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Transocean

Hochseekreuzfahrt Bremerhaven – List – Nord-Ostsee-Kanal – Kopenhagen – Kiel mit der MS Astor

Vom 18. April bis 23. April 2013 hatten wir das Glück, mit dem Motorschiff Astor eine Hochseekreuzfahrt von der Nordsee über den Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee nach Kopenhagen und wieder zurück nach Kiel zu machen. In Bremerhaven sind wir an Bord gegangen und in Kiel haben wir nach 5 Tagen das Schiff wieder verlassen. Während dieser Zeit bewohnten wir eine klimatisierte 13 Quadratmeter große Außenkabine mit Fenster, Duschbad und WC, sowie TV (Flachbildschirm) und Radio auf dem Atlantic Deck. 
Die Astor ist ein klassisches 4-Sterne Kreuzfahrtschiff mit einer deutschsprachigen Besatzung und einem Hospital mit deutschen Ärzten, sowie einer Dialyse-Station. Auf 578 Gäste kommen 278 Crew-Mitglieder. Der Kapitän heißt Sergey Strusevich, der Heimathafen ist Nassau und das Schiff fährt unter der Landesflagge der Bahamas. 

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Es wurde bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH in Kiel gebaut und 1987 in Dienst gestellt. 2010 fand eine Modernisierung statt, um die Unterbringung für die Passagiere noch attraktiver zu gestalten. Die Reederei ist Trans Ocean Kreuzfahrten GmbH und der Eigentümer die Premicon AG in München. Das Schiff besitzt 7 Decks mit 167 Außen-, 80 Innenkabinen und 42 Suiten. Die Länge beträgt 176,5 m, die Breite 23,6 m mit einem Volumen von 21 000 Bruttoregistertonnen und einem Tiefgang von 6,10 Metern. 4 Dieselmotoren treiben die Maschine an und erbringen eine Leistung von 15 400 KW. Die Reisegeschwindigkeit beträgt max. 20 Knoten und 2 Stabilisatoren, die sich 3 Meter unter Wasser befinden, sorgen für eine ruhige Fahrt. 
Reiseziele sind die Nord- und Ostsee, Großbritannien, Norwegen, Nordmeer, Grönland/ Kanada, das Mittelmeer, die Ägäis, das Schwarze Meer und im Winter Südafrika und Australien. 
Im Reisepreis enthalten sind Vollpension an Bord mit Frühstück inkl. Sekt, Vormittagsbouillon, Mittagessen, Nachmittagskaffee, -tee mit Kuchen, Abendessen, Mitternachtsimbiss und Diätmahlzeiten bei vorheriger Anmeldung. 4 Restaurants sorgen für den kulinarischen Genuss, das Waldorf-Restaurant, das Buffet-Restaurant (Übersee-Club) und die Spezialitätenrestaurants Ristorante Toscana und Romantic Dinner. Snacks und Getränke gibt es in der Hanse Bar, im Captain´s Club und in der Astor-Lounge. Für die Freizeit und Erholung sorgen ein großzügiger Wellness-Bereich, Beauty-Salon, Innen- und Außenswimmingpool, Sauna mit neuen Wärmeliegen, Fitnesscenter mit Meerblick, 2 000 Quadratmeter Sonnendecks, ein Joggingpfad, sowie ein großes Sport- und Spieldeck. 
Zum Service-Bereich gehören unter anderem eine Bibliothek, ein Konferenzzentrum, ein Spielzimmer, die Wäscherei, 3 Fahrstühle, Boutiquen und eine Internetecke. 

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An Bord der Astor gibt es keinen speziellen „Dresscode“. Tagsüber herrscht eine sportlich-legere Atmosphäre, abends überwiegt legerer Chic und zum Captain´s oder Gala Dinner wird festlich-elegante Kleidung empfohlen. Die Zahlung erfolgt bargeldlos, am Ende der Reise gibt’s die Abrechnung. 
Gegen 17 Uhr wurden wir Passagiere über den Bordfunk und das Alarmsignal sieben kurze und ein langer Ton in die Astor-Lounge gebeten, um die obligatorische Seenotrettungsübung zu absolvieren.

