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Der neue Unimog ist da. Die ersten Fahrzeuge der im Frühjahr dieses Jahres vorgestellten Unimog Generation BlueTec 6 mit Euro VI-Motoren und weiteren grundlegenden Neuerungen sind ausgeliefert.

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Auf einem speziellen Testgelände für LKW in Münsingen hatten wir nun Gelegenheit, die neuen Unimog-Modelle zu erproben und verschiedene Gerätekombinationen kennenzulernen.

Was ist neu am legendären Unimog? Die Fahrt über die Betonstraße und einen Off-Road-Parcour des heute als Erprobungs- und Eventplatz genutzten Geländes macht es nach und nach deutlich. Gute Sicht nach allen Seiten bot das Fahrerhaus schon bisher, jetzt lenkt das neue Monitorsystem mit Frontkamera den Blick auf die Fläche unmittelbar vor und unter dem Stoßfänger.

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Eine grüne Linie im Weitwinkelmonitor leitet den Fahrer – auch den mit Anbaugeräten ungeübten Tester – auf den letzten Zentimetern vor dem Andocken an die Geräte. Dass die Scheibenwischer jetzt von oben kommen, überrascht. Der Grund für die ungewöhnliche Anbringung am Dach ist nur in zweiter Linie das etwas vergrößerte Wischerfeld. Im harten Wintereinsatz konnte sich auf unten angebrachten Scheibenwischern des Vorgängers Schnee ablagern. Jetzt wird der Schnee zur Seite befördert. Eine einfache Lösung, aber sehr effektiv.

Grundsätzliche Technik eines LKW
In der Grundtechnik ist der Unimog ein Lkw, das werden die, die ihn tagaus und tagein fahren, zu schätzen wissen. Das Fahrgeräusch ist niedrig, der dezent vernehmbare Motorlauf des Vierzylinders beansprucht das Fahrerohr kaum. Heizung, Lüftung und Sitze entsprechen Lkw-Komfort. Auf der Betonstraße zeigt sich die Federung straff, damit sie auf dem Geländeparcours die zügig passierten künstlichen Hügel und Täler gut abfedern kann – alles im passenden Maß.

Schalten: Ein Fingertipp genügt
Die kurzen Bergab-Passagen im Gelände bieten die Gelegenheit, die neue Motorbremse auszuprobieren. Sie wird über den Lenkstockhebel rechts aktiviert. Hier ist überhaupt alles neu: Das Lenkrad mit den Bedientasten wie in der Großserie von Lkw und Pkw, der Hebel rechts für alle Fahrfunktionen und in der Mitte das hochformatige, klare Display im neuen Kombiinstrument zwischen Tacho und Drehzahlmesser. Ganz fein lässt sich der Unimog schalten: Statt wie bisher ein Zweifingergriff auf der Mittelkonsole genügt jetzt ein Fingertipp am rechten Lenkstockhebel. Der Unimog U 318 hat ein über Kupplung gesteuertes Schaltgetriebe, die automatisierte Schaltung EAS ist ebenfalls lieferbar.

Sauberer, effizienter und stärker
Sauberer, effizienter und stärker – das kennzeichnet die neue Generation der Unimog-Geräteträger. Große Beachtung fand in der Fachwelt die technologische Meisterleistung: Es gelang, die für die Einhaltung der europäischen Abgasnorm Euro VI entwickelten Aggregate im sehr kompakten Unimog-Fahrgestell optimal unterzubringen. Neben den neuen BlueEfficiency Power Motoren, die den Unimog noch umweltfreundlicher und bis zu drei Prozent sparsamer gemacht haben, wurden der Arbeitsplatz des Fahrers, die Leistungsfähigkeit im Einsatz und die Wirtschaftlichkeit über den Einsatzzeitraum entscheidend weiterentwickelt. Auch machen die neuen Hydrauliksysteme den Unimog noch effizienter, sie sind in Leistung und Effektivität nochmals deutlich gesteigert. Und dann die Weltpremiere synergetischer Fahrantrieb: EasyDrive verbindet den Wechsel vom Hydrostaten zum mechanischen Getriebe während der Fahrt. Das neue intuitive Bedienkonzept bringt für den Fahrer deutliche Fortschritte in vielen Details. Das Programm der Unimog-Geräteträger bilden jetzt acht Typen: Den U 216 und U 218 als die neuen kompakten Einstiegsmodelle und Nachfolger des U 20, dann die Modelle U 318, U 423, U 427, U 430, U 527 und U 530.

