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Suhl und Oberhof

Eisenach

Eine Stadt zwischen Burg und Automobil

Eisenach

Weltruhm und Aufmerksamkeit von gekrönten Häuptern liegt nahe bei Bedeutungslosigkeit. Die Stadt Eisenach kann ein bewegtes Lied davon singen. 
Rund 50 Jahre vor Elisabeth von Thüringen wurde die Stadt aus drei älteren Marktflecken gegründet. Stolz erhob sich die Wartburg über ihrem Horizont und kündete von der Bedeutung der thüringischen Pfalzgrafen, ihrer Macht und ihrem Reichtum. Die Wartburg war ein Zentrum der Kultur und der Politik und damit eben auch Eisenach. Die Stadt konnte sich im Ruhme sonnen.
Doch schon kurze Zeit später fegte ein Erbfolgekrieg die Eigenständigkeit Thüringens hinweg und ließ den einst glorreichen Namen nur noch als geographische Bedeutung zurück. Die Region wurde zur Grenzprovinz Sachsens. 
Erst im 19. Jahrhundert begann wieder ein zaghafter Aufstieg und zum Beginn des 20. Jahrhunderts war Eisenach für einen Wimpernschlag wieder ganz vorne. Das Automobil war gerade erfunden worden und Eisenach produzierte diese. In der DDR wurde hier der Wartburg, neben dem Trabant das höherklassige Fahrzeug, produziert. Doch trotz seiner herausragenden Stellung als Automobilzentrum war es nicht die beste Zeit für die Stadt. 

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Doch so provinziell Eisenach auch gewesen sein mochte, es lag an der Via Regia, dem Königsweg von Paris nach Kiew. Selbst Napoleon mußte hier durch, da es einen parallelen Weg für seinen Rußlandfeldzug nicht gab. Heute ist diese Straße im Herzen der Stadt Fußgängerzone und damit wichtigste Flaniermeile.
Auch die Georgenkirche am Markt sah einiges: 
1221 war die Hochzeit des Landgrafen mit Elisabeth hier
1521 predigte Luther – die Kirche soll so voll gewesen sein, daß die Leute draußen auf Leitern an den Fenstern standen, um mitzukriegen, was drinnen vor sich ging
1685 wurde Bach hier getauft
Bis 2015 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein, denn dann ist 500 Jahre Thesenanschlag zu Wittenberg und somit Luther-Jahr.

Kleinstes Haus Deutschlands
Das zweitkleinste bewohnte Haus Deutschlands steht in Eisenach. Geführt wird es als „Schmales Haus von Eisenach”. Es mißt 2,05 Meter in der Breite, 8,50 in der Höhe und ist 10 Meter tief. Um die Jahrhundertwende sollte es abgerissen werden. Der damalige Besitzer weigerte sich jedoch, zu verkaufen. Er ging bis zum Großherzog und bekam schließlich Recht – aber auch die Auflage zur Verschönerung. 1903 begannen die Arbeiten an der Fassade. Zur Berühmtheit hatte es damals schon gereicht, da auch die Presse deutschlandweit berichtete. 1941 wurde es in einem baupolizeilichen Dokument als „schmales Handtuch“ bezeichnet, weswegen der Begriff seitdem die Runde macht. Zu Zeiten der DDR wäre es fast wieder soweit mit dem Abriß gewesen, wenn sich nicht der heutige Besitzer in dieses Haus verliebt und es am Leben gehalten hätte. Im Inneren befindet sich heute eine Galerie.

