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Bremen Stadtrundgang

1.200 Jahre Tradition und Weltoffenheit prägen Bremen, die Hansestadt an der Weser. Die alte Handelsstadt mit ihrem historischen Zentrum rund um den Marktplatz verströmt das Flair einer jungen Großstadt. Und dennoch wird jeder, der sich mit offenen Augen auf Zeitreise begibt, Zeugen der langen Geschichte und jede Menge spannende Geschichten finden. In Bremen gibt es Häuser, die sich wie Perlen an einer Schnur aneinanderreihen, Esel, die einander „Guten Tag“ sagen, und Kathedralen, die unter sorgsamer Beobachtung stehen.
Unverwechselbar bleiben das prächtige Rathaus im Stil der Weserrenaissance und die ehrwürdige Figur des Roland auf dem historischen Marktplatz, die seit 1404 den Bürgerwillen nach Unabhängigkeit verkörpert. Rathaus und Roland stehen als Welterbe der Menschheit unter dem Schutz der UNESCO, doch auch der Schnoor – Bremens ältestes Stadtviertel –, die ungewöhnliche Architektur der traditionsreichen Böttcherstraße oder der Bremer Dom suchen ihresgleichen. Für einen Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist nicht mal ein Stadtplan nötig. 2.000 Nägel aus Messing und Stahl führen vom Liebfrauenkirchhof über Marktplatz und Schnoor zur Böttcherstraße.
Anfangspunkt der Route ist das heimliche Wahrzeichen der Hansestadt. Mit dem Rücken zum Rathaus und dem Gesicht zum Liebfrauenkirchhof präsentiert sich die von Gerhard Marcks entworfene Bronzestatue der Bremer Stadtmusikanten. Das Märchen von den Sagengestalten ist in aller Welt bekannt und seit den Brüdern Grimm so eng mit Bremen verbunden wie Rathaus und Roland. Wer den Esel an den Beinen berührt, hat einen Wunsch frei. Doch die Geste will gelernt sein. Mit beiden Händen müssen Esels Beine leicht gerieben werden, sonst ist der Wunsch für die Katz’. Übrigens bedeutet die unkorrekte Variante, bei der nur eine Hand zum Einsatz kommt, aus Sicht der Bremer, dass sich zwei Esel „Guten Tag“ sagen.
Nur wenige Schritte von den Stadtmusikanten entfernt, ebenfalls an der Westseite des Rathauses, befindet sich der Eingang zum ältesten Weinkeller Deutschlands. Im Bremer Ratskeller schenkt der Kellermeister bereits seit 1409 edle Tropfen aus. Mit 650 verschiedenen, klangvollen Sorten beherbergt er die größte Sammlung deutschen Weins. In der großen Gewölbehalle, zwischen Säulen und Prunkfässern mundete es auch schon Berühmtheiten. Nicht nur Heinrich Heine ließ sich hier zu einem Gedicht inspirieren, auch Wilhelm Hauff verfasste seine Novelle „Phantasien im Bremer Ratskeller“ an Ort und Stelle.
Besonders stolz sind die Bremer auf ihr über 600 Jahre altes Rathaus. Seine Einzigartigkeit bestätigt seit 2004 das Welterbekomitee der UNESCO. „Das Rathaus und der Roland zu Bremen sind ein einzigartiges Zeugnis für die bürgerliche Autonomie und Souveränität, wie diese sich im Heiligen Römischen Reich entwickelten“, heißt es in dem Gutachten, das der Entscheidung zugrunde liegt. Darin wird für das Rathaus „die herausragende Form der Architektur der späten Renaissance in Norddeutschland, die so genannte Weser-Renaissance“ ausdrücklich gewürdigt.
Nicht zuletzt dieser Architekturstil macht das Rathaus zum Schmuckstück der „guten Stube“, wie die Bremer liebevoll ihren historischen Marktplatz nennen. In der oberen Rathaushalle, dem schönsten und repräsentativsten Festsaal Bremens, tagte früher der Stadtrat. Die Bedeutung von Handel und Schifffahrt zeigt sich bis heute an den Schiffsmodellen, die von der Decke hängen. Ihre Minikanonen konnten bei Feierlichkeiten sogar abgefeuert werden. Im 20. Jahrhundert wurde aus Platzgründen ein Anbau an das altehrwürdige Rathaus notwendig. Architekt Gabriel von Seidel schmiegte ihn dergestalt an das mittelalterliche Vorbild, dass die beiden Gebäude heute eine Einheit darstellen.

