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Gesundheitsprävention und Ernährung – Maritim Seehotel Timmendorfer Strand 2014

Mitte Oktober 2014 sagten die Wetterfrösche besonders für den Norden ein wunderschönes Herbstwochenende mit milden sommerlichen Temperaturen voraus. Da blieb einem nichts weiter übrig, als spontan einen Kurztrip an die Ostsee zu machen. Mein Kollege und ich bevorzugen schon seit einiger Zeit den Timmendorfer Strand und logieren gern im Maritim Seehotel.

Dort kann man sich ordentlich erholen und ausgiebig verwöhnen lassen. Das Hotel liegt direkt am feinen weißen Ostseestrand, der durch die frische gesunde Seeluft zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt. So fuhren wir also kurzerhand von Berlin mit dem Auto los und erreichten nach 3-einhalb Stunden unser Ziel, das Maritim Seehotel Timmendorfer Strand.

Die Maritim Hotelgesellschaft hat einen klangvollen Namen in der Branche und liegt im Bekanntheitsgrad an der Spitze aller deutschen Hotelgruppen. Maritim steht für Komfort auf anspruchsvollem Niveau und im Maritim Seehotel Timmendorfer Strand trifft nordische Gastlichkeit auf elegantes Ambiente und herzlichen First-Class Service. Eine Kombination aus Wellness, Genuss und Natur zeichnet das Haus aus und lässt seine Gäste die Ostsee mit allen Sinnen genießen.

Das Haus verfügt über 241 Zimmer inklusive 7 Suiten, mit einzigartigem Blick auf die See. Im Seeterrassen-Restaurant können die Gäste das anspruchsvolle Frühstücksbuffet mit Blick auf die Lübecker Bucht genießen und am Abend internationale Speisen verzehren.

Regionale Spezialitäten oder ein Bier vom Fass kann man sich in der rustikalen „Friesenstube“ schmecken lassen. Feinschmecker kommen im Gourmet-Restaurant „Orangerie“ auf ihre Kosten. Mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und vom Gault Millau mit 17 Punkten bewertet, garantiert Küchenchef Lutz Niemann und seine Crew seit fast 20 Jahren höchste Kreativität und Qualität der Speisen.

Lutz Niemann kocht vor den Augen der Gäste klassisch mit fantasievollen Akzenten, der in seinen Kreationen mit frischen Zutaten naturnaher Zubereitung, den Gästen ein unvergleichliches Geschmackserlebnis beschert. Allein in Deutschland kocht Maritim jeden Tag in ca. 40 Hotelküchen für rund 4 Millionen Gäste und 5 750 Mitarbeiter im Jahr. Genuss und Qualität stehen immer an erster Stelle.

Wellness wird im Maritim Seehotel ebenfalls groß geschrieben. Auf 3 Ebenen verteilt, locken im klassisch ausgestalteten maritim spa & beauty care Bereich Verwöhnprogramme vom Feinsten. Zu den Einrichtungen gehören eine Dampfsauna, ein Sanarium, ein Eisbrunnen, ein Thalasso-Wannenbad, eine Softpackliege, ein heißer Stein für Öleinreibungen und Seifenschaummassagen sowie ein Schlammbad. Meerwasser, Algen und Schlamm sind die Hauptkomponenten der Thalasso-Therapie, dem Schwerpunkt der Wohlfühlangebote in der Maritim Wellness-Oase. Den Mittelpunkt bildet der Meerwasserinnenpool mit Massagedüsen und Sprudelliegen und der Außenpool mit seinem angenehm – temperierten Meerwasser.
Neben den Entspannungs- und Schönheitsangeboten bietet das Hotel auch Arrangements zum Thema Gesundheit an. Dazu gehören Programme in den Bereichen Bewegung, Entspannung und Ernährung.

