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Die Mosel – Wandern, Paddeln, Schlemmen und mit Bacchus feiern

Die Mosel – Wandern, Paddeln, Schlemmen und mit Bacchus feiern

Die Mosel ist sicherlich ein einzigartiges Novum in Deutschland. Hier entstand die erste Stadt auf „deutschem“ Boden, die Weinkultur ist fast ebenso alt und die Steillagen einzigartig in der Welt. Sowohl touristisch als auch in Bezug auf den Wein ist die Mosel weltweit bekannt – und geschätzt. Nur in Deutschland selbst ist seit den 70ern ein zunehmender Hauch von Muff über diesen Teil des Landes gezogen, der nur schwerlich loszuwerden ist. Das liegt einerseits an der sicherlich immer noch vorhandenen touristischen Überalterung der Besucher und andererseits an den Weinsünden der Vergangenheit. Am touristischen Aufpolieren wird schon seit Zeiten gearbeitet, so umfasst die Mosel ein umfangreiches Fahrradnetz aus gemütlichen Talstrecken als auch anspruchsvollen Mountainbike-Pisten. In letzter Zeit wird das Thema Kanusport vermehrt aufgegriffen, es gibt Segel- und Motorboothäfen für Freizeitkapitäne und ein weitverzweigtes Wanderwegenetz zieht sich durch die Weinberge, von einfach bis höchst anspruchsvoll. Dazu gesellen sich kulturelle Veranstaltungen in alten Ruinen und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Die Mosel ist mit ihren kleinen, beschaulichen und oftmals noch fachwerkverliebten Ortskernen ein Hort von Gemütlichkeit und Liebreiz. 
Das Trends auch im Weinmarkt vorherrschen und „Kenner“ die Szene bestimmen, wurde die letzten 20, 30 Jahre immer deutlicher. Dabei sollte man das Wort „Kenner“ nicht zu laut aussprechen, weil sogenannten Fachleute eben nichts weiter als Propagandisten des eigenen Geschmacks oder (Vorsicht: Verschwörungstheorie!) wahrscheinlich gut bezahlte Marketingexperten anderer Regionen sind. Doch die meisten beugen sich wohl dem Diktat und machen heitere Mine zum bösen Spiel. Dabei mochte ich schon immer die Moselweine und sah auch nicht ein, warum sich das auf einmal ändern sollte. Nur muss man eben auch bekennen, dass die Winzer in den goldenen Zeiten der jungen Republik arg übertrieben haben. Die junge Garde ihrer Nachkömmlinge geht zusammen mit überzeugten Hobbywinzern einen steinigen Weg, indem man sukzessive versucht, die alten Wunden zu behandeln. Einerseits ist die Bewirtschaftung der Hänge und Steillagen zunehmend industrialisiert worden, andererseits werden heutzutage wieder auf althergebrachte Art kleine und kleinste extreme Steillagen bebaut. Da der Wein auf den Böden sehr stark vom mineralischen Untergrund geprägt wird, sind selbst kleinste Hänge und Terrassen, die dicht beieinander liegen, nicht wirklich gleich. In der Masse ist zurückgefahren und in der Klasse ausgebaut worden. So kann man die letzten Jahre der Entwicklung an der Mosel bezeichnen.

Wo soll man eine Reise ansetzen? Wo beginnen und aufhören? Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues, Cochem, Trier… Nur die bekanntesten in der Reihe der Moselorte. Dabei wandelt die Mosel sich im Laufe, präsentiert sich engschluchtig und schroff oder offen mit sanften Hügeln. Man fährt von Koblenz nach Trier oder umgekehrt. Eine weitere Alternative wäre, sich irgendwas in der Mitte zu nehmen und dann nach oben und unten zu explorieren. Und bei Mitte sind wir eben unweigerlich mit einem Standbein entweder in Bernkastel-Kues oder Traben-Trarbach.
Jedenfalls ist das Einfallstor nicht nur in die Mosel für diejenigen, die nicht per eigenem PKW anreisen, der Flughafen Frankfurt-Hahn. Als erste innerdeutsche Direktverbindung fliegt dabei Ryanair von Berlin nach Hahn, der sich ja allgemein bei Low Cost-Gesellschaften großer Beliebtheit erfreut. Von Berlin aus kann man so schon ab 10 € den Flughafen erreichen und steigt dort z.B. auf die Bahn um, um beschaulich die Landschaft zu genießen. Und für die schon inflationär auftretenden Weinfeste zwischen Mai und Oktober, ist es eh besser, das eigene Auto sicher in der Garage zu lassen. Denn erstens werden Ortschaften, die ein paar tausend Einwohner zählen von oftmals zehntausenden von Gästen regelrecht gestürmt und zweitens ist in weiten Teilen das Platzangebot zwischen Mosel und Ufernutzung nicht wahllos um verteilbar. Die Mosel gibt jedenfalls nichts her… . Und im Übrigen ist Hahn, im Hunsrück gelegen, eigentlich nur einen Steinwurf von Traben-Trarbach und Berkastel-Kues entfernt. Ersterer Ort gilt als Kleinod der Jugendstilzeit, letzteres wird von rustikalem Fachwerk dominiert.
Warum kam aber weltstädtischer Jugendstilpomp gerade in die damalige Provinz der Mosel? Die Zusammenlegung vieler Ortschaften ist verhältnismäßig jung und gerade die heute einträchtig als Doppelortschaft auftretenden Traben und Trarbach waren eigentlich bis auf’s Blut verfeindet – eine Seite katholisch, die andere evangelisch. Wein trank aber jeder und so brummte das Geschäft zu beiden Seiten der Mosel. Irgendwann wurde dann zu Kaisers Zeiten auch eine Brücke gebaut, die beide Ortschaften miteinander verband. Heutzutage steht nur noch eine Ponton-Behelfsbrücke, die sich seit dem letzten Krieg anstelle der alten über die Mosel spannt und sich wohl so langsam etabliert hat. Trarbach ist älter und war im Mittelalter bedingt durch seine Lage um die Grevenburg ein bedeutendes Städtchen, während Traben eher dörflich vor sich hindämmerte. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt jedoch fast vollständig zerstört und der danach einsetzende „Weinboom“ bevorzugte die Traben-Seite durch deren großzügigere Ausdehnungsmöglichkeiten. Das spätere Doppelstädtchen entwickelte sich rasch zum zweitgrößten Weinumschlagsplatz Europas (nach Bordeaux). Durch den im späten 19. Jahrhundert weltumspannenden Weinhandel entstand ein wohlhabendes Bürgertum, welches auf der älteren Seite durch die Bäder- und Kurbetriebe in Bad Wildstein und das noch dahinter liegende ebenfalls zur Stadt gehörende Kautenbach zusätzlich ansehnliche Einnahmequellen erschloss. Nur eine Brücke gab es eben nicht und Traben hatte Anschluss an die Reichsbahn gefunden, welches den Weinhandel noch einmal explodieren ließ. Den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewann der Jugendstil-Architekt Bruno Möhring. Nun hätte dieser nach getaner Arbeit wieder in die große Welt ziehen können, doch schloss sich nach der Brückeneröffnung gleich die Weinpräsenz auf der Pariser Weltausstellung im Deutschen Haus an. Danach wird das alte, abgebrannte Hotel Clauss-Feist – das heutige Jugendstil-Hotel Bellevue – um- bzw. neu gebaut. 

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Durch die beherzte Erbin überstand es auch den Hotel-Modernisierungswahn der Nachkriegszeit fast originalgetreu, so dass heute das einzige noch intakte alte Jugendstilhotel der Welt im ursprünglichen Konzept erstrahlen kann. Das Interieur wurde jedoch teilweise auf dem Antikmarkt zusammengetragen, da leider über die lange Zeit auch hier etliche Accessoires nicht überdauerten. Nur wird es mittlerweile immer schwieriger, geeignete Stücke zu bezahlbaren Preisen zu finden, da ein Hotel die Dinge ja auch einer Nutzung unterzieht und im Gegensatz zu privaten Sammlern wirtschaftlich agieren muss. Und spätestens nach dem Hotelbau schaffte Herr Möhring nicht den Absprung und führte noch zahllose Arbeiten aus: Villen, Geschäftshäuser, das Kurhaus und Grabmäler. Und deshalb ist die heute nicht mehr so bedeutende Doppelortschaft ein kleines aber nicht minder wichtiges Zentrum im großen Konzert der Jugendstilzeit der Jahre vor dem 1. Weltkrieg, welches glücklicherweise von der Bauwut der Nachkriegszeit verschont im Kern noch erhalten ist. 
Wer den Charme der Ortschaft richtig ausnutzen möchte, begibt sich erst zu einem ausuferndem Abendmahl und macht sich hernach zur Nachtwächterwanderung auf, wo ausführlich Geschichtliches mit Kuriosem vermischt wird.