Bach, Luther und Goethe
20 Jahre vor Luthers Predigt, die zwei Tage später in seiner „Entführung“ gipfelte, hielt sich der zu diesem Zeitpunkt keinesfalls an Reformation denkende Junge schon einmal dort auf. Er besuchte im Ort die Lateinschule und mußte sich den Aufenthalt „erarbeiten“. Die Schüler zogen von Haus zu Haus und sangen. Da gab es eine Familie, die den jungen Luther ganz besonders in ihr Herz schloß und ihn bei sich aufnahm. Das ist heute das Luther-Haus in Eisenach. Die Schule hingegen ist kurze Zeit nach seinem Besuch abgerissen worden. 
20 Jahre später kam Luther in „Schutzhaft“ auf die Wartburg, um in Ruhe seine wichtigste Arbeit, die Übersetzung des Neuen Testaments, zu bewerkstelligen. Sein Thesenanschlag in Wittenberg hat die Obrigkeit und vor allem Rom so empört, daß er für vogelfrei erklärt worden war. 
Auch das heutige Bachhaus hat wie das Lutherhaus eigentlich nicht viel mit Bach zu tun. Es gehörte zum Verwandtschaftskreis und ist das einzig erhaltene Haus der Gegend mit 600 Jahren auf dem Dach lastender Geschichte. Bachs Eltern starben recht früh, und so kam Johann Sebastian zum Bruder des Vaters, der den Vormund gab. Von diesem lernte er Orgelspielen, denn er war Organist – Familientradition, auch wenn Johanns Vater keiner war.
Der große Komponist und Orgelspieler starb an zwei Augenoperationen, die derselbe Arzt vollführte, der auch Händel betreute. Bach starb, Händel überlebte.
Goethe war nicht erbaut über Eisenach. Auf der ersten Reise nächtigte er im Stadtschloß. Später weigerte er sich, dort zu nächtigen, wenn seine Geschäfte ihn nach Eisenach wehten. Der Nordflügel war eiskalt. Eigentlich waren es sechs Bürgerhäuser, die Herzog Ernst August mit einer neuen Fassade umgeben ließ und zum Schloß umfunktionierte. Er war für seine Wutanfälle berühmt-berüchtigt. Und genau einem solchem entsprang das Stadtschloß. Auf der anderen Seite des Marktplatzes stand das ursprüngliche Schloß. Als es an Ernst August fallen sollte, schlachteten seine Vorgänger es komplett aus. Er ließ es daraufhin abreißen und „baute“ neu. An der Stelle, wo das alte Schloß stand, wartet heute ein Hotel auf Kundschaft.
Doch der Fürst wohnte nie in seinem neuen Schloß. Er starb, als es so langsam bezugsreif war. Da die direkte Linie ebenfalls ausstarb, blieb das Haus glanzlos. Erst mit Helene von Orléans, die vor der Revolution 1848 in Frankreich floh, kam adliger Glanz für rund zehn Jahre nach Eisenach. Sie hatte Verwandtschaft in Deutschland und besaß Ansprüche auf den französischen Thron. Das eine spielte also dem anderen in die Hand. Für Eisenach ein Segen, denn sie setzte sich sehr für die Stadt und deren Wohlfahrt ein und erhielt deswegen auch die Ehrenbürgerschaft. 

Thüringer Museum
Das Schloß, welches nie von den besitzenden Durchlauchten belebt war, wurde im 3. Reich Sitz des Thüringer Museums. Schon 1899 war es in der Predigerkirche ins Leben gerufen worden.

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s hatte den Anspruch, ein Museum für ganz Thüringen zu sein. Und so begann man mit dem Sammeln. Der heutige Museumsdirektor sagt, daß dieser Anspruch gar nicht zu erfüllen gewesen wäre und deshalb der Name des Museums auch etwas irreführend sei. „Der Besucher erwartet bei diesem Namen Geschichte, und genau die gibt es bei uns nicht. Was wir haben, sind umfangreiche Sammlungen zu den Themen Kunst, Kunsthandwerk und Kunstgewerbe. Außerdem hat sich die Volkskunde ergeben.“
Und so findet der Besucher hier zum Beispiel die größte Sammlung thüringischen Porzellans und das Zimmer der thüringischen Maler. Hier wird die Periode Ende 18. bis frühes 19. Jahrhundert abgebildet. 
Das Museum wird in den nächsten Jahren etwas umstrukturiert, da es zur Klammer der Stadtgeschichte bis 1915 werden soll. 
Des weiteren wurde und wird das Stadtschloß saniert. Demzufolge sind einige Bereiche nicht zugänglich bzw. die zur Verfügung stehende Fläche soll mit Abschluß der Arbeiten größer sein. Damit sollen Archivbestände besser ins Rampenlicht der Besucher gelangen. Sonderschauen werden schon regelmäßig angeboten. Zum Beginn des ersten Weltkrieges startete beispielsweise „Vom Wohnzimmer in den Schützengraben“.

Das Bachhaus
Angesiedelt am Frauenplan weist dieser Name auf die alte Nutzung hin: Hier stand vor der Reformation ein Frauenkloster.
Das eigentliche „Bachhaus“ ist um einen Neubau erweitert worden, so daß sich Tradition und Moderne überschneiden. Der Eingang ist im Neubau. Im Altbau erwartet den Besucher eine rund 30-minütige Musikvorführung auf alten Instrumenten.
Da wäre eine kleine Kirchenorgel, die rund 10 km von Eisenach entfernt zu Zeiten von Bach ihren Dienst tat. Rechnungen belegen, daß sie öfter in der Stadt bei einem Orgelbauer zur Reparatur war und von einem Bach-Schüler gewartet wurde. Der große Orgelmeister kann also ebenfalls auf diesem Instrument gespielt haben. Aber dies ist nur Spekulation.
Wir lernen die Klänge von Orgel, Spinett und Cembalo. Klaviere gab es damals noch nicht. Das Klavichord war ein Reiseinstrument der Barockzeit: klein, leicht und leise. Der ideale Begleiter für das stetige Üben, sozusagen das Keyboard der Bach-Ära. Daraus entwickelte sich später das Klavier. Aber erst weitere rund 100 Jahre später erhielt es seine bis heute übliche Form. Für Orchester, die damals zumeist nicht 15 Mitglieder überschritten, war das Cembalo das wichtigste Instrument. Es malte die Melodieunterstützung, während das Spinett eher was für die Hausmusik war.