Die Maritim Hotelgesellschaft ist heute der bedeutendste private Anbieter von Kongressmöglichkeiten in Deutschland. Internationale und nationale Kunden schätzen die exzellent ausgestatteten Häuser sowie die langjährige Kompetenz und Erfahrung bei Großveranstaltungen.
Eine der herausragendsten Tagungsmöglichkeiten befindet sich auf der Penthouse-Ebene. Der „Salon Hamburg“ mit einer Größe von 115 Quadratmetern und Panoramablick über die Ostsee lädt zu einem Board-Meeting bis 30 Personen ein.
Doch auch Riesenevents meistert das Maritim Seehotel professionell und flexibel. Großtagungen bis zu 1000 Personen, Konzertproben und öffentliche Generalproben bekannter Künstler mit bis zu 1500 Personen, Theateraufführungen und Festabende sind im ebenerdig gelegenen Saal Maritim mit einer Fläche von 920 Quadratmetern und einer Bühne von 10 mal 12 Metern möglich. Außerdem gibt es noch 8 weitere Tagungsräume und ein großes Kongressfoyer für Ausstellungen, Präsentationen und Empfänge. Immer mehr Kunden legen Wert auf eine gesunde Arbeitsatmosphäre im Rahmen von Tagungen und Seminaren, so dass Aktivpausen zur Anregung von Motivation und Konzentration der Teilnehmer verstärkt gebucht werden. Bewegungsprogramme während der Tagung dienen zur Auflockerung des gesamten Körpers. Gesunde und trendweisende Verpflegungspauschalen wie vegetarisch, vegan oder kalorienbewusst während der Tagungspausen, runden das Angebot für Tagungs-und Seminargäste ab.

Ganzjährig wird auch seit vielen Jahren ein abwechslungsreiches Gästeprogramm für Privatreisende angeboten, ob Tagesausflüge in das Umland, geführte Spaziergänge, Bootstouren, Opern-und Konzertbesuche, Golfturniere im nahegelegenen Golfpark, das Team um Hoteldirektor Jochen H. Stop lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen.

Das Wochenende des 18.und 19.Oktober stand diesmal im Zeichen der „Gesundheitsprävention und Ernährung“. Für mich kam dieses Thema genau zum richtigen Zeitpunkt, denn Abnehmen stand auf meiner Tageskarte. Schon seit ein paar Wochen versuche ich meine Ernährung umzustellen, weniger zu essen und abends keine Kohlehydrate mehr zu verzehren. Die Bewegung kommt natürlich auch dazu, so dass ich öfter mit dem Fahrrad fahre, einmal wöchentlich schwimmen gehe und an einem Sporttag kursgerecht etwas für meine Wirbelsäule tue. Leider hat sich mein Gewicht nicht merklich reduziert, so dass ich glücklich war, eine individuelle Stoffwechselmessung und Körperanalyse bei „Figur Art“ im Erdgeschoss des Hotels durchführen zu lassen.

Bei dieser Messung wurde das individuelle allgemeine Bewegungsverhalten und der benötigte Kalorienbedarf ermittelt. Jens Bergau von „Figur Art“ hatte mir 25 Minuten Fragen zum Allgemeinbefinden, zu meiner individuellen Ernährung und meiner sportlichen Betätigung gestellt und danach den Metabolic-Test gemacht. In der Ruhephase atmete ich über ein spezielles Mundstück ca. 5 Minuten lang aus und ein. Diese Atemluft wurde über ein Messgerät an eine dafür entwickelte Software weitergeleitet und mein persönliches Stoffwechselprofil erstellt. Das heißt: „Bei den Stoffwechselvorgängen im Körper werden Nährstoffe und Sauerstoff in den Zellen zu Lebensenergie umgewandelt. Die Messung gibt unter anderem sofort Auskunft über den Kalorien- und Energiebedarf, über die anteilige Zucker-und Fettverbrennung und die Effektivität des Stoffwechsels. Je effektiver der Organismus aus Nahrung und Sauerstoff Energie produzieren kann und der Stoffwechselindex hoch ist, umso besser ist die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Menschen. Dabei sind regelmäßiges Fitnesstraining und eine Ernährungsumstellung wichtig, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Im „Salon Hamburg“ wurden ab 18 Uhr die ersten Messergebnisse ausgewertet und deren Bedeutung erläutert.
Mein Stoffwechselindex war mit „ 2 „ zu niedrig und die Stoffwechselleistung mit „180%“ und 2674 kcal zu hoch.

Die Ursachen dafür seien meist körperlicher und psychischer Stress und geringe Sauerstoffaufnahme, die den Organismus überlasten und die Gewichtsreduktion verhindern. Körpergewicht kann man nur verlieren, wenn man einen regelmäßigen Fettstoffwechsel hat. Die tägliche Energie sollte man sich aus dem Körperfett holen und nicht aus den Kohlehydraten der Nahrung, meint der Personal Trainer und Ernährungsberater Jens Bergau. Ein hoher Kohlenhydratstoffwechsel bedingt einen sehr geringen Fettstoffwechsel, das Körpergewicht wächst und das Risiko einer Stoffwechselerkrankung wie Herzinfarkt und Schlaganfall sind erhöht. Meine hohen Werte bei der Zuckerverbrennung und null Prozent bei der Fettverbrennung haben mich besonders aufhorchen lassen.
Deshalb sieht mein Fazit für eine vielversprechende Abnahme folgendermaßen aus: Meine Kalorien müssen demnächst aus der erhöhten Fettverbrennung stammen, die Zuckerverbrennung muss verringert werden und genügend Sauerstoff sollte in die Zellen gelangen, um das Körperfett abzubauen. Bewegung und ausgewogene Ernährung sind die Voraussetzungen dafür. In Zukunft werde ich mehr Gemüse und Vollkorn sowie Lebensmittel mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren essen. Weißmehlprodukte, Fertiggerichte und Süßigkeiten gehören der Vergangenheit an, während täglich 2 Liter Wasser oberste Priorität haben.

