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Ahrensburg

Park Hotel

Park Hotel Ahrensburg

Ahrensburg ist eine Stadt in Schleswig-Holstein, wird als Hamburgs schöne Nachbarin bezeichnet und ist mit dem Zug oder Auto von dort 30 Minuten entfernt. Seit 1865 ist Ahrensburg ein beliebtes Ausflugsziel für das Hamburger Umland. Die Geschichte der Stadt geht zurück ins 13.Jahrhundert, als die Grafen von Schauenburg das Dorf Woldenhorn (später Ahrensburg) gründeten.
Mit der Säkularisation wurde der König von Dänemark Eigentümer von Ahrensburg und der umliegenden Dörfer. Er belohnte seinen Feldherrn Daniel Rantzau 1567 mit der Herrschaft über diese Dörfer. Sein Bruder Peter Rantzau baute 1595 den Renaissance-Herrensitz in Form einer Wasserburg und die Schlosskirche. Vorbildlich war auch die Angliederung von „Gottesbuden“ (Wohnungen für alte und mittellose Menschen) an die Kirche, deren Reihenhäuser noch heute bestehen und bedürftigen Leuten Unterkunft gewähren. Die Kirche wurde auch um 1595 als gotischer Backsteinbau errichtet und besteht aus einem rechteckigen Saalraum. Zwischen die Deckenbalken wurde eine Kassettendecke aus kleinen kreuzgerippten Feldern gespannt und 1716 mit einer reichen barocken Ausstattung versehen, deren Altartisch bis heute zu bewundern ist.
Das Gut der Rantzaus war Mitte des 18.Jahrhunderts stark verschuldet und wurde 1759 von dem Kaufmann Heinrich Carl von Schimmelmann erworben und innen sowie außen umgebaut. Das Stadtrecht erhielt Ahrensburg 1949 und hatte damals rund 18 000 Einwohner. Heute leben etwa 31 000 Einwohner hier. Es gibt eine gute Infrastruktur und zahlreiche Betriebe siedelten sich am Stadtrand an und machten Ahrensburg zu einem bekannten Wirtschaftsstandort in Schleswig-Holstein.
Das Schloss wurde im Laufe der Geschichte mehrfach restauriert, und steht ab 1955 als Museum schleswigholsteinischer Adelskultur den Besuchern offen.

Gegenüber dem Renaissance-Wasserschloss befindet sich das Park Hotel, in dem wir übernachten durften, als im Rahmen des Gourmet-Festivals am 1. und 2. Februar 2015 die Veranstaltungen im Park Hotel Ahrensburg stattfanden und der Sternekoch Diethard Urbansky aus München sein 1. Festival-Debüt gab.
Neben dem gastronomischen Highlight bietet das Park Hotel noch andere Veranstaltungen und Überraschungen.
Zu den Einzelheiten befragten wir Michael Bertz, den stellvertretenden Direktor des Hotels, der seit 10 Jahren an der Seite von Hoteldirektor Oliver Deutsch das Haus führt, welches in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert.

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Dieses Jubiläum feiert am 01. April 2015 auch Oliver Deutsch im Park Hotel.
1995 war Michael Bertz schon einmal im Park Hotel tätig, ging dann auf Reisen und kam wieder, als Oliver Deutsch ihm die Möglichkeit zur heutigen Anstellung gab. Heute ist das Park Hotel Ahrensburg für Michael Bertz das 2. Zuhause.
Er ist verantwortlich für den gesamten Gastronomiebereich- und Tagungsbereich im Haus. Das Haus, ein 4-Sterne Superior-Hotel mit 109 Zimmern und Suiten sorgt für den entsprechenden Komfort in den Zimmern mit TV, Telefon, Schreibtisch, Minibar, Safe und kostenfreiem W-Lan Zugang, das in allen Räumen des Hotels.
Das Park Hotel ist ein Business-Hotel. Das Hauptgeschäft liegt wochentags in der Durchführung von Seminaren, Tagungen und Übernachtungen. Sieben Räume bieten eine Kapazität bis zu 500 Personen. 

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Der größte Raum ist der Festsaal „Versailles“ mit 300 qm. Hier finden in Bankettbestuhlung bis zu 180 Personen bei Festlichkeiten Platz. Außerdem können noch andere kleinere Räumlichkeiten bei Bedarf genutzt werden. An den Wochenenden werden viele Familienfeiern wie Geburtstage und Hochzeiten durchgeführt. Auch die große Gruppe der Musicalgäste aus Hamburg, die hier Ruhe und Entspannung finden, wählen das Park Hotel gerne als Ziel.
Dazu kommen Geschäftsreisende von ansässigen Firmen und viele Gäste aus dem Umland.
Von dem gemütlichen Menü im Ahrensburger Schloss bis zum Catering mit 1.000 Personen, das Park Hotel kann viele Wünsche realisieren.