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Nicht weniger imposant als das Rathaus ist der wenige Meter davorstehende Roland. Sein Vorgänger aus Holz fiel einem Brandanschlag zum Opfer. Denn als Zeichen der Macht der Kaufmannszunft und Symbol der Freiheit der Hansestadt war die Figur der Kirche stets ein Dorn im Auge. Ganz bewusst richtet er daher seinen Blick auf den erzbischöflichen Dom, um den Anspruch der bremischen Kaufleute auf die Stadtherrschaft zu untermauern. Aus Stein gemeißelt steht er nun seit über 600 Jahren auf dem historischen Bremer Marktplatz als „eine der ältesten und die repräsentativste der Roland-Statuen, die als Symbol für Freiheit und Menschheit errichtet wurden“, wie es im Gutachten des Welterbekomitees heißt.
An der Ostseite des Rathauses steht unter der strengen Bobachtung des Rolands der St. Petri-Dom zu Bremen, der mit seinen Türmen 99 Meter in die Luft ragt. Nach einem ungeschriebenen Gesetz soll in Bremen kein Gebäude errichtet werden, das höher als der Dom ist. Das überwiegend aus Sandstein erbaute Gotteshaus enthält romanische und gotische Elemente. Ein prägendes Detail der Doppelturmfassade ist das Rosettenfenster aus dem 13. Jahrhundert. Die im Rokoko-Stil gehaltene Kanzel kam als Geschenk der schwedischen Königin Christina im Jahr 1653 an die Weser.
Trotz der Vormachtstellung der Bremer Kaufleute ist der St. Petri-Dom bis heute eng mit der weltlichen Macht der Hansestadt verbunden. Nach dem Matthäusevangelium besitzt der Schutzpatron des Doms die Schlüssel zum Himmelreich. Einen davon machten sich die weltlichen Herren der Hansestadt an der Weser kurzerhand zu eigen und so ziert der Petrusschlüssel bereits seit dem Mittelalter das Bremer Wappen. Seine heutige Form erhielt das Bremer Wappen durch eine Verordnung von 1891.
Nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt betritt man mit dem ältesten Stadtviertel Bremens fast schon eine andere Zeit. Im Schnoor wird die Vergangenheit lebendig: Kleine, schmale Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert reihen sich aneinander wie die Perlen an einer Schnur, plattdeutsch „Schnoor“. Eine andere Interpretation des Namens führt die Bezeichnung darauf zurück, dass in diesem Teil des alten Fischerquartiers die Taumacher wohnten. Zwischen den gegenüberliegenden Gebäudereihen bleiben oft nur schmale Gänge. Im Schnoor schlendern Besucher in unmittelbarer Nähe der Weser zwischen Goldschmiede- und Kunsthandwerk, ruhen sich in einem der zahlreichen Cafés oder Restaurants aus oder erwerben Mitbringsel aus der Hansestadt.
Lebendige Historie ist hier im Bremer Geschichtenhaus zu erleben. Ein Haus der Geschichten, die zu Bremen gehören wie das Rathaus und der Roland. Der freundliche Herr mit dem muschelverzierten Dreispitz am Eingang zum Beispiel – das ist Jakobus Major, an der Fassade in Holz zu bewundern, im Bremer Geschichtenhaus aus Fleisch und Blut. Er berichtet den Besuchern höchstpersönlich, warum die berühmte Pilgerreise nach Santiago de Compostela über Bremen ging. Vielleicht wird er die Gäste auch mit Heini Holtenbeen bekannt machen, dem sie beim Zigarrenmachen zuschauen können und der sie dann seinerseits der Fisch-Lucie vorstellt. Wer die berüchtigte Giftmörderin Gesche Gottfried kennenlernen möchte, sollte sich von ihr einen typisch bremischen Prüttkaffee aufgießen lassen – mahlen müssen die Besucher ihn allerdings mit einer alten Handmühle vorher selbst. Außerdem gibt es ein altes Handelsschiff zu navigieren, ein Kaufmannskontor zu bestaunen und vieles aus der Bremer Geschichte und der Geschichte des Schnoors in Erfahrung zu bringen.
