Baku im Wandel der Zeit

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 Baku im Wandel der Zeit

Aserbaidschan hat nicht zuletzt durch den European Song Contest 2012 (ESC) die Welt auf sich aufmerksam gemacht. Berühmt hierfür ist das ESC-Gebäude mit seiner besonderen Architetktur, auch Baku Crystal Hall genannt. Es liegt am Platz der Nationalflagge.

In Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, fand 2013 zudem die Baku World Challenge statt.

Die Stadt, mit ca. 2 Mio. Einwohnern und am kaspischen Meer gelegen, ist heutzutage ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum. Der Name Baku soll vom persischen bad kube, Stadt der Winde, abgeleitet sein.

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Die Altstadt Bakus hat seit 2000 den Status des UNESCO-Welterbes.

In den letzten Jahren im Zuge des aserbaidschanischen Wirtschaftsaufschwungs hat sich Baku stark verändert. Es gibt neben vielen Baustellen zahlreiche Wolkenkratzer und hochmoderne Bürogebäude.

Direkt an der Uferpromenade reihen sich Luxus-Boutiquen aneinander und laden zum Shopping ein. Die Leute sind alle sehr freundlich und hilfsbereit und es gibt wenig Kriminalität. Lediglich die Verständigung ist etwas schwierig, wenn man kein Russisch spricht. Aber in den internationalen Shops und Hotels wird auch Englisch gesprochen. Das Essen ist durch die Nähe zum Meer geprägt. Es gibt viel frischen Fisch vom Grill und Feigenlimonade.

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Wichtigstes Erkennungsmerkmal von Baku aus der Ferne sind die 3 Flame Towers, deren besondere Architektur an lodernde Flammen erinnert.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind weiterhin der Sovjetski-Palast, auch Regierungspalast genannt, der Fontänenplatz, der Shirvanshahs Palast in der Altstadt, der 310 m hohen Fernsehturm Azeri – der direkt durch ein Denkmal am Märtyrerplatz ein tolles Fotomotiv bildet, der Maiden’s Tower und die Villen der Ölbarone.

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Die im Jahr 1884 erbaute Villa Petrolea war für die Nobel-Brüder gedacht. Sie wurde wie weitere neugotische und Jugendstilpaläste von westeuropäischen Architekten erbaut. Im Jahre 1879 gründeten die Brüder die Nobel Oil Company. Alfred Nobel, zusammen mit seinen älteren Brüdern Ludwig und Robert, war der Initiator und einer der Hauptaktionäre der „Branobel „.

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Aber natürlich war der „Vater“ des Unternehmens Ludwig Nobel, der bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Ölindustrie in Aserbaidschan gemacht hat. Er wurde allgemein als ein wahrer Ölkönig dieser Zeit angesehen. Ludwig Nobel baute den ersten Öltanker, eine Öl -Pipeline und ein Speicherbecken.
Villa Petrolea ist jetzt die Heimat des Gebrüder Nobel Museums, des International Conference Centres und des Baku Nobel Oil -Clubs.

Interessant ist die Bibi-Heybat-Moschee an der Südgrenze der Stadt. Sie wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert, in der Zeit des Schirwahshahs, erbaut.

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Etwa 30 km außerhalb von Baku liegt der Feuertempel „Ateshgyag“, in dessem Inneren eine Flamme lodert.

Als Tagesausflug lohnt sich ein Abstecher nach Gobustan, wo die berühmten „petroglyphs“ zu sehen sind. Diese steinzeitlichen Felszeichnungen, die hier in den 1930er-Jahren entdeckt wurden, gehören seit 2007 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Im Jahr 1966 erfolgte die Einrichtung des Nationalparks Gobustan. Das Gebiet hat eine Fläche von ca. 44 qkm. Sehenswert ist auch das Gobustan-Museum, wo weitere Felszeichnungen und Werkzeuge der Steinzeit ausgestellt sind.

Aber in Aserbaidschan und Baku gibt es noch viel mehr zu entdecken und eine Reise hierhin lohnt sich immer.


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Text:

Matthias Dikert

Fotos:

Matthias Dikert

Bianca Bodau (3 Bilder)