Auf den Spuren der Römer in Libyen

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Auf den Spuren der Römer in Libyen

Libyen ist eines der interessantesten Länder Nordafrikas. Neben seiner Hauptstadt Tripolis sind es vor allem die phantastisch erhaltenen Römerstädte Sabratha und Leptis Magna. Nirgendwo sonst finden sich Ausgrabungen ähnlicher Qualität.

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ripolis: Der „Grüne Platz“ liegt im Zentrum der Mittelmeerstadt, vom Hafen starten die Fähren nach Malta. Direkt am pulsierenden Platz steht das Hotel „Al Mehari“ – Rennkamel. Empfehlenswert ist das Restaurant „Safir“, hier wird deutsch gesprochen.



Durch die Aufhebung der 1992 verhängten Sanktionen gegen Libyen ist das nordafrikanische Land zu einem Zukunftsmarkt geworden. Vieles spricht dafür, dass sich Libyen wieder in die Staatengemeinschaft eingliedern wird. Die Sanktionen verursachten einen Nachholbedarf in allen Bereichen. Große Investitionen der öffentlichen Hand sind zu erwarten, insbesondere in Projekte für die Modernisierung der Erdölindustrie und der Infrastruktur. Der Ausbau von Flughäfen, Seehäfen, Kraftwerken und Straßen steht an. Auch im Bereich Tourismus ergeben sich Möglichkeiten. In den kommenden fünf Jahren werden, von der neu gegründeten „Tourismusbehörde“, ausländische Investitionen „mit rund 60 000 neuen Hotelbetten“ erwartet. Derzeit gibt es im ganzen Land nur rund 10 000 Betten und im vergangenen Jahr reisten 80. 000 Gäste durch Libyen.

Studienreisen des deutschen Reiseveranstalters Studiosus Reisen München GmbH werden durchgeführt und sind gefragt. Studienreisen sind keine philosophischen Erlebniswelten, es sind Reisen für Menschen, die mit offenen, wachen Augen durch das Leben gehen. Im Sinne des Wortes erleben – Reisen bildet!
Seit über 50 Jahren veranstaltet Studiosus erfolgreich Studienreisen, auch nach Libyen. Motto: Unter sachkundiger Führung die Welt kennen lernen. Der Reiseleiter, ein profunder Kenner der besuchten Gegend, oft Wissenschaftler und Conferencier zugleich, versteht sein Handwerk perfekt. In Libyen ist es Johannes Hoch. Einfühlsam bringt er das Land, Vergangenheit und Gegenwart, den Reisenden nah. Auf den Spuren des „Römischen Erbes“, lautet sein Thema.
Nach der Zerstörung Karthagos 146 v. Chr., wurde Tripolitanien und die Cyrenaika Teil des Römischen Reiches, so auch Leptis Magna – eine der größten antiken Hafenstädte.
Mustergültige Ausgrabungen haben diese Kaiserstadt zu einer der interessantesten römischen Stätten des Mittelmeerraumes werden lassen. Die von Kaiser Hadrian und dem hier geborenen Kaiser Septimus Severus errichteten Bauten aus goldenem Sandstein bannen jeden Besucher.

Die Sahara selbst kann man erst verstehen, wenn man sie durchquert. Eine gut ausgebaute Piste verläuft durch das Gebiet des Djebel Nafusah, das Wohngebiet der Berber; über die „rote Hamada“ und Dari zur Oase Ghadames sind es rund 600 km. Jahrhundertelang war diese Oase eine wichtige Karawanserei auf der Agadez-Route. Die Altstadt steht heute unter UNECU-Denkmalschutz.
Wasser bedeutet Leben, besonders in der Wüste; Größtes Projekt der letzten Jahre war Great Man Made-River, der „Große Fluss von Menschenhand“. Ein gigantischer unterirdischer Kanal, bestehend aus Tausenden von Rohrsegmenten. Jedes siebeneinhalb Meter lang und vier Meter im Durchmesser. Eine Pipeline von 4.000 km Länge.

Sonne, weißer Strand, antike Ruinen und die erhabene Weite der Sahara – Libyen hat alles, was sich ein Land nur wünschen kann, um ein Touristenmagnet zu sein. Bei vielen gilt das Land als Geheimtipp, dennoch sind die Touristen allgegenwärtig, vor allem Off-Road-Touren und eben Studienreisegruppen.

Tripolis am Abend.

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Obwohl die Hotels gut ausgestattet sind, sollten alle Ansprüche reduziert werden. In der pulsierenden Metropole Tripolis kann im Hotel „Al Mehari“ – Rennkamel – der Saharastaub nicht nur im Pool abgespült werden. Vom Hotelzimmer bietet sich ein phantastischer Blick auf die Silhouette von Alt- und Neustadt, den Hafen mit Fähren nach Malta.
Empfehlenswert ist das Restaurant „Safir“ in der City von Tripolis, nahe dem „Grünen Platz“. Hier verkehren Ausländer. Beim Dinner werden diverse Geschäfte besprochen und vereinbart. Zumindest aber kann ein wenig kommuniziert werden, in diesem doch etwas fremdartigen Land, fast keiner spricht englisch. Ein komplettes Menü sollte mit 25 Euro (in LD-Dinar zahlen) veranschlagt werden. Jeglicher Alkohol ist verpönt.


Werbung für ein Restaurant. Wenige sprechen Englisch.

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Tripolis ist bei vielen Unternehmern, darunter viele Deutsche, begehrt. Business wird im Erdölland groß geschrieben und devot gekleidete Manager mit ihren schwarzen Aktenkoffern sind nicht zu übersehen. „Allah Akbar – Gott ist groß!“ Libyen ist nicht nur Ziel der Studienreise Römisches Erbe, die im Reisebüro gebucht werden kann, es ist ein gastfreundliches Businessland.

Informationen:

Studiosus Reisen München GmbH. Riesstraße 25, 80992 München


Unser Redakteur Gerald H. Ueberscher (E-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) besuchte für ReiseGala.de Libyen.