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Panama am Panamakanal

Für deutsche Urlauber war Panama bisher ein weißer Fleck auf der Reisekarte; aber nirgendwo auf der Welt liegen die karibischen Strände des Atlantiks und die weißen Palmenstrände des Pazifiks so nahe beieinander

„Oh, wie schön ist Panama …“, Millionen lieben dieses Buch von Janosch, in dem Tiger und Bär das Land ihrer Träume suchen. Panama, neun Flugstunden von Europa entfernt, präsentiert sich seinen Gästen als ein Reiseziel mit ebenso ausgeprägten wie reizvollen touristischen Gegensätzen.

In einer Stunde Autofahrt gelangt man von einer Urlaubswelt in die andere. An der schmalsten Landbrücke des amerikanischen Kontinents trennen nur 80 Kilometer Regenwald das kristallklare Wasser der Karibik von den schneeweißen Stränden des Pazifiks.
Von besonderem Reiz : eine Tauchexpedition im Panama-Kanal, wo unter Wasser die Geschichte des Kanals lebendig wird. Zu den kuriosesten Attraktionen zählt dabei zweifellos neben zahlreichen Schiffswracks der alte Güterzug mit Lokomotive, der bei Flutung des Kanals vergessen wurde und noch immer 14 Meter unter der Wasseroberfläche auf dem Abstellgleis steht.

Erlebnisreich ist eine Kanalpassage

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12.000 Schiffe passieren jährlich den 81,6 Kilometer langen und am 15. August 1914 eröffneten Kanal. Beim geruhsamen Kaffeeschlürfen auf einer der vielen Hotelterrassen ist das Betrachten der gewaltigen Ozeanriesen ein echt nachhaltiges Erlebnis.
Panama, mit 75.517 qkm etwas kleiner als Österreich, ist ein Business-Land. Mit rund 200 Banken ist die Hauptstadt Panama City das Wirtschaftszentrum Mittelamerikas. Die Koppelung der Landeswährung an den Dollar garantiert Stabilität. Die offizielle Landeswährung Balboa gibt es nur in Münzen und ist auf alle Fälle ein Touristenmitbringsel.
Panama City wurde 1590 als erste Stadt im pazifischen Bereich von den Spaniern gegründet und ist noch heute spanisch geprägt. Spuren von der Eroberung durch die Europäer sind in vielen Landesteilen zu finden, zum Beispiel in dem 1597 gegründeten Portobello, das noch heute ein eindrucksvolles Bild von der Architektur der Kolonisierung vermittelt. Hier ankerten die Schiffe von Sir Francis Drake und Henry Morgan.

In Sichtweite zu den Zentren der Zivilisation offenbaren schier endlose Regenwälder Abenteuer und Natur pur. Vergeblich allerdings werden Besucher den Panamahut suchen, dieser wird in Ecuador hergestellt. Seinen Namen „Panamahut“ trägt er deshalb, weil er Anfang der Jahrhundertwende die Kopfbedeckung der Kanalarbeiter war.

Ob Adventure, Incentive oder nur die Seele baumeln lassen – Panama, eingebettet zwischen Costa Rica und Kolumbien, bietet viel: spanisches Ambiente und eine moderne Skyline. Am Kanal liegen die großen und kleinen Hotels, für jeden Geldbeutel, und alle mit tollen Restaurants versehen.
Neueinsteiger sollten eine Rundreise „Adventure“ buchen. In neun Tagen werden die Highlights des kleinen gastfreundlichen Kanal-Landes angetourt. Geflogen wird im modernen Iberia – Jet. Anschluss – Badeferien könnten eingeplant werden.

Panama-Stadt ist die Hauptstadt von Panama und hat über eine Million Einwohner. Die Stadt liegt direkt am Kanal.

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Informationen:

IPAT – Panamenisches Institut für Tourismus, Joachim-Karnatz-Allee 45, 10557 Berlin, Fax 030 – 2260 5812, 


Unser Redakteur Gerald H. Ueberscher (E-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) reche