Bad Wildungen

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Schneewittchen und der Kellerwald
Das Bergdorf Bergfreiheit in der Nähe von Bad Wildungen (heute eingemeindet) gilt als Schneewittchen-Dorf. Das Schneewittchen soll ursprünglich die Waldecker-Grafentochter Margaretha gewesen sein, die auf dem Alt-Wildungen Schloss Friedrichstein lebte. Sie kam im Alter von 21 Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben. Aber nicht in der Heimat, sondern im fernen Brüssel. Die falsche Verbindung, die sie angeblich hatte, wird mit einem Giftmord kombiniert. Und warum sie in jungen Jahren an den Brüssler Hof kam, bleibt auch Spekulation. Sie bekam früh eine Stiefmutter und galt als überaus hübsch …
In Bergfreiheit gab es eine Kupfermine und jahrhundertelang war es üblich, dass auch Kinder im Berg arbeiteten, die schnell „vergreisten“. Zipfelmützen aus Filz waren der Standard für Bergleute, wie auch Lederkluft. Und damit ist auch die Herkunft der Zwerge geklärt. 
Heute findet sich im Bad-Wildunger-Kurpark ein Märchenfestival und das Schneewitchendorf spielt die Geschichte mit den sieben Zwergen seit Jahren als erfolgreicher Dauerbrenner. 

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Der Kellerwald hingegen ist heute Naturschutzgebiet und gehört zur Edertalsperren-Region. Eder und Eider gelten als Deutschlands sauberste Flüsse.
Die Grimms waren zwar in Kassel angesiedelt, wanderten jedoch in der näheren und weiteren Umgebung umher, um Geschichten aufzuspüren, die sie in ihre gesammelten Märchen schließlich zu Weltruhm verhalfen. Andernfalls wäre Margaretha eine lokale, traurige Saga geblieben. Da Märchen einem anderen Diktus folgen, muss es einen guten Ausgang geben und das Böse verlieren. Margaretha starb tragisch und Schneewittchen bekam ihren Traumprinzen samt Königreich.

Bad Wildungen
Bad Wildungen – man ahnt es schon – liegt an der deutschen Märchenstraße und ist als Kurbad berühmt geworden. Aber nicht erst in der Kaiserzeit, obwohl hier die Grundlagen für den heutigen Betrieb geschaffen wurden. Es war zu dieser Zeit hinter Bad Füssen die Nummer 2 – in der Welt. Wie auch anderswo, kam der Durchbruch mit der Eisenbahn. 1906 bekam die Stadt jedoch erst den Zusatz „Bad“. Aber schon im Mittelalter war (Nieder)Wildungen bekannt für sein „Wasser gegen Steine“. Das Heilwasser besitzt natürliche Kohlensäure, und so wurde in Wildungen Bier ohne Hefe gebraut. Wurde es schal, kippte der Gourmet einfach ein Schluck Wasser zu, und es war wieder spritzig.

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Wildungen war jahrhundertelang eine Gerber-, Färber- und Wollweberstadt. Davon konnte man im Mittelalter gut leben. Doch der Wasserbedarf war recht hoch, und die Stadt auf Fels gebaut. Das Wasser kam aus dem nahegelegenen Bornebach-Tal. Um das Wasser in die Stadt zu bekommen, brauchte man Gefälle, weswegen die Quelle höher liegen musste als das Ziel. Man wählte ungefähr den Start dort, wo sich heute das Zentrum der Heilquellen mit mehr als 20 verschiedenen Wässern befindet. Als Nebeneffekt fiel auf, dass die Bewohner der Stadt in einigen Bereichen gesünder waren als anderswo. Und so verbreitete sich der Ruf des Wildunger Heilwassers schon weit vor dem Entstehen des mondänen wilhelminischen Kurbetriebs. Schon im 17. Jahrhundert wurde eine prächtige Allee als Verbindung von Stadt zu Brunnenviertel gebaut, während die älteste erhaltene Schrift zur Anwendung des Wassers noch aus dem 16. Jahrhundert datiert. In der Kaiserzeit sandte man das Wasser den Kunden sogar hinterher – weltweit!
Die Stadt konnte es sich leisten, im Mittelalter zu protzen. Bis ins heutige Ruhrgebiet reichte der Handel und die Stadt galt als reich. Und so gönnte sich die Bürgerschaft eine überdimensionierte Kirche. Die Bauzeit betrug rund 200 Jahre und das Altarbild stammt aus dem 15. Jahrhundert. Durch die Waldecker Grafen sind viele Kunstgegenstände erhalten geblieben, denn diese schlossen sich dem protestantischen Bilderstrum nicht an, der die Kirchen „verwüstete“. 