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Sicherheit hat oberste Priorität. Allgemeine Hinweise über Fluchtwege bei Gefahr hängen jeweils an der Kabinentür. Die Schwimmwesten mussten wir aus der Kabine zum Treff mitnehmen und bekamen nun erklärt, wie diese zu handhaben sind. Alle haben dann eine Schwimmweste angelegt und sind zum festgelegten Stellplatz ihres genannten Rettungsbootes gegangen. Damit war die Übung zu Ende und gegen 17: 30 Uhr des 18. Aprils setzte sich das Motorschiff Astor mithilfe zweier Schlepper in Richtung Sylt in Bewegung.

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Die See war recht stürmisch, so dass die Schlepper zu tun hatten, das Schiff in die richtige Fahrrinne zu bekommen. 
Am nächsten Morgen hatte die Astor vor der Insel Sylt ihre Anker gelegt. Zwei der Rettungsboote fungierten als Tenderboote und hatten die Passagiere zum Hafen nach List getendert, also transportiert. Wir hatten die Inselrundfahrt mit dem Besuch der Austernzucht gebucht. Im Hafen wartete ein Bus auf uns, und schon ging es los durch das Naturschutzgebiet Listland in Richtung Kampen. Während uns der Reiseleiter Stefan Hilger von der MS-Astor begleitete, übernahm der Busfahrer und einheimische Reiseleiter Volker Rosenbaum die Erklärung. Weiße Sandstrände und die Heidelandschaft prägten die reizvolle Ortschaft. Am „Ellenbogen“, dem nördlichsten Wohnhaus Deutschlands, kamen wir natürlich auch vorbei und konnten die beiden Leuchttürme bewundern. 

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Wanderdünen, das Wattenmeer und Reet gedeckte Häuser führten uns nach Keitum und dem dortigen Highlight, der Severin Kirche. Schließlich kamen wir ganz im Süden nach Hornum, einem kleinen Hafenstädtchen der Insel, die Ruhe und Entspannung ausstrahlt. In der Inselhauptstadt Westerland machten wir Bekanntschaft mit dem ältesten Friesenhaus, der St. Nicolai Kirche, ein dreischiffiger Backsteinbau, und der Himmelsleiter, die mit 200 Treppenstufen zum schönsten Aussichtspunkt am Strand führt, wo man einen herrlichen Blick auf Westerland und das Meer hat. Auf der Rückfahrt nach List hielten wir an der traditionsreichen Austern-Compagnie und erfuhren von Christopher Bohlig alles Wissenswerte über die Aufzucht, die Pflege und den richtigen Verzehr der irisch-pazifischen Auster. Christopher Bohlig zeigte uns, wie sich die Tiere am besten öffnen ließen und gab uns die Möglichkeit einer Kostprobe. Danach ging es mit dem Tenderboot zurück aufs Schiff und wir bekamen noch unser Mittagessen, obwohl wir uns verspätet hatten. 
Nach dem reichhaltigen Angebot an Fisch und Fleisch und mehreren Salaten im Buffet-Restaurant gönnten wir uns eine Ruhepause, um danach mit frischen Kräften die sportlichen Aktivitäten an Bord auszuprobieren. Bei dem vielseitigen Sportprogramm ist für jeden Passagier etwas Passendes dabei, egal ob er Walking-, oder Joggingrunden an Deck dreht, sich einem Aerobic-Kurs anschließt, Volleyball oder Fußball spielt, oder individuell im Fitnesscenter trainiert. 