Zum Abendessen trafen wir im Seeterrassen-Restaurant ein und verspeisten anlässlich des Gesundheits-und Ernährungswochenendes ein „Herbstliches Menue“.
Nach der Kürbiscremesuppe gab es „Gebratene Seetäufelbäckchen mit Gemüseperlen und rotem Beteschaum. Zum Hauptgang wurden „Medaillons vom Hirschrücken mit Thymian, Portweinschalotten, Keniabohnen, frischen Pilzen und Schlosskartoffeln“ gereicht. Von den Weinen passte ein 2013 er Mosel-Riesling und ein 2012 er Merlot aus Frankreich ausgezeichnet dazu.

Das Essen schmeckte so vorzüglich, dass ich auf die „Baumkuchentrüffeltörtchen mit karamellisierten Apfelspalten“, als Dessert, verzichtete.

Bevor am nächsten Tag die Fahrradtour zum Kletterpark nach Travemünde startete, nahm ich um 8 Uhr dreißig an einem Zirkeltraining am Strand direkt vor dem Hotel teil. Jens Bergau brachte 30 Minuten mit gymnastischen Übungen unseren Körper in Schwung und machte Appetit auf das morgendliche Frühstück.
Ab 11 Uhr trat die Wellnessmanagerin des „maritim spa & beauty care“ Maren Haase mit uns in die Pedale und radelte an einem sonnigen wunderschönen Herbsttag entlang des Ostseestrandes über Niendorf und der Steilküste nach Travemünde.

Im Kletterwald absolvierten einige den Kletterparcour und nach einem vom Maritim-Hotel organisierten Picknick ging die Radtour über Warnsdorf zurück zum Timmendorfer Strand.
Bis zum Abendessen im Gourmet-Restaurant „Orangerie“ blieb noch Zeit für Erholung und Entspannung. Mein Kollege und ich drehten ein paar Runden im angewärmten Meerwasseraußenpool und suchten danach die Saunalandschaft auf.
Vor dem Essen organisierte die stellvetretende Direktorin des Maritim „Manja Brandt“ einen Champagnerempfang, um danach „Das besondere Menue“ vom Sternekoch Lutz Niemann genießen zu können.

Nach einem köstlichen Gruß aus der Küche überraschte man uns mit einer kleinen Portion „Flusskrebsen mit Kürbis Petersilienemulsion und Apfel“. Der folgende Gang war „ Loup de mer(Fisch) mit Fenchel, Oliven, Knoblauchchips und Gewürztomaten“. Als dritten Gang hatte Lutz Niemann „Konfiertes Salzwiesenlamm mit Bohnen, Aubergine und jungem Lauch“ vorbereitet. Schließlich überreichte er uns „Hirschkalbsfilet mit Quitte, Sellerie, Waldpilzen und Wacholderrahm.“
Zu jedem Gang kreierte man uns nach dem Aperitif die entsprechenden Weine, beginnend mit Riesling, über Bourgogne, Bordeaux und Spätburgunder zum Roussillon.

Das Dessert „2 mal Marone und 2 mal Birne mit Papier und Bonbon von Cassis“ ließ ich lieber wegen des Zuckergehalts weg und trank stattdessen einen Espresso. Das exzellente Menue schmeckte wieder ausgezeichnet und wurde zum Ausklang des Abends mit einem Absacker in der Hotelbar belohnt.
Den Sonntag eröffnete die Wellnessmanagerin Maren Haase mit einer 25-minütigen Wassergymnastik im Meerwasseraußenpool.