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Am Tag kann man sich auch hoch zur Ruine der Grevenburg begeben oder die Ausgrabung der kurzzeitig in Betrieb befindlichen französischen Festung Mont Royal auf der Innenschleife besichtigen, die fast das gesamte Hochplateau umfasste. Als Hauptquartier der Rheinarmeen 1687 für bis zu 12.000 Man und 3.000 Pferde konzipiert, schleiften die Erbauer nach dem Frieden von Rijswijck 1698 diese auch wieder. Die aufgewertete Grevenburg diente der Festung als Vorposten und stand noch in nachfolgenden Konflikten im Rampenlicht, bis auch sie von den Franzosen als letzte Moselburg 1734 geschliffen wurde und sich somit heute nur mehr als Ruine präsentiert. Von Geschichte genug, zieht die Rieslingroute magisch an. Der Weinlehrpfad führt von Weingut zu Weingut und wartet auch mit Informationen abseits der Güter auf. In der Nähe des Stadtteils Wolf ist eine römische Anlage gefunden worden und beweist, dass die Lagen des Städtchens schon mit Einführung der Weinkultur durch die Südeuropäer geschätzt war. Und wer dann weder Trinken noch Schlemmen will oder sich von geschichtlichen Dingen und Bauten einnehmen lassen will, kann auf den vielen Erlebnisrouten die nähere und weitere Umgebung erwandern. So ist der Weg nach Bernkastel-Kues durch die immer währende Schleifenbildung der Mosel an dieser erheblich länger als quer über den Berg. Rund 10 km gegen 25. Natürlich winkt auch die Moselschifffahrt. In Richtung Trier wird die Mosel eher offener, in Richtung Cochem/Koblenz enger und schroffer. 
Bernkastel-Kues ist im Gegensatz zu Traben-Trarbach touristisch bekannter. Schlängelte sich vor unzähligen Jahren noch die Bundesstraße über den Marktplatz von Bernkastel, wundert man sich heute, wie dies eigentlich funktioniert hat. Die Straßen um diesen sind nicht mehr als Gässchen und gesäumt von fantastischem Fachwerk. Ergeht man diese mit ortskundigem Führer, so hat jedes Haus eine eigene, interessante Geschichte zu erzählen. Prunkstück der Sagen und Legenden ist der Doktorwein. Als einmal alle Ärzte und Kurpfuscher den Fürsten nicht heilen konnte, dachte sich ein Bernkastler Weinwirt, dass ein edler Tropfen es schon richten würde – und behielt recht. Die dazugehörige Schänke muss man gesehen haben. Ein verträumter Innenhof und in der Schänke selbst Bauwerke im Bauwerk. Hinter der Ortschaft liegen die Weinberge. Und selbst große Stadtbrände erscheinen heutzutage spurlos vorbei gezogen. Auf der anderen Seite liegt der zweite Teil des Doppelortes, Kues. Auf dem Gelände des historischen und heute noch immer in Gebrauch befindlichen St.-Nikolaus-Hospitals wurde eine einzigartige Vinothek geschaffen. Über 150 Weine des Hauptanbaugebietes Mosel mit seinen Nebenfluss-Anbaugebieten Saar und Ruwer können verkostet (und erworben) werden. Wer sich darüber hinaus noch weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, ist im Weinmuseum gut aufgehoben, welches dem Zeitgeist geschuldet auf Multimedialität setzt. Wer dann erstmal genug von Wein hat, schaut sich das Hospiz mit Kapelle an, in seiner Art der schönste Sakralbau der Mosel.

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Die nächste Station gehört ebenfalls zu Bernkastel, Wehlen mit dem Klosterstift Machern. Rund 1.000 Jahre alt, war es ein Frauenkloster der Zisterzienser und mit seinen Besitztümern Wehlen, Rachtig und Zeltingen in der Mittelmosel ein wirtschaftlich einflussreiches Zentrum. Heutzutage ist es das einzige Paradies für Bierliebhaber im „Feindesland des Weines“. Die „Klosterbrauerei“ mit angeschlossener Brauhaus-Gastronomie wird ergänzt durch eine Destille sowie ein Ikonen- und ein Spielzeugmuseum. Das heutige barocke Aussehen erhielt das Kloster Anfang des 18. Jahrhunderts, als man auch hier mit den Modeströmungen mitziehen wollte.

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Vielleicht auf Hälfte zwischen Zell und Cochem liegt Bremm mit der Klosterruine Stuben. Diese liegt einmal mehr auf einer Schleife und erlaubt den Blick auf die steilste Weinlage Europas, den Bremmer Calmont. Mit fast 70 Grad geht es in den Berg und der Aufwand, den man für ein bisschen Wein betreiben muss, ist immens. Dafür lohnt es sich – kulinarisch gesehen, denn der Wein wird in den steilsten Lagen besonders gut. Um genau solche Lagen beneidet uns die restliche Welt. Das haben auch schon die Römer erkannt und somit gehört der Calmont ebenfalls zu den ältesten Weinbauregionen Deutschlands. Finanziell lohnt sich der Aufwand indes nicht. Für viele Winzer war es zu viel und über die Jahre gingen gerade in den steilsten und schwierigsten Lagen viele Hänge den Weg des Abschieds. Am Calmont hat private Initiative Anbauflächen dem Dornröschenschlaf entrissen, bleiben aber das Hobby einiger Weinbegeisterter. Würden wirtschaftlich notwendige Preise aufgerufen, gehörten Calmont und Verwandte zu den teuersten Essenzen der Welt. Dabei ist bis heute ungeklärt, wie die Qualität der römischen Weine war. Ein erstes flächendeckendes Maximum gab es im 12. Jahrhundert, als die Kirche den Weinbau förderte. Allerdings dominierte im Mittelalter und darüber hinaus mindere Qualität mittels ertragsreicher Sorten. Schließlich mussten die damaligen Weinbauern von leben und adlige und kirchliche Herren wollten ebenfalls einen guten Schnitt machen wie auch die Händler. Erst Ende des 18. Jahrhunderts gab es einen kurfürstlichen Erlass, minderwertige Rebsorten durch die Rieslingrebe zu ersetzen – der Beginn der High End-Weinproduktion an der Mosel.
Wer sich traut, kann ja gerne auf dem Calmont-Klettersteig wandern. In guten Zeiten am Wochenende ist ähnlich viel los wie auf der A1. Dabei kann man wählen ob man die Hardcore-Version durchzieht, die erstens eine gewisse Schwindelfreiheit voraussetzt und zweitens Trittsicherheit. Zwar helfen Seile und Leitern, doch nutzt es nichts, wenn man einfach vor Angst nicht mehr vor- oder zurück kann. Für die weniger sportlich Begabten eignet sich der Calmont-Höhenweg, der ebenso spektakuläre Ausblicke bietet aber weitaus leichter zu begehen ist. Wer sich derweil lieber auf dem Wasser bewegt, ist in dieser Region ebenfalls gut aufgehoben. Gerade hier hat man die letzten Jahre zunehmend ein Herz für Kanuten und Paddler entdeckt und baut sukzessive die erforderliche Infrastruktur aus. Dazu gibt es auch umfangreiche Angebote zu Touren und Transport. 
Durch Cochem an der alten Reichsburg vorbei immer weiter die sich windende Mosel runter ist kurz vor Koblenz das letzte Moselörtchen Winningen.

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Eigentlich gäbe es nicht viel zu berichten, wenn es nicht ein Paradies für Autonarren wäre. Natürlich gibt es noch das Weinfest mit der Wahl der Weinhex und der Weinkönigin, wobei erstere ein Novum darstellt und das holde Pärchen immer zu zweit das Dorf vertritt. Sie eröffnen auch das Weinfest, welches das älteste in Deutschland ist. Auch gäbe es zu sagen, dass Winningen im deutschlandweiten „unser Dorf soll schöner werden“ zweimal eine Goldmedaille und einmal eine Silbermedaille erhascht hat, doch alles dreht sich um Horch. August Horch, der Gründer der Horch- und Audi-Werke (ein und derselbe Name nur letztere Version in Latein) war Winninger und Oldtimer gehören hier zum guten Ton. Seine Schmiedelehre absolvierte er im väterlichen Betrieb, ein Museum beschäftigt sich mit ihm und er ist auf dem Winninger Friedhof bestattet. 

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Von der Lage her, kann es der Winninger Uhlen fast mit dem Calmont aufnehmen. Nur wenige Grad sanfter lassen auch ihn zu den steilsten Lagen zählen und wen wundert’s, dass auf der Höhe eine römische Villa ausgegraben wurde und anderweitig gefundene Werkzeuge auf eine Besiedlung schon vor 3.000 Jahren hinweisen. Das der Weinbau schon im frühen Mittelalter einen hohen Stellenwert hatte, bezeugen Urkunden und auch eine hohe Lehensabgabe in Fudern. Darum dreht sich dann das Winzerfest, denn im Jahre 1551 muss die Ernte so reichlich gewesen sein, dass der Lehnsherr dies mit der Bevölkerung feiern wollte und somit eine heute allgegenwärtige Tradition ins Leben rief. Wer sich sachkundiger mit dem Thema Wein auseinandersetzen möchte, besucht die Winninger Vinothek im Spital. Hier ist an einem Ort die Möglichkeit gegeben, die unterschiedlichen Lagen und Winzer mit ihren Vorzeige-Erzeugnissen aus zu testen und seine persönlichen Favoriten zu ermitteln.

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Auf halbem Wege in die andere Richtung liegt Neumagen-Dhron. Es gilt als ältester Weinort Deutschlands und wartet mit jeder Menge Funde aus der Römerzeit auf. Einer davon, ein Schiffsrelief eines Flussschiffes, ist inzwischen nach gebaut worden und liegt am Moselgestade bereit für eine Rundfahrt. Damit der ungeübte Ruderer von heute nicht als Galeerensklave versagt, treibt ein Motor das Boot an – es ist jedoch ruderfähig, wie bei seiner Einweihung demonstriert. Wenn man dann auf der Mosel so dahingleitet, zieht die Moselloreley, zwischen Piesport in Minheim gelegen, an einem vorbei. Wandert man oben, hat man hier einen unschlagbaren Ausblick. In Trittenheim warten die einzig noch erhaltenen Fährtürme der Mosel. 

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Hier kann man dann auch in den Römersteig übergehen, einem Themenwanderweg rund um bekannte Weinlagen und römische Funde. Die „Apotheke“ ist einer der besten Steillagen Deutschlands. Doch man sieht es hier recht deutlich, viele werden so umgestaltet, dass sie besser zu bewirtschaften sind. Da kommt ein Jungwinzerduo gelegen, welches bei einer Wanderung in der Apotheke auf einen alten, verfallenen Abschnitt stößt, dem Jungheld. Die alten, bis zu 80 Jahre alten Reben auf ihren teilweise extrem kleinen Terrassen, wurden wachgeküßt und liefern heutzutage einen Vorzeigewein, der es nur auf ein paar hundert Flaschen im Jahr bringt – reine Liebhaberei der beiden Winzer. Folgt man dem Wanderweg dann weiter an den Höhlen vorbei und über Neumagen hinaus, gelangt man nach Piesport, Heimat einer alten römischen Kelteranlage, die rekonstruiert wurde. Alljährlich im Oktober gibt es das „römische Kelterfest“, bei dem die Anlage originalgetreu Wein erzeugt. 
Und damit schließt sich der Kreis dann wieder zu den in der gesamten Moselregion fast ganzjährig stattfindenden Weinfesten. 