Vom Schnoor aus sind es nur ein paar Meter flussabwärts entlang der Weserpromenade Schlachte zu einem einmaligen Kunst- und Architekturprojekt. In der Böttcherstraße lebten früher dem Namen entsprechend die Fassmacher, deren Berufsbezeichnung sich vom Ausdruck „Bottich“ für Fass herleitete. Heute ist die kleine Gasse das Zuhause von Kunst und Kunsthandwerk. Der Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius kaufte Anfang des 20. Jahrhunderts nach und nach die Häuser der verfallenen Straße und ließ sie zu einem architektonisch außergewöhnlichen und gleichzeitig einheitlichen Straßenzug restaurieren. Mit Hilfe der Architekten Bernhard Hötger, Eduard Scotland und Alfred Runge erreichte der Erfinder des koffeinfreien Kaffees sein Ziel: die Verbindung zwischen Marktplatz und Weser zu einer bewusst konzipierten Häusergruppe von architektonischer Bedeutung im Stilmix von Expressionismus und Backsteinbauweise zu gestalten. Eine Rückbesinnung auf die niederdeutsche Kultur in Sprache, Kunst und Kunsthandwerk war Roselius’ Idee und Ausgangspunkt.
Zu den Besonderheiten der Böttcherstraße gehört der drehbare Turm im Mauerwerk zwischen dem Haus des Glockenspiels und dem Roselius-Haus. Zum Klang des Glockenspiels zeigt er bekannte Ozeanbezwinger, womit Roselius auf den Pioniergeist der Hansestadt anspielt. Denn in Bremen entstand die erste Maschine, die von Ost nach West den Atlantik überflog, ein Flugzeug vom Typ Junkers W 33 namens „Bremen“. Eine andere Form von Pioniergeist verbirgt sich hinter dem ebenfalls in der Bremer Böttcherstraße gelegenen Paula-Modersohn-Becker-Haus: Es ist das erste Museum weltweit, das einer Frau gewidmet war. Dann gibt es noch die vielen kleinen Kunsthandwerkerbetriebe, wo sich die Künstler bei der Fertigung ihrer Produkte über die Schultern schauen lassen. Und nicht zuletzt die Lage der Straße zwischen Weser und Marktplatz macht die kleine Gasse zu einem Magneten für Touristen.
Zurück auf den Marktplatz: Gleich rechts vom Eingang zur Böttcherstraße und dem Rathaus direkt gegenüber residiert die Handelskammer im Schütting. An der Front des im Renaissance-Stil entworfenen Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert prangt der Leitspruch der Kaufleute: „buten un binnen, wagen un winnen“. Das plattdeutsche Motto verdeutlicht das Erfolgsrezept der Handelszunft, heißt es doch soviel wie „drinnen und draußen, wagen und gewinnen“. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude bis auf die Umfassungsmauern nieder. Beim Wiederaufbau wurde die Außenfront in ihrer alten Form rekonstruiert, während die Innenräume neu gestaltet wurden. Übrigens eröffnete hier das erste Kaffeehaus im deutschsprachigen Raum und mit der Schankgenehmigung von 1673 ist Bremen auch die erste deutsche Stadt, in der Kaffee ausgeschenkt werden durfte.
Nur wenige Gehminuten vom Schütting entfernt steht die Bremer Stadtwaage, in der jeder Händler seine Waren wiegen lassen musste. Das 1586 bis 1588 von Lüder von Bentheim entworfene Gebäude ist ein Paradebeispiel für den Architekturstil der Weserrenaissance. Wie zahlreiche weitere Bauten der Hansestadt fiel auch die Stadtwaage dem Bombardement vom 6. Oktober 1944 zum Opfer. Aufgrund von Unstimmigkeiten über die Gestaltung verbirgt sich hinter der rekonstruierten Fassade heute ein Neubau, in dem die Günter-Grass-Stiftung sowie die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ihren Sitz haben.

