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Kultur der Gegensätze – Rheinland meets Nippon in Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Nordrhein Westfalens Düsseldorf hat sich seit Jahren zu einem besonders interessanten Ausflugsziel für Kulturliebhaber entwickelt.
Im Dezember 2007 öffnete das größte Tagungshotel Nordrhein Westfalens „Maritim Hotel Düsseldorf“ seine Pforten. Dieses moderne und elegante Haus hat eine Gesamtveranstaltungskapazität von 5000 Personen auf 6000 Quadratmeter Fläche und schafft damit Raum für Veranstaltungen jeder Art. Die 1200 Quadratmeter große Hotelhalle bietet eine direkte Verbindung zwischen der Abflugebene des Flughafens und der Airport City. Fluglärm hört man nicht, da die Fenster mehrfach verglast sind. Ein 17 Meter breites und 125 Meter langes Glasdach überspannt die Halle, zu deren beiden Seiten sich zwei sechsgeschossige Bettenflügel erheben.

Das Hotel verfügt über 533 Zimmer und Suiten, zwei großen Sälen für 5000 Personen und 21 weiteren Konferenzräumen und Tagungssuiten, die alle mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestattet sind. Der größte Saal allein fasst 2450 Gäste. Die Maritim Hotelgesellschaft ist die führende deutsche Hotelkette mit Sitz in Bad Salzuflen und ist ferner in den Ländern Ägypten, Türkei, Malta, Spanien, China, Lettland und Mauritius vertreten. Von Anfang an hat sich die Maritim-Leitung auf Tagungen und Kongresse spezialisiert. Maritim steht für Komfort auf anspruchsvollem Niveau, First Class Ambiente, feine Speisen, persönlichen Service und Gastfreundschaft, kombiniert mit Erholung und einem breiten Angebot an Aktivitäten.
Der gastronomische Bereich liegt im Erdgeschoß. Das Buffetrestaurant Classico mit 542 Plätzen unterteilt sich in einen Innen-, Wintergarten- und einen Außenbereich bis in die Hotelhalle hinein. Das a la carte Bistro Bottacio bietet internationale Spezialitäten auf 174 Plätzen, die Braustube Rheinische Stov hat für 110 Personen regionale Köstlichkeiten und die Sushi-Bar Sushi Sho serviert auf 36 Plätzen japanische Küche. Mit 153 Plätzen ist die Morley`s Bar im Loungebereich bestens ausgestattet und trägt auch maßgeblich zur Zufriedenheit des Gastes bei.
Nach dem Meeting finden die Gäste im Fitnessbereich mit Sauna, Solarium und Pool Entspannung. Aktivitäten wie Nordic Walking, Mountainbiking, Golfen, sowie Feinschmeckerangebote und kulturelle Highlights sind feste Bestandteile von Wochenend- und Urlauberarrangements. Das Hotelteam mit dem Direktor Jens Vogel ist stets bemüht, das Optimale für das Wohlbefinden des Gastes zu tun.

Rundgang durch die Stadt

Düsseldorf hat etwa 589 000 Einwohner und liegt im Süden Deutschlands am Rhein. Das Wahrzeichen der Stadt ist der 240,5 Meter hohe Turm, der in 172,5 Metern Höhe ein Restaurant besitzt, das sich stündlich einmal um die eigene Achse dreht. Vom Restaurant oder der Aussichtsplattform hat man einen atemberaubenden Blick über den Medienhafen, auf die Altstadt und die Königsallee und bei schönem Wetter gute Sicht in das Bergische Land bis nach Köln.
Düsseldorf ist eine Stadt zum Entdecken und Erleben. Von Berlin ist man in nur einer Flugstunde in Düsseldorfs drittgrößten Flughafen Deutschlands. Das ehemalige Fischerdorf an der Mündung der idyllischen Düssel in den Rhein blickt auf eine mehr als 800 jährige Geschichte zurück.
Die Stadt pulsiert, vor allem in der Altstadt, mit ihren 260 Lokalen, Kneipen, rustikalen Brauhäusern und Cafes, die ihr den Namen „Längste Theke der Welt“ eingebracht haben.

