Reiseberichte aus Baden-Württemberg

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Liebliches Taubertal

Auf alten Urkunden ist zu lesen „… es führt ein Pfad über Creglingen nach Rothenburg, der nur unter Müh und Last zu begehen ist.“ Dieser Pfad ist heute die „Romantische Straße“ im „Lieblichen Taubertal“, mit all seinen alten und neuen Schönheiten.

Das „Liebliche Taubertal“ zwischen Rothenburg und Wertheim ist besuchenswert.

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Kirche

Angefangen hat alles mit den Kelten: Sie gaben der Tauber den Namen „Dubra“ – die Schwarze. Mönche des Klosters Bronnbach lehrten den Bauern die Landwirtschaft und den Weinbau. Barocke Weinhändlerhäuser und schönes Fachwerk schaffen auch heute eine historische Atmosphäre. In Bad Mergentheim residierten einst die Deutschordensritter in ihrem Schloss. Und ein wahrhaft fürstliches Zuhause war bis in die heutige Zeit das Hohenloher Residenzschloss in Weikersheim. Der barocke Wandelgarten mit festlicher Orangerie versprüht weiterhin die Illusion lustigen Treibens. Meisterstücke gotischer Schnitzereien schuf Tilman Riemenschneider in der Hergottskirche bei Creglingen mit seinem Marienaltar und in Rothenburg ob der Tauber mit dem Heilig-Blutaltar. Ja, hier schrieb man deutsche Geschichte.

Hotels aller Couleur

Reisende, die durch das „Liebliche Taubertal“ touren, sind allemal anzutreffen. Sie finden viel Historie vor, zahlreiche Hotels, gastliche Restaurants und diverse Winzerhöfe. Der Wein ist begehrt, vor allem der Bocksbeutel und die Küche – einfach Spitze.
Zur Verkostung trifft man sich beispielsweise bei Familie Thürauf, im Keller vom „Hotel & Restaurant Glocke“, in der Altstadt von Rothenburg. Der 98er „Tauberzeller Weißer Burgunder Spätlese“ – ein Bocksbeutel, ist süffig. Nach der Degustation geht’s ins Restaurant: Tafelspitz frisch aus dem Sud, ist empfehlenswert. Wer nächtigen möchte, schläft in der „Glocke“ (Tel. 09861 – 958990).

Hier gibt’s einen edlen Tropfen Wein.

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Gleich neben dem Hotel wird übrigens das ganze Jahr Weihnachten gefeiert: Im „Deutschen Weihnachtsmuseum“,Attraktion und Shopping – Paradies zugleich, kann eingekauft werden.

Wer abseits der Straßen übernachten möchte, findet im Hotel „Martha“ bestimmt ein Bett. Familie Heike und Klaus Oetzel in 97877 Wertheim-Reicholzheim (Tel. 09342 – 7896) sind gute Gastgeber. Das Haus bietet Komfort, ein Schwimmbad mit Sauna und schönem Blick in die Weite der Landschaft. Klaus Oetzel ist ein Spitzenkoch, begehrt sind auch seine Süßspeisen.

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„Herzlich Willkommen im Hotel „Martha“ verehrte ReiseGala.de User“, grüßen Heike und Klaus Oetzel in Wertheim-Reicholzheim.

Im Alchemie-Museum

Das „Liebliche Taubertal“ ist eine Reise wert und Weikersheim sollte unbedingt auf dem Programm stehen. Das um 1600 von Graf Wolfgang II. von Hohenlohe errichtete Schloss wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu der heutigen Anlage ausgebaut. In der ehemaligen Küche wurde ein modernes „Alchemie“ Museum integriert. Hexerei und Zaubersprüche, zischende Retorten, in denen geheimnisvolle Substanzen brodeln. So manches aus dem Leben von Graf Wolfgang (1546 – 1610) kann nacherlebt werden. Nach dem Museumsbesuch lockt die Orangerie. Zu bestimmten Terminen zelebrieren hier, Spitzenköche der Region, unter dem Slogan „Lukull – Spezialitäten aus dem Taubertal“ ihre Köstlichkeiten, Winzer reichen dazu Prädikatsweine.

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„Markenzeichen im Taubertal ist unser Wein“, informieren Christine I – Markelsheimer Weinkönigin und Bernhard Haag, Geschäftsführer der Weingärtnereigenossenschaft.

Die Anreise kann auch mit der Bahn erfolgen, es bestehen gute ICE Verbindungen. Das Team „Liebliches Taubertal“ um Geschäftsführer Jochen Müssig informiert und berät gern.

Informationen
Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“,
Postfach 1254 Landratsamt, 97932 Tauberbischofsheim; Tel. (0 93 41) 82 294, E-Mail: touristik@liebliches-taubertal.de

Unser Redakteur Gerald H. Ueberscher (E-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) war auf Spurensuche.