Überseestadt

Weitere architektonische Kleinode finden sich im jüngsten Stadtviertel Bremens, der Überseestadt.
Hier zeugt Speicher XI von der Wandlungsfähigkeit eines alten Lagerhauses. In dem alten Hafengebäude mit der historischen Backsteinfassade findet sich heute eine innovative Mischung aus Kunst, Kultur und Büroalltag. Neben der Hochschule für Künste beherbergt das längste Gebäude Bremens das Infocenter der Überseestadt, das Bremer Hafenmuseum sowie kreative Unternehmen. Ein anschauliches Beispiel für die lebendige Geschichte der Hansestadt.
Die Bremer Überseestadt insgesamt veranschaulicht, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Auf einer der größten Baustellen Europas entsteht hier mitten zwischen alten Hafengebäuden Bremens modernstes Arbeits-, Gewerbe-, Wohn- und Freizeitquartier. Neue Architekturen erheben sich neben umgestalteten alten Strukturen – das macht den Reiz der Gegensätze in der Überseestadt aus.

In der Überseestadt entsteht auf einer der größ­ten Baustellen Europas aus einem alten Hafengelände zeitgemäße Wohn-, Arbeits- und Freizeitquartiere. Durch die verlängerte Uferpromenade Schlachte über das Stephaniviertel bis ins Hansequartier der Überseestadt ist der beständig wachsende Bezirk bei einem entspannenden Spaziergang entlang der Weser zu erreichen. Auch für Radtouristen bietet sich die kurze Tour an der Weser entlang an, und von Mai bis September verkehrt ein Schiffshuttle vom Martinianleger über den Europahafen in der Überseestadt bis in den Norden Bremens.
Am Anfang der Renaissance der alten Hafenquartiere stand die Modernisierung ehemaliger Lagerhäuser wie Speicher I und Speicher XI. Heute vereinen sie Kunst, Kultur und Büroalltag in einer innovativen Mischung. Während der Speicher I zum Standort für viele kreative Unternehmen der Hansestadt wurde, beherbergt Speicher XI hinter seiner historischen Backsteinfassade inzwischen die Hochschule für Künste, das Bremer Hafenmuseum, verschiedene Dienstleistungsfirmen sowie das Infocenter der Überseestadt. Zahlreiche Neubauprojekte, wie die „Porthäuser“ genannten Bürogebäude mit Blick auf den Europahafen und attraktive Wohnbauten, verdeutlichen die Anziehungskraft der Überseestadt.
Im nächsten Schritt ziehen Freizeitvergnügungen in die Überseestadt ein. Ein Varieté-Theater und Hotels sind in Planung. Für einen weiterhin steigenden Gästezustrom in die bereits vorhandenen Restaurants wie die Alte Feuerwache oder das Restaurant Port im Speicher XI ist also gesorgt.
Schiffe, Warenumschlag und Seebären-Raubeinigkeit prägten einst die Hafenreviere und ihre Menschen. Damit ist die Überseestadt der ideale Standort für das Hafenmuseum im Speicher XI. In unmittelbarer Nähe eines zugeschütteten Hafenbeckens beleuchtet das Museum die letzten 120 Jahre Bremer Hafengeschichte mit dem Ziel, historische Ereignisse, persönliche Erinnerungen und Emotionen spannend zu veranschaulichen und nachvollziehbar zu machen.

The Rock! – Der Berg ruft.

Einzigartig im Norden – das Bremer Highlight. Das Mercedes-Benz Kundencenter Bremen stellt Ihnen den neuen und bisher einmaligen Geländewagen-Parcours vor. Auf dem Parcours können Sie die hervorragenden Offroad-Eigenschaften des GLK hautnah erleben – etwa bei der Fahrt über eine Geröllstrecke, Treppenstufen, Baumstämme und den sogenannten Verwindungshügel (Fahren auf drei Rädern). Ein weiterer Höhepunkt des Parcours, der auch für Veranstaltungen und Fahrertrainings genutzt werden kann, ist die Extremsteigung bis 80%. Das Bremer Werk ist das einzige deutsche Mercedes-Benz Werk, das über einen eigenen Geländeparcours verfügt. Es erwarten einen ein atemberaubendes Fahrgefühl und knifflige Parcours- Herausforderungen. Für dieses Abenteuer stehen selbstverständlich ausgebildete Instruktoren zur Verfügung.