Einzigartiges Fahrzeugkonzept neu entwickelt
Das erfolgreiche Prinzip des Unimog ruht auf seinem einzigartigen kompakten und wendigen Fahrzeugkonzept, das jetzt auf einen neuen Stand gebracht wurde. Speziell für den Geräteeinsatz entwickelt, setzen die neuen Unimog das Konzept fort und bieten eine Gesamtlösung, deren Vielseitigkeit und Flexibilität längst Legende ist. Das ausgereifte Fahrwerk mit permanentem Allradantrieb, großer Bodenfreiheit durch Portalachsen, hohem Fahrkomfort, großer Achsverschränkung und Differenzialsperren in beiden Achsen bildet die Basis, die vier An- und Aufbauräume für Geräte, die hydraulisch, mechanisch oder elektrisch angetrieben werden, machen das System komplett. Eine Wendigkeit auf Pkw-Niveau ab 12,60 m und kurze Radstände ab 2800 mm ergeben zudem eine hohe Manövrierfähigkeit auf engstem Raum. So kompakt und wendig sich der Unimog im harten Einsatz erweist, so vielseitig ist er im Betrieb. Seine Langlebigkeit und Robustheit haben ihn berühmt gemacht und ihm unter den Nutzfahrzeugen zu einer weltweiten Alleinstellung verholfen. Als professioneller Geräteträger vor mehr als 60 Jahren konstruiert und seitdem immer wieder weiter entwickelt, ist der Unimog überall zu Hause.

Weltweite Partnerschaft einzigartiger System- und Geräteträgerkompetenz

So kommt es, dass der Unimog heute in über 1000 verschiedenen Anwendungen weltweit den richtigen Antrieb und spezielle Geräte vorhält. In enger Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von hochspezialisierten und internationalen Aufbau- und Gerätepartner wurde das einzigartige Konzept für die vielseitigsten Einsatzbereiche der Kunden aus den verschiedensten Branchen entwickelt. Hierfür stehen im Unimog vier An- und Aufbauräume bereit – vorn mit genormter Frontanbauplatte, hinten, zwischen den Achsen und auf der Pritsche oder auf dem Rahmen. Für elektrisch betriebene Geräte gibt es im Fahrerhaus und außen vier standardisierte Steckdosen. Neu für die Gerätenutzung ist eine höhere Belastung der Anbaubeschläge am Heck um 2,5 t. Standardisierte Schnittstellen erlauben die Kombination mehrerer Geräte gleichzeitig, sehr einfach zu bedienen über den neuen, jetzt entnehmbaren Multifunktionsjoystick. Kurzum, der Unimog lässt sich als speziell entwickelter Profi-Geräteträger höchst vielseitig und das ganze Jahr über einsetzen.

Vielseitige Branchenkompetenz und Einsatzflexibilität

Zum Beispiel im kommunalen Einsatz: Sommerdienst (Mähen, Mulchen, Reinigen und Transport), Winterdienst (Räumen und Fräsen), kommunale Logistik und unterjährige Aufgaben wie Holzhacken oder Laubsaugen gruppieren sich rund um den Unimog auf kommunalen Bauhöfen, bei Landesstraßenbehörden und bei Dienstleistungsbetrieben. Gerade die grundverschiedenen Einsatzzwecke für denselben Geräteträger über das ganze Jahr hinweg machen die Stärke und Effizienz des Unimog aus. Unterschiedliche Einsätze lassen sich in einem Durchgang erledigen, etwa beim Bearbeiten des Straßenbegleitgrüns in der Kombination von Frontausleger und Randstreifenmähgerät und – wie beim Trio-Mäher – dem Heckmähgerät.

