Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Bad Neuenahr-Ahrweiler

St. Martinsbrauchtum in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr- Ahrweiler ist die Kreisstadt des Landkreises Ahrweiler im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Stadt entstand 1969 als Zusammenschluss der beiden Nachbarstädte Ahrweiler und Bad Neuenahr. Sie liegt durch den Fluss Ahr in einem wunderschönen Tal, das etwa 10 km von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze entfernt ist. Zu der nächstliegenden größeren Stadt Bonn braucht man 35 km, um diese Metropole zu erreichen.
Der Stadtteil Bad Neuenahr war und ist eine bekannte Kurstadt mit beachtenswerten Kuranlagen und Kureinrichtungen, so den Ahrthermen und dem Kurhaus, das heute das Spielcasino beherbergt.
Hauptanziehungspunkt von Ahrweiler ist die vollständig erhaltene Stadtbefestigung. 

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Die Stadtmauer zieht sich kreisförmig um die Stadt und besitzt 4 Stadttore. Das Ahrtor, das Niedertor, das Obertor und das Adenbachtor. Am Ahrtor ist nach dem 2.Weltkrieg ein Wehrgang aufgebaut worden. Idyllisch wirken die vielen Fachwerkhäuser am Markt und in der Niederhut- und Aderhutstraße, den beiden Einkaufsstraßen der weitgehend autofreien Altstadt.
Die St.-Laurentius-Kirche am Marktplatz ist die älteste Hallenkirche des Rheinlandes. Sie ist von einer Brunnenanlage und Blumenbeeten umgeben. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Ahrweiler ist das 1630 errichtete Kloster Kalvarienberg. Ahrweiler bietet aber nicht nur Bezüge zum Mittelalter. Auch die Römer hinterließen ihre Spuren an der Ahr. Am Fuße des Silberberges befand sich eine Villa rustica aus römischer Zeit. Die Römervilla zeigt gut erhaltene Überreste eines römischen Herrenhauses mit angrenzendem Badehaus.
Verlässt man die Stadt durch das Adenbachtor gelangt man auf den Rotweinwanderweg. Die Hänge entlang dieses Weges gehören zu einem der nördlichsten Weinanbaugebiete von Deutschland. Mehr als 30 Jahre gehört er zu den beliebtesten Ausflugszielen unseres Landes. Auf einer Strecke von 35 km führt er meist auf halber Höhe durch die Weinbergterrassen von Bad Bodendorf über Bad Neuenahr/ Ahrweiler bis Altenahr. Man hat wunderschöne Ausblicke in das wildromantische Ahrtal und kann den Winzern bei der Arbeit zusehen. Seit fast 20 Jahren werden an der Ahr wieder  erstklassige Weine erzeugt. Auf 85% der ca. 520 ha Anbaugebiet werden rote Rebsorten gezogen. Vorrangig „Spätburgunder“, der an der Ahr hervorragende geologische und klimatische Bedingungen vorfindet. Daneben auch „Frühburgunder“, „Portugieser“ und der etwas in Mode gekommene „Dornfelder“. Das Klima und die steilen Schieferlagen bilden die Grundlage für den ausgezeichneten Wein. Das Weinanbaugebiet Ahr gehört mit zu den kleinsten Anbaugebieten in Deutschland und hat sich wie keine andere Region schon lange dem Rotwein verschrieben. Bedeutende Weingüter sind unter anderem „Walporzheim und Adeneuer“, deren exquisite Weinprobe man sich nicht entgehen lassen sollte._1323121476

Marc Adeneuer stellt seinen Gästen verschiedene Rebensäfte vor. Zu seinen Favoriten gehören natürlich die roten Weine. Als Entree gibt’s aber einen „Blank de Noir-Sekt“ aus traditioneller Flaschengärung. Dieser weiße fast halbtrockene Sekt stammt von der roten Beere. Dann punkten rote Weine wie „Adeneuer JJ Nr.1“, und „Ahrweiler Rosental“, die zu den 20 besten Rotweinen Deutschlands zählen. Ein „Blank de Noir“ (Weißwein Jahrgang 2010) krönt die Ausnahme. Die roten Tropfen „Gärkammer 208 und „Gärkammer 209“ kommen vom Weingut „Walporzheim“ und gedeihen in bester Terrassenlage in Bad Neuenahr aus 70 bis 80 Jahren alten Reben. Sie gehören mit ihrer Qualität zu den 10 besten Rotweinen Deutschlands.