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Übrigens wurde Johann Sebastian nach den Freunden seines Vaters benannt. Der Name „BACH“ ergibt die Zahl 14, welche somit als Bachzahl gilt. Rechnet man mit den Buchstaben der Vornamen „J.S.“ ergibt sich in der Quersumme wieder die 14. Eher eine Seltenheit. Diese Zahl wurde von Bach auch als „musikalischer Fingerprint“ verwendet. Damit läßt sich schön spekulieren. Das Genie, welches vom Kosmos vorhergesehen wurde. Aber eigentlich ist doch alles nur Zufall, der sehr gut vermarktet wurde und noch immer wird. 
Verläßt der Besucher das alte Haus in Richtung Neubau, erwartet ihn ein Multimedia-Abenteuer. Bach wird hier völlig anders präsentiert. Und wenn irgendein Bachjubiläum ist, wird das Museum richtig voll. Nehmen Sie sich also Zeit, gerade für die digitale Aufbereitung, wenn Sie zu Zeiten dort sind, wo nicht zu viel los ist. 

Zankapfel der politisch Extremen: Das Burschenschaftsdenkmal
Die Linke verortet das Denkmal samt Hintergrund gerne im Wust des Faschismus, doch von dort wehte den „Burschen“ ebenfalls der Wind heftig ins Gesicht. 
Das Denkmal steht geschichtsträchtig am Rand von Eisenach und bietet einen grandiosen Ausblick auf Eisenach und die Wartburg. 
Die Mitglieder der Burschenschaften galten zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Revolutionäre, mit freiheitlich-demokratischem Gedankengut, welches von fürstlicher Seite gerne ausgemerzt worden wäre. Die ersten Farben waren rot und schwarz, die des Lützowschen Freikorps im Krieg gegen Napoleon. Und so war das erste Wartburgfest der Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig gewidmet und wurde vom Herzog unterstützt. Viele der Forderungen der Burschenschaftler gingen später in das Grundgesetz der Bundesrepublik ein. 
In Gedenken an die im Krieg gegen Frankreich 1870/71 gefallenen Burschen, sollte es ein Denkmal geben. Viele Entwürfe und Spenden später konnten die Arbeiten 1900 beginnen und waren zwei Jahre später abgeschlossen. Um die Pilger aufzunehmen, wurde ebenfalls ein Hotel errichtet.

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In den 30ern wurden die Burschenschaften dann verboten: von den Akteuren des 3. Reiches. Die DDR trat deren Erbe an und die Burschenschaften blieben verboten. Für beide Systeme stellte das Gedankengut und die Tradition eine offensichtliche Gefahr dar. 
Und so verfiel das Denkmal in den Zeiten der DDR. Das Denkmal an die Gefallenen des ersten Weltkrieges wurde schon von den Sowjets wegen „Verherrlichung des Militarismus“ zerstört – man möge sich in diesem Zusammenhang mal die sowjetischen Kriegsgräberanlagen ansehen. Auch das Hotel wurde kurzerhand abgerissen. 
Seit 2007 ist das Denkmal nach 15-jähriger Restauration wiedereröffnet worden und auch ein Hotel gibt es wieder. Die Anlage ist heute Ausflugsgebiet der Eisenacher. Kaffeetrinken im Hotel und den Turm besteigen, um die herrliche Aussicht zu genießen. Zweimal im Jahr gibt es Nachtöffnungen, dann treten sich die Fotofreunde gegenseitig auf die Füße. Wobei zu beachten wäre, daß es oben eine Art von Balkonen gibt, keinen Ringfreigang, weswegen der Platz an der 33 Meter hohen Aussicht arg eingeschränkt ist. 