Die Waschfrauen – Kein Märchen aber Klatschbasen
Als der Kurbetrieb so richtig in Fahrt kam, war es ein Glück für die Stadt. Der Beginn der industriellen Wollproduktion in England im 18./19.Jahrhundert sorgte für ein Zusammenbruch der klassischen, kleinteiligen handwerklichen Produktion. Nicht nur in England selbst setzte eine Verelendung ein auch in Europa sorgten die billigen Preise der Industriewolle aus England für ein schnelles Sterben langer Tradition. Der schlesische Weberaufstand war nur die Spitze des Eisberges, der in die Geschichte eingegangen ist. Wildungen hatte das Glück, den Nebenerwerb mit dem Heilwasser von nun an zum Haupterwerb umfunktionieren zu können. Denn mit der industriellen Revolution nahm auch die Bewegung an Fahrt auf. Reisen in 50 Km entfernte Orte waren nicht mehr eine mehrtägige strapaziöse Veranstaltung. Schiffe beförderten Menschen in Massen über die Ozeane und zu Land breiteten sich zunehmend Eisenrösser aus. 

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Der Adel war seit jeher ein nomadisierendes Leben gewöhnt und zog auch gerne mit dem gesamten Hofstaat im Land umher: Sommersitz, Jagdschloss, Hauptresidenz, Vergnügungs- und Rückzugsschlösschen. Wildungen geriet einfach in den Adels-Reise-Zyklus, als es als schick galt, zur Kur zu fahren. Das bedeutete damals jedoch nicht das selbe wie heute. Die Saison reichte von Mai bis Oktober und nicht selten waren die Adligen samt Tross die gesamte Saison über vor Ort.
Und so etablierte sich auch die Saison der Waschfrauen. Sie wuschen die Wäsche der betuchten Gäste unterm Kirchturm. Es war harte Arbeit mit sieben Arbeitstagen die Woche. Dafür gab es den Rest des Jahres frei. Das verdiente Geld eines halben Jahres musste für das gesamte Jahr reichen. In vielen touristischen Destinationen auch heute noch üblich. 
Die Frauen liefen die Hotels ab, um dort die reinseidene Wäsche abzuholen, die in der Sonne gebleicht werden musste. Dabei gab es ein Hauen und Stechen um jeden Auftrag, und gute Beziehungen zu den Haushälterinnen der Begüterten waren sehr nützlich. 
Heutzutage sind die Waschfrauen eine touristische Attraktion von Laienschauspielerinnen. Sie geben einen Einblick in das harte Alltagsleben im Ausklang des 19. Jahrhunderts und warten mit jeder Menge Klatsch und Tratsch auf.

Kurhaus – Maritim-Hotel
Das Maritim Hotel Bad Wildungen ist im alten Kurhaus angesiedelt. Die Hotelgruppe übernahm 1991 das Gebäude. Gebaut wurde es indes schon 1856, mit einer Erweiterung 1901. Diese ist in der Architektur zu erkennen. Heutzutage könnte sich kein Hotel mehr leisten, so zu bauen. Die Flure des alten Gebäudeteiles sind breit und luftig. Der Ballsaal ist gar mit dem Auto befahrbar. Es ist auch der größte Saal in Bad Wildungen und durch die alte Konstruktion können Autos bis in das Foyer gebracht werden, was für Tagungen und Veranstaltungen einer gewissen Klientel schon von Vorteil ist.