Weitere Informationen:

Mosellandtouristik GmbH
Kordelweg 1
54470 Bernkastel-Kues
Tel.: (0)6531 – 9733 – 0
Fax: (0)6531 – 973333
info@mosellandtouristik.de

Ryanair Ltd.
Tel.: 0900 116 0600 – Deutsch sprachig – 1,86 € pro Minute


Text:
Otger Jeske

Fotos:
Matthias Dikert

Das schöne Ahrtal

Das schöne Ahrtal

Sanfte Hügel, schroffe Felswände, tiefe Wälder und steile Weinberge – kaum ein deutsches Feriengebiet ist in seiner Landschaft so abwechslungsreich und charakterstark und bietet zugleich ein derart breites Spektrum an Freizeit- und Fitnessaktivitäten wie das Ahrtal direkt vor den Toren der Rheinstädte Bonn und Köln. Von der Sonne verwöhnt zieht die Angebotsvielfalt gleichermaßen Naturliebhaber, Weinfreunde, Feinschmecker, Gesundheitsbewusste, Kulturinteressierte und Sportbegeisterte an die Ahr, die einst von Romantikern als „die wildeste Tochter des Rheins“ gepriesen wurde. Gerne verbringen hier Menschen ihre Zeit, die Wert legen auf Naturerlebnisse, Lebensqualität, gesunde Fitness, Genuss und Wohlgefühl. 

Mit rund 90 km Länge zwar eher klein, ist das wildromantische Ahrtal vor den Toren Bonns erstaunlich vielfältig. Landschaftlich reicht das Spektrum von sanften Hügeln über schroffe Felsen, hohe Gipfel und romantische Flussauen bis hin zu den Steillagen der Weinberglandschaft der Ahr. Pittoreske Dörfer und Kleinstädte schmiegen sich an das Ahrufer oder blicken von den Höhen herab. Dem berühmten Rotweinwanderweg, dem Ahr-Radweg oder der Ahr-Rotweinstraße folgend säumen die Weinorte Altenahr, Mayschoß, Rech und Dernau den malerischen Nebenfluss des Rhein. Per pedes entdeckt man das gesamte Ahrtal auf dem neuen Prädikatswanderweg AhrSteig. Der westliche, mit einem blauen Logo markierte Teilabschnitt „AhrSteig blau“ beginnt an der Quelle der Ahr in Blankenheim und führt entlang des Freilinger Sees über Aremberg und Insul bis kurz vor Altenahr. Die östliche, mit rotem Logo markierte Trasse „AhrSteig rot“ verläuft vom Weinort Walporzheim über den Kurort Bad Neuenahr bis zum Schloss Sinzig. Beide Teilstücke können über Verbindungswege miteinander verbunden werden. Je nach Fitness und Kondition kann man das Ahrtal auf einer der insgesamt sechs abwechslungsreichen Einzel-Etappen erkunden. Entlang des AhrSteigs wechseln sich idyllische Waldwege und Wiesenpfade mit engen Felspfaden ab. Neben den Gastgebern, die Wanderer zur Rast einladen, lassen spektakuläre Ausblicke ins Ahrtal, in die Eifel und die Ardennen sowie zu den Höhen des Siebengebirges das Wandererherz höher schlagen. Die Wanderstrecken beeindrucken zudem durch ihren Reichtum an Naturdenkmälern und Kulturschätzen. 

Eingebettet in diese einzigartige Naturlandschaft und umgeben von den Weinbergen des Ahrtals, befindet sich Bad Neuenahr-Ahrweiler, eine Stadt mit zwei Zentren, deren Ambiente unterschiedlicher nicht sein könnte und die doch eine reizvolle und harmonische Symbiose aus Neu und Alt bilden.

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Ahrweilers romantische Fachwerkhäuser werden von einem vollständig erhaltenen mittelalterlichen Mauerring umgeben, während man in Bad Neuenahr eher dem erlesenen Flair der Kuranlagen und Jugendstilhäuser, dem Charme der eleganten Salons der Spielbank und dem vielfältigen Angebot der modernsten Fitnessanlagen erliegt.

Kelten, Germanen, Römer, Grafen, Erzbischöfe und Franzosen gaben sich in Ahrweiler die Klinke in die Hand. Die mittelalterliche Stadtmauer mit Wallgraben, Toren und Türmen aus dem 13. Jh. ist vollständig erhalten. Malerisch verträumte Fachwerkhäuser können stressfrei in der autofreien Altstadt besichtigt werden. Besonders sehenswert sind das Wolffsche Haus, ein Fachwerkgebäude von 1621 mit einem reich verzierten Erker und der Blankartshof aus dem Jahr 1680. Der Marktplatz wird durch die erste frühgotische Hallenkirche des Rheinlands, St. Laurentius (ab 1269), und das alte Rathaus geprägt. 

Ein sehr empfehlenswertes Restaurant ist das Vinetum, wo nicht nur vorzügliche Speisen warten, sondern auch ein exzellenter offener Rotwein kredenzt wird. Und zur Übernachtung bietet sich das 4 Sterne Ringhotel Giffels Goldener Anker an, das über einen großzügigen Wellnessbereich verfügt.

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m besten lernt man diesen Stadtteil bei einer der spannenden Stadtführunge n kennen. 
Ein unterhaltsames Angebot dazu ist die Führung „In Vino Veritas“, die jeden Samstag von 14 bis 16 Uhr stattfindet. Dahinter verbirgt sich eine interessante Kombination aus der Geschichte des Ahrweins und der historischen Altstadt von Ahrweiler. Nicht nur die „Lügen“, die es in der Führung zu entlarven gilt, sondern auch die Verkostung von drei Ahrweinen sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Durch die verteilten Schilder können die Teilnehmer dabei immer zeigen, ob Sie die erzählte Geschichte für wahr oder erlogen befinden. 

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Das Ganze ist sehr lustig gehalten und lockert die Führung immer auf. Treffpunkt für die Führung ist die Tourist-Information des Ahrtal-Tourismus in Ahrweiler, Blankartshof 1. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich. 

Das berühmte Heilbad Bad Neuenahr lebt ganz vom Charme seines Kurviertels, dem wunderschönen Badehaus, der Spielbank, den herrlichen Parkanlagen – wie dem zum schönsten Park in Rheinland-Pfalz gewählten Kurpark mit seinem wunderbaren alten Baumbestand – und der sich mitten durch den Ort schlängelnden Ahr. Bad Neuenahr mit den wunderschönen weißen Patrizier-Häusern ist der jüngere Ortsteil des ungleichen Stadtduos. Bekannt wurde er vor allem durch seine Quellen – allen voran der weltberühmten Apollinaris-Quelle. Bereits die alten Römer waren es, die der Heilkraft der Bad Neuenahrer Quellen so zugetan waren, dass sie sich hier niederließen. Heute boomt der Gesundheitsstandort Bad Neuenahr-Ahrweiler und das vor allem wegen seiner ärztlichen Kompetenz. 

Die meisten Besucher kommen nicht nur wegen des guten Weins und der atemberaubenden Landschaft, sondern wegen ihrer Gesundheit ins Ahrtal. Weil sich herumgesprochen hat, dass die medizinische Vernetzung nirgendwo sonst in Deutschland so perfekt geglückt ist. Aber sie kommen auch gerne, wenn es ihnen gut geht. Schließlich hat eine Portion Entspannung und Wellness auch noch niemandem geschadet. 

Ahrtherme
Sehr gern genutzt wird hierzu auch die Ahrtherme.Diese bieten Entspannung und Erholung in den wohlig-warmen Thermalwasserquellen inmitten des Kurviertels von Bad Neuenahr. Das kristallklare Wasser hat eine gleichbleibende Temperatur von angenehmen 31 Grad. Durch die natürliche Wärme des kohlensäurereichen Wassers wird die Haut mit sanftem Prickeln belebt und die Muskulatur wohlig entspannt. Im Innenbereich sorgen sprudelnde Thermalbecken, Thermalbewegungsbecken, Süßwasserbecken und vier massierende Whirlpools für Erholung. Im Außenthermalbecken laden Sprudel-Liegen, der Strömungskanal und sanft massierende Schwallduschen ein.

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Die Sauna-Landschaft verfügt über acht verschieden Saunen, darunter ein römisches Dampfbad, Trocken-, Sternen-, Aroma-, Blockhaus- oder die Finnische-Sauna. Eine große Auswahl von Sauna-Zeremonien sorgt für zusätzliche Pflege und Hitzereize. Im weitläufigen Sauna-Außenbereich, beim Frischluftgang, im Ruhehaus, im Saunagarten oder unter der Glaskuppel des Atriums finden die Badegäste Ruhe und Entspannung. Die AhrThermen sind täglich von 9 bis 23 Uhr geöffnet. 

Dokumentationsstätte Regierungsbunker am Silberberg in Ahrweiler
Beim Eintritt in die Bunkeranlage im Ahrtal lässt die Besucher nicht nur die durchschnittliche Innentemperatur von nur 12 Grad C frösteln: hier wird die Zeit des Kalten Krieges wieder lebendig! In den Zeiten des Wettrüstens der Supermächte, des Ost-West-Konfliktes und den Bedrohungen des Atomzeitalters begannen die Planungen zum geheimsten Bauwerk in der Geschichte der damals noch jungen Bundesrepublik Deutschland. Seit dem Jahr 1950 suchte das Bundesinnenministerium für den Fall einer atomaren Bedrohung einen Ausweichsitz für die Verfassungsorgane. Damals von Beginn an in die Planungen involviert war Bundeskanzler Konrad Adenauer. Die lange Suche nach einem geeigneten Standort führte schließlich zum brachliegenden Tunnelsystem im Ahrtal. Ab 1962 wurde das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik in 25 Kilometer Entfernung von der damaligen Bundeshauptstadt Bonn gebaut.

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Fast zehn Jahre später war die Bunkeranlage 1971 auf 17,3 km Länge gewachsen und umfasste 936 Schlaf- sowie 897 Büroräume. Hinter atombombensicheren Toren lagen beispielsweise die Kommunikations-Schaltzentrale, eine Zahnarztpraxis, ein Friseursalon, das Zimmer des Bundeskanzlers sowie ein Fernsehstudio. Im Ernstfall eines Atomschlages hätten hier mehrere tausend Menschen für 30 Tage überleben können. Seit März 2008 ist der Regierungsbunker wieder zugänglich und dokumentiert mit zahlreichen Originalgegenständen eine Zeitreise in ein kühles Kapitel der deutschen Geschichte. Seitdem sind die Besucher nicht nur von diesem Originalschauplatz beeindruckt, sondern spüren das Drohszenario der Supermächte und die damit verbundene Ängste der Menschen nach. Der Besuch im Bunker ist sicher ein Erlebnis der besonderen Art: im November 2013 bestätigte der 450.000 Besucher das außergewöhnliche Geschichtserlebnis und die spannende Gänsehautstimmung in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker. Öffnungszeiten: Von April bis November immer mittwochs, samstags und sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen (RLP) von 10.00 bis 18.00 Uhr. Letzter Einlass ist um 16.30 Uhr. Gruppenbesuche sind ganzjährig (außer montags) nach Vormeldung möglich. 

