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In Ecuador am Äquator

Offiziell – quasi amtlich spanisch – wird die „República del Ecuador“ – oder auch Ekuador, nach der Lage unter dem Äquator, genannt, und zum Land gehören auch die Galápagosinseln.
Nicht nur in der Hauptsstadt Quito wird deshalb spanisch gesprochen. Oft hört man auch deutsch, viele ausgezeichnete Spanischschulen bieten preisgünstige Gelegenheit, die Landessprache zu erlernen.
Das Äquatorland in den Anden ist zugleich der kleinste Andenstaat und eines der lohnendsten Reiseziele in Südamerika, es besticht durch seine lebendige Indio-Kultur, zauberhafte Kolonialstädte und einzigartiger Naturvielfalt.

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Viele Wege führen nach Quito: Mitten im Zentrum liegt der Airport und hier landen die Besucher aus aller Welt. Eine Bilderbuchstadt in rund 2.900 m Höhe.
Hier lebt die Hälfte der Bevölkerung. Kirchen prägen den Stadtkern und seine alte Innenstadt. Diese architektonischen Schätze stehen als Weltkulturerbe unter Denkmalschutz. Auf der anderen Seite Bürohochhäuser, Geschäfte, Cafés und Bars – diese prägen die moderne Metropole Quito. In den „Backstuben“ von Calderón – etwas Abseits vom Zentrum – wird Kunsthandwerk angeboten. Diese Keramik wird in „Back“ – Öfen gebrannt. Typische Mitbringsel.






In der Hauptstadt starten in aller Regel auch alle Ausflüge in das Land.

In Otavalo …

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… wird Kunsthandwerk verkauft!

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Die nördlich von Quito gelegene Stadt Otavalo ist vor allem für seinen „Sonntagsmarkt“ bekannt, dessen Tradition vor die Zeiten der Inkas zurückreicht. Noch heute tragen die Otavale´nos ihre traditionellen Trachten: die Männer weiße, wadenlange Hosen, Sandalen und Ponchos und lange Nackenzöpfe; die Frauen kunstvoll bestickte Blusen, lange schwarze Röcke sowie Ketten und Armbänder aus Glasperlen.

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Im Restaurantbereich sollte man nach einer typischen „Indianergaststätte“ fragen, hier wird immer eine Spezialität offeriert: Meerschweinchen!

Meerschweinchen, frisch zubereitet …

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… schmecken lecker!

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Obwohl dies nicht nach jedermann Geschmack ist, sollte man zumindest eine kleine Kostprobe naschen. Eine gute Gelegenheit bietet sich im Dorfgasthof „Sumac Micuy“ – etwas außerhalb von Otavalo. Eine Indianerfamilie kocht und bewirtet und die hauseigene Indianer-Band musiziert dazu, auf alten indianischen Instrumenten.
Ein geeignetes Hotel – mit europäischen Standart – zum Übernachten in Otavalo ist die „Hacienda Cusin“. Ein geruhsamer Ort zum Entspannen und zur Erholung.

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Von Quito sind es etwa 45 Fahrminuten zum Äquator. Hier steht man genau an der Grenze zwischen Nord- und Südhalbkugel. Obwohl es weltweit mehrere Orte diese Art – direkt am Äquator – gibt, ist dieser Ort beeindruckend. Einfach breitbeinig hinstellen. Mit einem Fuß im Norden und mit dem anderen im Süden unserer Welt stehen. Echt stark!

Der Weg …

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… ist das Ziel!

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Das Monument – „In der Mitte der Welt“ – kann besucht werden. Vom Dach, eine Plattform, des 1979 neu errichteten Gebäudes, hat man einen Blick in die Weite der Landschaft. Auf Berge, Vulkane, eine Kirche und eben in alle vier Himmelsrichtungen.
Im „Ethnografischen Museum“ werden alle Details erläutert. Geschäfte und Dienstleistungseinrichtungen bieten umfangreichen Service. Das „La Mitad del Mundo“ – Äquatordenkmal nördlich von Quito wird vor allem von Gästen besucht, die sich erstmals in Ecuador aufhalten. Denn dies ist ein nachhaltiges Erlebnis für das ganze Leben. Der Besuch – In der Mitte der Welt – kostet 3 US-Dollar.

Zum Besuch gehört natürlich die traditionelle Zeremonie einer „Äquator-Taufe“. Ob Individuell oder in einer Reisegruppe (fast) alle Besucher halten an diesen alten „Brauch“ fest. Zur Tour wird eine Flasche Mineralwasser – aus dem Hotel – mitgenommen und dieses wird dann – genau auf der gelben Äquatorlinie – über den Kopf gegossen. Eine „feuchte“ Angelegenheit – aber so oft kommt man schließlich im Leben genau unter den Äquator. Die Auslöser zahlreicher Kameras klicken!





PS: Mit einer Flasche Sekt oder Schampus – möglichst direkt aus Old Germany mitgebracht – macht dass alles noch mehr Fun.

Der Blick schweift über den Äquator …

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… hinein in die Kirche.

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In Ecuador herrscht ganzjährig ein tropisch heißes Klima. Hotels – aller Kategorien und Preisklassen, warten auf Gäste. Ein gutes Haus im Zentrum von Quito ist das Hilton Hotel, mit guter Küche und perfektem Service. Vom Zimmerfenster heraus bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt.
Die Landeswährung ist der US-Dollar.

Zwischen Pazifik, Kolumbien und Peru, liegt ein attraktives Reiseland.

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Informationen:

Studiosus Reisen München GmbH
Riesstrasse 25, 80992 München

Arge Lateinamerika e.V.
Domenecker Straße 19, 74219 Möckmühl

Buchtipp:

„Südamerika“ – Polyglott APA Guide. Ein Subkontinent zwischen drei Meeren, magisches Dreieck im Bann der Naturgewalten und zugleich Ursprung erstaunlicher Kulturen, die Wüste, Regenwald und Ehrfurcht gebietende Berge bezwangen. Über Jahrtausende in Bewegung – das Land wie seine Bewohner, deren Musik als Botschafter um den Erdball reiste.
Das Reisehandbuch informiert, gibt Hinweise und Ratschläge, vor, während und nach einer Ecuador-Reise.
Südamerika – Polyglott APA Guide – ISBN 3/8268/1924/1, ist im Buchhandel erhältlich.

Unser Redakteur Gerald H. Ueberscher (e-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) besuchte Ecuador, das Land am Äquator.