Automobilwelt Eisenach
Nach der Erfindung des Automobils in Deutschland wurde Frankreich schnell zum Zentrum der automobilen Zukunft. Das lag daran, daß Frankreich zentral regiert wurde. Es ist in einem solchen System einfacher, das Land zu durchpflügen und allgemein verbindliche Regeln aufzustellen. Deutschland tat sich aufgrund seiner auch im Kaiserreich bestehenden Zersplitterung eher schwer, ein überregionales Straßennetz zu schaffen und gleiche Straßenverkehrsregeln aufzustellen. 
Also begannen viele deutsche Autobauer mit französischen Lizenzen. Adler baute Schreibmaschinen, Opel Nähmaschinen und Rheinmetall Kanonen, Pferdewagen und vieles andere. Letzterer „Konzern“ wurde von einem Erhardt geleitet, der Rheinmetall etwas unabhängiger von Rüstungsaufträgen aufstellen wollte. Das war der Startpunkt für den Automobilbau in Eisenach. Er erwarb Lizenzen von französichen Marken, nach einigen Jahren stieg er jedoch Anfang der 1900er aus und nahm die Lizenzen mit. Nun hieß der Produzent Dixi. Insgesamt sieben Namen und sieben Produzenten drückten dem Standort nacheinander den Stempel auf. 
Vor dem Krieg hatte BMW das Sagen. Die Sowjets demontierten nichts, da sie scharf auf die Produktion waren. Und so wurde hier schon wieder im Herbst 1945 voll gearbeitet. Die Wagen waren für die Behörden bestimmt und galten als Reparationsleistung. Mit BMW bei den westlichen Alliierten wurde ein Namenswechsel notwenig: aus BMW wurde EMW und die Farben weiß-blau durch rot-weiß, die Thüringer Farben, ersetzt. Anfang der 50er übertrugen die Sowjets das Werk auf die DDR zurück. Damit begann eigentlich der Abstieg, denn die Sowjets hatten alles besorgt, was nötig war. Die Ostzonen-/DDR-Realität war hier nur Schaugast am Fenster. Nun wurde der Betrieb in die sozialistische Plan- und Mangelwirtschaft hineingestoßen. Die Belegschaft resignierte nicht und konnte gerade in den Anfangsjahren noch echte Erfolge feiern: der AWE R3 gewann die gesamtdeutsche Rennwagenmeisterschaft, was zur Folge hatte, daß es keine weitere gesamtdeutsche Meisterschaft mehr gab. Er war an den legendären Silberpfeil angelehnt – der direkt ins Herz der westdeutschen Kollegen traf … 

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Als es den Befehl zum 2-Takter gab, ging dies gegen die Ehre. Der Betriebsleiter ließ „schwarz“ den 313 Sport entwickelnund wurde daraufhin vom zuständigen Ministerium bestraft. Er trat die Flucht nach vorne an und stellte den Wagen der Partei vor. Diese war begeistert und beschloß über den Kopf des zuständigen Ministers hinweg den Bau des Wagens, der prompt auf der Automobilschau in Brüssel einen Preis gewann. Prestige für die junge DDR.
Der Wartburg Camping wurde sogar zu einem Schlager in Skandinavien und Benelux. Der 353 wurde in Massen bis Anfang der 70er in England als „Knight“ verkauft. Als dann scharfe Abgasnormen kamen, war der Export gestorben. In all den Jahren hatte das Werk diverse 4- und 3-Takter entwickelt, doch der Befehl war: 2-Takter, da diese rund viermal billiger waren als die Quadro-Version. Die Frage lautet, wenn man dringend benötigte Devisen im kapitalistischen Ausland scheffeln kann, warum hält man sich dann nicht an dortige Marktgegebenheiten, die problemlos von der heimischen Industrie umgesetzt werden können? Noch „schärfer“ in Sachen „wirtschaftliches Versagertum“ war das 355er Coupé, welches als Modell Ende der 60er entwickelt wurde. Das Urteil: „ein Playboy-Auto, dem sozialistischen Menschenbild unwürdig.“ Rund vier Jahre später erschien der Passat auf dem Markt und feierte Erfolge. Optisch sah er dem 355 Coupé verblüffend ähnlich … Dafür mußte man für Mielke einen Jagdwagen bauen: schwimmfähig, Gewehrauflagen, Gepäckträger für Tierkadaver … für solche Spielereien war in der DDR offensichtlich reichlich Geld vorhanden.
Die AWE-Stiftung hat das Museum von der Stadt im Frühjahr 2014 übernommen, um es auszubauen und erfolgreicher zu etablieren. Leider sprudelt die finanzielle Unterstützung noch nicht so wie gewünscht. Man schaut frustriert nach Zwickau. Dort fließt angeblich pro verkauftem VW 1 Euro in das Horch-Museum. Opel, die in der Gegend produzieren, zahlt der AWE leider nichts – jedenfalls keine Festspende pro verkauftem Auto. Als Zustifter haben sie sich beteiligt. Der Ausbau kann jedenfalls mangels Finanzkraft nur langsam voranschreiten, doch dies war unter der Ägide der Stadtverwaltung eben auch nicht anders. Mit der Übertragung an die Stiftung ist das Museum aber wesentlich flexibler aufgestellt, denn im Gesamtkontext der Museen der Stadt ist die AWE ein Schwergewicht mit Zugkraft.