Museum Römervilla in Ahrweiler
1980 stieß man im Ahrtal bei Bauarbeiten auf eine archäologische Sensation: Die Römervilla – ein römisches Herrenhaus aus dem 1. Jh.. Wegen ihres hervorragenden Erhaltungszustandes gehört die Römervilla in Ahrweiler zu den aussagekräftigsten römerzeitlichen Anwesen nördlich der Alpen, die aus der Antike erhalten sind. Vergleichbar ist die über 70 Meter lange Villa in Bad Neuenahr-Ahrweiler in ihrer erhaltenen Bausubstanz mit mediterranen Bauten von Pompeji oder Herculaneum. Das Mauerwerk, dessen Wohnfläche einst 1.000 m² betrug, ist noch bis zur Fensterhöhe erhalten und farbige Wandverputze mitsamt figuraler und floraler Motive sind noch an zahlreichen Stellen im Original zu bewundern. Erhalten sind auch noch das fast vollständige Badehaus sowie zahlreiche Hypokausten, Fenster- und Türöffnungen, ein Schiebeladen und eine vollständige Fachwerkwand. Insgesamt lassen sich hier Besiedlungsphasen vom 1. bis zum 4. Jh. n. Chr. an dem römischen Herrenhaus nachweisen.

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Die Bewohner waren einst wahrscheinlich Familien und Dienstpersonal von ranghohen Offizieren oder Verwaltungsbeamten, die in der näheren Umgebung (z. B. Bonn) im Einsatz waren. Das Museum Römervilla ist für viele deshalb so interessant, weil der Besucher sich hier direkt mit der Vergangenheit konfrontiert sieht. Trotz der Empfindlichkeit der antiken Substanz (die Gefährdung dieser Substanz ist langfristig ein Problembereich) wurde bei der Konzeption des Museums größter Wert auf ein Optimum an »Erfahrbarkeit« für den Besucher gelegt: So ermöglicht ihm ein fest installierter, behindertengerechter Rundgang, Raum für Raum der einstigen römischen Villa auf Laufstegen zu durchschreiten und so die gehobene römische Lebensweise und Wohnkultur anhand der gefundenen Bausubstanz nachzuerleben. Bei einem Rundgang kann der Besucher sich in das Leben der früheren Bewohner hineinversetzen – er geht sozusagen durch ihre Räume. 

Schriftliche Informationen werden auf ein Minimum beschränkt, damit der Besucher Gelegenheit findet, sich direkt mit den antiken Baudetails auseinanderzusetzen. Ein großformatiges Modell auf der Empore des Museumsgebäudes mit Blick auf die gesamte Anlage zeigt dem Besucher nicht nur die Architektur der römischen Villa, sondern vermittelt ihm anhand einer realistisch gestalteten Szenerie einen Eindruck vom Leben in einer römischen Villa. 

Zum Museumsprogramm gehört weiter eine Audiovision, die dem Betrachter einen Überblick über Fund- und Baugeschichte der römischen Villa verschafft. Die in den Vitrinen ausgestellten Fundstücke und restaurierten Wandmalereipartien, die ausschließlich aus den Grabungen am Silberberg stammen, vervollständigen Stück für Stück das Bild vom Leben in einem römischen Wohnhaus. Zum Angebot des Museums zählen Gruppenführungen, öffentliche Führungen, museumspädagogische Aktionen, Sonderausstellungen und Vorträge. Der Besucher kann zeitweise auch den anwesenden Restauratoren über die Schulter schauen, denn die konservatorischen Arbeiten werden als Museumsprogramm fortgeführt. Das Museum wird dadurch zum Erlebnisraum. Wissensvermittlung geschieht im Museum Römervilla nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern durch direkte Konfrontation mit dem Vergangenen. Der Museumsbesuch soll eben kein reiner kognitiver Akt sein, sondern auch die Sinne ansprechen. Begreifen aber – das gebietet das denkmalpflegerische Prinzip des Erhaltens – darf der Besucher nur mit den Augen. 

Burg Are in Altenahr
Die Burg Are – genau gesagt die Ruine der Burg Are – steht auf der felsenzerklüfteten Höhe eines Berges in Altenahr, dessen Ost- und Südseite steil aufsteigen. Die im Jahre 1124 erstmalig urkundlich erwähnte Burg wurde um 1100 von den Grafen von Are erbaut. Im Rahmen einer Schenkung ging die Burg 1246 in den Besitz des Erzstifts Köln über und wurde zum Verwaltungssitz und zeitweise sogar zum Staatsgefängnis der Kölner Erzbischöfe. Neben den Resten der Vorburg und eines Tores, der sogenannten Gymnicher Porz, sind von der Hochburg heute noch der Torturm, die Wehrmauer und Teile der Burgkapelle erhalten. Von 1996 bis 1999 wurde die Ruine mit hohem finanziellen Aufwand gesichert und unter Denkmalschutz gestellt.

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Seither ist sie für die Öffentlichkeit wieder zugängig und bietet Besuchern herrliche Ausblicke auf Altenahr und das Ahrtal. Der Förderverein Burgruine Are e.V. unter dem Vorsitz von Georg Knieps kümmert sich um den Erhalt der Burganlage und hat zudem begonnen, den alten Brunnenschacht wieder herzurichten, bislang konnten die Helfer schon über 22 Meter tief graben. Die ganze Burganlage können Besucher bei einem Rundgang entdecken. Ein Highlight bietet dabei die Führung durch das Burgfräulein alias Frau Nicole Lüdiger. Im selbst entworfenen historischen Kostüm werden den Gästen die schönsten Ecken der Burganlage gezeigt. Dazu erzählt das Burgfräulein auch ihre eigene Geschichte. Und führt einen auf Wunsch auch zum Krippenbaumeister Herrn Werner Mauel, der in liebevoller Kleinarbeit Kunstwerke aus Holz für die Weihnachtszeit schafft. 

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So hält das Ahrtal für jeden Geschmack immer etwas bereit.

 

Weitere Informationen bei:

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068 Koblenz
Tel. +49 (0) 261/91520-0
Fax +49 (0)261/91520-40

Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Hauptstr. 80
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon: 0 26 41 / 91 71 0
Fax: 02641 / 91 71 51

Text: Matthias Dikert

Fotos: Matthias Dikert

Bilder Außenansicht Römervilla und Ahrtherme von Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler

St. Martinsbrauchtum in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr- Ahrweiler ist die Kreisstadt des Landkreises Ahrweiler im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Stadt entstand 1969 als Zusammenschluss der beiden Nachbarstädte Ahrweiler und Bad Neuenahr. Sie liegt durch den Fluss Ahr in einem wunderschönen Tal, das etwa 10 km von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze entfernt ist. Zu der nächstliegenden größeren Stadt Bonn braucht man 35 km, um diese Metropole zu erreichen.
Der Stadtteil Bad Neuenahr war und ist eine bekannte Kurstadt mit beachtenswerten Kuranlagen und Kureinrichtungen, so den Ahrthermen und dem Kurhaus, das heute das Spielcasino beherbergt.
Hauptanziehungspunkt von Ahrweiler ist die vollständig erhaltene Stadtbefestigung. 

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Die Stadtmauer zieht sich kreisförmig um die Stadt und besitzt 4 Stadttore. Das Ahrtor, das Niedertor, das Obertor und das Adenbachtor. Am Ahrtor ist nach dem 2.Weltkrieg ein Wehrgang aufgebaut worden. Idyllisch wirken die vielen Fachwerkhäuser am Markt und in der Niederhut- und Aderhutstraße, den beiden Einkaufsstraßen der weitgehend autofreien Altstadt.
Die St.-Laurentius-Kirche am Marktplatz ist die älteste Hallenkirche des Rheinlandes. Sie ist von einer Brunnenanlage und Blumenbeeten umgeben. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Ahrweiler ist das 1630 errichtete Kloster Kalvarienberg. Ahrweiler bietet aber nicht nur Bezüge zum Mittelalter. Auch die Römer hinterließen ihre Spuren an der Ahr. Am Fuße des Silberberges befand sich eine Villa rustica aus römischer Zeit. Die Römervilla zeigt gut erhaltene Überreste eines römischen Herrenhauses mit angrenzendem Badehaus.
Verlässt man die Stadt durch das Adenbachtor gelangt man auf den Rotweinwanderweg. Die Hänge entlang dieses Weges gehören zu einem der nördlichsten Weinanbaugebiete von Deutschland. Mehr als 30 Jahre gehört er zu den beliebtesten Ausflugszielen unseres Landes. Auf einer Strecke von 35 km führt er meist auf halber Höhe durch die Weinbergterrassen von Bad Bodendorf über Bad Neuenahr/ Ahrweiler bis Altenahr. Man hat wunderschöne Ausblicke in das wildromantische Ahrtal und kann den Winzern bei der Arbeit zusehen. Seit fast 20 Jahren werden an der Ahr wieder  erstklassige Weine erzeugt. Auf 85% der ca. 520 ha Anbaugebiet werden rote Rebsorten gezogen. Vorrangig „Spätburgunder“, der an der Ahr hervorragende geologische und klimatische Bedingungen vorfindet. Daneben auch „Frühburgunder“, „Portugieser“ und der etwas in Mode gekommene „Dornfelder“. Das Klima und die steilen Schieferlagen bilden die Grundlage für den ausgezeichneten Wein. Das Weinanbaugebiet Ahr gehört mit zu den kleinsten Anbaugebieten in Deutschland und hat sich wie keine andere Region schon lange dem Rotwein verschrieben. Bedeutende Weingüter sind unter anderem „Walporzheim und Adeneuer“, deren exquisite Weinprobe man sich nicht entgehen lassen sollte._1323121476

Marc Adeneuer stellt seinen Gästen verschiedene Rebensäfte vor. Zu seinen Favoriten gehören natürlich die roten Weine. Als Entree gibt’s aber einen „Blank de Noir-Sekt“ aus traditioneller Flaschengärung. Dieser weiße fast halbtrockene Sekt stammt von der roten Beere. Dann punkten rote Weine wie „Adeneuer JJ Nr.1“, und „Ahrweiler Rosental“, die zu den 20 besten Rotweinen Deutschlands zählen. Ein „Blank de Noir“ (Weißwein Jahrgang 2010) krönt die Ausnahme. Die roten Tropfen „Gärkammer 208 und „Gärkammer 209“ kommen vom Weingut „Walporzheim“ und gedeihen in bester Terrassenlage in Bad Neuenahr aus 70 bis 80 Jahren alten Reben. Sie gehören mit ihrer Qualität zu den 10 besten Rotweinen Deutschlands.