Auf der Suche nach einem guten Quartier wird man im Dorint-Parkhotel fündig.

Etwa eine halbe Stunde vom Flughafen Köln-Bonn entfernt, liegt zwischen den Weinbergen im Herzen des Ahrtals direkt im Dahliengarten an der Ahruferpromenade das wunderschöne Dorint-Parkhotel Bad Neuenahr.
Das gastfreundliche 4-Sterne-Haus verfügt über 238 moderne Zimmer und Suiten mit Balkon, sowie allergiker- und behindertengerechten Räumen.
Die Gäste erwartet eine Ausstattung, die höchsten Ansprüchen gerecht wird und ein warmes persönliches Ambiente, das das Hotel und seine 100 Mitarbeiter vermitteln.
Bei 4000 Quadratmetern Konferenzfläche finden in 26 lichtdurchfluteten vollklimatisierten  Tagungs- und Veranstaltungsräumen bis zu 800 Personen Platz.
Die gastronomischen Einrichtungen des Restaurants „Wintergarten“, der Bar „Liaison“ und der klassischen Lounge „B’ Ahr- Zeitsprung“ lassen keine Wünsche offen. Mediterrane, rheinland-pfälzische und vitale Küche bereichert das kulinarische Angebot.
Attraktive Event- Angebote, wie Crossgolfen in den Weinbergen, ein Galaabend auf dem Schloss oder ein Grillabend auf einer Weinberghütte gehören zu den Highlights des Hotels und der Region. Besonders beliebt sind die professionellen  Küchenparties, wo sich die Gäste die Speisen selbst abholen und dabei in der Küche den Köchen über die Schulter schauen können.
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Großen Wert wird neben den erstklassigen Küchen- Kreationen auch auf die begleitenden Weine gelegt. Bei einem guten Tropfen aus der Region oder angrenzenden Ländern kann man den Abend entspannt ausklingen lassen. Ebenso verwöhnen lassen können sich die Gäste im großzügigen Spa- und Beauty- Bereich des Hotelkomplexes. Neben dem eigenen Schwimmbad und der Sauna kann man in orientalischem Ambiente relaxen und die physikalische Therapie mit Wärme, Wasser und Licht genießen, sowie auch die verschiedenen Beauty- und Ayurvedafarm- Angebote bei der „Quelle der  Harmonie“.
Die Vielfältigkeit des Ahrtals und eine sichere Kombination aus Luxus und Experimentierfreude machen den Aufenthalt im Dorint-Hotel Bad Neuenahr zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ob man als Kongressteilnehmer dort tagt oder urlaubt, bei einem Carrera- Bahn- Wettstreit mitmacht, oder zur Adventszeit den hauseigenen Weihnachtsmarkt erlebt, der Gast fühlt sich hier wohl und kommt gern wieder.
Ein besonderer Tipp ist der 1. Ahrathon am 16. Juni 2012. Dort wird den Teilnehmern eine Halbmarathon- und Marathonstrecke angeboten, wobei es in speziellen Startkategorien erwünscht ist in ausgefallenen Kostümierungen zu laufen. Entlang des Rotweinwanderweges werden sich mehrere Verpflegungspunkte befinden, an denen Sportler und Zuschauer nicht nur mit Wasser und Drinks, sondern auch mit Obst und Wein aus der jeweiligen Weinbergslage versorgt werden können. Bei diesem geselligen Miteinander werden die Wertungsbesten in Wein aufgewogen, während Gruppenläufer, Schüler und Einsteiger Sachpreise erhalten.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Bad Neuenahr ist sicherlich der „Bunker“.