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Wir spielten zuerst Tischtennis, gingen dann in den Wellnessbereich, um ein paar Runden im beheizten Innenpool zu schwimmen und suchten schließlich die Sauna auf, um den Körper zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Wohltuend waren die Wärmeliegen und belebend für Körper und Geist verschiedene Anwendungen, wie Körperpeelings, Packungen, Gesichtsbehandlungen und verwöhnende Massagen, die man natürlich dazu buchen kann. 
Für die abendliche Unterhaltung war ebenso gesorgt. Ab 19 Uhr konnte man sich im Captain´s Club musikalisch von Elena am Piano und Kateryna an der Geige auf den Abend einstimmen lassen. Jeden Abend wurde dann ab 21:15 Uhr in der Astor-Lounge ein anderes Showprogramm geboten. 

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Dabei gaben das schiffseigene Showballett, mit den Sängern Lilia, Margaret, Antonio und Marcus, begleitet von der Astor-Showband ihr Bestes, um das Publikum zu bezaubern. Danach konnten die Gäste noch ihr Tanzbein schwingen und den Abend ausklingen lassen.
Heute wartete ein ganz besonderes Ereignis auf uns, und zwar die tägliche und spannende Durchfahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal. Diese kürzeste Verbindung zwischen Nord- und Ostsee wurde Ende des 19. Jahrhunderts unter dem deutschen Kaiser Wilhelm II. gebaut. Dieser 99 Kilometer lange Kanal ist die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Knapp 120 Schiffe passieren ihn täglich. Seine Schleusen bei Brunsbüttel in die Nordsee und Kiel-Holtenau in die Ostsee mussten mehrfach erweitert werden. Die rund 45-minütige Schleusung an beiden Kanaleingängen ist ein recht interessantes Unterfangen. 

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Von dem Lektor Michael Hoeborn erfuhren wir bei der Reise auf den Außendecks interessante Informationen zu dem Kanal. Bei einer Wassertiefe von 11 Metern, einer Wasserspiegelbreite von bis zu 162 m und Schleusenmaßen von 310 mal 42 Meter können auch recht große Schiffe den internationalen Kiel-Kanal, wie man ihn auch nennt, durchfahren. Damit auch Kreuzfahrtschiffe bequem aneinander vorbeifahren können, gibt es so genannte Ausweichstellen und natürlich Lotsenpflicht, um die Verkehrssicherheit zu garantieren. Alle Landwege, die der Kanal zerschneidet, werden mit kostenlosen Fähren, Tunneln und mehreren Brücken aufrecht erhalten. Die ungewöhnlichste Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals findet in Rendsburg mit einer Schwebefähre unterhalb der 68 Meter hohen Eisenbahnbrücke statt. Vier 35 Meter lange Trageseile und acht Versteifungsseile halten die 14 m lange Fähre und vier Motore passieren in 1,5 Minuten die Überfahrt. 
Am 21. April erreichten wir den größten Kreuzschiffhafen Nordeuropas in Kopenhagen und machten gegen 9 Uhr die Leinen fest.
Unser zweiter Ausflug begann mit der dänischen Reiseleiterin Ulla Johnson um 9:45 Uhr mit einer Stadtrundfahrt und endete mit einer einstündigen Bootsfahrt durch die Kanäle von Kopenhagen. Zuerst besuchten wir die kleine Meerjungfrau auf einem Felsen am Hafen, das Wahrzeichen Kopenhagens. 