„Das Schloss und der Marstall werden ebenso regelmäßig vom Park Hotel becatert wie über 100 Locations im Umkreis von Hamburg“, erläutert Michael Bertz.
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3 unterschiedliche Gastronomierichtungen bietet das Park Hotel.
Neben dem Wintergarten Restaurant „le Marron“, das gehobene Küche für die Feinschmecker aus der Region anbietet, findet man in der Lobby noch die Tapas Bar mit frischen spanischen Köstlichkeiten und den Bistro- und Barbereich mit einer Snackkarte. Im „le Marron“ bieten wir eine 100% frische Küche an, wo in der Showküche alles frisch und vor den Augen der Gäste zubereitet wird. Hier findet man keine fertigen Saucen und Produkte.

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Das Restaurant wird selbstverständlich auch von den Gäste des Veranstaltungsbereiches genutzt, die in den Pausen oder nach der Tagung zum Mittag- oder Abendessen kommen. „Wir freuen uns auch über ein gutes à la carte Geschäft“, so Herr Bertz.
Vor 2 Jahren wurde die Tapas Bar, die vorher in der neben gelegenen Remise beheimatet war, in die Halle geholt, umgebaut und ein eigener Wirkungskreis mit einem zusätzlichen gastronomischen Angebot für Seminar-und Tagungsgäste, aber auch für Hausgäste, organisiert.
Der Wintergartenbereich war früher einmal Terrasse, nach Umbauarbeiten kann man ihn ganz öffnen, so dass man im Sommer fast draußen sitzt und dennoch geschützt ist.
Erholung findet man auch in der finnischen Sauna, im Tepidarium und dem Whirlpool. 