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Folgende Schikanen bieten Herausforderungen für Jedermann:
Der Berg: 70% Steigung und 80% Gefälle – dank GLK 100% Kontrolle.
Die Neigung: 30° Schräglage ohne Rutschgefahr – der GLK bleibt in der Spur
Die Baumstämme: Hier wird man kräftig durchgeschüttelt und behält dank perfekter Stoßdämpfung einen klaren Kopf.
Die Verwindungshügel: Diese Buckelpiste erfordert Grip und Grips.
Die Treppe: Stufen steigen ohne außer Atem zu geraten – spielend einfach mit der Kondition des GLK.
Das Podest: Selbst bei schwierigen Anforderungen auf drei Rädern bietet der GLK ein sicheres Fahrvergnügen.
Die Nutzung des Offroad-Parcours kostet 40 Euro pro Person.

Kunsthalle Bremen

Video-Avantgarde und Europäische Kunst aus sechs Jahrhunderten

Vor über 150 Jahren starteten einige Bremer Bürger ein Museumsmodell, das in heutiger Zeit, in der sich die öffentliche Hand immer weiter aus der Kulturförderung zurückzieht, höchst modern ist: Im Jahre 1823 gründeten 34 Kunstfreunde unter dem Vorsitz von Senator Hieronymus Klugkist den „Kunstverein in Bremen“ mit der Idee, „den Sinn für das Schöne zu verbreiten und auszubilden“. Diese „Bürgerinitiative“ eröffnete 1849 ein eigenes Museumsgebäude in den Bremer Wallanlagen, zunächst als „Local“ für Ausstellungen, dann um eine eigene Sammlung aufzubauen. Bis heute wird die Kunsthalle Bremen privat getragen – von einem der ältesten Kunstvereine Deutschlands, der aktuell über 8000 Mitglieder zählt. Viele Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich. Die Sammlung entspricht dieser bürgerlichen Tradition: Die Kunsthalle Bremen zeigt einen Überblick über 600 Jahre europäische Kunst, angefangen bei einem der frühen Tafelbilder Europas, dem Altar von Masolino aus dem Jahr 1423, und einem großen Bestand an holländischer Malerei des 17. Jahrhunderts.

Kunst von der Renaissance bis in die Gegenwart
Der erste Direktor, Gustav Pauli, entwickelte die Kunsthalle Bremen zwischen 1899 und 1914 zu einer der führenden Sammlungen moderner Kunst. Er erwarb wichtige Bilder von französischen und deutschen Impressionisten wie Édouard Manet, Claude Monet und Vincent van Gogh sowie Max Liebermann, Max Slevogt, Lovis Corinth und Fritz von Uhde. Damit legte er den Grundstein für die Qualität und die Konzeption der Sammlung.
Ihr Schwerpunkt liegt auf der deutschen und französischen Kunst des 19. Jahrhunderts – darunter die Bilder von Malern der Künstlerkolonie in Barbizon, der Künstlergruppe Nabis, die umfangreiche Eugène Delacroix-Sammlung sowie Gemälde und Druckgrafik von Pablo Picasso, aber auch die großen Werkgruppen von Max Beckmann, Paula Modersohn-Becker und den deutschen Expressionisten. Als Herzstück beherbergt die Kunsthalle das Kupferstichkabinett: Mit über 200.000 Handzeichnungen und grafischen Blättern, darunter ein großer Bestand an Grafiken von Albrecht Dürer sowie Blätter von Pablo Picasso, ist es eines der bedeutendsten seiner Art.
Mit Wulf Herzogenrath (von 1994 bis September 2011 Direktor der Kunsthalle Bremen) haben die Neuen Medien Eingang in die Sammlung gefunden: Die Arbeiten Essay von John Cage und der Lichtraum von Otto Piene sind zwei wichtige frühe Standpunkte im Umgang mit Licht, Ton und Bewegung in der zeitgenössischen Kunst. Mit der Nische für Bremen und dem Videosynthesizer ist Nam June Paik, der Vater der Videokunst, in Bremen vertreten. Wechselnde Installationen von jüngeren Künstlern bieten einen Ausblick auf die aktuelle Kunst. Aktuelle Kunstströmungen fördert der Kunstverein zudem durch die Vergabe des „Kunstpreises der Böttcherstraße in Bremen“ und Ausstellungen des „Förderkreises für Gegenwartskunst“.
Mit dem 2011 eröffneten Erweiterungsbau der Architekten Hufnagel Pütz Raphaelian umfassen zwei neue Seitenflügel den klassizistischen Altbau der Kunsthalle Bremen von 1849 wie bei einem Schmuckstück. Entstanden ist eine Architektur, die kontrastreich und zugleich harmonisch die historische Bausubstanz mit neuen Elementen verbindet. Neuer Besuchermagnet ist seitdem eine Installation, die der amerikanische Lichtkünstler James Turrell speziell für die Kunsthalle konzipiert hat und die unmittelbar in die Gebäudearchitektur integriert ist: Die Arbeit mit dem Titel „Above – Between – Below“ reicht über drei Geschosse und ist in ihrer Art einmalig.