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“Vor der Tür” gibt es zwei Bunker, einer davon wird als Theater genutzt. Bunkeranlagen gibt es viele in der Gegend wegen der Talsperre. Im Haus selber gibt es ebenfalls einen kleinen Bunker. Da wurde im Ort über angebliche Schätze gemunkelt. Die Hoteldirektion versichert jedoch, das dies alles nur Gerede wäre. Der Bunker ist so klein, das er nicht genutzt werden kann und gefunden hätte man nichts. 
Dafür ist der Kuppelsaal als Trau-Saal beliebt – vor allem bei russischen Gästen. Schaut man genau hin, sieht man, dass hier nachträglich gebaut wurde. In der ursprünglichen Ausfertigung war es ein gesamter, hoher Saal. Heute sind es zwei Räume in zwei Stockwerken. 
Genau vor der Haustür gibt es eine Kurpark-Muschel. In der Kaiserzeit war das Kurhaus mit dem schräg gegenüber auf der Anhöhe gelegenen Fürstenhof das Zentrum. Leider will die Stadt die Muschel nicht in ständigen Betrieb nehmen, obwohl sich das Hotel an den Kosten beteiligen will. 

Bäderallee
Der Kurschattenbrunnen markiert die Trennlinie von fürstlicher Flaniermeile und bürgerlicher Stadt. Der Kurpark selber ist nicht nur der größte Europas, er war zum Flanieren für die “Reichen und Schönen dieser Welt” gebaut worden und kostete Eintritt. Somit war sichergestellt, dass die Honorigen unter sich waren und der Pöbel diese nicht belästigen konnte. Die Geschichte ist dennoch voll von Abenteurern und Blendern. Nicht jeder ließ sich abschrecken und investierte, um den großen Erfolg zu erhaschen – nicht lediglich in Flaniermeile sondern Aufenthalt. Da war zum Beispiel ein Franzose, der sich als Baron bezeichnete. Er war jedoch keiner. Dafür ein extremer Glücksritter, der die Spielbank und schließlich den Fürstenhof baute. Seinerzeit ein Juwel. Die einstige Pracht ist auch heute noch gut vorstellbar.

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Mittlerweile gehört das Haus zu den Asklepius-Kliniken, die leider auch für schlimme 70er-Bausünden verantwortlich sind. Solche gab es auch schon in der Nachkriegszeit. Heute stehen diese 50-Jahre Zweckbauten schon unter Denkmalschutz. Darüber kann man sicherlich streiten, da diese zum größten Teil hässlich und schmutzig sind. Der Kern der Zweckbauten liegt im oberen Teil um den Fürstenhof herum. 
Weiter nach unten sind zum größten Teil noch die prachtvollen alten Villen erhalten geblieben, die die einstige fürstliche Flaniermeile säumten. Sieht man hier Fachwerk, kann man davon ausgehen, dass es eine optische Variante ist. Echtes Fachwerk findet sich nur in der Altstadt am Ende der Brunnenstraße. Zum Beispiel Ecke Lindenstraße. Das Haus ist 1551 von einem Baumeister aus Norddeutschland errichtet worden. Es war eine Apotheke und später kaufte es ein Freund der Grimms, die daraufhin öfter zu Gast weilten. 

Ausflug zum Stausee
Das Kraftwerk liegt im Berg. Dazu ist die größte Kaverne Europas gebaut worden. Sie können sich nicht an Großdemonstrationen, Proteste und Schlachten von Umweltschützern mit der Polizei erinnern? Macht nichts. Sie waren garantiert noch nicht geboren, als dies passierte. Es war das letzte Großprojekt des Kaiserreichs. Eine offizielle Eröffnung gab es nicht, da der erste Weltkrieg dazwischen kam. 
Ohne viel Federlesens wurden damals drei Ortschaften komplett umgesiedelt, zwei in die Nähe und eine 35 km entfernt. Die alten Gebäude wurden komplett entfernt, so dass es im Stausee keine Häuser mehr gibt. 
Dabei ging es im Kaiserreich nicht um die Stromerzeugung. Diese stellte lediglich ein Nebenprodukt dar. Die wichtigste Aufgabe war die Regulierung der Weser für die Schifffahrt. Durch den Bau des Weserkanals gab es eine ungewollte Nebenwirkung: Im Sommer war zu wenig Wasser vorhanden, um den Fluss schiffbar zu halten.