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Verschiedene Winterdienstkombinationen sind auf dem Unimog realisierbar. So hält die Geräteindustrie beispielsweise Schneepflüge mit verstellbarem Verschwenkanschlag oder Keilschneepflüge mit ihrer flexiblen Pflugform bereit. Sie eignen sich besonders gut zur Schneeräumung bei engen Raumverhältnissen. Streuautomaten für den Unimog fassen bis zu 4,4 m³ Streugut und sind sowohl mit als auch ohne Feuchtsalzausstattung lieferbar. Die Schneefräsen werden am Unimog über die Frontzapfwelle angetrieben. Viele Bauhöfe und Lohnunternehmer arbeiten mit Sommer-/ Winter-Geräte- und Aufbauvarianten.
Der Unimog hat seinen festen Platz auch in vielen weiteren Branchen. Er bewährt sich vielfältig in der Energie- und Forstwirtschaft, im Agrarbereich, auf dem Bau, auf der Schiene oder auf Flughäfen. Er lässt sich bestücken mit einem Montagekran, mit dem Graben-Profiliergerät, mit einem Bitumen-Thermobehälter oder einem Bohrgerät – der Unimog ist überall zu Hause, und gerade das macht ihn in der Welt der Nutzfahrzeuge im Wortsinn einmalig. So auch beim Kombieinsatz auf Schiene und Straße: In dieser Funktion ist er einerseits zum Rangieren von Güterwaggons in Industrie, Häfen und Bahnhöfen sowie andererseits für den Sommer- und Winterdienst dieser Einsatzbereiche mit bis zu 90 km/h multifunktional einsetzbar.
Unimog im Agrareinsatz: Hier bestimmen permanent steigende Transportleistungen das Geschehen. So transportieren Agrarbetriebe in Deutschland jährlich 500 Millionen Tonnen Güter über immer größere Entfernungen, meist unter hohem Zeitdruck und unter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit. Er fährt auf dem Feld ebenso sicher, zuverlässig und bodenschonend wie auf der Straße, wo ihm auch die Fahrgeschwindigkeit von 90 km/h (uneingeschränkte Autobahntauglichkeit) zu hoher Flexibilität verhilft. Daneben gibt es weitere Einsatzbereiche, u.a. beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln in Kombination mit speziellen Spritzen, bei der Nutzung von Großflächendüngestreuern, von Presswickelkombinationen oder auch wieder im Sommer-/ Winterdienst.
Im Brandschutz hat der Unimog seinen festen Platz auf der ganzen Welt, vor allem als Einsatzfahrzeug für die Waldbrandbekämpfung, aber auch in städtischen Bereichen mit engen Durchfahrten und bei Werksfeuerwehren. Ebenso ist der Unimog in der Energie- und Forstwirtschaft unverzichtbar. Spezialaufträge wie das Verlegen von Kabeln in die Erde, das Fräsen dicker Wurzelstümpfe und Rückearbeiten im Wald gehören dazu. Und es gibt noch viel mehr: Schnellreparatur von Fahrbahnschäden im Einmannbetrieb, Waschen von Tunnelwänden, das Reinigen von Solarpaneelen, das Entfernen von Ölspuren von der Fahrbahn, Demarkierungen auf Flughäfen und Autobahnen. Es gibt fast nichts, zu dem der Unimog keine Lösung anbietet.

Neuer Maßstab an Effizienz

Seine vielfältigen Aufgaben erledigt der Unimog jetzt noch viel besser, effizienter, ergonomischer und wirtschaftlicher in der neuen Generation BlueTec 6. Da sind natürlich die neuen leistungsstarken Motoren nach der ab 01.01.2014 verbindlichen Abgasnorm Euro VI, es ist die höhere Produktivität der weiter entwickelten hydraulischen Systeme VarioPower, der neue hydrostatische Fahrantrieb EasyDrive sowie verlängerte Wartungsintervalle, niedrige Wartungs- und Unterhaltskosten, die den von mehr als 1000 Anwendungsmöglichkeiten geprägten Ganzjahres-Einsatz nochmals optimieren. Die neuen Fahrzeuge überzeugen zudem durch eine höhere Nutzlast, die durch höhere Lastwerte und Gewichtsoptimierung erzielt wird, und ein neues leistungsgesteigertes Getriebe mit praxisgerechter Abstufung, die den Einsatz rundum effizienter machen.