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Direktor der Kunsthalle Bremen
Seit November 2011 ist Christoph Grunenberg Direktor der Kunsthalle Bremen. Zuvor leitete er 10 Jahre die Tate Liverpool im englischen Liverpool. Zu seinen beruflichen Stationen, die er vorwiegend im englischsprachigen Raum absolvierte, gehörten unter anderem die National Gallery of Art in Washington, D.C., die Kunsthalle in Basel, das Institute of Contemporary Art in Boston und die Tate Gallery in London. Christoph Grunenberg kuratierte zahlreiche Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst, aber auch zu Gustav Klimt oder zu René Magritte. 2007 war er Vorsitzender der Jury des renommierten Turner-Kunstpreises.
Seine erste Ausstellung „Zauberspiegel: Die Sammlung nach 1945“ als Direktor der Kunsthalle Bremen öffnete im Juni 2012 ihre Türen. Die Ausstellung zeigte seinen ganz persönlichen Blick auf die außergewöhnliche Sammlung der Kunsthalle und stellte zahlreiche Neuwerbungen der vergangenen Jahre erstmals vor und setzte sie in den Kontext der Sammlung. Mit „Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949 bis 1970“ (2012/2013) präsentierte Christoph Grunenberg seine erste große Sonderausstellung für die Kunsthalle Bremen.

Sonderausstellungen und Vermittlungsprogramm
Regelmäßig finden wechselnde Sonderausstellungen statt, die bedeutenden Künstlern und dem gegenwärtigen Kunstschaffen gewidmet sind. Zum hundertsten Geburtstag von Wols (Wolfgang Schulze, 1913–1951) bereiteten die Kunsthalle Bremen und die Menil Collection in Houston die Ausstellung „Wols: Die Retrospektive“ vor, die vom 13. April bis zum 11. August 2013 in der Kunsthalle Bremen gezeigt wurde. Es war die umfangreichste Präsentation des Künstlers seit fast 25 Jahren (seit der Ausstellung im Kunsthaus Zürich 1989) und umfasste 200 Werke. Die Ausstellung in der Kunsthalle Bremen untersuchte erstmals den Künstler in der Perspektive seiner Zeit: als Protagonisten der internationalen Avantgarde, der im Dialog mit Surrealismus und Informel eine ebenso markante wie einzigartige Bildsprache entwickelte.
Darüber hinaus bietet die Kunsthalle Bremen großen und kleinen Besuchern ein abwechslungsreiches museumspädagogisches Programm mit Führungen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, Kunstgeschichte-Kursen, Atelierkursen, Kreativwerkstätten und vielfältigen Sonderveranstaltungen für jede Altersgruppe.