Weitere Informationen:

Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH
Markt 24
99817 Eisenach
Telefon: 03691 792 30

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Text:

Otger Jeske

Fotos:

Matthias Dikert

 

 

Creuzburg – Die ungleiche Schwester der Wartburg

Die heilige Elisabeth befand sich lieber auf der Creuzburg als auf der Wartburg. Sie liebte nicht das höfische Zeremoniell, den Prunk und die Hektik. Hier fand sie Ruhe. 
Das wäre heute oft undenkbar. Es finden regelmäßig Konzerte im Hof statt, darunter auch Künstler von nationalem und internationalem Rang. Beispielsweise gastierte Gitarrist Ritchie Blackmore hier schon mehrfach mit seiner Band – bekanntermaßen Mittelalter- und Burgenfanatiker. Und wenn es das Mittelalterfest (immer zu Pfingsten) auf der Burg gibt, strömen rund zehntausend Besucher hierher. Und das dürften ein, zwei mehr sein, als zu Elisabeths Zeiten wahrscheinlich je auf der quirligen Wartburg gewesen sind. Der Ort hat übrigens gerade einmal 2.000 Einwohner. Dennoch ist die Kirche im Ort sehr groß geraten. 

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Das liegt daran, daß einmal im Gespräch war, hier eine Universität einzurichten. Dann wurde es doch Jena. Der Chor wurde zuerst gebaut, danach der Rest kleiner. Das schafft eine merkwürdige Verzerrung der Dimensionen. Und noch etwas hat der Ort zu bieten: Hier steht die älteste noch erhaltene Sandsteinbrücke nördlich des Mains. Sie wurde anläßlich der Geburt von Elisabeths Sohn, des Thronfolgers Hermann, erbaut. Die Brücke war notwendig, da es hier nur eine Furt gab, aber die Handelsstraße, die hier entlangführte, die Via Regis war, die Fernstraße Spanien–Paris–Kiev, eine der wichtigsten des Mittelalters.
Direkt an der Brücke steht die Liborius-Kapelle. Diese sollte nicht unerwähnt bleiben, denn sie beherbergt Wandbilder aus der Zeit der heiligen Elisabeth. Als die Reformation Einzug hielt, wurden sie weiß übertüncht, 1932 wiederentdeckt, aber schlecht restauriert. Nach fünfjähriger Neurestaurierung ist sie 2014 wiedereröffnet worden. 
Am Ende des Krieges wurde die Stadt von den Amerikanern zerstört. Es war niemand da, der die Stadt hätte übergeben können. Die Creuzburg an sich blieb vor der Zerstörungswut verschont, so daß bei der Rückkehr der Bevölkerung hier 50 Familien eine Notunterkunft fanden. Wie ein Wunder ließen sie den rund 500-jährigen Baum stehen, statt ihn zu Brenn- und Kochholz zu verarbeiten. Heute ein Ort, der Ruhe und Beständigkeit im Burghof ausstrahlt und Schatten spendet. Und so manch einer würde sich wünschen, der Baum könnte erzählen …
Gebaut wurde die Creuzburg wie auch die Wartburg als Repräsentationsburg. 

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Obwohl man sich heute bei deren Anblick diese Funktion kaum vorstellen kann. Als Zeugnis mag der Umstand dienen, daß die Burg im Laufe der Geschichte gleich mehrmals erobert wurde. Dennoch war die Lage strategisch günstig mitten im Werratal gewählt worden. Doch der Berg ist klein und niedrig. Dafür beginnt die Stadtmauer an der Burg und endet auch dort. Vor der Burg stand hier schon ein Kloster – Elisabeth hätte sicherlich das Kloster stehen lassen und wäre dorthin dem Trubel der Wartburg entflohen.
Die Besiedlung der Gegend geht jedoch viel weiter zurück. Keltische Funde belegen, daß die strategische Lage schon zu jener Zeit erkannt und in Zivilisation umgewandelt wurde. Ob die Kelten auch Salz gewannen, ist nicht überliefert. Das Gebiet ist jedoch eine Steinsalzlagerstatt. Und Goethe weilte öfter hier, weil er sich als Minister auch um die Salzsiederei zu kümmern hatte. Diese Tradition geht bis auf das Mittelalter zurück. 
Die Burg sollte eigentlich nicht überleben. In der DDR beschloß der Bezirk, die Anlage verfallen zu lassen. Das forderte die einheimische Bevölkerung geradezu heraus, und sie erwirkte einen Beschluß, bei dem es sogar Geld gab – aber kein Material. Ersteres war in der DDR eher unbrauchbar, da man nicht einfach in einen Baumarkt gehen konnte. Material war wichtig, da es zugeteilt wurde. Dennoch gingen die Einheimischen zu Werke, und da der Westen auf der anderen Seite der Werra lag, konnte das Treiben von dort aus beobachtet werden. Daraufhin trudelten „moralische Unterstützungspakete“ für die Helfer mit Kaffee, Süßigkeiten und so weiter ein. Letztlich ist es dem Engagement dieser Unbeugsamen zu verdanken, daß die Burg erhalten geblieben ist und heute ein kulturelles Zentrum der kleinen Stadt darstellt, welches weit über ihre Mauern hinweg Sogwirkung entfaltet. Die Ludowinger Landgrafen nicken diese Entwicklung ihrer Burg sicherlich ab, tat sich doch besonders Hermann I. hervor, die Schwesterburg in Eisenach zu einem weithin strahlenden Musentempel zu entwickeln.
Heute beherbergt die Creuzburg ein Hotel, Räumlichkeiten zum Mieten, ein kleines Museum sowie eine Töpferwerkstatt. 

