Costa Club Gourmet Kreuzfahrt mit der Costa neo Riviera

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Costa Club Gourmet Kreuzfahrt mit der Costa neo Riviera

Was ist eigentlich eine Slow Cruise, hatte ich mich gefragt und daher vom 12.09. bis 23.09.2014 auf der Costa neoRiviera eine Costa Club Gourmet Kreuzfahrt mit gemacht, um dies näher zu ergründen. 
Das Slow Cruise Konzept Slow Cruise bedeutet wörtlich übersetzt eine langsame Kreuzfahrt. Das meint insgesamt ein entspanntes und gemächliches Tempo mit unaufdringlicher Softanimation und u.a. längeren Aufenthalten, teilweise über Nacht, in den Häfen mit vielen und exklusiven Ausflugsmöglichkeiten sowie flexible Essenszeiten ohne Stress und Hektik. Auch das exzellente Essen wurde diesem Konzept angepasst. Costa hat für die Umsetzung dieses „Slow Cruise“-Konzeptes einen starken Partner gewonnen: Carlo Petrini, Begründer des „Slow Food“, einer weltweit bekannten Gegenbewegung zum Fastfood, die die Förderung lokaler Produzenten und hochwertiger Produkte anstrebt. In Zusammenarbeit mit der von ihm gegründeten Universität für Gastronomische Wissenschaften Pollenzo wurde das besondere kulinarische Angebot für die Costa „Slow Cruises“ erarbeitet.

Das Essen
Die Auswahl an Speisen und Weinen ist exquisit: Egal ob an Bord oder an Land, es wird höchsten Wert darauf gelegt, die regionalen kulinarischen Traditionen der jeweiligen Destinationen hervorzuheben. So wurden die authentischen Rezepte der Menüs an Bord in Zusammenarbeit mit der Universität der gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo kreiert. 

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Diese Gourmetmenüs werden von einer Reihe handverlesener Weine begleitet, die glasweise verköstigt werden können. Auch die Essenszeiten werden dem entspannten Tempo der Costa neoCollection angepasst: Die Gäste können ihr Abendessen flexibel zwischen 18:30 Uhr und 22:30 Uhr einnehmen, ohne feste Sitzplatzwahl. Kulinarische Ausflüge sowie Degustationen runden den „Slow-Food“-Ansatz ab. Der Küchenchef Roberto Scordo wusste jeden Tag aufs Neue, wie er seine Gäste kulinarisch verwöhnen kann. Ich habe ihn u.a. zum Slow Food Konzept befragt: 

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Radiointerview mit dem Küchenchef Roberto Scordo
Die Hingabe zum “mediterranen Geschmack” darf natürlich auch in den à la carte Restaurants und Buffets an Bord der Costa neoRiviera nicht fehlen: Es werden unter anderem Moscardini alla Ligure (Junger Tintenfisch), die traditionelle französische Fischsuppe Bouillabaisse, Stoccafisso alla Livornese (Stockfisch), Coniglio all’Ischitana (Hase), Crema Catalana (Crème brûlée) und Cassata al Forno (Ricotta Kuchen) serviert. Die Menüs wurden gemeinsam mit der Universität für Gastronomische Wissenschaften Pollenzo sorgfältig ausgewählt, so dass sie die regionalen Traditionen der verschiedenen Destinationen authentisch widerspiegeln und dem Gast die Möglichkeit geben, authentisches Essen zu kosten und kennen zu lernen. Dabei wird stets darauf geachtet, regionale Produkte zu verwenden, die dem „Slow Food“ Standard gerecht werden, so wie Cetara Sardellen oder Conio Bohnen. Jeden Tag kann der Gast zwischen Buffet- und a la carte Restaurants wählen. In die Kabinen werden zusätzlich die Speisepläne für Lunch und Dinner gelegt, so kann der Gast in Ruhe wählen, wo und was er speisen will. 

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Es gibt außerdem mittags eine extra Pizza-Station, Pizzeria Monterosso, auf Deck 11 mit frischen Pizzaecken sowie ab 14.30 Uhr ein Grillbuffet im Grill Manarola ebenfalls auf Deck 11 mit Hamburgern, Steaks und Pommes Frites. Pizza auf Bestellung gegen eine Gebühr von 4.- Euro ist immer von 18.30 bis 24 Uhr möglich. An den Seetagen gibt es zudem die Möglichkeit, gegen eine kleine Extra-Gebühr an einem exklusiven Brunchbuffet mit Live-Musik im Restaurant St. Tropez auf Deck 6 teil zu nehmen. Und wer den Komfort liebt, bucht zusätzlich ein All Inclusive Getränkepaket, dass ohne Begrenzung fast alle Softgetränke, Säfte, Mineralwasser, Heißgetränke, Bier, Wein und Spirituosen beinhaltet. Für alle Eis-Liebhaber gibt es im Buffetrestaurant eine Softeismaschine mit den wechselnden Sorten Schoko, Vanille und Erdbeere. 