Der neue synergetische Fahrantrieb EasyDrive

Als echte Weltneuheit bietet der Unimog-Geräteträger den stufenlosen Fahrantrieb an. Die Synergie von Hydrostat und mechanischem Schaltgetriebe ermöglicht den fliegenden Wechsel während der Fahrt präzise auf den Einsatz abgestimmt. Der neue komfortable Drive-Work-Modus erweist sich als große Hilfe im Arbeitsalltag. Ist beispielsweise im Mäheinsatz ein Abschnitt erledigt, wird einfach der Wechsel zum Schaltgetriebe aktiviert. Der neue Hydrostat im Unimog erlaubt jetzt Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h – die hydrostatische Leistung wurde um 20 Prozent erhöht. Während das stufenlose Fahren und Arbeiten insbesondere den Kupplungsverschleiß reduziert und die Arbeitsleistung erhöht, spart das Fahren mit dem Schaltgetriebe aufgrund optimaler Wirkungsgrade Kraftstoff. Beim geschalteten Getriebe nimmt der Fahrer durch Betätigen der Kupplung den Wechsel vor, in Verbindung mit der optional erhältlichen automatisierten Schaltung wird der Wechsel vollautomatisch durchgeführt. Bedient wird das neue System bequem über Lenkstockschalter, Hydraulik-Joystick oder wahlweise über das Fahrpedal. Mit EasyDrive kann sich der Fahrer im Geräteeinsatz voll auf Fahrbahn und zu bearbeitende Fläche gleichzeitig konzentrieren, und bietet ihm dadurch ein Höchstmaß in Sachen Sicherheit und Bedienkomfort.

Neue Arbeitshydraulik: feinfühlig und leistungsfähiger

Die neue Arbeitshydraulik geht präzise und ruckfrei ans Werk – und das bei um 30 Prozent gesteigerter hydraulischer Leistung. Damit werden die Anbaugeräte feinfühlig wie noch nie gesteuert. Die Arbeitshydraulik arbeitet vollproportional und ermöglicht außerdem zwei Stellbewegungen gleichzeitig über den Joystick. Über die Multifunktionstasten am Lenkrad und das Display lassen sich z. B. die Fördermengen begrenzen. Die Hydraulik arbeitet in zwei Kreisen, wobei der Kreis I 200 bar Systemdruck bei einem Hydrauliköl-Durchfluss von 32 l/min bereitstellt, zusammen mit Kreis II sind es zusätzlich 55 l/min mit bis zu 240 bar. Daneben wurde der Geräteantrieb noch in einem weiteren Punkt verbessert, denn die Frontzapfwelle gibt jetzt Leistungen bis maximal 160 kW weiter (bisher 150 kW).

Neue Leistungshydraulik ersetzt Zapfwellen-Pumpen und Aufbaumotoren

Leistungshydraulik VarioPower – hinter diesem Begriff steht der besonders leistungsstarke Geräteantrieb im Unimog als Alternative zur Arbeitshydraulik. Jetzt ist die Leistungshydraulik nochmals deutlich effizienter geworden: Zwei Kreise, jeweils mit 125 Liter Hydraulikdurchfluss und 280 bar Druck, bis zu einer Höchstleistung von 58 kW pro Kreis, ausgelegt vor allem für den Antrieb von Dauerverbrauchern. Die Weiterentwicklung kann aufsteckbare Pumpen ab der Zapfwelle oder Diesel-Aufbaumotoren ersetzen, wie beispielsweise in Aufbaukehrmaschinen. Das spart Kraftstoff, Raum und Gewicht. Und auch im Fahrgestellrahmen des Unimog lässt sich Gewicht sparen, wenn die Leistungshydraulik nicht benötigt wird: Sie ist schnell wechselbar und kann von ihrem Einbauplatz einfach entnommen werden, um die Nutzlast zu erhöhen. Bedient wird das System über Lenkradtasten, abzulesen sind seine Daten im Display des neuen Kombiinstruments. Verfügbar ist die Leistungshydraulik in den Unimog-Typen ab dem U 318.