Der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal öffnete 2008 seine atombombensicheren Tore als Museum, deren Träger der Heimatverein „Alt-Ahrweiler“ ist und 203 m der einstigen Anlage als Dokumentationsstätte verwaltet. Jung und Alt aus aller Welt können ein bundesweit einmaliges Zeitzeugnis vergangener Tage besuchen und sich über das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik informieren.
Während der Zeit des „Kalten Krieges“ suchte man jahrelang nach einem geeigneten Standort für dieses Projekt und entschied sich für zwei Eisenbahntunnel einer strategischen Bahnlinie durch das Ahrgebirge, die zwar gebaut aber nie zugmäßig eingeweiht wurde. Das heißt, die Tunnel wurden während des 2.Weltkrieges als Zuflucht für die Bewohner genutzt und zeitweilig wurden dort auch Champignons gezüchtet. 1962 begannen an der Zivilschutzanlage die Bauarbeiten und nach 9 Jahren war der Bunker fertig. 1700 Bauarbeiter übergaben 1971 die 173 km gewachsene Bunkeranlage. Am Kuxberg hat man mit dem Ausbau angefangen, weil dort der Zugang  zu wesentlichen Bereichen der Regierung lag, die sich mit einer Überdeckung von 110 Metern gut geschützt im Innenteil befanden. Hier sollten also 3000 Personen aus dem Regierungs- und –Ministerienbereich 30 Tage den imaginären Ernstfall überleben. 936 Schlaf- und 897-Büroräume wurden für die Regierungsmannschaft ausgebaut.

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Und bei einigen Manövern wurde die Anlage 14 Tage lang von 2000 Leuten getestet. Darunter befanden sich allerdings nie der jeweilige Bundeskanzler oder Bundespräsident.
Bei 12 Grad Celsius und einer 1,5-stündigen Bunkerführung wird der Besucher in eine unterirdische Welt begleitet, die also lange strengster Geheimhaltung unterlag. Eine umfangreiche Dokumentation und viele Originalgegenstände in Verbindung mit dem Originalschauplatz informieren über ein Kapitel deutscher Geschichte, das Teil der weltweiten gegenseitigen Abschreckung der Atommächte in Ost und West war.
Mittwoch, Samstag, Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen erfolgen die Führungen von 10 – 17 Uhr für Einzelbesucher ohne Anmeldung. Gruppenführungen sind außer montags nach Anmeldung jederzeit möglich und auch in der Winterpause ist die Museumsstätte geöffnet.

Jedes Jahr am 12.November feiern die Ahrweiler ein besonderes Fest – das Martinsfest. Vier Junggesellenvereine, sogenannte Huten, wetteifern im sportlichen Wettkampf nicht nur um das schönste Martinsfeuer. Seit den 50-iger Jahren werden auch überdimensionale Schaubilder erstellt, die aus Tausenden von Fackeln zusammengesetzt werden. Die Schaubilder, die alle eine eigene Botschaft enthalten, strahlen fünfzehn bis zwanzig Minuten von den Hängen rund um die Stadt.
4 Huten brennen also 4 Bergfeuer zur gleichen Zeit ab. Den Beginn des Feuers läuten um 17.30 Uhr die Glocken der Laurentiuskirche ein. Diesen Brauch gibt es nur in Ahrweiler, und er ist schon über 130  Jahre alt. Dabei ist es ganz natürlich, das die Burschenschaften untereinander in einen Wettstreit geraten. Jede „Hut“ strengt sich an das größte Feuer und das originellste Fackelschaubild zu haben. Tage vorher sammeln die Jungen Reisig und binden sie zu „Schanzen“, um ein großes Feuer aufzubauen. Da kommt es schon manchmal vor, das von anderen Jungen die „Schanzen“ gestohlen werden. „Schanze stritze“ nennt man das.

