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Taiwan

Neuer Buddy-Bär erhält Platz am Gendarmenmarkt

Seit mehr als einem Jahrzehnt bereichern die putzigen, kunstvoll gestalteten Buddy-Bären das Stadtbild Berlins und setzen hier farbenfrohe Akzente. Im Oktober wird sich ein weiterer Bär dazugesellen, wenn der Taiwan-Buddy-Bär seinen Platz vor der Taipeh-Vertretung am Gendarmenmarkt einnimmt. In Auftrag gegeben wurde das Kunstwerk, das auf dem „Tänzer”-Modell basiert, vom Taiwan-Tourismusbüro in Frankfurt am Main.

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Das Herz, das schon seit einiger Zeit die Fremdenverkehrswerbung für die Insel ziert, prangt auch auf der Brust des in unterschiedlichen Blautönen gehaltenen Buddy-Bären. In diesem Herzen offenbart sich in Symbolen die ganze Vielfalt Taiwans: ein Schmetterling steht beispielsweise für das Tal der Gelben Schmetterlinge, indem sich alljährlich Millionen von Faltern sammeln, ein Teekessel und Ess-Stäbchen für die kulinarischen Traditionen, Lampions für das überlieferte Brauchtum und die Silhouette des Hochhauses Taipei 101 für das moderne Taiwan mit seinen architektonischen und technischen Superlativen.
Der Buddy-Bär erinnert mit seinem weißen Kragen aber auch an seine wildlebenden Artgenossen, denn tatsächlich leben zahlreiche Taiwanische Schwarzbären, eine Unterart der Kragenbären, in den Bergwäldern der Insel. Er trägt zudem eine Jacke, die der traditionellen Tracht der taiwanischen Ureinwohner nachempfunden ist und verweist so auf die Besiedlung dieser Insel, die bereits seit Jahrtausenden bewohnt war, bevor portugiesische Seefahrer sie für Europa „entdeckten” und in ihrer eigenen Sprache „die Schöne” – Formosa – nannten.
Die Faszination, die die Insel auf die Europäer ausübte, ging sowohl von der urwüchsigen Natur aus, die der Bär mit seiner imposanten Statur und seiner sprichwörtlichen Kraft verkörpert, als auch von den in „westlichen” Augen exotischen Bräuchen und Verhaltensweisen der Ureinwohner, die ursprünglich aus der Südsee stammen und auch heutzutage noch vor allem in den Bergregionen Taiwans leben.
Bis heute hat Taiwan nichts von dieser Faszination eingebüßt – im Gegenteil: moderne Aspekte wie die eindrucksvollen wirtschaftlichen Erfolge, die man äußerst wettbewerbsfähigen Exportzweigen wie etwa der Computerindustrie verdankt, und eine hochmoderne Infrastruktur mit Wolkenkratzern und Hochgeschwindigkeitszügen konnten das Land zusätzlich bereichern und erhöhen seine Attraktivität für Besucher, die hier Seite an Seite auf kleinstem Raum Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft finden, Tradition und Moderne, Natur und Kultur – ähnlich wie in Berlin. Und so, wie Berlin im Herzen Europas liegt, so schlägt auf Taiwan das Herz Asiens, das nun auch am Gendarmenmarkt ein Zuhause inmitten der Hauptstadt gefunden hat – auf der Brust eines Buddy-Bären.

Buddy-Bären

Der Buddy-Bär wurde 2001 von Eva und Klaus Herlitz in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und Bildhauer Roman Strobl entwickelt. Insgesamt gibt es mittlerweile über 1.200 Bären, davon rund 900 außerhalb der Hauptstadtregion. Die Beliebtheit der Bären soll genutzt werden, Menschen aus aller Welt Denkanstöße zu einem besseren Verständnis für die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen als Grundlage für ein friedliches Mit- und Nebeneinander zu geben. Durch Spenden und Versteigerungen von Buddy-Bären sind bisher über € 1,9 Millionen für UNICEF und diverse lokale Kinderhilfsorganisationen im In- und Ausland zusammengekommen.


Mehr Informationen rund um Taiwan:


Taipeh Tourism Office
Rheinstraße 29, 60325 Frankfurt
Telefon 069 610743


Bilder:

Taipeh Tourism Office