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Der Stausee bzw. die Staumauer war auch berüchtigter Kriegsschauplatz. Die Alliierten wollten die Talsperre zerstören, schafften es jedoch (glücklicherweise) nur teilweise. Mit der daraus resultierenden Flutwelle haben sie dennoch tausende von Zivilisten ermordet.
Heute wird das Reservoir für Wassersport genutzt. Schloss Waldeck, welches einen fantastischen Ausblick bietet, thront majestätisch über dem See und ist Tor in ein Wanderparadies. Die Umgebung ist Deutschlands jüngster Naturpark. Der Buchenwald war früher komplett eingezäunt und diente derer von Waldeck als Jagdrevier. Damit hatte sich der urwüchsige Buchenbestand erhalten, der in dieser Art überall in Europa sehr selten geworden ist. Und so gehört dieser Naturpark auch dem UNESCO-Weltnaturerbe “Buchenwälder” seit 2011 an. 

Ausflug nach Fritzlar
Fritzlar besitzt noch Teile der ehemaligen Stadtmauer und 9 von insgesamt 21 ehemaligen Türmen. 919 wurde hier der erste deutsche König Heinrich I. gewählt. Im Domschatz befinden sich noch Hinterlassenschaften dieser Wahl. 
Fritzlar geht auf eine alte fränkische Siedlung zurück, die Bonifatius zu seinem Zentrum der Christianisierung erhob. Aus der ersten Holzkirche im 8. Jahrhundert entwickelte sich der Dom. Das Holz der Gründung ist weltberühmt: Es stammte der Legende nach von der Donar-Eiche, die Bonifatius fällte, um den Heiden zu beweisen, dass ihre Götter nur Fantasiegestalten sein, die keine Kraft besitzen. Nach zweijähriger Restauration ist der Dom 2013 wieder in Betrieb genommen worden und kann auch wieder besichtigt werden.

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Während Bad Wildungen sicher auf dem rheinischen Schiefergebirge steht, ist Fritzlar auf Vulkanen gebaut. Der Scharfenstein war bis 61 nach Christus aktiv. Viele Burgen und Schlösser sind aus seinem vulkanischen Gestein erbaut worden. Heute steht er jedoch unter Naturschutz, und ist Teil des Habichtswald-Naturparks, der sich bis Kassel zieht. 
Fritzlar gehörte lange Zeit zu Mainz. Damit war es Grenzregion, denn die Thüringer hatten einen Vorposten auf dem Gudensberg. Gleich zwei Festungen richteten sich gegen das bischhöfliche Mainz. Letztes Endes wurden sie zerstört. Die obere Burg ist als Ruine erhalten, die untere wurde zu einem Wohnhaus umgestaltet.

Ausflug nach Kassel
Wer sind die Bewohner, dieser schon vor über 1.000 Jahren erstmals erwähnten Siedlung? 
– Kasselener sind mit Fuldawasser getauft und mindestens seit drei Generationen hier ansässig.
– Kasselaner sind auf dem Weg zu Kasselener und mindestens seit einer Generation vor Ort.
– Kassler sind schlichtweg Zugezogene.

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Heute ist Kassel vor allem wegen der Documenta weltberühmt. 13 Installationen sind es mittlerweile, die die Stadt dauernd zieren. Die Documenta-Halle dient auch wechselnden Ausstellungen. Im Jahr 2013 zum Thema “Gebrüder Grimm”, die 150. Todestag haben. 
Kein Grimmsches Märchen ist diese Geschichte: Es war einmal ein depperter Bruder eines großen Despoten. Der durfte König in einem eroberten Land spielen. Und weil es ihm dort zu kühl war, baute er in sein Schloss eine Fußbodenheizung ein. Weil er aber der König war, durfte kein anderer sein Spielzeug bedienen. Und weil er eigentlich kein König sondern ein Nichtskönner war, drehte er voll auf, bis die Rohre glühten. Das trockene Holz freute sich und erwachte lodernd zum Leben. Und als sich der Rauch verzogen hatte, war der König obdachlos und die Untertanen grinsten schadenfroh.
Die Grimms hingegen wohnten (u.a.) bei der Torwache. Heute liegt diese Wohnstatt gegenüber dem hessischen Landesmuseum, welches schlossartig auftrumpft. Zu Grimms Zeiten stand hier ein kleines Haus. Rechts daneben waren Gebäude für die Bischöfe gebaut worden und ein Adliger unterhielt einen Kulturzirkel dort, dem auch der Maler Grimm angehörte. Die Grimm-Sippe hatte insgesamt neun Kinder, von denen drei früh verstarben. 
Dort steht auch die Bibliothek, in der die Grimms arbeiteten – genauer gesagt zog diese Institution später hierher. Im Bestand finden sich richtig teure Bücher wie eine Gutenberg-Bibel und das Hildebrand-Lied. Vielleicht gingen die auch durch die Hände der Grimms?
Ein weiterer Wohnsitz war Die Schöne Aussicht Nr. 9. In direkter Nachbarschaft wohnte … ein Chemiker mit dem Namen Bunsen. Wer kennt ihn nicht aus dem Chemie-Unterricht?
Hinter dem Hügel mit dem Landesmuseum zieht sich der Weinberg entlang. Der Name ist irreführend, denn hier wurde nicht angebaut sondern gelagert. Zu Grimms Zeiten gab es vier Wirte mit Schanklizenz und unten befanden sich Bierkeller. Diese wurden später in Luftschutzbunker umgebaut. Das war auch nötig, da wegen “kriegswichtiger Produktion” Kassel 40 Luftangriffe zu ertragen hatte und 1943 zu 75 Prozent zerstört wurde. 
Der Industrielle Hentschel hatte sich dort oben eine Villa bauen lassen, wo noch ein paar Jahrzehnte zuvor wohl auch die Grimms bei einem Gläschen saßen. Heute ist ein kleiner Park an der Stelle. Die Villa wurde kein Opfer des Krieges, vielmehr der Steuer im Dritten Reich. Die Erben ließen abreißen, weil Ihnen einfach die Steuerlast zu hoch war. Daraus konnten die Grimms kein Märchen verfassen …