Das Schiff 
Ende November 2013 war die Geburtsstunde der Costa neoRiviera, die vorher als Grand Mistral von Ibero Cruceros unterwegs war. Die Costa neoRiviera ist ein insgesamt sehr schönes Schiff, das sehr gut zum Slow Cruise Konzept passt.

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Die Kapitäne Giovanni Cosini und Nicolantonio Palombella werden von 522 Besatzungsmitgliedern aus 32 Ländern unterstützt. Das Schiff hat mit ihren 624 Kabinen. 94 Suiten, davon 4 Panorama-Suiten mit Balkon und 6 Grand Suiten mit eigenem Balkon einen eher intimen und persönlichen Charme und erinnert aufgrund ihrer wohnlichen Räumlichkeiten an eine große Segelyacht.

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An Bord gibt es darüber hinaus 230 Innenkabinen und rund 280 Meerblick-Kabinen. Das Interieur des Schiffes und seiner öffentlichen Räume sind inspiriert von der Atmosphäre der italienischen und französischen Riviera und der Amalfi-Küste. Die Costa neoRiviera (48.200 Bruttoregistertonnen) ist 216,48 Meter lang und 32,70 Meter breit und bietet 12 Decks, davon 8 öffentliche. 1.727 Gäste finden bei Vollauslastung auf ihr Platz, davon 1.248 Gäste in Unterbetten. 

Die maximale Geschwindigkeit beträgt 19,5 Knoten. Drei Restaurants, sechs Bars, zwei Shoppingarkaden, drei Swimming Pools, Jacuzzis, ein Wellness-Bereich mit Thalasso-Therapiepool, Sauna, Dampf– und Aromabad und Fitness Center, ein Squok Club zur Kinderbetreuung, eine Showlounge (Theater), ein Spielcasino, ein Internet Point, ein Kartenspielraum und eine Bibliothek sowie eine Disco garantieren eine relaxte Luxuskreuzfahrt. Fotogalerie- und Shop bieten die unvergesslichen Schnappschüsse der Kreuzfahrt auf Bild oder als Film-DVD an. 

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Mein persönlicher Favorit unter der großen Barauswahl war die Porquerolles Bar, die dezente Klaviermusik und ein vorbildliches und immer freundliches Serviceteam auszeichnete. Der Großteil des Service-Personals stammt aus dem asiatischen Raum. Alle Mitarbeiter sind von einer sehr hilfsbereiten und zuvorkommenden Art und die Rezeption mit dem Guest Relation Manager Gustavo Garcia Rosas weiß rund um die Uhr für jedes Anliegen eine Lösung. Über den gesamten Hotelbereich wacht der Hotelmanager Manrico Giampedroni, den ich u.a. nach seinen Aufgaben auf dem Schiff befragt habe: 

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Radiointerview mit Hotelmanager Manrico Giampedroni

Entertainment

Die Vielfalt von Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord ist riesig. Es fängt an mit den neuesten Videofilmen zu bestimmten Zeiten im Bord-TV. Im Theater Ravello gibt es täglich wechselnde Shows und Musicals wie den bekannten Bauchredner Samuel Barletti aus der TV-Show „Italy’s got Talent 5“ . Einen Abend können Gäste selbst auftreten und Ihr Talent als Sänger oder Tänzer zeigen.

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Sehr beliebt ist auch die „I have a dream“-Show, die von Crewmitgliedern aufgeführt wird. Tanzabend ist immer in der Grand Bar St. Paul de Vence auf Deck 7. Zusätzlich gibt es in allen Bars jeden Abend internationale Live-Musik. Und für Freunde der aktuellen Charts ist der Disco Club Portofino mit DJ Klaus zu empfehlen. Einen Abend auf der Kreuzfahrt gibt es in dieser Disco die Crew-Party, wo der Gast die Chance hat, mit dem Kabinen-Steward oder anderen Crewmitgliedern zu tanzen. 