Neben der Thekenmeile, die von alten Straßenlaternen aus dem 17. Jahrhundert beleuchtet wird, ist die Metropole für die Einkaufsmeile Kö und für die am Mittwoch stattfindende Partymeile berühmt. Hier ist die Heimat des Altbiers. Nirgendwo schmeckt das obergärige Bier so gut wie in den historischen Hausbrauereien Zum Schlüssel, Uerige, Kürzer, Im Füchschen und der Brauerei Schumacher. Das dunkle Altbier hat seine besondere Note. Das liegt daran, das im Gegensatz zum „Pils“ die Hefe bei der Bierherstellung oben bleibt. Zum süffigen Altbier gehört beispielsweise ein deftiges Gericht aus Bratkartoffeln und gebratener Blutwurst dazu, dessen lokale Spezialität auf jeder Speisekarte zu finden ist und selbstverständlich ausgezeichnet mundet. Ein Weg zur Altstadt führt über die bekannte Kö, die Königsallee. Entlang der exklusiven Geschäfte kann man dort flanieren und gut einkaufen. Nach dem historischen Pferdeapfelwurf 1848 auf König Friedrich Wilhelm dem IV. wurde die Straße, die ursprünglich Kastanienallee hieß, als Wiedergutmachung in Königsallee umbenannt. Am Ende des Kö Grabens, in Höhe der Schadowstraße, plätschert der Tritonenbrunnen, das Wahrzeichen der Kö. Ein prägendes Altstadtbild ist die St. Andreas Kirche, eine der schönsten Barockkirchen im Rheinland, deren Türme man schon von weitem sieht. Ein Steinwurf entfernt befindet sich die Neanderkirche, wo sich viele junge Paare trauen lassen. Das Geburtshaus Heinrich Heines, der durch das Loreley-Lied Weltruhm erlangte, befindet sich genau gegenüber. Über altes Kopfsteinpflaster betritt man heute in der Bolkerstraße eine Buchhandlung, ein Cafe und einen Veranstaltungsraum für Lesungen. Am Ende der Bolkerstraße gelangt man zum Marktplatz mit dem Düsseldorfer Rathaus. Vorher machen wir mit der Stadtbilderklärerin Frau Morton einen Abstecher zum Glockenspiel in der Schneider-Wibbel-Gasse. Da befindet sich auch die Bronzefigur des sitzenden Schneiders, den Besucher gern an der Nase, am Ohr und am Rock anfassen, um vom Glück verwöhnt zu werden. Die Geschichte des Schneiders geht auf eine wahre Begebenheit in Berlin zur Zeit Königs Friedrich Wilhelm des IV. zurück. Ein Bäckermeister war nach einer Messerstecherei im Rausch zu einer mehrwöchigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er überredete seinen Gesellen, statt seiner die Strafe abzusitzen. Dieser starb jedoch im Gefängnis, so das nun der Meister als tot galt. Als dies schließlich bekannt wurde, erfuhr auch der König davon und begnadigte den Bäcker. Müller-Schlösser verlegte den Ort der Handlung in seine Heimatstadt Düsseldorf zur Zeit der französischen Besatzung Anfang des 19.Jahrhunderts und machte aus dem Bäcker einen Schneider. Das Vergehen, für das sich der Schneider Wibbel zu verantworten hat, ist nun die Beleidigung des Kaisers Napoleon. Auch hier stirbt der Geselle, während er für seinen Meister die Haftstrafe absitzt. Als der Schneidermeister Wibbel vom Fenster aus seiner eigenen Beerdigung zuschaut, fällt der oft zitierte Satz: “Na, watt bin ich für` ne schöne Leich.“ Der amtlich als tot geltende Schneider kehrt als sein Zwillingsbruder zurück.
Auf dem Marktplatz, wo das Düsseldorfer Rathaus steht, thront hoch zu Roß Kurfürst Jan Willem. Sein Denkmal ist nicht nur eins von Düsseldorfs Wahrzeichen, sondern eines der wichtigsten barocken Reiterstandbilder nördlich der Alpen. Am Burgplatz unter den Platanen hört man deutlich den bronzenen Radschlägerbrunnen plätschern. Der Radschläger gilt als älteste Tradition der Stadt und wurde auch zu einem ihrer bekannten Wahrzeichen. Die Entstehung des Brauchs kann nicht an einem einzigen historischen Ereignis festgemacht werden, vielmehr ranken sich mehrere Geschichten um den Beginn der Düsseldorfer Radschläger. Die bekannteste Variante ist die um die Schlacht von Worringen. Graf Adolf hatte in der Schlacht 1288 den Kölner Erzbischof vernichtend geschlagen. Als eine Folge des Sieges erhielt Düsseldorf die Stadtrechte. Die Einwohner und vor allem die Kinder sind vor Freude auf die Straße gelaufen und haben Räder geschlagen.
Im Hintergrund des Radschlägerbrunnens leuchtet der schiefe Turm der ehemaligen Stiftskirche St. Lambertus mit dem Schrein des HL. Apollinaris.
Und das eindrucksvolle Stadterhebungsmonument neben der Düsselbrücke veranschaulicht mehr als 700 Jahre Stadtgeschichte.
Beherrscht wird der Burgplatz vom Alten Schloßturm, dem letzten Zeugen des kurfürstlichen Schlosses aus dem 13.Jahrhundert.
Düsseldorf ist ein wichtiges Zentrum japanischer Wirtschaftsaktivitäten in Europa. Über 6500 Japaner leben dort und bilden neben London und Paris die 3-größte europäische Gemeinde. Sie prägen und bereichern das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt. Die meisten Japaner werden von ihren Arbeitgebern nach Deutschland entsandt und sind für einige Jahre in der Stadt. Meist sind es gut bezahlte Spezialisten und Führungskräfte mit ihren Familienangehörigen. Daneben studieren junge Japaner an der Musikhochschule oder der Kunstakademie. Auf der Immermannstraße und in den lebendigen Nebenstraßen findet man ein breit gefächertes Angebot an japanischen Supermärkten, Buchhandlungen, Restaurants und vielem mehr.