Bevor dann um 11 Uhr die Diskussionsrunde über „Wellness- Gastro und Ernährungstrends“ mit Sternekoch Lutz Niemann, Wellnessmanagerin Maren Haase, dem Personal Trainer und Ernährungsberater Jens Bergau und der stellvertretenden Hoteldirektorin Manja Brandt eingeläutet wurde, wartete das Frühstück im Seeterrassen-Restaurant auf uns.
Im „Salon Hamburg“ wurde darüber diskutiert, welche gastronomischen Trends es in der Zukunft gibt und wie die Gastronomen und Hoteliers mit den Begriffen Veganer, Vegetarier und „Flexitarier“ umgehen werden. Der Sternekoch Lutz Niemann erklärte erst einmal den Unterschied zwischen veganer und vegetarischer Küche. Bei den veganen Speisen fallen alle tierischen Produkte, wie Fisch, Fleisch, Eier, Butter und Sahne weg. Infrage kommen Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte auf Sojabasis. Ist man Vegetarier, verzehrt man Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs sowie Eier , Milch und Honig und vermeidet Fisch und Fleisch.

Der „Flexitarier“ ist jemand, der mal Fisch, Fleisch und vegetarisch ,beziehungsweise.vegan isst. Die Anzahl dieser Leute hat in letzter Zeit zugenommen. Bei den „Flexitariern“ spielt die Ernährung mit gesunden, regionalen und saisonalen Produkten, die nachhaltig produziert werden, und ein geringer Fleischkonsum eine große Rolle. Lutz Niemann betonte, dass sich immer mehr Menschen für eine nachhaltige Lebensführung interessieren, mit dem Ziel, die natürlichen Ressourcen zu schonen und für nachfolgende Generationen zu erhalten. Auch in der Gastronomie und in der Hotellerie ist die Nachhaltigkeit ein wichtiges Ziel, mit dem er sich ständig auseinandersetzt und den Zusammenhang mit vegetarischen und veganen Gerichten nicht aus den Augen verliert. Er ist der Meinung, dass der Gast selbst entscheiden müsse, ob er fleischlos speisen möchte, oder nicht. Er sollte essen, worauf er Lust hat, nur dann kann er genießen. Darüber hinaus trägt die zunehmende Zahl von Gästen, die an einer Speisenunverträglichkeit leiden, dazu bei, dass man den Produkten, deren naturnaher Zubereitung und geschmackreicher Verarbeitung eine besondere Bedeutung beimisst. Die zukünftige Speisekarte wird immer einen vegetarischen Gang dabei haben. Ab Januar 2015 werden also alle Maritim-Hotels ein vegetarisches Menue anbieten.

Wir freuten uns schon jetzt auf das vegetarische Mittagessen im Gourmet-Restaurant „Orangerie“, das Lutz Niemann und sein Team für uns ab 12 Uhr vorbereitet hatten.
Los ging es mit den „Amuse gueule“ aus der Küche, danach folgte „Brotsalat mit Kirschtomaten schwarzem Knoblauch und karamellisierten Perlzwiebeln“. Der Hauptgang bestand aus einem „Asiatischen Wok Eintopf mit Zitronengras und Ingwer. Dieser Eintopf schmeckte mir so gut, dass ich eine zweite Portion bestellte.

Zu trinken gab es einen Weissburgunder Moselwein vom Weingut Dr.Loosen und als abschließendes Dessert wurden „Mandel Baiser mit Pistazie, Cassis und Champagner“ gereicht. Dieses leichte, fleischlose und gut gewürzte Gericht war in meinen Augen „Genuss pur“ und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch das 28.Schleswig-Holstein Gourmet Festival erwähnen, dass am 21.September dieses Jahres im „Vitalia Seehotel“ Bad Segeberg eröffnet wurde und am 1. März 2015 in der „Holländischen Stube“ in Friedrichstadt zu Ende geht. Der Ausrichter ist die Kooperation Gastliches Wikingland e.V..
In 15 Mitgliedshäusern zeigen 19 Spitzenköche aus Deutschland, Dänemark, Finnland und Österreich ihr inspirierendes handwerkliches Können und werden die Gäste mit kulinarischen Kreationen verwöhnen.
Verwöhnt und gestärkt machten wir uns dann auch auf die Heimreise und erreichten nach dreieinhalb Stunden unsere Heimatstadt Berlin.

Weitere Informationen bei:

Maritim Seehotel Timmendorfer Strand
Strandallee 73
23669 Timmendorfer Strand
Telefon: +49 (0) 4503 605-0
Fax: +49 (0) 4503 605-2450
Reservierung: +49 (0) 4503 605-2452

Text:

Peter Marquardt

Fotos:

Matthias Dikert

Bilder Stoffwechselmessung und Körperanalyse sowie Wassergymnastik von Peter Marquardt