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Sportlich betätigen kann sich der Gast beim Jogging-Parcours, Tennis, Tischtennis oder dem Tischkickerturnier, einem Tanzkurs oder beim Basketball auf Deck 12. Es gibt Quiz- und Bastelstunden sowie Seminare zu interessanten Themen für Gesundheit und Kosmetik. Im Casino Saint Maxime kann den ganzen Tag lang an Spielautomaten gespielt oder es können die Roulette- und BlackJack-Tische 14-18 und ab 20 Uhr genutzt werden. Gäste der Costa neoRiviera können den Himmel durch die neuen Bord-Teleskope aus nächster Nähe beobachten.

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Das Schiff wurde mit modernen Skymaster Teleskopen ausgestattet, die die Erkundung des Sternenhimmels ermöglichen. Per GPS stellt sich das Teleskop automatisch auf den eingegebenen Stern ein. Costa Experten stehen den Kreuzfahrern dabei fachkundig mit Sternkarten und Informationen zu den verschiedenen Sternbildern zur Seite. Kulinarische Vorführungen und Wettbewerbe runden das große Angebot ab. 

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So können die Gäste z.B. italienische Kekse backen oder selbst den Kochlöffel im Team schwingen. Der absolute Höhepunkt der Kreuzfahrt ist immer die WHITE NIGHT, wo alle Gäste in obligatorischer weißer Garderobe auf Deck 11 dem Eiscarving zusehen und das Buffet Magnifico genießen können.

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Chef des Entertainments ist Kreuzfahrtdirektor Eugenio Tripi, mit dem ich mich über seine Aufgaben und die große Bandbreite von Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord unterhalten habe:

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Radiointerview mit Kreuzfahrtdirektor Eugenio Tripi

Die Route 
Die Costa neoRiviera steuert Reiseziele an, die abseits der vielbefahrenen Strecken liegen und somit für größere Schiffe unzugänglich sind. Die längeren Aufenthalte der beiden Kreuzfahrtschiffe in den jeweiligen Häfen, oftmals über Nacht, ermöglichen den Reisenden, die einzelnen Orte noch intensiver zu erkunden. Die Reise geht von Ligurien (Savona) in die Provence (Toulon) über Katalonien (Barcelona), Sizilien (Porto Empedocle), Malta (La Valletta) an die Amalfiküste (Salerno) und zurück nach Savona. Die 12-tägige Kreuzfahrt ab/bis Savona kann ab 749 Euro pro Person (zzgl. Serviceentgelt von maximal 8,50 Euro p.P. pro Tag) gebucht werden. 
Vor dem Ablegen können die Gäste ein Expertenteam kontaktieren und ihren Reiseplan individualisieren, indem sie die Landausflüge buchen, die am besten zu ihrem Geschmack und ihren Interessen passen. An Bord werden die Kreuzfahrer dann weiterhin von einem Concierge bei der Auswahl des individuellen Angebots unterstützt. Dieses umfasst nicht nur Landausflüge, sondern auch Vergnügungen an Bord, wie beispielsweise das neu eingeführte „Dinner unter Sternen“ – ein romantisches Candlelight-Gourmetmenü unter freiem Sternenhimmel. 
Die Landausflüge sind bis ins kleinste Detail geplant, sodass die Gäste in die Kultur und Geschmäcker der einzelnen Orte entlang der Route eintauchen können. Um das Unabhängigkeitsgefühl der Touristen zu verstärken, werden die Landausflüge in kleinen Gruppen mit nicht mehr als 25 Personen organisiert. Ich hatte mich für einen Stadtrundgang in Savona/Italien und in Valletta auf Malta entschieden.

Savona
Die Stadt ist die drittgrößte der Region Ligurien und hat 61.761 Einwohner.
Der Hafen Savonas gehört zu den fünf wichtigsten in Italien und wickelt u.a. die Verschiffung zweier großer italienischer Automarken ab. Außerdem ist das Costa-Terminal Ausgangspunkt für die Kreuzfahrten.

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Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Savona sind:
Ein nach dem Seefahrer Leone Pancaldo benannter Hoher Turm am Hafen, die Kirche San Giovanni Battista aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, der Dom Santa Maria Assunta, 1589-1602 erbaut, die Pinakothek im Palazzo Pozzobonello und die Festung Fortezza del Priamar, die 1542 von Genua erbaut wurde.

