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Unbekanntes Land

Persien blickt auf eine über tausendjährige Geschichte. Am 16. Januar 1979 musste der Schah das Land verlassen, die Mullahs mit Ayatollah Khomeini übernahmen die Macht. Unter dem neu gewählten Präsidenten Chatami öffnet sich jetzt der „Gottesstaat“.
Deutschland bildet für den Iran sein „Tor zum europäischen Markt“, Erdöl und Erdgas sind begehrt. Besonders in Teheran trifft man auf zahlreiche Vertreter deutscher Firmen und deren intensive Betriebsamkeit. Im Land kann sich jeder sicher fühlen. Strassen sind ausgebaut und die Hotels OK. Krawatten gelten als „westlich“ und sind verpönt, Frauen müssen „die Haare bedeckt sowie die Körperformen verhüllt“ haben. 

Teherans Wahrzeichen ist der Azadi Triumphbogen. Trotz mancher Verstimmungen sind die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Teheran und Deutschland gut, der Iran strebt eine Intensivierung an.

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Persiens Höhepunkte

Die Prachtentfaltung des Schahs kann im ehemaligen Niawaran-Palast in Teherans Norden erlebt und dessen luxuriöse Kronjuwelen in der Nationalbank bestaunt werden. Das Luxusleben von Prinzessin Farah Diva ist in deren erst 1969 erbauten Palast nachvollziehbar. Besucht werden sollte der Schrein des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini am Stadtrand. Daneben der Friedhof: Gräber vieler Junger Menschen – fast noch Kinder. Alle sind Märtyrer des Heiligen Krieges gegen den Irak: direkt vom Schlachtfeld ins Paradies. Hier spürt man, wie tief verwurzelt der schiitische Islam ist. Khomeinis Wohnhaus, wo er damals seine „berühmten“ Fernsehreden hielt, ist ebenfalls zu besichtigen. Danach lässt es sich im Restaurant „Ferdossi Grand“ in der Ferdossi Strasse 24, mitten im Zentrum, gut speisen. Allerdings wird man hier, wie überall, Alkohol vergeblich suchen. In Teheran bietet sich zur Übernachtung das Hotel „Azadi Grand“ an. Ob Tourist aus Cottbus, Manager aus Berlin oder Regierungschef aus Kuwait, alle nächtigen im 27 Etagen Haus und „man trifft sich im Lift“. Unzählige deutsche Touristen reisen durchs Land. Auch ab Berlin bestehen, mit Iran Air, gute Flugverbindungen und Studiosus Reisen München GmbH bietet Rundreisen mit deutscher Reiseleitung.

Traditionelle Gastfreundschaft

Salzwüsten, schneebedeckte Fünftausender und die Nomadenregion des Elbursgebirges, hinterlassen nachhaltige Eindrücke. Prachtvolle alte Bauten bilden attraktive Fotomotive und die Palastterrasse von Persepolis gehört zu den Sehenswürdigkeiten des alten Persiens.
Weitere Höhepunkte bilden Besuche der Städte Schiras, Pasargade oder Isfahan. In Isfahan stellt der 500 Meter lange und 165 Meter breite Maidan-e Iman Platz sogar den Roten Platz von Moskau in den Schatten. Kutschen warten auf Touristen und offerieren Platzrunden. Vom Kaffeehaus bietet sich ein schöner Blick auf die Moschee. Im nahen „Shahrzad“ Restaurant, Abbasad Strasse, stehen Persische Spezialitäten auf der Menükarte und dazu erklingt persische Volksmusik. Gastfreundschaft wird groß geschrieben und dies nicht nur in Restaurants. Trotz eventueller Sprachprobleme wird eine Verständigung am Ende immer möglich sein. Reiseleiter Michael Marx, übrigens aus Trier stammend, erläutert ausführlich die Geschichte eines Landes. Leider kann die uralte „Lehmstadt“ Bam, durch ein schweres Erdbeben im Dezember 2003 völlig zerstört, jetzt nicht besucht werden.

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Die Stadt Ghom und seine Moschee – mit dem Fatimeh Masumeh Grabmal, bilden das spirituelle Zentrum der Islamischen Republik. Ein „Gottesstaat“!

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ouristen sind überall im Iran anzutreffen.



Persien ist interessant, anders als das vorherrschende Klischee. Der Iran befindet sich im politischen Umbruch und der neu gewählte Präsident Chatami will „das Land wirtschaftlich gegenüber dem Ausland öffnen und die Zusammenarbeit ausbauen“. Persien bietet der deutschen Wirtschaft diverse Möglichkeiten, mit recht guten Chancen.

Kontakt und Info

Studiosus Reisen München GmbH, Riesstraße 25, 80992 München; Tel 089 – 500 60-0, Fax 089 – 500 60 100.www.studiosus.com

Special – Reisetipp

Beim Aufenthalt im Iran oder anderen arabisch-asiatischen Ländern kann es manchmal Verständigungsprobleme geben, unbekannte Schriftzeichen bilden eine Hürde: Man sucht sein Hotel!
„Nach dem Einchecken sollte man sich Visitenkarten des Hotels geben lassen. Damit findet man besser den Weg zum Hotel zurück, kann dem Taxifahrer die Adresse zeigen oder Passanten befragen“, sagt Dr. Klaus D. Dietsch, Pressechef Studiosus Reisen München GmbH, gegenüber Reisegala.de. Auf dieser Visitenkarte sind Name, Anschrift und Adresse des Hotels vermerkt. Besonders bei Geschäftsreisen ist die „Visitenkarten-Methode“ zweckmäßig, auch der Partner erhält eine. Bei Bedarf kann dieser dann Unterlagen, Meldungen oder Pakete ziel gerichtet im Hotel deponieren. Ein weiterer Vorteil: „Hat man zur Abreise etwas vergessen, kann man dort sofort anrufen“, sagt der Reisespezialist, gegenüber Reisegala.de.

Unser Redakteur Gerald H. Ueberscher (E-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) ist als Autor und Journalist für Tageszeitungen und Wirtschaftspresse tätig. Als Redakteur und Regisseur arbeitet er auch für TV-Sender.