Freisichtkabine mit modernem Design

Die Freisichtkabine zeigt sich spektakulär in ihrem neuen, modernen Design – typisch Unimog, aber ganz neu, so ist ihr Auftritt. Dabei ist die optische und funktionelle Wirkung der Kurzhaube noch mehr betont. In die neuen Stoßfänger sind LED-Leuchten mit Tagfahrlicht integriert.
Markantes Unterscheidungsmerkmal innerhalb der Baureihe: Die Unimog U 318 bis U 530 tragen in Wagenfarbe lackierte Scheinwerfereinfassungen.

Modernes Bedienkonzept: Neues Interieur bietet beste Arbeitsbedingungen
Multifunktionslenkrad, verstellbare Lenksäule, verstärktes Heizungs-und Klimasystem mit verbesserter Luftverteilung erfreuen Fahrer und Beifahrer. Optimiert wurden die Bedienelemente, so gibt es jetzt einen Lenkstockhebel zum Bedienen der Fahrfunktionen wie Getriebeschaltung oder der neuen Premium-Motorbremse. Das Kombiinstrument zur übersichtlichen Fahrerinformation ist neu und hat ein großes, helles Display. Der Joystick zur Bedienung von Geräten lässt sich entnehmen und bietet Funktionen wie z. B. Reversieren im Arbeitseinsatz.

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Eine ungehinderte Sicht auf die Frontgeräte sichert das neue Kamera-Monitorsystem– das alles ergibt eine spürbare Unterstützung für den Fahrer. Unverändert besteht die Option auf das einzigartige VarioPilot®-System: Lenkrad und Pedale lassen sich vom Fahrerplatz für den Einsatz auf den Beifahrerplatz verschieben.

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Die neue Bedienung der optional lieferbaren Reifendruckregelanlage (Tirecontrol Plus) geschieht jetzt stark vereinfacht über das Display – der Anwender hat die Wahl zwischen den vorparametrierten Modi „Straße“, „Sand“ und „Schlechtweg“.

Neue BlueEfficiency Power-Motoren und stärkeres Getriebe

Zwei von Grund auf neu konstruierte BlueEfficiency Power-Motoren bringen den Unimog auf die Euro VI-Abgasnorm und sorgen für erhöhte Effizienz, vor allem im Geräteeinsatz, für den jetzt noch mehr Leistung bereit steht. Es sind drei Vier- und zwei Sechszylinder im Leistungsbereich von 115 kW (156 PS) bis 220 kW (299 PS) der Motorbaureihen OM 934 und OM 936 mit Hubräumen von 5,1 Litern und 7,7 Litern, wobei die 220 kW (299 PS) einen neuen Spitzenwert in der Unimog-Historie darstellen. Die hochmodernen Triebwerke kombinieren niedrigeren Kraftstoffverbrauch – die Einsparung beträgt bis zu drei Prozent – mit höchster Abgasreinheit.

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Dieselpartikel und Stickoxidemissionen fallen bis zu 90 Prozent niedriger aus als bei Euro V-Motoren. Die neuen Motoren überzeugen mit mehr Leistung und Drehmoment über den gesamten Fahrbereich hinweg. Das elektropneumatische Getriebe mit acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgängen wurde weiter entwickelt, wie bisher schon erleichtert die synchronisierte Wendegruppe Electronic Quick Reverse den schnellen Richtungswechsel – ein wichtiges Detail im Geräteeinsatz.