Japanischer Garten und Sushi-Küche im Maritim

Grün ist eine dominante Farbe in Düsseldorf. Knapp ein Fünftel der Stadtfläche sind Erholungs-, Grün -und Waldflächen. Den ersten öffentlichen Park schuf Nicolaus de Pigage im 18.Jahrhundert mit dem Hofgarten. Der Nordpark, Düsseldorfs schönster und größter Park beginnt seine grüne Achse mit dem Japanischen Garten bis zum Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe im Süden der Stadt.

Dort wo der Park am stillsten und beschaulichsten ist, finden die Besucher ein japanisches Garten-Juwel. 1971 gründete die japanische Gesellschaft einen Verein Japanischer Garten in Düsseldorf. 1975 wurde dieser Garten am Rhein der Bevölkerung übergeben. Der 5000 Quadratmeter große Landschaftspark erschließt einige der fernöstlichen Besonderheiten. Auf dem Rundweg findet der Besucher angelegte Teiche, Brücken und Steinlaternen. Die Bäume, meist Kiefern und japanischer Fächerahorn werden auf spezielle Art und Weise beschnitten. Sie sind kleiner, als ihre dahinter frei wachsenden Artgenossen, die außerhalb des Gartens stehen. Durch den Formschnitt erhalten einzelne Äste der Schwarzkiefer zum Beispiel eine filigrane, fast wolkenförmige Struktur. Die größte Kunst der japanischen Gartenbaumeister ist es, die Natur in ihren Gärten in idealisierter Weise darzustellen. Während die Japaner ihren Gärten sehr symbolische Bedeutung beimessen und als Orte der Besinnung verstehen, sind Gärten in Deutschland mehr praktisch Orte der Erholung. Dies führt dazu, das immer wieder Gäste Stühle aus dem umgebenden Nordpark in den japanischen Garten am Rhein tragen, um sich darauf auszuruhen. Neben der Gartenkunst sorgt auch die hohe Kunst der Sushi Zubereitung für Aufmerksamkeit und genügend Gesprächsstoff.
Das Maritim eigene Restaurant Sushi Sho unter der Leitung des Sushi Meisters Rio Wakabayashi ist als drittbestes Sushi Restaurant Düsseldorfs ausgezeichnet worden.