Auf der Suche nach einem guten Quartier wird man im Dorint-Parkhotel fündig.

Etwa eine halbe Stunde vom Flughafen Köln-Bonn entfernt, liegt zwischen den Weinbergen im Herzen des Ahrtals direkt im Dahliengarten an der Ahruferpromenade das wunderschöne Dorint-Parkhotel Bad Neuenahr.
Das gastfreundliche 4-Sterne-Haus verfügt über 238 moderne Zimmer und Suiten mit Balkon, sowie allergiker- und behindertengerechten Räumen.
Die Gäste erwartet eine Ausstattung, die höchsten Ansprüchen gerecht wird und ein warmes persönliches Ambiente, das das Hotel und seine 100 Mitarbeiter vermitteln.
Bei 4000 Quadratmetern Konferenzfläche finden in 26 lichtdurchfluteten vollklimatisierten  Tagungs- und Veranstaltungsräumen bis zu 800 Personen Platz.
Die gastronomischen Einrichtungen des Restaurants „Wintergarten“, der Bar „Liaison“ und der klassischen Lounge „B’ Ahr- Zeitsprung“ lassen keine Wünsche offen. Mediterrane, rheinland-pfälzische und vitale Küche bereichert das kulinarische Angebot.
Attraktive Event- Angebote, wie Crossgolfen in den Weinbergen, ein Galaabend auf dem Schloss oder ein Grillabend auf einer Weinberghütte gehören zu den Highlights des Hotels und der Region. Besonders beliebt sind die professionellen  Küchenparties, wo sich die Gäste die Speisen selbst abholen und dabei in der Küche den Köchen über die Schulter schauen können.
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Großen Wert wird neben den erstklassigen Küchen- Kreationen auch auf die begleitenden Weine gelegt. Bei einem guten Tropfen aus der Region oder angrenzenden Ländern kann man den Abend entspannt ausklingen lassen. Ebenso verwöhnen lassen können sich die Gäste im großzügigen Spa- und Beauty- Bereich des Hotelkomplexes. Neben dem eigenen Schwimmbad und der Sauna kann man in orientalischem Ambiente relaxen und die physikalische Therapie mit Wärme, Wasser und Licht genießen, sowie auch die verschiedenen Beauty- und Ayurvedafarm- Angebote bei der „Quelle der  Harmonie“.
Die Vielfältigkeit des Ahrtals und eine sichere Kombination aus Luxus und Experimentierfreude machen den Aufenthalt im Dorint-Hotel Bad Neuenahr zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ob man als Kongressteilnehmer dort tagt oder urlaubt, bei einem Carrera- Bahn- Wettstreit mitmacht, oder zur Adventszeit den hauseigenen Weihnachtsmarkt erlebt, der Gast fühlt sich hier wohl und kommt gern wieder.
Ein besonderer Tipp ist der 1. Ahrathon am 16. Juni 2012. Dort wird den Teilnehmern eine Halbmarathon- und Marathonstrecke angeboten, wobei es in speziellen Startkategorien erwünscht ist in ausgefallenen Kostümierungen zu laufen. Entlang des Rotweinwanderweges werden sich mehrere Verpflegungspunkte befinden, an denen Sportler und Zuschauer nicht nur mit Wasser und Drinks, sondern auch mit Obst und Wein aus der jeweiligen Weinbergslage versorgt werden können. Bei diesem geselligen Miteinander werden die Wertungsbesten in Wein aufgewogen, während Gruppenläufer, Schüler und Einsteiger Sachpreise erhalten.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Bad Neuenahr ist sicherlich der „Bunker“.

Der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal öffnete 2008 seine atombombensicheren Tore als Museum, deren Träger der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ ist und 203 m der einstigen Anlage als Dokumentationsstätte verwaltet. Jung und Alt aus aller Welt können ein bundesweit einmaliges Zeitzeugnis vergangener Tage besuchen und sich über das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik informieren.
Während der Zeit des „Kalten Krieges“ suchte man jahrelang nach einem geeigneten Standort für dieses Projekt und entschied sich für zwei Eisenbahntunnel einer strategischen Bahnlinie durch das Ahrgebirge, die zwar gebaut aber nie zugmäßig eingeweiht wurde. Das heißt, die Tunnel wurden während des 2.Weltkrieges als Zuflucht für die Bewohner genutzt und zeitweilig wurden dort auch Champignons gezüchtet. 1962 begannen an der Zivilschutzanlage die Bauarbeiten und nach 9 Jahren war der Bunker fertig. 1700 Bauarbeiter übergaben 1971 die 173 km gewachsene Bunkeranlage. Am Kuxberg hat man mit dem Ausbau angefangen, weil dort der Zugang  zu wesentlichen Bereichen der Regierung lag, die sich mit einer Überdeckung von 110 Metern gut geschützt im Innenteil befanden. Hier sollten also 3000 Personen aus dem Regierungs- und –Ministerienbereich 30 Tage den imaginären Ernstfall überleben. 936 Schlaf- und 897-Büroräume wurden für die Regierungsmannschaft ausgebaut.

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Und bei einigen Manövern wurde die Anlage 14 Tage lang von 2000 Leuten getestet. Darunter befanden sich allerdings nie der jeweilige Bundeskanzler oder Bundespräsident.
Bei 12 Grad Celsius und einer 1,5-stündigen Bunkerführung wird der Besucher in eine unterirdische Welt begleitet, die also lange strengster Geheimhaltung unterlag. Eine umfangreiche Dokumentation und viele Originalgegenstände in Verbindung mit dem Originalschauplatz informieren über ein Kapitel deutscher Geschichte, das Teil der weltweiten gegenseitigen Abschreckung der Atommächte in Ost und West war.
Mittwoch, Samstag, Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen erfolgen die Führungen von 10 – 17 Uhr für Einzelbesucher ohne Anmeldung. Gruppenführungen sind außer montags nach Anmeldung jederzeit möglich und auch in der Winterpause ist die Museumsstätte geöffnet.

Jedes Jahr am 12.November feiern die Ahrweiler ein besonderes Fest – das Martinsfest. Vier Junggesellenvereine, sogenannte Huten, wetteifern im sportlichen Wettkampf nicht nur um das schönste Martinsfeuer. Seit den 50-iger Jahren werden auch überdimensionale Schaubilder erstellt, die aus Tausenden von Fackeln zusammengesetzt werden. Die Schaubilder, die alle eine eigene Botschaft enthalten, strahlen fünfzehn bis zwanzig Minuten von den Hängen rund um die Stadt.
4 Huten brennen also 4 Bergfeuer zur gleichen Zeit ab. Den Beginn des Feuers läuten um 17.30 Uhr die Glocken der Laurentiuskirche ein. Diesen Brauch gibt es nur in Ahrweiler, und er ist schon über 130  Jahre alt. Dabei ist es ganz natürlich, das die Burschenschaften untereinander in einen Wettstreit geraten. Jede „Hut“ strengt sich an das größte Feuer und das originellste Fackelschaubild zu haben. Tage vorher sammeln die Jungen Reisig und binden sie zu „Schanzen“, um ein großes Feuer aufzubauen. Da kommt es schon manchmal vor, das von anderen Jungen die „Schanzen“ gestohlen werden. „Schanze stritze“ nennt man das.

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Weniger friedlich ging es bis zum Beginn des 1. Weltkrieges zu, als nach dem Abbrennen der Martinsfeuer die jungen Burschen sich regelrechte Kämpfe mit Pechfackelstöcken oder Weinbergspfählen lieferten, und der schöne Abend auf dem Marktplatz und in der Stadt ein wüstes Ende fand. Während der folgenden Kriegsjahre unterblieben Martinsfeuer und Lumpenfackelzüge. Ab 1922 hat man das jährliche Martinsfest neu belebt, es bekam eine „Hutordnung“, die Lumpenfackelzüge haben sich zu Fackelschaubildern entwickelt und seitdem werden die Feuer und Schaubilder von einer Bewertungskommission bewertet und mit Preisen bedacht. Silberteller fürs Feuer– und Kupferteller fürs Schaubild. Das ist bei weitem viel mehr als die Aufwandsentschädigung von 500 Euro, die jeder Verein für die Vorbereitung und Durchführung dieses Events bekommt. Und die Zuschauer erleben auf den Weinbergen den Feuerzauber mit Glühwein und „Wecken“, dem gebackenen Martinsmännchen. Nachdem die Feuer abgebrannt sind freuen sich die Kinder besonders auf die Fackelwanderung in die Stadt. Früher gabs die Lumpenfackel, heute basteln die Kleinen mit den Eltern ihre Pechmartinsfackel. Im Schein des Feuers und mit leuchtenden Augen singen sie dann Lieder wie: „ St.Martin ritt durch Schnee und Wind“, „Der Herbststurm braust durch Wald und Feld“, oder auch „ Ich geh mit meiner Laterne…“
Glücklich auf dem Marktplatz angekommen wird dann auf die Preisverleihung gewartet.
 
Zum „St.Martinstag“ gehört natürlich auch die Martinsgans – innen zart und saftig – außen kross. Diese wird gern im Restaurant Kleinertz verzehrt. Die einen bevorzugen ein saftiges Bruststück, die anderen lieben den Biss ins aromatische Fleisch der Keule. Perfekt wird die Gans, wenn man bei 180 Grad Umluft-Temperatur sie öfter mit heißem Wasser übergießt und nach 3 Stunden aus dem Ofen zieht. Besonders knusprig und geschmackvoll wird sie, wenn sie vor dem Grillen eingepinselt wird und zwar mit einer Mischung aus Wasser und etwas Salz oder aus Öl und Paprikapulver. Die festliche Gans verlangt außerdem nach einer besonderen Füllung, zum Beispiel Maronen, die passen gut zur herbstlichen Jahreszeit. Man kann aber auch Kartoffeln, Kürbis oder Äpfel verwenden. Als Beilagen munden Kartoffelklöße und Rotkohl.