Umfangreiches Sicherheitskonzept

Spurtreues Fahrverhalten, präzises Lenkverhalten und der Einsatz von ABS übertragen mehr Sicherheit in die Einsatzbereiche des Unimog bei jeder Jahreszeit. Hier zeigt sich die ganze Kompetenz des führenden Nutzfahrzeugherstellers Mercedes-Benz, der die aktive und passive Sicherheit schon seit Jahrzehnten zum Schutz des Fahrers und der Verkehrsteilnehmer permanent weiterentwickelt. Der vibrationsarme Arbeitsplatz, Dreipunktgurt und Kopfstütze und auch der hohe Komfort in der Unimog-Kabine tragen erheblich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Positiv wirken sich auch die optimale Achslastverteilung und die gleich großen Räder auf das Fahrverhalten aus. Bei der Freisichtkabine setzt der Unimog seine ganz eigenen Maßstäbe: die markante Panorama-Frontscheibe, tief gezogene Seitenscheiben und kurzes Vorbaumaß ergeben ein optimales Sichtfeld auf den Fahr- und Arbeitsbereich. Das neue Frontkamera-Monitorsystem unterstützt den Fahrer, es gibt die Sicht auf den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug frei und erleichtert das Ankoppeln der Geräte. Neue Scheinwerfer mit Tagfahrlicht verbessern die Sicht und Wahrnehmbarkeit. Und nicht zuletzt die Geländefähigkeit des Unimog: Portalachsen, hohe Bodenfreiheit, Sperrdifferenziale, Singlebereifung, die Möglichkeit, sich aus Vertiefungen „herauszuschaukeln“ (Electronic Quick Reverse) machen das Fahrzeug einzigartig.

Mercedes-Benz Qualität aus Wörth

Mercedes-Benz Special Trucks hat als Produzent des Unimog seine Heimat im größten Lkw-Montagewerk der Welt in Wörth. Hier wurden seit der Werksgründung vor 50 Jahren mehr als drei Millionen Nutzfahrzeuge in Großserie hergestellt.

Maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen

Maßgeschneidert wie das Einsatzkonzept des Unimog sind auch die Finanzdienstleistungen der Mercedes-Benz Bank. Sie verfügt von innovativen Finanzierungsmodellen über Service-Leasing-Produkte bis zum Kommunal-Leasing zur spürbaren Entlastung öffentlicher Haushalte über ein vielfältiges Angebot. Bei den Finanzierungsmodellen stehen vier Alternativen zur Auswahl, abgestimmt auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse.

Mercedes-Benz Service steht für höchste Mobilität
Die weltweit anerkannte Qualität und Langlebigkeit aller Unimog hat ihre Ursache auch im leistungsstarken Service von Mercedes-Benz. An mehr als 650 Standorten in über 130 Ländern auf der ganzen Welt sorgen Service-Spezialisten für Wartung, Diagnose und Reparatur. Dies geschieht zusammen mit einer intensiven Betreuung, leistungsstarken Serviceangeboten und technischer Beratung bis hin zu Fahr-, Sicherheits– und Techniktrainingskursen.

Vier umfassende Serviceangebote

Unter vier Serviceangeboten kann der Unimog-Kunde wählen, beispielsweise die kaufbare Garantieverlängerung für das Gesamtfahrzeug auf 24 Monate bzw. 36 Monate, eine Anschlussgarantie, die Schutz und Kostentransparenz bietet ohne Selbstbeteiligung, bis zu planbaren, attraktiven Konditionen für das zweite und dritte Betriebsjahr nach Erstzulassung. Darüber hinaus besteht das Angebot der Serviceverträge für Wartungs- und Reparaturleistungen (Service Complete), auch ergänzbar um einen Leasingvertrag (Service Leasing Complete). Das umfangreiche Leistungspaket deckt alle Werkstattarbeiten von der Koordination der Termine bis zur Rechnungsprüfung zu festen monatlichen Raten ab. Es sichert dem Kunden die klare Kostentransparenz sowie die Einsatzsicherheit und Betriebswirtschaftlichkeit seines Unimog-Fuhrparks. Mit Einführung der neuen Unimog Generation lässt sich auch erstmalig ein reiner Wartungsvertrag abschließen (Maintenance Complete). Über eine fest vereinbarte Laufzeit erhält der Kunde dadurch für alle Wartungsleistungen spürbare Preisvorteile.

Text und Bilder:

Matthias Dikert

Copyright Bilder 1-6 „Unimog zeigt große Einsatzflexiibilität“ von Daimler AG