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Entlang der Uferpromenade ging es zum imposanten Gefion-Springbrunnen, wo die Göttin Gefion der Sage nach die Insel Seeland aus dem Boden pflügte. Auf dem Weg zum Schloss Amalienborg, dem Sitz der königlichen Familie, kamen wir an der Frederiks-Kirche und dem berühmten Königlichen Theater vorbei. Weitere Wahrzeichen der Stadt waren nicht zu übersehen, und zwar die Kopenhagener Börse mit ihrem 54 m hohen Turm in Form von verschlungenen Drachenschwänzen, und das große Riesenrad im Tivolier Vergnügungspark. Nyhavn, einst das verufenste Viertel der Stadt erstrahlte im Glanz von vielen bunten schönen Holzhäusern. Durch die Fußgängerzone „Stroeget“ erreichten wir die Kanalstraße, wo ein Ausflugsboot auf uns wartete und uns dann entlang der Schlossinsel Christiansborg und den märchenhaften alten Kanälen zurück zum Freihafen brachte. Auf unserer Fahrt kamen wir auch an der modernen „Neuen Königlichen Oper“ vorbei, die sich auf der Insel Holmen befindet und eine der modernsten Bühnen der Welt beherbergt. Gegen 14 Uhr waren wir wieder an Bord der Astor und konnten den Nachmittag und frühen Abend ausruhen oder noch einmal mit dem Fahrrad durch Kopenhagen radeln, um die Eindrücke zu vertiefen. Fahrräder stehen an Bord zur Verfügung und werden gegen eine Gebühr verliehen.
An diesem Abend wartete ein besonderer lukullischer Leckerbissen auf uns. Wir hatten im Spezialitätenrestaurant Romantic Dinner zwei Plätze bestellt und konnten uns in einem kleinen Kreis (36 Plätze) mit außergewöhnlichem Ambiente so richtig verwöhnen lassen. 

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Um 19:30 hießen uns die Kellnerinnen Martina und Gabriele herzlich willkommen und nahmen die Getränkebestellungen entgegen. Das Candle-Light-Dinner bestand aus einem Menü mit fünf Gängen, das melodiösen Überschriften zugeordnet war. Alles drehte sich um die Liebe und als Entree wurden gratinierte Champignons im Vogelnest serviert. Es folgte der erste Gang mit Kürbis Gnocchi auf Käseschaum. Zum zweiten Akt wurde ein weißes Tomatensüppchen mit Kräuterhaube und knackiger Blätterteigstange gereicht. Danach waren pochierte Fischnocken auf Tomaten Basilikum im Angebot und als Hauptgericht folgte die Maispoularde mit sonnengetrockneten Tomaten und Frischkäse auf Kartoffelpueree. Das abschließende Dessert bestand aus Schokoladen Mousse mit Beerenkompott und Vanillesoße. Alles schmeckte ausgezeichnet und ein guter roter Tropfen rundete das vorzügliche Essen ab. 
Die Speisen wurden in der Gemeinschaftsküche von dem Koch Max Lennart auf Haute Cuisine-Niveau zubereitet und dann von Gabriele und Martina synchron serviert. Max Lennart ist schon fünf Monate auf der Astor und ihm macht die Arbeit sehr viel Spaß. Spaß und strahlende Augen hatte auch Margrit Degenhardt, als ihr von einer Schiffsabordnung mit Wunderkerzen und einem Geburtstagskuchen plötzlich zum 82. Geburtstag gratuliert wurde. Zu besonderen Anlässen, wie Geburtstagen oder Hochzeitstagen bereitet die Schiffsleitung jeweils eine Überraschung vor und schenkt dem Jubilar ein Bordguthaben von bis zu 150 Euro.
Das Tagesprogramm wurde immer am Vorabend in die Kabine gelegt. Dafür zeichnete die Kreuzfahrtdirektorin Gabi Eidam und ihre Mitarbeiterin Wibke Wittholm verantwortlich. Frau Eidam war die Gastgeberin an Bord, betreute das Team der Reiseleiter und koordinierte die Showabende.