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Mittlerweile ist auch das Standesamt angekommen. Bei derzeit zwei bis drei Trauungen die Woche ist die Tendenz steigend.

Grenzgeschichten
Der Ort war zu Zeiten der DDR Sperrgebiet und gehörte damit zur Vorgrenzsicherung. Es galten besondere Bestimmungen, die Bewohner wurden überprüft und gegebenenfalls zwangsweise umgesiedelt. Der Besuch war eingeschränkt, wenn nicht verboten. 
Es begab sich, daß ein Landwirtschaftsflieger die Felder abflog und sprühte. Linie um Linie zog er. Und wer dies nicht gerade unübliche Treiben in der DDR-Agrarwirtschaft beobachtete, konnte nach unzähligen Bahnen einen abrupten Richtungswechsel gen Westen mitverfolgen. Die Grenze war in wenigen Sekunden erreicht und überflogen. Weg war er. In der Zeitung konnten all jene, die das nicht beobachtet haben, lesen: „Unsere Grenzflugstreitkräfte haben erfolgreich eine Grenzprovokation unterbunden.“
Es ging aber auch anders. Ein Mann hatte einmal versucht, hier zu flüchten und wurde entdeckt und gefangengenommen. Offensichtlich war er der Meinung, daß die Erfahrung ihm beim nächsten Fluchtversuch zugute kommen würde und wählte genau dieselbe Region – und wurde wieder gefangengenommen.
Der örtliche Elektromeister zeigte dann allen, wie es geht. Total besoffen nach der nächtlichen Kneipenfeier krabbelte er wohl durch die Grenzsperren und ward nie wieder gesehen. Er wurde erst einmal nicht vermißt. Als der Verlust des Bewohners bemerkt wurde, war es zu spät. Die Frage ist die, ob der das geplant hatte und den Rausch nur vorspielte oder ob er gar nicht wußte, was er da trieb und wo er landete. Aber man sagt ja, Betrunkene haben besondere Schutzengel. 
Für den Ort wesentlich trauriger: das Ergebnis eines Münzhort-Fundes aus dem 30-jährigen Krieg. Wegen des Sperrgebietes wurde dieser nach Berlin verbracht. Das Problem ist, daß man nie erfahren hat, in welches Museum der Fund, der eigentlich Creuzburg und seinem Museum zustehen würde, gelangt ist. 

Der berühmteste Sohn
ist Michael Praetorius. Er hatte zwei Jahre mit seinen Eltern hier gelebt, bevor diese des Ortes wegen konfessioneller Konflikte verwiesen wurden. 
Als Musiker vertonte er unter anderem das heute noch beliebte Weihnachtskirchenlied „Es ist ein Ros’ entsprungen“. 
Die Praetorius-Gesellschaft trifft sich hier einmal im Jahr im September, um auf originalen Instrumenten des 16. Jahrhunderts zu spielen. Praetorius-Kompositionen gelten als schwerer zu spielen als Bach, der weitaus berühmter ist. Das liegt daran, daß Praetorius mit bis zu 18 Stimmen sehr komplex komponierte.

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Weitere Informationen:
Tourist Information Creuzburg, Burg Creuzburg, 99831 Creuzburg
Telefon: 036926 98047

Text:
Otger Jeske

Fotos:
Matthias Dikert

Altenburg

Altenburg „reizt“

Altenburg liegt im Schatten von Leipzig, jedoch nicht im gleichen Bundesland. Altenburg ist der östlichste Zipfel von Thüringen und hat es eigentlich nicht nötig, ein Dornröschenschlaf zu führen, führt ihn dennoch. Wer mit Karten vertraut ist, weiß, dass Altenburg die Metropole für Skatspieler schlechthin ist. In Altenburg wurde das Spiel vor rund 200 Jahren erfunden, der deutsche Skatverband residiert in der Stadt und hier tagt auch das internationale Skatgericht. Alle zwei Jahre findet die Skatolympiade statt und jedes Jahr gibt es im Mai ein Skatbrunnenfest.

