Baku World Challenge

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Baku World Challenge

Jubelszenen spielten sich nach der Zieldurchfahrt von Stéphane Ortelli (MCO) und Laurens Vanthoor (BEL) beim Belgian Audi Club Team WRT in Baku ab. Das Duo sicherte sich nicht nur die Baku World Challenge sondern auch den Titel der FIA GT Series 2013 in der PRO Kategorie. 

Die beiden sicherten sich den Titel auf die bestmögliche Weise. Mit einem hart erkämpften Sieg nach einem hochspannenden Saisonfinale der FIA GT Series. Ortelli und Vanthoor´s Titelgewinn in der Fahrerwertung der PRO Kategorie komplettierte den Erfolg des belgischen Audi Teams, dass sich bereits nach dem Qualifying Rennen den Titel in der Teamwertung sichern konnte. Als Belohnung für den Sieg in der Baku World Challenge konnte Vincent Vosse noch einen Scheck über EUR 100.000 in Empfang nehmen. 

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Ortelli konnte beim Start die Führung übernehmen und entging damit dem Chaos hinter ihm, als es in der ersten Schikane zu zahlreichem Austausch von Lackproben zwischen den Teilnehmern kam. In der zweite Runde verlor der Monegasse seine Führung als er dem #21 BMW Sports Trophy Team Brasil von Ricardo Zonta ausweichen musste. 

Mit einem perfekt gewählten Zeitpunkt für den Boxenstopp unmittelbar nach einer Safety Car Phase konnte Ortellis Teamkollege Laurens Vanthoor den Führenden Alon Day (ISR) niederringen. Der Belgier hatte leichtes Spiel, da Day mit mechanischen Problemen zu kämpfen hatte. Das Audi Duo konnte die Führung bis zur karierten Flagge halten. 
Frank Stippler (DEU) und Edward Sandsträm (SWE) mussten ihre Titelhoffnungen nach einem Zeitverlust während des Boxenstopps schon früh ad acta legen. Das deutsch-schwedische Duo kam über einen 13. Rang nicht hinaus. 
Für Stéphane Ortelli war es bereits der fünfte bedeutende GT Titel in seiner Karriere und macht ihn damit zu einem der erfolgreichsten Piloten im modernen GT Sport. 

Als Zweiter überquerte der Hexis Racing McLaren MP4-12C von Rob Bell (GBR) und Kévin Estre (FRA) die Ziellinie der Baku World Challenge. Später erhielt das britisch-französischen Duo eine Strafe und verlor die Position. Somit blieb die Leistung der beiden unbelohnt, die nach einem frühen Reifenschaden von Rob Bell bereits in der ersten Runde an die Boxen mussten. 
Ein sehr guter Boxenstopp von Hexis Racing während einer Safety Car Phase ermöglichte Estre den Anschluss an das Feld zu halten. Durch eine starke Leistung des jungen Franzose pflügte der McLaren durch das Feld und bestärkte den Ruf von Estre als grosses Talent des GT Sport. 

Nur wenige Minuten vor Rennende profitierte er von einer Berührung zwischen Alon Day und Alvaro Parente. Der Mercedes SLS AMG GT3 und der Sebastien Loeb Racing McLaren MP4-12C gerieten in der Haarnadelkurve aneinander und Estre konnte an beiden vorbei ziehen. 

Day und Buhk (DEU) konnten sich mit ihrem HTP Gravity Charouz Mercedes SLS AMG GT3 noch den dritten Rang vor Parente/Loeb sichern. Nach der 10-Sekunden Zeitstrafe für die beiden Hexis McLaren und den HTP Gravity Charouz Mercedes sind Parente/Loeb auf den zweiten Rang im offiziellen Endergebnis nach vorne gerutscht. 
Nach den turbulenten ersten Rennrunden entbrannte einer Zweikampf zwischen dem Boutson Ginion McLaren MP4-12C von Fréréric Vervisch (BEL) -der sich den MP4-12C mit dem McLaren F1 Nachwuchsfahrer Stoffel Vandoorne (BEL) teilte- und dem Phoenix Racing Audi R8 LMS von Markus Winkelhock. Beide mussten sich aus dem Kampf um den Sieg verabschieden als sie zu einer Drive-Trough-Strafe antreten mussten, die für das Überfahren der Streckenbegrenzung verhängt wurden. 
Der zweite Boutson Ginion McLaren von Alexander Sims (GBR) und Stef Dusseldorp (NLD) fiel nach anfänglich starker Leistung auf den achten Gesamtrang zurück.

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Die Pro Am Kategorie wurde erneut vom GT Grasser Racing Team Lamborghini Hari Proczyk (AUT) und Dominik Baumann (AUT) gewonnen. Für das kleine Team aus der Nähe des Red Bull Ring war dies der krönende Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison. Proczyk beendete die Saison nur mit drei Punkten Rückstand auf die Pro Am Meister Andreas Simonsen (SWE) und Sergei Afanasiev (RUS). 

Der zweite GRT Grasser Racing Lamborghini von Stefan Rosina (SVK) und Filip Sladecka (SVK) beeindruckte mit einer starken Fahrt von Rang 21 bis auf den sechsten Gesamtrang. 
In der Gentlemen Trophy gingen beide Siege des Wochenende an Frederico Leo (ITA) und Claudio Sdanewitsch (DEU) im AF Corse Ferrari 458 Italia. 

Die Pit Stop Challenge für den besten Boxenstop ging an den #9 Sebastien Loeb Racing McLaren MP4-12C.
Das Finale der 2013er FIA GT Series war ein voller Erfolg. Die Zuschauer boten eine großartige Kulisse für spannende Rennaction und eine Meisterschaftsentscheidung im allerletzten Rennen. Das Land Aserbaidschan und deren Hauptstadt Baku waren ein hervorragender Gastgeber.
In der kommenden Saison kehrt die FIA GT Series als Blancpain Sprint Serie zurück. 

Text:

Matthias Dikert

Fotos:

Matthias Dikert und
V-IMAGES.com/Fabre