Unterkunft

Das Maritim Hotel Bremen wurde 1992 erbaut und liegt verkehrsgünstig direkt am Bürgerpark, einer 200 Hektar großen grünen Oase, die zum Spazieren und Joggen einlädt. Das moderne Haus verfügt über 261 Zimmer, darunter fünf Suiten. Besonders luxuriös sind Gäste in der weitläufigen Präsidentensuite in der obersten Etage aufgehoben: Die 65 Quadratmeter große Präsidentensuite ist sehr edel und hell eingerichtet. Sie ist ausgestattet mit einem getrennten Wohn- und Schlafbereich, einem Konferenztisch und einem großzügigen Marmorbad, einer extra Küche und einem kleinen Essbereich. Alle Zimmer verfügen über Wireless LAN, Satellitenfernsehen mit Pay-TV und sind klimatisiert. Darüber hinaus bietet das Maritim Hotel Bremen eine Menge Extras, zu denen auch ein 24-Stunden-Roomservice gehört.

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Kulinarisch kommen Feinschmecker im eleganten Restaurant „L’Échalote“ auf ihre Kosten, das erst kürzlich komplett neu und in frischen Farben gestaltet wurde und das abwechslungsreiche internationale Küche bietet. Von hier aus genießt man den Blick in den Bürgerpark. Die „Brasserie“ lädt mit internationalen und vielseitigen Frühstücksköstlichkeiten und abwechslungsreichen Lunchbuffets zum Genießen ein. Abgerundet wird das leibliche Wohl durch die edle Hotelbar im Erdgeschoss.
Aktivsein oder Entspannen kann man im Fitnessbereich, im Schwimmbad oder in der Sauna. Oder aber man besichtigt die vielen Sehenswürdigkeiten der Hansestadt: die berühmten Bremer Stadtmusikanten, das historische Rathaus, den Roland oder das wissenschaftliche Museum Universum Bremen. Bremen hat einiges zu bieten – musikalisch, kulturell und modisch. Das Factory-Outlet-Center in Bremen-Brinkum lädt mit seinen vielen Markengeschäften zu ausgiebigen Shoppingtouren ein.

Picknick

Von April bis Oktober bietet das Maritim Bremen einen speziellen Picknick Service an.

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Küchenchef Florian Pauer und sein Team stellen verschiedene Korbfüllungen für das leibliche Wohl zusammen. Immer sind für 2 Personen Gläser, Teller und Besteck enthalten. Die preise reichen von 39 bis 65 Euro.

Messe Bremen

Die Messe Bremen bietet beste Voraussetzungen für Veranstaltungen
Bremen hat alle Attribute einer internationalen Handels- und Wirtschaftsmetropole. Weltoffenheit, Kontinuität in Geschäftsbeziehungen und das Ziel, ständig neue Ideen zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen, sind Eigenschaften, die auch die Messe Bremen für sich in Anspruch nimmt.
Veranstaltungen wie die „RAD + OUTDOOR“, der „Deutsche Außenwirtschaftstag“, die Fachmesse „fish international“, das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege oder die internationale Konferenz für Mikrosystemtechnik „ACTUATOR“ sind seit langem etabliert. Die 2006 aus der Taufe gehobene „jazzahead!“, eine einzigartige Mischung aus Fachmesse, Tagung und Festival, mauserte sich in den vergangenen Jahren zu einer weltweit beachteten Veranstaltung. Die 2008 erstmals veranstaltete „SlowFisch“ hat sich demgegenüber als wichtigste Slow-Food-Messe in Norddeutschland etabliert, seit 2010 lockt die „Passion Sports Convention“ BMXer, Skater und andere Funsportler aus der ganzen Republik nach Bremen. Nach einem Superstart 2012 bekommt die „Christmas & more“ schon 2013 eine zweite Halle dazu und auch die dann im zwölften Jahr veranstaltete „Bremen Classic Motorshow“ dehnt sich aus, weil ihr die sieben Messehallen plus Messe-Parkhaus nicht mehr reichen – dafür wird auf dem Freigelände eigens zeitweilig eine achte Halle errichtet.
„Flexibilität und die Umsetzung von Kundenwünschen stehen bei uns mit an erster Stelle. Unser Fokus richtet sich aber auch auf die ständige Entwicklung spannender neuer Formate“, erläutert Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen, Inhalte der Messephilosophie. Und so gibt es immer wieder auch neue Veranstaltungen: Im Frühjahr 2013 fand die erste Bremer Fotomesse statt, im Herbst werden erstmals „BesserEsser – Aktionstage für Kinder- und Jugendernährung“ für die breite Öffentlichkeit ausgerichtet, im Frühjahr 2014 das erste „Gastro-Ivent“, das dem Fachpublikum Inspirationen und Lösungen für die Gastronomie bieten will.