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Den Grundstein für die Stadt hatte einstmals Kaiser Barbarossa gelegt. Die alte Burg ließ er zur Pfalz ausbauen und die Stadt entstand als Marktstadt nach den Plänen italienischer Mönche. Diese Struktur ist noch heute, nach 800/900 Jahren nachzuvollziehen. Die romanischen Türme der Marienkirche, auch rote Spitzen genannt, sind die ältesten noch erhaltenen Teile des ehemaligen Bergerklosters, welches Barbarossa stiftete und bei seiner Einweihung auch anwesend war. Der Kirchenbau ist mit der älteste Backsteinmonumentalbau nördlich der Alpen und gilt als Initialzünder und Vorbild anderer großangelegter romanischer Projekte. Es war neben dem sakralen Charakter auch ein Machtzeugnis des Kaisers, der in Altenburg samt Umland eine zentrale Bedeutung sah. Und wer sich über die Größe des Marktplatzes wundert, es war einstmals ein Turnierfeld.

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Die Siedlungsgeschichte des Altenburger Landes reicht indes noch viel weiter zurück. Das Land ist überaus fruchtbar, mit das beste in ganz Deutschland, und zog somit Siedler schon seit Urzeiten an. Die Bauern galten als wohlhabend. Die Regionalgeschichte ist bei dieser Gründung eng mit „ganz oben“ verknüpft. Margarete, die Schwester des Kaisers, sah sich beim „Prinzenraub“ mitten im Scheinwerferlicht der Geschichte. Die beiden Prinzen gingen als Väter der heutigen Freistaaten Thüringen und Sachsen in die Bücher ein. Jahrelang musste dieses historische Ereignis als Vorbild für ein Theaterspektakel herhalten, welches im Schloss aufgeführt wurde.

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2011 gab es die letzten „Prinzenraub-Festspiele“. Kaiser Barbarossa löst ab 2012 ab und wird wohl ebenso zum Publikumsmagneten in der Hof-Freilichtbühne werden. 
Kurze Zeit später gab es Luther und die Reformation. Altenburg stand in vorderster Reihe. Spalatin, Sekretär des Kurfürsten, unterstützte seinen Freund Luther und verwandelte Altenburg in ein „Versuchsfeld Reformation“. Die Altenburger hatten Luther recht früh um einen „evangelischen“ Prediger gebeten und setzten somit selbst diesen Prozess in Gang. Wer weiß, wie die Reformation ohne Altenburg verlaufen wäre? Hier traf Luther auch den päpstlichen Gesandten, der ihn zum Schweigen bringen wollte. 
Die weitere Geschichte Altenburgs und seiner Herren verlief im Wechselspiel der lokalen Mächte. Am deutlichsten sichtbar auf dem Burgberg. Die Wandlung zum Schloss verlief in mehreren Etappen und ein Großteil des ursprünglichen barocken Interieurs fiel der Angst vor ansteckenden Krankheiten zum Opfer, nachdem im Zuge der Leipziger Völkerschlacht hunderte von verletzten Soldaten einquartiert waren. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Stadt dann Residenz und vor allem Herzog Ernst I. ist für das heutige Bild der Stadt verantwortlich. In seiner 50-jährigen Regentschaft erlebte Altenburg eine wirtschaftliche Blütezeit: Spielkarten, Nähmaschinen, Zigarren, Handschuhe, Trommelfelle und Zylinder. Zuletzt hat auch die berühmte Altenburger Senfvielfalt von sich reden gemacht. 

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Es war ein bunter Mix, dem eins gemein war: Altenburg war Marktführer. Und neben der Barockzeit drückte somit die Gründerzeit mit seinem Jugendstil der Stadt seinen Stempel auf. Leider ist heutzutage nicht allen Besitzern daran gelegen, ihre Gemäuer zu erhalten. Und so fristen nicht nur Barockstätten sondern auch Jugendstil-Kleinode ein trostloses Leben und warten auf den Prinzen, der sie wachküsst. Eine Stadt, die derzeit im Wandel begriffen ist und zwischen Verfall und Auferstehung wandelt. Eine Stadt, die Emotionen heraufbeschwört. Der interessierte Besucher kann eine Menge Gegensätze erkunden und sich ausmalen, wie die Stadt aussehen könnte, wenn eine gute Fee ihren Stab schwingen würde oder sich eine Zeitreise vorstellen, wie es früher einmal ausgesehen hat, zwischen all den herrschaftlichen Kutschen und dem geschäftigen Treiben – ohne Autokolonnen, Staus und Abgase.
Und wer dann tiefer in die Geschichte tauchen will, besichtigt die Museen auf dem Schlossberg, oder besucht ein Orgelkonzert in der Schlosskirche, welches internationale und nationale Organisten aufbietet. 

