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Urlaub und Gesundheitsförderung auf der Insel Usedom

Wer an Usedom denkt, denkt heutzutage hauptsächlich an Ostsee-Urlaub. Entweder als Jahresurlaub oder auch gerne im näheren Einzugsbereich als Kurzurlaub oder Wochenendtrip. Die Berühmtheit der Insel fußt auf der kaiserlichen Tradition der Sommerfrische in den Seebädern. Das z.B. im Namen Seeheilbad Heringsdorf das „Bad“ auftaucht, entgeht vielen. Und „Bad“ heißt hier eben nicht „Bad im Meer“. Es ist ein kurmedizinisches Gütesiegel. Und so wird in der Tat in Heringsdorf aus rund 400 m Tiefe eine Jodsole gefördert, die für Kuranwendungen zur Verfügung steht. Darum hat sich in den 3-Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin eine ganze Gesundheitsindustrie herum gebildet, die sich über die Jahrzehnte immer weiter spezialisiert hat. Inzwischen haben sich acht Rehakliniken der gesamten Insel zusammengeschlossen, um Usedom auch mehr ins gesundheitliche Licht zu rücken. Zum Verband gehört außerdem das Kreiskrankenhaus Wolgast, auf dem Festland gelegen, welches als akademisches Lehrkrankenhaus zur Universität Greifswald gehört.
Behandelt werden schwerpunktmäßig Atemwegserkrankungen – bei der salzhaltigen Luft an der Ostsee eigentlich kein Wunder und Indikationen des Bewegungsapparates. Dazu kommen noch diverse andere Schwerpunkte wie Krebs, Haut- und psychosomatische Erkrankungen. Einige Einrichtungen sind der gesetzlichen Rentenversicherung angeschlossen, andere wiederum speziell auf Kinder ausgerichtet. Dazu gehören auch Mutter/Kind- bzw. Vater/Kind-Verschickungen, die mit dem letzten GKV(GKV=Gesetzliche Krankenversicherung)-Wettbewerbsstärkungsgesetz eine vorsorgliche Sonderstellung erhalten haben. Im Kinderbereich muss hier vor allem die Behandlung krankhaft Übergewichtiger erwähnt werden, wo ein neuartiges Gerät zum Einsatz kommt, welches auch auf der Insel entwickelt wurde.

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Nicht integriert in den Verbund ist die Ostsee-Therme Usedom, an der Grenze von Ahlbeck zu Heringsdorf gelegen. Eine Versorgung des Bades mit der Sole gewährleistet den medizinischen Status. So werden im Anwendungsbereich neben verschiedenen medizinischen Bädern auch Moorpackungen verabreicht oder man kann in hochkonzentrierter Salzluft Atemwegserkrankungen behandeln lassen. Neben diesen typischen medizinischen Dienstleistungen verfügt es aber auch über ein Kosmetikstudio und natürlich über ausgedehnte Bade- und Saunamöglichkeiten. Während sich die Eltern Behandlungen hingeben oder sich „aufpeppen“ lassen bzw. im Innen- oder Außenbereich schwitzen, sind die Kinder sehr gut im Hauptbecken mit Rutsche aufgehoben. Ein derzeit im Trend liegendes Floating-Becken gibt es auch auf der Insel. Das 4-Sterne-Hotel „Hotel zur Post“ verfügt über diese neue Wellness-Errungenschaft. Für Wellness ist die Insel jedoch auch gut gerüstet ohne „industrielle“ Hilfe. Usedom gilt als „Sonneninsel“ und Spaziergänge am Strand (vor allem während der warmen Zeit gerne barfuß) sind ein Bad der Sinne. Die weitestgehend allergenfreie, salzhaltige Luft ist gut für Atmung und Haut, die Sonne produziert Vitamin D im Menschen und die Bewegung am Strand ist einerseits für die Gelenke schonend, andererseits werden die Muskeln stärker beansprucht. Wen wundert es, dass viele Kliniken in unmittelbarer Strandnähe stationiert sind und bei vielen Programme am Strand zu den Standards gehören. 
Da bei vielen Indikationen generell etwas im Leben verändert werden muss, steht auch die Ernährung im Mittelpunkt. Auf dem 2. Usedomer Gesundheitstag präsentierte sich das Kreiskrankenhaus Wolgast z.B. mit der Eigenkreation Grüner Tee-Nudeln. Ein Rezeptvorschlag gab es gleich mitgeliefert: Lachs in Reiswein mit Grundsoße marinieren. Nudeln kurz blanchieren und Lachs auf Ruccola mit Orangenscheiben anrichten, die vorher mit Sesamöl beträufelt wurden. Anschließend alles mit Salz, Pfeffer und Zitronengras würzen…
Als Nachtisch empfiehlt die Ostseestrand-Klinik Klaus Störtebecker Sanddornkekse. Sanddorn ist nicht nur an der Ostseeküste allgegenwärtig und wird als Zitrone des Nordens gepriesen, sondern er wird auch ernährungsphysiologisch als besonders wertvoll eingestuft, da innere und äußerliche Effekte zu beobachten sind. 
Usedom bietet daher mit seinem breitem Spektrum an Möglichkeiten sowohl für Urlauber als auch für Kurgäste stets das Richtige.

Weitere Informationen:
Fremdenverkehrsamt für die Insel Usedom
Usedom Tourismus GmbH 
Waldstraße 1 
17429 Seebad Bansin 
Tel.: 0049 (0)38378 47710 
Fax: 0049 (0)38378 477118 
Email: info@drei-kaiserbaeder.de

Text:
Otger Jeske

Fotos:
Matthias Dikert