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Jährlich öffnet die Messe ihre Tore für rund 60 Veranstaltungen: 20 eigene und 40 Gastveran-staltungen. 2010 etwa tagte der weltweit größte Raumfahrtkongress COSPAR mit rund 5.000 Besuchern auf dem Gelände. 2014 werden rund 4.000 Bibliothekare zum 103. Bibliothekartag erwartet. Und regelmäßig kommen rund 3.500 Teilnehmer zur größten und wichtigsten Veranstaltung der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe, zum DSAG-Jahreskongress.
Kein Zweifel, im Messe- und Kongressgeschäft ist Bremen gefragt – und das liegt an den guten Voraussetzungen des Standortes hinsichtlich seiner räumlichen Möglichkeiten. Insgesamt bieten die sechs Messehallen und die zudem vielfach für Shows, Sport-Events und Konzerte genutzte ÖVB-Arena rund 40.000 Quadratmeter nahtlos angrenzende Bruttoausstellungsfläche.
Egal ob Messe, Konzert, Sport-Event oder sonstige Veranstaltung: Die ÖVB Arena und die ihr angegliederten sechs weiteren Messehallen in Bremen liefern für jedes Ereignis den richtigen Rahmen. Europas größtes Sechs-Tage-Rennen ist quasi eine Bremer Institution, die alljährlich im Januar auf dem Programm steht. Auch die Bremen Classic Motorshow und die Musikschau der Nationen kehren Jahr für Jahr in der Hansestadt ein. Zusätzlich sorgen viele Open-Air-Veranstaltungen dafür, dass in Bremen immer etwas los ist.
Die Hansestadt ist auch das Zuhause weltbekannter Marken. So ist hier die Deutschlandzentrale des weltweit führenden Brauunternehmens InBev zu Hause, aus dem das bekannte Beck’s Bier stammt.

Das Ensemble grenzt an ein variabel nutzbares Freigelände mit zusätzlichen 100.000 Quadratmetern sowie das Congress Centrum Bremen (CCB), in dessen 16 Tagungsräumen zwischen 25 und 1.600 Teilnehmer zusammenkommen können. Dass die Räume problemlos mit den Messehallen 4 und 4.1 direkt nebenan zu kombinieren sind, erlaubt aber auch weit größere Kongressveranstaltungen samt zugehöriger Industrieausstellungen, wobei sich die Halle 4.1 dank eines mobilen Hallentrennsystems individuell aufteilen lässt. Nur eine technische Lösung auf der Höhe der Zeit – zudem verfügt die Messe beispielsweise über ein digitales Besucherleitsystem und in allen Messe- und Kongressräumlichkeiten über WLAN, LAN und ein Bildkabelnetz.
Ungewöhnlich günstig ist die Lage des Geländes mitten in der City. Vom Hauptbahnhof sind es fünf Gehminuten, der Flughafen ist mit der Straßenbahn in 15 Minuten erreichbar und wer mit dem Auto nach Bremen kommt, wird von einem elektronischen Verkehrsleitsystem problemlos zur Messe dirigiert. Dort kann er wählen zwischen dem Messe-Parkhaus mit 350 Stellplätzen oder einem Platz auf dem Freigelände, das Raum für 2.500 Fahrzeuge bietet.

Weitere Informationen bei:

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Geschäftsstelle:
Findorffstrasse 105
D-28215 Bremen
Telefon +49 421 3080010
Geschäftszeiten: Mo-Fr 8:30-18 Uhr, Sa 9:30-13 Uhr
Telefax +49 421 3080036

Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen
Hollerallee 99
28215 Bremen
Telefon: + 49 (0) 421 3789-0
Fax: + 49 (0) 421 3789-600
Reservierung: + 49 (0) 421 3789-610

Text und Fotos:

Matthias Dikert