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Als Getränk passt ein guter Rotwein dazu. Zu empfehlen sind der samtweiche „Dagernova- Frühburgunder“ oder ein fruchtiger „Spätburgunder Ahrweiler Rosenthal“ vom Weingut „Kriechel“. Nicht zu verachten ist außerdem ein „Dagernova-Nr.2“- ein weicher samtiger Rotwein vom Weingut „Dagernova“. Wenn man in Ahrweiler bei „Kleinertz“ ein ganzes Menue wählt, dann gehört vor der Suppe ein „Blank de Noir“ – ein weißer fast halbtrockener Wein von der roten Beere dazu.
Und auf den Nachtisch sollte man auch nicht verzichten. Sehr gut schmeckt ein mariniertes Früchtedessert mit Baumkuchenstückchen und einer Schokotasse.
Abrunden kann man das köstliche Mahl mit einem Absacker, und der besteht meistens aus einem „Spätburgunder-Trester“, dem sogenannten Grappa.

Aber Bad Neuenahr-Ahrweiler hat auch noch andere Reize zu bieten. Und wann lassen Sie sich davon überzeugen ?


Weitere Informationen bei:

Dorint Parkhotel Bad Neuenahr
Am Dahliengarten1
53474 Bad Neuenahr
Tel.: +49 2641 895-0
Fax: +49 2641 895-817
info.bad-neuenahr@dorint.com 

Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Hauptstraße 80
Blankartshof 1 
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler 
Tel.: 02641 9171-0
info@ahrtaltourismus.de

Dokumentationsstätte Regierungsbunker
Am Silberberg 0
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel.: 02641/9117053 ?


Text:
Peter Marquardt

Fotos:
Matthias Dikert

 

Bad Neuenahr und die IchZeit-Initiative

Bad Neuenahr 

Das Ahrtal ist ebenso bekannt für seine Spitzenweine: Schon die Römer nutzten die einzigartige Lage und das mediterrane Klima des Ahrtals und machten die Region zur Weinmetropole. Im Rotweinparadies, dem nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands wird seitdem Genuss großgeschrieben. Die anspruchsvollen Weine der Ahrwinzer, kombiniert mit der hochwertigen regionalen Sterneküche lassen nicht nur Feinschmeckerherzen höher schlagen. 

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Beliebt ist auch der Rotweinwanderweg, der vorbei an sanften Hügeln, Wäldern und Weinbergen entlang führt. Gern kehrt der Gast im Försterhof ein, der zum Verweilen und Ausspannen während der Wanderung einlädt. Hier gibt es eine gute regionale Küche zu einem passenden Wein.

Romantik trifft Mondäne: Malerisch verträumte Fachwerkhäuser und eine vollständig erhaltene Stadtmauer laden ins mittelalterliche Ahrweiler ein. Das berühmte Heilbad Bad Neuenahr und der lebendige Charme des Kurviertels mit seinem wunderschönen Badehaus, der Spielbank und herrlichen Parkanlagen wurde durch die Apollinaris-Quelle weltberühmt.

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Kulturgeschichtliche Höhepunkte und erstklassige Wellnessarrangements im Ahr-Ressort runden das Angebot des Ahrtals ab. 

Bad Neuenahr und die IchZeit-Initiative
Mit der IchZeit Rheinland-Pfalz wurde ein gut durchdachtes Konzept entwickelt, das dabei helfen soll, die natürliche Balance im Leben zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Die Angebote der IchZeit orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen des Gastes, im Mittelpunkt stehen dabei immer die Gesundheit und das Wohlergehen des Einzelnen.  
In einzigartigen rheinland-pfälzischen Naturlandschaften mobilisiert man neue Kräfte, atmet tief durch und findet wieder Zeit für sich selbst. Ausgewählte Gastgeber in Rheinland-Pfalz unterstützen den Gast mit individuellen Programmen und helfen dabei, neue Energie zu tanken. 20 Kurorte, Thermen und Badehäuser im Land bieten die ideale Umgebung, um richtig auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen.  
Die Philosophie der IchZeit basiert auf den drei Säulen Entschleunigung, Wellness und Medical Wellness, die aufeinander aufbauen und sich gegenseitig ergänzen.  
Bei der Entschleunigung geht es um die Wiederentdeckung der Langsamkeit an landschaftlich schönen und ruhigen Plätzen, um bei einer Auszeit den Kopf wieder freizubekommen und einen Gang zurückzuschalten. IchZeit-Angebote zur Entschleunigung zielen auf Ruhe und Rückzug vom Alltag in Kombination mit Entspannungstechniken ab. Sie motivieren zum Stressabbau und zur Besinnung auf sich selbst. Als besonders spirituelles Erlebnis gilt der „Klosterurlaub“, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut und in Rheinland-Pfalz und im Saarland hoch im Kurs steht. 
In bewährter Tradition geht die Wellness-Philosophie der IchZeit von einem ganzheitlichen Ansatz aus, der die Einheit von Körper, Geist und Seele in den Mittelpunkt stellt. Die IchZeit-Angebote kombinieren klassische Wellness-Programme mit medizinisch-psychologisch anerkannten Entspannungstechniken. Diese mentale Wellness strebt im Einklang mit den individuellen Zielsetzungen und Wünschen des Einzelnen den Ausgleich zwischen Körper und Geist an.  
Medical Wellness umfasst das Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit und die Belastbarkeit, die eine gesunde seelisch-geistige Verfassung einschließen. Nur diejenigen Angebote werden unter Medical Wellness gefasst, die gesundheitswissenschaftlich anerkannt sind und von professionellem medizinisch-therapeutischem Personal begleitet werden.  
Die IchZeit orientiert sich an vielschichtigen Qualitätsaspekten, um die passenden Rahmenbedingungen für den mentalen Gesundheitstourismus zu schaffen. Dazu gehört unter anderem der regionale Bezug auf der Genuss- ,Erfahrungs- und Erlebnisebene, der durch die Verwendung heimischer Produkte, durch regionale und saisonale Speisen, regionaltypische Gestaltung der Zimmer und die Verwendung natürlicher und regionaltypischer Materialien geschaffen werden kann. Auch die Einbingen von Natur, Kultur, und Landschaft in die Angebotspalette ist ein Qualitätsmerkmal, genauso wie die Qualifizierung des Personals in leistungsreduzierendem Umgang mit dem Gast. Für die drei Angebotsbereiche „Medical Wellness“, 
„Wellness“ und „Entschleunigung“ sind Mindestkriterien an die Beherbergung mit einer Klassifizierung nach DEHOGA bzw. DTV (mindestens 3-Sterne oder vergleichbar) gestellt. Die erforderliche Wellness-Qualität (betrifft primär die Bereiche „Wellness“ und „Medical Wellness“) orientiert sich darüber hinaus an Standards etablierter und anerkannter Wellness-Qualitätssysteme (Deutscher Wellness Verband, Wellness Hotels Deutschland, Wellness Stars etc.). In Bad Neuenahr können u.a. im Ahr-Resort IchZeit-Arrangements gebucht werden.

AhrThermen
Die AhrThermen bieten Entspannung und Erholung in den wohlig-warmen Thermalwasserquellen inmitten des Kurviertels von Bad Neuenahr. Das kristallklare Wasser hat eine gleichbleibende Temperatur von angenehmen 31 Grad. Durch die natürliche Wärme des kohlensäurereichen Wassers wird die Haut mit sanftem Prickeln belebt und die Muskulatur wohlig entspannt. Im Innenbereich sorgen sprudelnde Thermalbecken, Thermalbewegungsbecken, Süßwasserbecken und vier massierende Whirlpools für Erholung. Im Außenthermalbecken laden Sprudel-Liegen, der Strömungskanal und sanft massierende Schwallduschen ein.

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Die Sauna-Landschaft verfügt über acht verschieden Saunen, darunter ein römisches Dampfbad, Trocken-, Sternen-, Aroma-, Blockhaus- oder die Finnische-Sauna. Eine große Auswahl von Sauna-Zeremonien sorgt für zusätzliche Pflege und Hitzereize. Im weitläufigen Sauna-Außenbereich, beim Frischluftgang, im Ruhehaus, im Saunagarten oder unter der Glaskuppel des Atriums finden die Badegäste Ruhe und Entspannung.   Die AhrThermen sind täglich von 9 bis 23 Uhr geöffnet. 
Vom 8. bis 12. Oktober 2014 findet erstmals die aus Bonn bekannte „Klangwelle“ im Kurpark Bad Neuenahr statt. Der Kurpark wird sich an den fünf Abenden der Klangwelle in eine Eventarena verwandeln und von einem hochwertigen gastronomischen Angebot begleitet werden, wie es etwa vom Bad Neuenahrer Köchemarkt bekannt ist. Die „Klangwelle“ projiziert Motive aus Klassik, Pop und regionalen Klängen auf eine riesengroße Wasserwand. Die eindrucksvolle Wasser-, Licht- und Musik-Show zog zuletzt 100.000 Besucher auf den Bonner Münsterplatz. 

Steigenberger Hotel
Umgeben von Weinbergen und Vulkanen liegt das Steigenberger Hotel im landschaftlich reizvollen Ahrtal. Mitten im Zentrum, direkt an der Ahr und vis-à-vis von Kurpark und Spielbank gelegen ist es das ideale Ziel für Ferien, Wellness, Wohlgefühl sowie für Seminare, Tagungen und Kongresse. Einzigartig ist der Bademantelgang zum Ahr-Resort – einer großen Thermalbade- und Saunalandschaft. Die 188 Zimmer und 25 Juniorsuiten und 5 Suiten sind elegant und komfortabel eingerichtet mit Bad/WC, Fön, Telefon, Radio, Kabelfernsehen, W-LAN, Minibar, Schreibtisch und Sitzecke. Kostenfreier W-LAN-Zugang mit einer Bandbreite von bis zu 256KB/s steht während des gesamten Aufenthaltes zur Verfügung. 150 Zimmer wurden 2011 und 2012 aufwändig renoviert, weitere Renovierungen im Zimmerbereich stehen 2015 an. Im Parkrestaurant bereitet der Küchenchef mit seinem Team internationale und nationale Speisen mit saisonalen Spezialitäten zu, aber auch täglich wechselnde vegetarische Menüs. Bei schönem Wetter laden die Hotelterrassen zum Verweilen ein. Die stilvolle Hotelbar „Belle Epoque„ verspricht dagegen Entspannung am Abend bei einem Glas Spätburgunder von der Ahr oder einem exotischen Cocktail. 