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Weniger friedlich ging es bis zum Beginn des 1. Weltkrieges zu, als nach dem Abbrennen der Martinsfeuer die jungen Burschen sich regelrechte Kämpfe mit Pechfackelstöcken oder Weinbergspfählen lieferten, und der schöne Abend auf dem Marktplatz und in der Stadt ein wüstes Ende fand. Während der folgenden Kriegsjahre unterblieben Martinsfeuer und Lumpenfackelzüge. Ab 1922 hat man das jährliche Martinsfest neu belebt, es bekam eine „Hutordnung“, die Lumpenfackelzüge haben sich zu Fackelschaubildern entwickelt und seitdem werden die Feuer und Schaubilder von einer Bewertungskommission bewertet und mit Preisen bedacht. Silberteller fürs Feuer– und Kupferteller fürs Schaubild. Das ist bei weitem viel mehr als die Aufwandsentschädigung von 500 Euro, die jeder Verein für die Vorbereitung und Durchführung dieses Events bekommt. Und die Zuschauer erleben auf den Weinbergen den Feuerzauber mit Glühwein und „Wecken“, dem gebackenen Martinsmännchen. Nachdem die Feuer abgebrannt sind freuen sich die Kinder besonders auf die Fackelwanderung in die Stadt. Früher gabs die Lumpenfackel, heute basteln die Kleinen mit den Eltern ihre Pechmartinsfackel. Im Schein des Feuers und mit leuchtenden Augen singen sie dann Lieder wie: „ St.Martin ritt durch Schnee und Wind“, „Der Herbststurm braust durch Wald und Feld“, oder auch „ Ich geh mit meiner Laterne…“
Glücklich auf dem Marktplatz angekommen wird dann auf die Preisverleihung gewartet.
 
Zum „St.Martinstag“ gehört natürlich auch die Martinsgans – innen zart und saftig – außen kross. Diese wird gern im Restaurant Kleinertz verzehrt. Die einen bevorzugen ein saftiges Bruststück, die anderen lieben den Biss ins aromatische Fleisch der Keule. Perfekt wird die Gans, wenn man bei 180 Grad Umluft-Temperatur sie öfter mit heißem Wasser übergießt und nach 3 Stunden aus dem Ofen zieht. Besonders knusprig und geschmackvoll wird sie, wenn sie vor dem Grillen eingepinselt wird und zwar mit einer Mischung aus Wasser und etwas Salz oder aus Öl und Paprikapulver. Die festliche Gans verlangt außerdem nach einer besonderen Füllung, zum Beispiel Maronen, die passen gut zur herbstlichen Jahreszeit. Man kann aber auch Kartoffeln, Kürbis oder Äpfel verwenden. Als Beilagen munden Kartoffelklöße und Rotkohl.

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Als Getränk passt ein guter Rotwein dazu. Zu empfehlen sind der samtweiche „Dagernova- Frühburgunder“ oder ein fruchtiger „Spätburgunder Ahrweiler Rosenthal“ vom Weingut „Kriechel“. Nicht zu verachten ist außerdem ein „Dagernova-Nr.2“- ein weicher samtiger Rotwein vom Weingut „Dagernova“. Wenn man in Ahrweiler bei „Kleinertz“ ein ganzes Menue wählt, dann gehört vor der Suppe ein „Blank de Noir“ – ein weißer fast halbtrockener Wein von der roten Beere dazu.
Und auf den Nachtisch sollte man auch nicht verzichten. Sehr gut schmeckt ein mariniertes Früchtedessert mit Baumkuchenstückchen und einer Schokotasse.
Abrunden kann man das köstliche Mahl mit einem Absacker, und der besteht meistens aus einem „Spätburgunder-Trester“, dem sogenannten Grappa.

Aber Bad Neuenahr-Ahrweiler hat auch noch andere Reize zu bieten. Und wann lassen Sie sich davon überzeugen ?


Weitere Informationen bei:

Dorint Parkhotel Bad Neuenahr
Am Dahliengarten1
53474 Bad Neuenahr
Tel.: +49 2641 895-0
Fax: +49 2641 895-817
info.bad-neuenahr@dorint.com 

Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Hauptstraße 80
Blankartshof 1 
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler 
Tel.: 02641 9171-0
info@ahrtaltourismus.de

Dokumentationsstätte Regierungsbunker
Am Silberberg 0
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel.: 02641/9117053 ?


Text:
Peter Marquardt

Fotos:
Matthias Dikert