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In der Bordzeitung standen die Öffnungszeiten der Restaurants, die Startzeiten der Landausflüge und wichtige Hinweise zur Reise, so wie tägliche Veranstaltungstipps zu sportlichen und kulturellen Aktivitäten an Bord. Außerdem wurden aktuelle politische Informationen geliefert, man erfuhr die Wetteraussichten, freute sich über den Kleidervorschlag für den Abend, bekam Tipps zum Bordfernsehen und zusätzlich einen tiefsinnigen Spruch des Tages präsentiert.
Mir gefiel die tägliche Ausgabe, weil sie sehr umfangreich gestaltet war und ich mich immer wieder auf die Ereignisse des nächsten Tages freuen konnte.
Unser dritter Landausflug begann am Montag, den 22. April schon ab 8:15 Uhr. Mit dem Reiseleiter Heinz unternahmen wir die Nordseelands-Schlössertour und fuhren mit dem Bus die malerische Küstenstraße Richtung Helsingör entlang, wo das berühmte „Hamlet-Schloß“ Kronborg schon von weitem zu erkennen war. Bei einem Spaziergang um das Areal erklärte uns Heinz die frühere strategisch wichtige Lage des Schlosses, das den Öresund beherrschte und nur 4,5 km vom schwedischen Helsingborg entfernt war.

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Auf unserer weiteren Fahrt durch die nördlichen Wälder Kopenhagens hielten wir in Fredensborg und dem gleichnamigen Schloß, das heute der Königin als Sommerresidenz dient. Schließlich erreichten wir Hillerod und das dänische Renaissance Schloß Frederiksborg. Dieses Schloß liegt am kleinen Frederiksborg See und stammt aus der Zeit Christians IV. Neben repräsentativen Räumen, wie die Schloßkirche, die auch die Krönungskapelle vieler dänischer Könige war, der Audienzsaal und der Rittersaal, beherbergt das Museum die bedeutendste Sammlung von Porträts und Historienmalerei des Landes, sowie 
herausragendes Kunstgewerbe. Die chronologische Sammlung erzählt die Geschichte Dänemarks von 1500 bis zur Gegenwart.
Voll gepackt mit Eindrücken fuhr der Bus nach Kopenhagen zurück und gegen 13:15 Uhr waren wir wieder an Bord.
Interessante Informationen zum Schiff gab es um 15:00 Uhr bei der Brückenführung. 

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Concierge Evgeny Makarevich begrüßte uns im Namen des Kapitäns und erklärte uns, wie ein Schiff gesteuert wird, wie es sich bewegt, was es alles für Geräte in der wichtigen Kommandozentrale gibt, wie viele Leute sich immer auf der Brücke befinden, wie viele Nationen an der Reise beteiligt sind und was die unterschiedlichen Farben der Flaggen bedeuten. Der Concierge ist ein Mann für alle Fälle. Er erfüllt spezielle Wünsche, wie Limousinen-Service, gibt Ausflugstipps und Restaurantempfehlungen, besorgt Theater oder Opernkarten, ist Gastgeber für die Astor- Suiten und stellt unter anderem dem Kapitän die Gäste vor.
An Bord können die Gäste auch ihre Wäsche waschen und bügeln lassen, kleinere Reparaturarbeiten übernimmt der Schneider Rogelio Abarera, und Waren des täglichen Bedarfs, sowie Kosmetika, Schmuck, Kleidung und Logoartikel findet man im Shop und der Boutique.

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Ab 15:30 Uhr lud Dekan Peter Holzer diesmal alle Alleinreisenden zur Tea Time in die Astor Lounge ein. Während dieser Zeit plauschte man über Gott und die Welt und erfuhr, dass alle Reisen von einem Bordgeistlichen begleitet werden. Neben ökomenischen Gottesdiensten bieten die Seelsorger häufig auch Gesprächskreise an und halten Vorträge.
Um 19:00 Uhr hatten wir einen Termin in der medizinischen Abteilung des Kreuzfahrtschiffes. 