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Im „Café-Bistro Figaro“ lässt sich der Tag angenehm mit einem Milchkaffee oder einem Frühstück in verschiedenen Variationen beginnen und mit einem Glas Rotwein oder einem Kölsch in legerer Atmosphäre ausklingen. Für Tagungen, Seminare, Hochzeitsfeiern und Geburtstage stehen 17 Veranstaltungsräume mit einer Kapazität von 5 bis 800 Personen zur Verfügung. Ein stilvolles und nobles Ambiente steht im Dialog mit zeitgemäßer Technik. Der „Große Saal“ mit Empore und Bühne hat eine Fläche von 497 m² und eignet sich somit für exklusive Abendveranstaltungen. Hier fanden bereits große Bälle statt, wie zum Beispiel die Bälle der Nationen, Bundespressebälle oder das Internationale Tanzturnier der Spielbank Bad Neuenahr, die große Fritz Walter Gala und die Players Night des Oddset Cups. Der angeschlossene „Barocksaal“ bietet mit einer Fläche von 177 m² und einer Bühne den entsprechenden Rahmen für Bankettveranstaltungen bis 120 Personen. Der Gartensaal mit einer Gesamtfläche von 312 m² und großen Fensterfronten sowie einer vorgelagerter Terrasse wurde im August 2010 komplett renoviert und klimatisiert. 

Ahr-Resort und Steigenberger Kursanatorium
Im Thermalbadehaus des Ahr-Resorts erwarten den Gast ein großzügiger Wohlfühl- und Wellnessbereich, eine Schönheitsabteilung , ein Ayurveda- und Yoga-Institut, ein Medical Fitness Studio sowie ein Kompetenzzentrum Gesundheitsmanagement des TÜV Rheinland. 

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Das einmalige Ambiente des eleganten Jugendstilthermalbadehauses, die stimmungsvollen Räumlichkeiten, sanfte Hintergrundmusik, angenehme Aromen und immer wieder neuen Bilderausstellungen laden zu einem Erholungsurlaub der besonderen Art ein. Wer Körper, Geist und Seele mit wohlig warmen Bädern, heilkräftigen Fangopackungen und Massagen, duftenden Ölen und anregenden Essenzen verwöhnen möchte, findet bei den Wohlfühlprogrammen ein vielfältiges Angebot. Die Schönheitsabteilung vervollständigt das reichhaltige Angebot mit Gesichts- und Körperbehandlungen und im Yoga- und Ayurveda-Institut stehen das körperliche, geistige und seelisches Gleichgewicht des Gastes im Vordergrund. 

Medical Fitness Studio
Im Medical Fitness Studio trainiert der Kurgast auf Zirkel- oder Cardio-Trainingsgeräten und kann an allen Medical Fitness Kursangeboten teilnehmen.

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Selbstverständlich ist auch ein individuelles Personal Training im Medical Fitness Studio möglich. Ganz nach speziellen Wünschen wird dann ein individuelles Training erarbeitet. 

Gasthaus St. Peter
Wein und Wellness passen immer gut zusammen, daher lohnt der Besuch im Brogsitter Gasthaus Sanct Peter in der Walporzheimer Str. 134 im Weinort Walporzheim. 

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Schon Thomas Gottschalk und Helmut Kohl haben hier gern gespeist.
Das historische Gasthaus seit 1246 zeichnet sich vor allem durch eine edle Auswahl der besten Weine aus.

Weitere Informationen bei:

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/IchZeit
Löhrstraße 103-105
56068 Koblenz
Tel. +49 (0) 261/91520-0
Fax +49 (0)261/91520-40
info@gastlandschaften.de

Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Hauptstr. 80
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon: 0 26 41 / 91 71 0
Fax: 02641 / 91 71 51

Text und Fotos:


Matthias Dikert

Copyright Bilder der AhrThermen von Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

Bad Ems und die IchZeit-Initiative

Bad Ems 

Bereits im Mittelalter und in der Renaissance war Bad Ems eines der bedeutendsten Heilbäder in Mitteleuropa. Wegen seiner insgesamt 15 Heilquellen spricht man auch vom „Heilquellenparadies“. Der Kurort liegt geologisch gesehen auf einem Heilquellensattel, der das gesunde Wasser in rauen Mengen sprudeln lässt. 

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Zu den bekanntesten Quellen gehört das „Emser Kränchen“. Wie die Könige und Kaiser damals, können auch heute Besucher von ihrer gesundheitsfördernden Wirkung profitieren. Berühmtestes Produkt aus den Heilquellen ist aber wohl die „Emser Pastille“, die den Stimmen von Sängern und Rednern auf der ganzen Welt schmeichelt.
Fast jeder kennt die Emser Pastillen. Alle, die viel sprechen, singen, sich mit Halsschmerzen quälen oder ihrer Stimme einfach etwas Gutes tun wollen, haben es auch schon probiert. Manche nutzen es täglich: Das Natürliche Emser Salz ist in vieler Munde. Aber kaum jemand weiß genau, wie dieses spezielle Heilmittel zustande kommt. Und sicher ahnt keiner, dass täglich ein Riesenaufwand betrieben wird, um das Natürliche Emser Salz zu gewinnen. Nur eine Zahl vorweg: Um das Salz für eine Emser Pastille zu gewinnen, müssen ca. 50 ml Thermalwasser eingedampft werden! Wer sich nach Bad Ems aufmacht, quert riesige, sattgrüne Wälder in einer ruhigen Landschaft. Im Tal zwischen Limburg und Koblenz liegt der historische Kurort, der schon Kaiser und Zaren beherbergte. Ein opulenter Hotelpalast, ein marmorner Kursaal und viele historische Gebäude geben noch immer ein gutes Gefühl für die historische Bedeutung als Ort der Gesundung und Erholung. Was schon im 18. und 19. Jahrhundert den europäischen Adel begeisterte, ist noch heute der Kern des staatlich anerkannten Heilbades: 15 Heilquellen, die den Besuchern kontinuierlich ein hochwertiges Thermalwasser zur Verfügung stellen. Sie alle sprudeln aus eigener Kraft, so wie auch der „Robert-Kampe-Sprudel“ – die Quelle des Natürlichen Emser Salzes. Richtig, es ist kein Salzstollen oder ähnliches, woher das komplex zusammengesetzte Emser Salz kommt. Es ist eine Quelle die 800.000 Liter Wasser am Tag, rund um die Uhr, aus 74 Metern Tiefe bei 56 Grad Hitze zu Tage befördert.

Wie alles begann
Die Geschichte des Emser Salzes beginnt im Jahre 1858. Ein findiger Apotheker und ein Hausverwalter pressten testweise allererste Pastillen aus dem Salzpulver, das als Rückstand am Inhalatorium ausfiel. Die gute Idee führte schon nach wenigen Jahren zu einem Absatz von 55.000 Packungen. Bad Ems war von da an in „aller Munde“. Die Emser Pastillen zeigten sowohl gesundheitliche Wirkung gegen Katarrhe, wie auch eine Publicity-Wirkung für Bad Ems. Das Kurbad macht so, weit über die Ortsgrenzen hinaus, bis heute von sich reden.

Die Gesundheit an erster Stelle – besonders in Bad Ems
Im Gesundheits- und Medizinbereich ist Bad Ems so stark aufgestellt wie kaum ein anderer Kurort in Deutschland. Diese medizinische Kompetenz spiegelt sich in seinen spezialisierten Einrichtungen wider: Neben vier Rehakliniken, einem Akutkrankenhaus und einem Gesundheitszentrum für ayurvedische Medizin haben sich zahlreiche Fachärzte angesiedelt. Hier kommen fortschrittlichste medizinische Methoden ebenso wie traditionelle Heilverfahren zur Anwendung – auf höchstem Niveau und mehrfach ausgezeichnet. Zu einer dieser Besonderheiten zählt das Ayurveda-Gesundheitszentrum, seit 1992 die führende europäische Ayurveda-Klinik mit herausragendem Qualitätsstandard. Hier wird noch das „echte“, medizinische Ayurveda praktiziert.