_1424780550Es gibt auch eine kleine Abteilung, wo die Gäste nach Voranmeldung Massage-, Kosmetik- und Wellnessanwendungen erhalten können.
Ob im Haus, vor oder im Schloss, in der Reithalle des Marstalls oder bei Caterings, gutes Essen spielt dabei auch immer eine große Rolle. Diese Aufgabe bewältigt der Küchenchef Dominik Köndgen und sein Team bravourös.
Herr Köndgen kommt ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen, ist seit 25 Jahren Koch und seit eineinhalb Jahren der Küchenchef im Park Hotel Ahrensburg. Er war schon viel unterwegs in Asien, Portugal, Österreich, der Schweiz, auf der Insel Helgoland und hat meist in großen Hotels, wie Brenners-Parkhotel usw. gearbeitet. Sein Credo lautet: “Ich kann nur das kochen, was mir natürlich auch liegt und schmeckt“.
In Ahrensburg gibt es verschiedene Einflüsse, die regional und saisonal geprägt sind. Die Speisekarte wird daher alle 3 Monate überarbeitet und aktualisiert, weil sie auch an die gängigen Gemüse- und Obstsorten gebunden ist. Im Hauptgangbereich gibt es beim Abendessen eine Preisspanne zwischen 17,00 und 27,00 Euro. Vom traditionellen Matjesteller bis zur Gänseleber oder Jakobsmuschel ist alles dabei, und auch ein hoher Anteil an Kalb/Rindfleisch und Fisch (Kabeljau, Zander sowie Jakobsmuscheln und Miesmuscheln). Dominik Köndgen spricht von einer à la carte Küche, die fürs Restaurant zuständig ist und die Hauptküche, wo die meisten Sachen vorbereitet und von dort die Tapas Bar und die Hotel Bar versorgt werden. Die Showküche wird täglich von 12:00 bis 14:30 und und abends von18:00 bis 22:30 Uhr genutzt. Veranstaltungen für Firmen und Jubiläen, wo natürlich große Menüs gefordert sind, gehören ebenfalls zu unserer Stärke. Außerdem findet man in unserem kulinarischen Kalender nicht nur Menüs, sondern auch Veranstaltungen für die ganze Familie. In der Tapas Bar bieten wir zum Beispiel „Paella“ an, oder widmen uns den Krustentieren.
Beim „Krimidinner“ gibt es Schauspieler, die im Saal ein Krimistück aufführen und die Gäste festlich empfangen. Sie geleiten die Gäste im alt-englischen Stil, wie man das aus alten Krimis kennt, zu ihrem Platz und wir bereiten und servieren dann die Speisen. Zwischen den einzelnen Showteilen wird ein 4-Gänge-Menü gereicht.
In der Tapas Bar bereitet ein Mitarbeiter aus der Küchencrew in einem separaten Bereich der Küche die spanischen Häppchen zu. Typisch für die Tapas Bar sind Stockfisch-Gerichte, ein Kabeljau, der in der Tomaten-Olivensoße pochiert und im Tontopf serviert wird. Von der Aioli bis zu den Oliven und den Krustentieren ist alles mit dabei und wird schön in Knoblauchsoße gebraten. Wir sind 15 Leute in der Küche, davon 6 Auszubildende. In den nächsten 2 Jahren möchte ich das auf 9 erweitern, erklärt Dominik Köndgen. Wir werden hier kein Sternehaus, wir haben keine Ambitionen dazu, aber wir werden versuchen, uns noch einen besseren Namen zu machen. Und beim Catering holen wir uns natürlich ein paar Mann Verstärkung ins Team und bereiten alles in der Küche zu.
Auf die Frage, was der Küchenchef selbst am liebsten isst, hat er folgendermaßen geantwortet: „Ich bin auf jeden Fall ein Suppenteufel und mag gern Pfannengerichte. Eintöpfe habe ich unwahrscheinlich gern, auch Suppen- und Pastaspeisen.
Ein Tipp aus der Küche ist die „Quicklunch-Tageskarte“, die wöchentlich wechselt und 4 preiswerte Mittagsgerichte anbietet. Das wird sehr gern von den Umliegenden und auch von den Geschäftsleuten angenommen.
Ebenfalls gern wird auch das herabgesetzte Kombiticket zwischen dem Park Hotel und dem Ahrensburger Schloss gekauft, das heißt, vergünstigter Museumseintritt plus reduzierter Preis für Kaffee und Kuchen. Der Entspannung liegt nach einem interessanten Museumsbesuch nun nichts mehr im Wege.
Auch wir waren neugierig auf die Schlossgeschichte und begannen unseren Rundgang im Schloss mit einem Audioguide. Eine anregende Mischung aus Informationen, Zitaten und Musik konnte man mit diesem Gerät individuell erkunden. 2003 wurde das Schloss in eine private Stiftung umgewandelt und von 2009 bis 2012 gab es für innen und außen noch einmal umfassende Sanierungsmaßnahmen.
Im Schloss konnten wir dann die einzigartige Ausstellung adliger Wohnkultur erleben. Auf Pantoffeln glitten wir über wertvolle Parkettfußböden und durchstreiften 400 Jahre Geschichte. Zur Einrichtung gehören kostbare Möbel, Gemälde und Meißener Porzellan. Das Erdgeschoss repräsentiert die Zeit des 18.Jahrhunderts mit einem holzvertäfelten Speisezimmer und dem prächtigen Gartensaal. Eine Rokokotreppe führt ins 1.Stockwerk, wo man bei einem Rundgang vom Klassizismus in die Biedermeierzeit stolpert. Der Emkendorf-Saal besticht mit „Blauem Mobiliar“ und hochwertigen Landschaftsbildern.
Der Festsaal diente damals zum Feiern und beherbergt unter anderem eine schöne Flötenuhr, die ein Menuett von Haydn spielt. Auch die anderen Räume, wie Wohn-und Schlafzimmer sind nicht uninteressant.

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Das Schlossgewölbe aus dem 16. Jahrhundert bietet einen malerischen Rahmen für stilvolle Feste aller Art. Hier kann gegessen, getrunken und getanzt werden.
Zum Schloss gehört auch ein großer Schlosspark mit altem Baumbestand, der zum Bummeln und Ausruhen einlädt.
Trauungen und Konzerte werden im Gartensaal abgehalten, zur Auswahl stehen weiterhin der Salon Louis Seize und der Bibliotheksraum. Kindern macht der Museumsbesuch eine besondere Freude. Mit einem Detektivspiel können sie das spannende Gelände erforschen. Erlebnisreiche Suchspiele, Rittergeschichten und Märchennachmittage finden in den alten Gemäuern statt. Des weiteren können sie mit tollen Kostümen an einer festlichen Tafel sitzen und einen „gräflichen Kindergeburtstag“ feiern.
Das Schloss Ahrensburg ist voller Geheimnisse und es lohnt sich, diese zu lüften.

Weitere Informationen bei:


Stiftung Schloss Ahrensburg
Lübecker Strasse 1
22926 Ahrensburg
Tel: 04102 – 42 510
Fax: 04102 – 67 88 31

PARK HOTEL AHRENSBURG OHG
Lübecker Straße 10a
D-22926 Ahrensburg
Tel.: 04102 / 23 00
Fax: 04102 / 23 01 00

Text:

Peter Marquardt

Fotos:

Matthias Dikert

Copyright Bilder mit Innenansichten vom Schloss Ahrensburg bei Stiftung Schloss Ahrensburg (Fotografen Jürgen Jobst und Lorenz Müller)