übersehen die vielen roten Doppeldecker. Dazu noch ein Tipp: Lesen Sie an der Haltestelle den Hinweis „REQUEST“, hält der Fahrer nur, wenn Sie ihm ein Handzeichen geben. Wer im Zweistöcker oben Platz nimmt kommt noch nebenbei in den Genuss einer Sightseeing-Tour!

Ab und zu hört man von Autofahrern, die noch nicht auf der Insel waren den Stoßseufzer: Mein Gott, Linksverkehr! Aber die Um- und Eingewöhnung gelingt überraschend schnell. An den Strassen stehen Verkehrsschilder, die mahnend – auch in Deutsch, hinweisen: Links fahren!
Zu empfehlen ist, dass Sie am Lenkrad Ihres Wagens einen kleinen Zettel befestigen, der sie mit den Worten „Links Fahren“ zusätzlich an Ihr „Inselfahrerdasein“ erinnert. Selbstverständlich haben Sie auch ohne Auto unzählige Möglichkeiten Großbritannien „touristisch zu Erobern“. Schauen Sie sich die Karte an und entscheiden welchen Weg Sie zur Insel nehmen. Die Fahrt über Calais nach Dover. Mit Mini Stopp in Brügge, mit seinen vielen Kanälen. Berühmt für gutes Bier und Genever. Wie wär’s mit einem Halt in Calais, die Stadt am Ärmelkanal. Besonders empfehlenswert das Hotelrestaurant „Meure“. Echt Frankreich. Wie so oft hat alles Vor und Nachteile. Jede Route hat ihre Reize.

Lassen Sie es sich bei „Fish and Chips“, nicht nur in London, gut schmecken. Die englische Küche ist nicht unbedingt so schlecht wie ihr vorauseilender Ruf. Und, der berüchtigte Londoner Nebel, den gibt es nur noch im Krimi. London, der Gentleman unter den Städten, ist eine Stadt voller Paradoxe, eine eigene Nation. Egal wo sie auch hinkommen. London ist London und England ist etwas ganz anderes. Den Ausweis nicht vergessen. Das Pfund ist heute allerdings etwas teuer.
Gute Reise: Einfach mal nach Großbritannien!

Tipps für London

1994 öffnet die Gesellschaft „Le Shuttle“ den Eurotunnel. Von Calais nach Folkstone in 35 Minuten. Superschnell unterm Meer.
In London ist die Metro sehr gut ausgebaut. Die Streckenführung, nach verschiedenen Farben gestaltet, gut erkennbar. Tagestickets sind preiswert. Für Touren in Vororte sind die S-Bahnlinen gut geeignet. Die Züge verkehren in dichter Zugfolge und sehr pünktlich. Denn das Auto lassen Sie am besten in der Garage des Hotels stehen. Die „Maut“ für London ist sehr hoch. In der Stadt sollte man mit dem „Routemaster“, rote Doppeldeckerbusse, fahren. Oder ein Taxi besteigen. Beides ist preiswert.
Und, bitte: Kaufen Sie sich einen „London A Z“, den Stadtplan. London hat heute sieben Millionen Einwohner, auf einer Fläche von 1 500 Quadratkilometern. Jeder Bewohner der Stadt, auch der Bobby und Taxifahrer, informieren sich darin. Selbst wenn das Ziel manchmal ganz nah, nur um die nächste Ecke gelegen ist. Hotel und Privatzimmer sind fast immer zu bekommen. Von „Bed and Breakfest“, ab 30 Euro, über einfache Hotels bis hin zu Nobelherbergen ist vieles im Angebot. Bei der Hotelkette „Travel in“ kostet derzeit ein Zimmer, für bis zu drei Personen ohne Frühstück, 40 Pfund und das einheitlich im ganzen Land.

 

Tower Bridge: Symbol der Stadt London.

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Weitere Informationen:
VisitBritain & Britain Visitor Centre
Hackescher Markt 1
10178 Berlin
Tel.: 01801 468642 (zum Ortstarif) 
Fax: 030 315719-10


Unser Redakteur Gerald H. Ueberscher (E-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) ist als Autor und Journalist für Tageszeitungen und Wirtschaftspresse tätig. Als Redakteur und Regisseur arbeitet er auch für TV-Sender.