Wohlbefinden – ganzheitlich betrachtet mi der IchZeit-Initiative
Vervollständigt wird das gesundheitliche Angebot von Bad Ems durch Medical-Wellness. Dazu gehören unter anderem auch prämierte „IchZeit“-Arrangements der Initiative des rheinlandpfälzischen Gesundheitstourismus. Hier wird die individuelle Situation des Gastes analysiert und ein darauf abgestimmter Fitness- und Therapieplan erstellt – einschließlich Stressmanagement, Ernährungsberatung, Entspannung und sportlichen Aktivitäten.
Mit der IchZeit Rheinland-Pfalz wurde ein gut durchdachtes Konzept entwickelt, das dabei helfen soll, die natürliche Balance im Leben zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Die Angebote der IchZeit orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen des Gastes, im Mittelpunkt stehen dabei immer die Gesundheit und das Wohlergehen des Einzelnen.  
In einzigartigen rheinland-pfälzischen Naturlandschaften mobilisiert man neue Kräfte, atmet tief durch und findet wieder Zeit für sich selbst. Ausgewählte Gastgeber in Rheinland-Pfalz unterstützen den Gast mit individuellen Programmen und helfen dabei, neue Energie zu tanken. 20 Kurorte, Thermen und Badehäuser im Land bieten die ideale Umgebung, um richtig auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen.  
Die Philosophie der IchZeit basiert auf den drei Säulen Entschleunigung, Wellness und Medical Wellness, die aufeinander aufbauen und sich gegenseitig ergänzen.  
Bei der Entschleunigung geht es um die Wiederentdeckung der Langsamkeit an landschaftlich schönen und ruhigen Plätzen, um bei einer Auszeit den Kopf wieder freizubekommen und einen Gang zurückzuschalten. IchZeit-Angebote zur Entschleunigung zielen auf Ruhe und Rückzug vom Alltag in Kombination mit Entspannungstechniken ab. Sie motivieren zum Stressabbau und zur Besinnung auf sich selbst. Als besonders spirituelles Erlebnis gilt der „Klosterurlaub“, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut und in Rheinland-Pfalz und im Saarland hoch im Kurs steht. 
In bewährter Tradition geht die Wellness-Philosophie der IchZeit von einem ganzheitlichen Ansatz aus, der die Einheit von Körper, Geist und Seele in den Mittelpunkt stellt. Die IchZeit-Angebote kombinieren klassische Wellness-Programme mit medizinisch-psychologisch anerkannten Entspannungstechniken. Diese mentale Wellness strebt im Einklang mit den individuellen Zielsetzungen und Wünschen des Einzelnen den Ausgleich zwischen Körper und Geist an.  
Medical Wellness umfasst das Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit und die Belastbarkeit, die eine gesunde seelisch-geistige Verfassung einschließen. Nur diejenigen Angebote werden unter Medical Wellness gefasst, die gesundheitswissenschaftlich anerkannt sind und von professionellem medizinisch-therapeutischem Personal begleitet werden.  
Die IchZeit orientiert sich an vielschichtigen Qualitätsaspekten, um die passenden Rahmenbedingungen für den mentalen Gesundheitstourismus zu schaffen. Dazu gehört unter anderem der regionale Bezug auf der Genuss- ,Erfahrungs- und Erlebnisebene, der durch die Verwendung heimischer Produkte, durch regionale und saisonale Speisen, regionaltypische Gestaltung der Zimmer und die Verwendung natürlicher und regionaltypischer Materialen geschaffen werden kann. Auch die Einbindung von Natur, Kultur, und Landschaft in die Angebotspalette ist ein Qualitätsmerkmal, genauso wie die Qualifizierung des Personals in stressreduzierendem Umgang mit dem Gast. Für die drei Angebotsbereiche „Medical Wellness“, „Wellness“ und „Entschleunigung“ sind Mindestkriterien an die Beherbergung mit einer Klassifizierung nach DEHOGA bzw. DTV (mindestens 3-Sterne oder vergleichbar) gestellt. Die erforderliche Wellness-Qualität (betrifft primär die Bereiche „Wellness“ und „Medical Wellness“) orientiert sich darüber hinaus an Standards etablierter und anerkannter Wellness-Qualitätssysteme (Deutscher Wellness Verband, Wellness Hotels Deutschland, Wellness Stars etc.).

Das Lahntal
Eine Erholung vom Alltag, eine Auszeit vom Stress, sich sportlich betätigen in schöner Natur – das Lahntal bietet Raum für alles was das Herz begehrt. Himmlische Ruhe und besonders reine Luft machen die Natur um Bad Ems so einzigartig, so belebend und entspannend. Ein grünes Paradies mit romantischen Mittelgebirgshöhen und sanften Tälern, umrahmt von der Lahn. Tagesurlauber und professionelle Naturforscher kommen gleichermaßen auf ihre Kosten, genießen die erholsamen Flusswanderungen, die entspannenden Radtouren und aufregenden Waldspaziergänge.

Emser Therme
Im Herbst 2012 wurde eine der modernsten und attraktivsten Wohlfühlthermen Deutschlands in Bad Ems eröffnet. Zentral in der Stadt und trotzdem landschaftlich sehr reizvoll am Lahnufer gelegen fügt sich die Emser Therme herausragend und zeitlos in die Natur ein. Der attraktive Standort ermöglicht es den Gästen, beim Relaxen die Blicke über die weite, romantisch anmutende Flusslandschaft schweifen zu lassen. Bei der Gestaltung standen deshalb auch Flusskiesel Modell: Abgerundete Formen, warme Farben und Naturmaterialien sind das Resultat, welches den Aufenthalt zu etwas ganz Besonderem machen. 
Die weitläufige ThermenLandschaft wird mit dem wertvollen und über die Landesgrenzen hinaus bekannten Emser Thermalwasser gespeist. Insgesamt sieben Becken mit unterschiedlichen Temperaturen laden zum Abtauchen und Abschalten bzw. zum Schwimmen ein. Das Sidroga® Kräuterdampfbad, die Emser® Salzinhalation mit dem bekannten Emser Salz sowie ein Regenfeld runden das attraktive Angebot ab. 

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Der SaunaPark erstreckt sich über einen atmosphärischen Innenbereich mit Saunen, Kaminlounge, und Tauchbecken sowie einem großen Saunagarten mit Gartensauna. Egal ob die Gäste eher das traditionelle finnische Saunavergnügen oder eine moderate Wärme schätzen, lieber in einer Sauna mit Aussicht oder im Dampfbad schwitzen – einen persönlichen Lieblingsplatz findet hier jeder. Ein besonderes Highlight seit Sommer 2014 ist die in der Lahn gelegene Flusssauna, die über einen Steg erreichbar ist und über zwei unterschiedlich große, finnische Saunen, einen Ruhebereich sowie eine wunderschöne Sonnenterrasse verfügt. 
In der WellnessGalerie erwarten die Wellnessgäste nicht nur klassische Massagen sondern ein breites Spektrum an Wohlfühlanwendungen wie Hot Stone oder Rückenmassagen sowie ein attraktives Hamam, kosmetische Behandlungen und das beliebte Kaiserbad. 

Wer eine Auszeit nehmen möchte, um sich einen Kurzurlaub aus Entspannung, Wellness und Erholung zu gönnen, dem bietet die Emser Therme ein vielfältiges Angebot auf höchstem Niveau. 

Häcker’s Grand Hotel Bad Ems 
Wo gibt es das sonst? Ein Hotel, das seit über drei Jahrhunderten besteht, umgebaut, stets modernisiert, den Ansprüchen der Gäste des 21. Jahrhunderts genügend, aber noch immer zu einem guten Teil in den altehrwürdigen Mauern von damals. Ein Hotel, das Kaiser und Könige zu seinen Gästen zählte, das als Foyer eine Brunnenhalle hat, mit einigen der namhaftesten Heilquellen Deutschlands. Ein Hotel, das aussieht wie ein barockes Schlösschen und das, wie es sich für ein Schloss gehört, erbaut wurde von einer echten Prinzessin. Fürstin Henriette Amalie von Nassau-Diez und ihr Sohn Prinz Johann Wilhelm Friso, Fürst von Oranien, Ahnherren des heutigen Königshauses der Niederlande, begannen um 1710, die alten nassauischen Badegebäude durch ein repräsentatives Bauwerk zu ersetzen, für sich und ihre Gäste während ihrer Kuraufenthalte, und für alle, die es sich leisten konnten, in einem der schicksten Badehotels ihrer Zeit zu logieren. 

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Heute präsentiert sich Häcker‘s Grand Hotel als Vier-Sterne superior Anlage, familiär und weltoffen. In klassischem Ambiente bietet es luxuriös ausgestattete Suiten mit Marmorbädern und niveauvoll, mit viel Liebe zum Detail gestaltete Zimmer. Neu ist auch die prachtvoll mit Marmor ausgestattete Rezeption in der Brunnenhalle. Geblieben ist das ganz besondere Ambiente, die Tradition eines der ältesten Hotels in Deutschland. 

Wellness und Gesundheit
Ein Vergnügen der besonderen Art verspricht der Aufenthalt in der neuen Wellnesserlebniswelt „Kaisergarten“ mit 13 verschieden Saunen und Dampfbädern.

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anz gleich welche Art von Entspannung der Gast bevorzugt, die neuen Räumlichkeiten werden durch ihr Ambiente faszinieren. Das Häcker’s Grand Hotel verfügt dabei als einziges Hotel in Deutschland über ein hauseigenes, direkt von den Emser Quellen gespeistes, Thermalbad. Weiterhin wartet das Haus mit der hauseigene Beauty-Farm „Cinderella“ sowie einem privatärztlichen Zentrum für Naturheilkunde und innere Medizin auf. Ebenfalls im Hause, im Kaiserflügel, befindet sich mit dem Maharishi Ayurveda Gesundheitszentrum die führende Ayurveda-Klinik Europas, in der das echte, ursprüngliche Ayurveda praktiziert wird. Wir hatten das Vergnügen, eine wohltuende Rückenmassage zu genießen

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Mit duftenden Ölen und knetenden und kreisenden Bewegungen wird der Rücken verwöhnt. Danach fühlt man sich wie neugeboren.

Wohlfühl-Fakten
Alle 110 Komfortzimmer des Hotels sind mit Bad/Dusche/WC, Radio, Satelliten-TV, Telefon, Minibar und teilweise mit Balkon ausgestattet. Die Zimmer mit Lahnblick eröffnen traumhafte Aussichten auf die malerische Umgebung. Kulinarische Höhepunkte erlebt der Gast im stilvollen Restaurant „Benedetti“, das auf der herrlichen Sonnenterrasse vor dem Hotel sogar südländisches Flair aufkommen lässt. Wer es etwas uriger mag, der besucht die Bier- und Weinstube „Arkade“ direkt gegenüber an der Lahn. Kulturinteressierte schätzen die Nähe des Hotels zu den historischen Spielstätten Marmorsaal und Kurtheater. Von dem vorm Hotel gelegenen Bootsanleger fahren Schiffe flussaufwärts oder entgegengesetzt zu Rhein und Mosel ab. Nachtschwärmer genießen die unmittelbare Nähe zur Spielbank Bad Ems. Zahlreiche Golfer nutzen die Nachbarschaft zu einem der berühmtesten 18-Loch-Golfplätze Deutschlands. Darüber hinaus bietet das Hotel in historischen und doch zeitgemäß eingerichteten Tagungsräumen Platz für Meetings, Konferenzen und besondere Familienfeiern bis zu 100 Personen.

Weitere Informationen bei:

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/IchZeit
Löhrstraße 103-105
56068 Koblenz
Tel. +49 (0) 261/91520-0
Fax +49 (0)261/91520-40
info@gastlandschaften.de

Stadt- und Touristikmarketing Bad Ems e.V.
Bahnhofplatz 
56130 Bad Ems 
Telefon 0 26 03 – 94 15-0
Telefax 0 26 03 – 94 15-60  

Text und Fotos:

Matthias Dikert

Copyright Bilder Emser Therme von Emser Therme GmbH