Valletta
Die Stadt ist nach der großen Türkenbelagerung Maltas entstanden und nach dem Held des Krieges Großmeister La Valette benannt worden. Sie wurde im Stile der Renaissance errichtet. Die meisten der heute zu sehenden Fassaden stammen jedoch aus der Barockzeit. Und die typischen Erker an den Häusern gehen auf maurisches Erbe zurück. 
Die komplette Stadt ist in der auch heute noch rekordverdächtigen Zeit von nur zehn Jahren erbaut worden und streng quadratisch in den Straßenverläufen gegliedert. Das Gefälle innerhalb der Stadt ist groß, so dass sich der unbedarfte Tourist oftmals wie ein verkannter Bergsteiger fühlt. Die Sehenswürdigkeiten reihen sich hier wie Perlen an eine Schnur. Die Upper Barrakka Gärten gehörten zur italienischen „Zunge“ des Ordens.

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Schon kurz nach dem Einzug der Engländer wurde er für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Aussichtsterrasse bietet einen unvergleichlichen Überblick über den großen Hafen und die drei Städte. Als nächster Punkt sollte unbedingt die St. Johns Co-Cathedral auf dem Programm stehen. Es war die Konvent- und Hauptkirche des Ordens. Jede „Zunge“ hatte hier eine eigene kleine Kapelle und fast jeder Großmeister liegt hier begraben. Die Ausstattung ist … kennen Sie typische bayrische oder österreichische Barock-Kirchen? Diese sind ärmlich und spartanisch eingerichtet gegen das was sie hier zu sehen bekommen. Haben Sie nun eine Vorstellung? 

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Beim Eintritt in den Orden musste der adlige Kandidat einen Großteil seines Vermögens abliefern. Das war immer noch ein lukratives Geschäft für den zukünftigen Ordensritter, der nach seinem Tod wiederum ein Teil seines Vermögens dem Orden vererbte. In der Kathedrale befinden sich auch zwei Caravaggios, die besonders gesichert in einem extra Raum ausgestellt werden. 
Es gibt noch andere Gotteshäuser zu sehen. Jede „Zunge“ hatte nicht nur ein eigenes Stammhaus (Herberge) sondern auch eine dazugehörige Kirche. Diese Ensemble prägen das Bild der Stadt. Und neben diesen gab es noch andere Kongregationen, die hier ihre Stiftshäuser und Kirchen betrieben.
In der Nähe der Kathedrale befindet sich auch der Großmeister-Palast, welcher heute Präsidentenpalast und Sitz des Parlamentes ist. 

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Ein paar der alten Räumlichkeiten können besichtigt werden und zeigen in üppiger Pracht die Heldentaten der Großmeister.
Gegenüber ist ein Bau der englischen Zeit: die Hauptwache. Dort hatten die Wachregimenter Quartier und noch heute sieht man am Eingang zum Großmeisterpalast eine kleine Reminiszenz an englische Wach-Vorbilder aus London. 

Fazit
Das Konzept der slow cruise an Bord der Costa neoRiviera hat mich vollends überzeugt. Mit viel Genuss und ohne Streß können verschiedene Städte und Regionen erkundet werden. Besonders die große Essensvielfalt in sehr guter Qualität ist hervorzuheben.

Anreise
Costa bietet eine organisierte Anreise wahlweise per Bus oder Flug an. Ich bin mit dem Bus ab Berlin nach Savona mit einer Übernachtung in Mailand bequem angereist. Der Vorteil ist, man braucht sich um nichts zu kümmern. Eine indivudelle Anreise mit Auto ist ebenfalls möglich.

Über Costa Kreuzfahrten
Costa ist Europas führende Kreuzfahrtreederei. Seit über 65 Jahren sind Costa Schiffe auf den Weltmeeren unterwegs und lassen Urlaubsträume wahr werden. Sie bieten ihren Gästen eine perfekte Mischung aus italienischer Lebensart, Gastfreundschaft und Küche sowie Unterhaltung und Erholung. Zur Costa Flotte gehören heute 14 Schiffe, ein neues Schiff wird im Oktober 2014 ausgeliefert. Costa Crociere wurde durch das italienische Schiffsregister RINA mit „BEST4“ zertifiziert, einem Zertifizierungssystem auf freiwilliger Basis, das die Einhaltung höchster Standards des Unternehmens in den Bereichen sozialer Verantwortung, Umwelt, Arbeitsschutz und Qualität bestätigt. Alle Costa Schiffe sind Träger des von RINA für das Einhalten höchster Standards zum Erhalt der Umwelt verliehenen „Green Star“. 

Weitere Informationen bei:

Costa Kreuzfahrten Niederlassung der Costa Crociere S.p.A. 
Am Sandtorkai 39
20457 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 – 570 12 13 14 

Text, Radiointerviews und Fotos:


Matthias Dikert

Radiointerviews unterstützt von der deutschsprachigen Bordbetreuerin Marie Bulgarini