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Im Wettstreit der Museen hat Altenburg noch etwas zu bieten: die Lindenau-Sammlung. Der Staatsmann, Naturwissenschaftler und Kunstsammler vermachte der Stadt seine Sammlungen mit der Auflage, dass sie nicht veräußert werden dürfen. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts waren Teile davon einer Öffentlichkeit zugänglich und schon in den 70er Jahren wurde am Fuß des Schlossberges eine neue, repräsentative Heimat errichtet. Hier sind u.a. eine Sammlung früher italienischer Malerei zu finden sowie antike Keramik (aus Griechenland; Etrusker galten bei den Griechen auch als ihresgleichen). Und in der Abguss-Sammlung kann man bei Veranstaltungen zwischen Moses und dem heiligen Georg essen, bewacht von einem Sklaven und argwöhnisch betrachtet von einem Faun, während Demostheos und Sophokles miteinander diskutieren. 

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Wem es mittlerweile zu schwer wird von Kunst und Geschichte, dem sei ein Besuch in der Altenburger Brauerei und/oder der Destille empfohlen. Die Erlebnisbrauerei kann besichtigt werden, verfügt über einen Festsaal für Veranstaltungen und einen Biergarten. Verschiedene Biersorten werden gebraut und mittlerweile reicht das Vertriebsnetz schon recht weit und so findet man Altenburger in der klassischen Bügelflasche auch schon im heimischen Supermarkt. 

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Die Destille bietet ebenfalls Räume für Veranstaltungen und ein Museum. Auch die Produktion kann besichtigt werden. Die Altenburger sind übrigens eine der größten Brennereien Thüringens und warten mit einem Sortiment von über hundert geistigen Getränken auf. Es dürfte schwer sein, sich hier durchzukosten. Wer die Wahl hat, hat die Qual: es warten traditionelle Schnäpse, Trendliköre sowie Innovationen auf die Gaumen.

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Gut, wenn man dann im Hotel Altenburger Hof abgestiegen ist. Das befindet sich fast Vis a Vis und wurde erst 1993 errichtet. Nicht ganz zentral gelegen, ist neben der Destille auch der Inselzoo in Griffweite. Und ein paar Gehminuten obenauf gelegt, beginnt dann die Stadtbesichtigung: Nikolaikirchhof, Roßplan, das wunderschöne Renaissance-Rathaus mit Marktplatz und die Brüderkirche sind wie die Roten Spitzen bequem zu erlaufen. 
Außerhalb warten ein paar alte Vierseit-Höfe auf Besucher. Gut Priefel z.B., mit Ferienwohnungen und einer Hoffleischerei. Die Räumlichkeiten sind leider nicht der breiten Öffentlichkeit zugängig sondern für Veranstaltungen angelegt. Schade eigentlich, denn ein Käffchen samt Kuchen im Hof unter dem Baum und abends ein Weinchen im Keller dürfte auch dem ein oder anderen Vorbeireisenden und Ausflügler gefallen. 
Burg Posterstein ruft und die Augen der kleinen (Söhne) und großen (Väter) Kinder leuchten bei der Kohlebahn. Für ganz neugierige Gourmets ist der Würchewitzer Milbenkäse zu empfehlen. Und wenn man schon dabei ist, auch der echte, der grüne, Altenburger Ziegenkäse ist ein Besuch in Lumpzig wert. Eine berühmte Silbermann-Orgel ist in Ponitz zu besichtigen (auch ein Rittergut) und in Schmölln das Knopfmuseum. Und auch wenn man es kaum glauben mag, Altenburg hat auch einen Flughafen. Und der hat eine lange Tradition, denn den Grundstein legte der letzte deutsche Kaiser. Nach dem Krieg war er sowjetischer Militärflughafen und nun Lokalflughafen mit Flugmuseum, der besichtigt werden kann – inklusive alter Bunkeranlagen. 
Zum Wandern und Radeln lädt die Via Imperii ein, die alte Reichsstraße und Pilgerweg durch das Altenburger Land. Dieses ist im westlichen Teil leicht hügelig und stellt somit keine großartigen Ansprüche. Hier lockt der Altenburger-Obstland-Radweg mit immerhin 66 Km Länge. Dorfkirchen, Bauerngärten, Freibäder, Museen und ein Wasserschloss rufen zum Verweilen, die gastronomischen Angebote sind vielfältig und man muss aufpassen, dass man nicht wie ein Esel bepackt von der Tour in sein Feriendomizil zurückkommt. Oder ein Ausflug von knapp 50 km ins Kohrener Land (sächsisch), bei der Schlösser und Burgen locken wie auch die Eisenbahn-Viadukte. 

Weitere Infos:
Altenburger Tourismus GmbH
und Fremdenverkehrsverband Altenburger Land e.V.
Friedrich-Ebert-Straße 14
04600 Altenburg
Telefon: 03447 551838
Fax: 03447 519994
Email: info@altenburg-tourismus.de


Text: 
Otger Jeske

Fotos: 
Matthias Dikert