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Apropos: Büschings veröffentlichte schon vor den Grimms ein Märchen- und Sagenbuch. Im Gegensatz zu der Grimmschen Version war ihm kein Erfolg beschieden. Ihre Version ist ein absoluter Megaseller – nur die Bibel hat mehr Menschen erreicht. Dabei drohte ihrem Werk eigentlich das gleiche Schicksal wie dem des Büschings: Die Erstauflage von 900 Büchern verkaufte sich äußerst schleppend. Der Maler-Bruder Emil nahm sich dann des Werkes an und schuf Illustrationen. Und erst damit begann die Geschichte des Bestsellers. 
Dabei beschränkten sich die Grimms nicht auf Märchen. Ohne ihre systematische Arbeit gäbe es wohl den Duden nicht. Sie schufen ein Buch der Grammatik und ein deutsches Wörterbuch. 
Ein traditionsreicher Gastro-Tipp sei abschließend gegeben: Das Café Nenninger am Friedrichsplatz wurde schon 1900 gegründet, geht aber auf das noch ältere Caféhaus Dippel zurück. Der Gründer war Konditormeister. Dieser Tradition ist das Haus auch heute noch verpflichtet, obwohl es auch andere Kleinigkeiten bereit hält. Für Liebhaber der süßen Kunst dürfte die Verführung groß sein und die Auswahl eher einer Qual gleichkommen: Einmal von oben nach unten und zurück … Hauptsache, genug Platz im Auto.
Einer? Nein, wir schicken noch einen hinterher. Die Ahlewurscht ist nicht auf Kassel beschränkt. Sie gilt als Spezialität der gesamten Region. Ahle bedeutet “Alte” und meint, das die Wurst lange, sehr lange luftgetrocknet wird. In der Einkaufsgalerie Atrium in Kassel/Bad Wilhelmshöhe betreibt die Jausen Station einen Feinkostladen. Ahle Wurscht mit “Bioland”-Siegel aus ökologischer Produktion wird hier unter anderem feilgeboten. 


Weitere Informationen bei:

Kur- und Tourist Information
Brunnenallee 1
34537 Bad Wildungen
Telefon: 05621 – 96567-41
Telefax: 05621 – 96567-37

Maritim Badehotel Bad Wildungen
Dr.-Marc-Straße 4
34537 Bad Wildungen
Telefon: +49 (0) 5621 799-9
Fax: +49 (0) 5621 799-798
Reservierung: +49 (0) 5621 799-610



Artikel:

Otger Jeske

Fotos:
Matthias Dikert

Copyright Bilder von Fritzlar, Edersee und Schloss Waldeck von Hessen-Tourismus
Copyright Bilder vom Schneewittchen-Dorf von Heimat- & Verkehrsverein Bergfreiheit e.V.