Der Großmeister veranstaltet für Interessierte Workshops und führt sie in die hohe Kunst der Sushi Zubereitung ein. Auch wir hatten das Glück einen Teil des nachfolgenden Dinners auf Anweisung zuzubereiten. Nach einer fröhlichen Gesangseinlage des Kochs verteilten wir in typischer Küchenkleidung im Vorbereitungsraum eine Handvoll Reis auf einem Seetangblatt, welches mit japanischem Meerrettich gewürzt wurde, legten dann ein Gurken- oder Krebsfleischstückchen darauf, rollten das gefüllte Blatt mit einer Stäbchenmatte nach vorn und brachten es in die gewünschte eckige beziehungsweise kantige Form. Mit einer japanischen Gesangsarie verabschiedete sich der Sushi Koch später im Restaurant und wir verspeisten dann die leckeren Häppchen und tranken ein Glas Wein dazu.

Düsseldorf -Stadt der Kunst und Kultur-

Düsseldorf ist auch eine Stadt voller Kunst und Kultur. Seit Jahren ist die Metropole am Rhein die Mode-Hauptstadt und Heimat der weltgrößten Modemesse.
An der weltberühmten Kunstakademie lernten und lehrten international renommierte Künstler wie Joseph Beuys, Gerhard Richter und Jörg Immendorff. Über 100 Galerien und Kunsträume verteilen sich über die Stadt.
Das Hotel-Team um Direktor Jens Vogel bietet Ausflüge in die Umgebung an, organisiert Kulturveranstaltungen wie Theater – und Konzertbesuche und kümmert sich um Museumsbesichtigungen, Galerieeinladungen und vieles mehr.

Wir hatten das Glück einen Abend im ISS Dome Düsseldorf mit dem berühmten jungen Geiger David Garrett zu verbringen, der auf seiner Crossover Tournee 2012 einen niveauvollen Ausflug von der Klassik in die Rock- und Popmusik machte.
Die weitere Besichtigung der Opernwerkstatt von der Deutschen Oper am Rhein brachte allerhand Wissenswertes über den Betrieb hinter den Kulissen. Bei der Führung durch das Haus erfuhren wir von Wilfried Schmerbach, das die Oper 300 Vorstellungen pro Jahr anbietet.

Davon brillieren 10 neue Opern und 30 alte Opern werden im neuen Glanz erstrahlen. 700 Leute arbeiten in diesem Institut. Neben den Künstlern sorgen die Ton- und Lichttechnik, sowie die Bühnenaufzüge und die vielen Hände hinter der Bühne für einen reibungslosen Verlauf der Inszenierung.
1875 wurde die Rhein Oper eröffnet, und seit 2005 spielt sie computergesteuert im neuen Gewand.
Es gibt auch einige lokale Wahrzeichen und Spezialitäten, die sich hervorragend als Mitbringsel oder Erinnerungsstück eignen. Zum Beispiel das süffige in Flaschen abgefüllte Altbier, den original Düsseldorfer Löwensenf und den Kräuterlikör Killepitsch.

Dieser Kräuterschnaps von der Firma Busch enthält 42 % Alkohol. Er wird nach einem Familienrezept gebrannt, für das 98 verschiedene Essenzen aus Kräutern, Beeren und Früchten aus aller Welt benötigt werden. Nach dem Brennen muß der Killepitsch noch ein Jahr in alten Tongefäßen lagern. Auf Grund seiner Zutaten ist Killepitsch sehr dunkel und geschmacklich bitter- süß. Der Name entstand im 2.Weltkrieg in einem Luftschutzbunker im Gespräch zwischen Hans Müller- Schlösser, dem Schöpfer von Schneider Wibbel und Willi Busch, bei dem Busch angeblich gesagt hat: „Wenn wir nicht gekillt werden und heil hier rauskommen, dann braue ich einen Likör, der den Namen Killepitsch haben wird.“ Und dieser Name wurde 1955 bei der Eröffnung der Kneipe Et Kabüffke für den heute noch bekannten Likör genutzt.

Weitere Informationen bei:

Tourist-Information am Hauptbahnhof
Immermannstraße 65 b
Tel.: +49 (0)211/17 20 2-844
Fax: +49 (0)211/17 20 2-9210

Tourist-Information Altstadt
Marktstraße/Ecke Rheinstraße
Tel.: +49 (0)211/17 20 2-840
Fax: +49 (0)211/17 20 2-9310

Maritim Hotel Düsseldorf
Maritim-Platz 1
40474 Düsseldorf
Telefon: + 49 (0) 211 5209-0
Fax: + 49 (0) 211 5209-1000
E-Mail: info.dus@maritim.de

Text:
Peter Marquardt

Fotos:
Matthias Dikert
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