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Das Hospital befindet sich ganz unten im Caribic-Deck und wird von einem Arzt und 2 Schwestern betrieben. Chefarzt Dr. Leutrodt zeigte uns die medizinische Einrichtung, wo beispielsweise Stürze, Verletzungen und auch Erkältungskrankheiten behandelt werden können. Die Station verfügt über ein Labor, Ultraschall, digitales Röntgen und ein stationäres Bett. Erste Notfallhilfe kann hier sofort geleistet werden. Bei schweren Erkrankungen erfolgt ein Transport ins nächste Krankenhaus. 
Seit 2002 sind Dialyse-Reisen ein fester Bestandteil des Bordangebots der Astor. Sechs stationäre Betten sind für die Behandlung von Dialysepatienten vorgesehen. Bis zu 12 Patienten können während einer Kreuzfahrt an den 4 modernen, schiffseigenen Dialysestationen von einem erfahrenen deutschen Arzt, sowie Fachpersonal betreut werden. Dr. Peter Rittich aus Hamburg ist der Initiator dieser großartigen Einrichtung und bietet dem Patienten an Bord die Chance einer Kreuzfahrt, ohne auf die notwendige Versorgung verzichten zu müssen. Der Dialyseplan wird dem Ausflugsplan angepasst, so dass die Patienten keinerlei Kompromisse machen müssen. Dreimal wöchentlich unterzieht sich der Dialysepatient einer 4-stündigen Blutwäsche, und das muss natürlich koordiniert werden. Dr. Rittich war zurzeit an Bord und verschaffte mir die Möglichkeit, mit einem betroffenen Patienten zu sprechen. Der 53-jährige Gerhard Hoffmann, ein ehemaliger KFZ-Techniker aus Mannheim ist seit 2 Jahren an der Dialyse und macht schon die 2. Kreuzfahrt mit. Er und seine Frau sind überglücklich, auf diese Art und Weise nicht auf den Urlaub verzichten zu müssen. Über www.schiffsdialyse.de können sich auch andere Patienten an die Internetadresse wenden, um bei der nächsten Reise vielleicht dabei zu sein.
Gegen 17.30 Uhr machte die Astor am Kopenhagener Hafen die Leinen los und nahm Kurs auf Kiel Richtung Heimathafen. Nach etwa 15 Stunden und 165 Seemeilen näherte sich unsere wunderschöne Kreuzfahrt mit der familiären Atmosphäre an Bord dem Ende. Vorher trafen wir uns um 20:30 Uhr zum Captain`s Dinner, wo die begleitende Schiffscrew namentlich verabschiedet wurde und das Essen seinen krönenden Abschluss fand, als die mit Wunderkerzen verzierten Eistorten herein getragen wurden. 

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An der abschließenden Galashow in der Astor Lounge bedankte sich Kapitän Sergey Strusevich bei allen abreisenden Gästen und wünschte eine angenehme Heimreise.
Küchenchef Joachim Meier, der für die Kulinarik an Bord zuständig war, gab abschließend bekannt, das täglich etwa 3000 Mahlzeiten für die Gäste und Crew zubereitet und auf der ganzen Reise von 679 Seemeilen ( 1258 km )
4440 Stück Eier, 1260 kg Fleisch, 1680 kg Gemüse, 1441 kg Obst (Frischladung), 610 kg Mehl, 541 kg Fisch, 1728 Fl. Wasser, 1002 Fl. Wein, 780 L Fassbier und 449 Fl. Sekt verbraucht wurden.
Um 7:30 Uhr wurde die Astor am Kieler Hafen festgemacht und danach begann die Ausschiffung. 

Die Kreuzfahrt hat uns insgesamt sehr gut gefallen, insbesondere die etwas persönlichere Atmosphäre gegenüber den sehr großen Schiffen kann hier punkten.
Davon zeugt auch die hohe Zahl der Stammkunden, die das Personal schon längere Zeit kennen.

Weitere Informationen bei:

Transocean Kreuzfahrten GmbH & Co. KG
Dienstleistungszentrale
Esperantostraße 4
30519 Hannover

Hotline: 01805-016006
Fax: 0511/3 36 44 050

Text:

Peter Marquardt

Fotos:

Matthias Dikert