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FUTUROSCOPE – Europäischer Park der Bilder

Die Grande Nation hat einen guten Ruf, besonders zu Themen Kultur und Wissenschaft. Das Land ist führend, auf vielen Gebieten und Maßstab für den Rest der Welt. Franzosen haben eine besondere Fabel für Ästhetik und Schönheit, allgemein. Postmodernes Zeugnis legt das Futuroscope, ein Techno-Park der Superlative, in Poitiers, ab. Zukunftsorientiert aufgebaut und Corporate Identity zugleich. Visionen unseres Lebens, in Bildern.

Ein Park der Kunst und der Wissenschaften

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Ein wunderbares Abenteuer, eine Touristenattraktion und ein Spektakel aus Show & Technik. Für Auge und Ohr ein Genuss. Dann kommt schon der Inhalt, die Filmtheater. Alle, unterschiedlicher Couleur, nach Kriterien modernster Kinematographie aufgebaut, plastische, überdimensionale Kinos. So auch Imax Solido mit stereoskopischen Bildern auf einen halbkugelförmigen Bildschirm von 800 m2 Größe. Die aufzusetzende Flüssigkristallbrille kann das Bild dreidimensional erfassen, mit allen Geschehen direkt über uns. Beispielsweise Waschbären, die sich an Weinreben laben und dabei ständig in die Zuschauerreihen springen. Eine gelungene optische Täuschung. Oder der „Fliegende Teppich“, ein doppeltes IMAX System aus zwei Leinwänden von jeweils 700 m2. Vor und unter uns Bilder. Schmetterlinge werden beobachtet. Ein Flug über Wolkenkratzer, Berggipfel, diverse Wasserfälle.

Ein riesiger Park

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Im 360 Grad Rundumkino mit neun Leinwänden, wird einfach alles an denkbaren beweglichen Bildern gezeigt. „Andalusien“ eine Referenz an Spanien. Im Film hat ein Jeder das Gefühl des sich Abhebend, eine Ballonreise. Schweben über Sevilla. Man kann sich Drehen und Wenden – bewegtes Leben. Ein Gefühl innerer Schwerelosigkeit kommt auf. Farbenprächtige Verfolgungsjagden, Stierkämpfe, ständig eine permanente Rasanz.
OMNIMAX – ein weiteres Zauberwort. Ein Gebäude aus Glas mit einer inneren Rundkugel, wie ein Käfig, mitten in das Grün der Landschaft gesetzt. Es wirkt bereits allein mit seiner transparenten Leichtigkeit. In eindrucksvollen Bildern, „Feuer über Kuwait“, wird Präzision und Technik, beim Löschen brennender Ölfelder, demonstriert. Ein starker Film.
Man kommt ins Schwärmen, bei dieser Fülle und Pracht an farbenfrohen Aufnahmen und alles im Stereo-Musik-Sound unserer Zeit.
Unternehmen wir einen Höhenflug. „La Gyrotour“, mit 45 Metern der höchste Punkt des Parks. Ein sich drehender Turm, mit Panoramablick. Auf die Anlagen des Freizeitparks und in die Weite der Landschaft. Ein Ruhepol.

„Besuchen uns“, meint Hostess Amalie

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Kurze Pause vor dem nächsten Kinobesuch, derer sind eine Menge möglich. Für alle Gäste am beeindruckendsten das „Cinema Dynamic“. Hier sind immer Warteschlangen zu verzeichnen. Viele Besucher gehen mehrfach hinein. Jeder sitzt angeschnallt, wie im Flieger. Dazu ein rasanter Action-Film. Nur eine einzige Kamerafahrt, im Rennschlitten. Der helle Wahnsinn. Mit 180 Stundenkilometern rast man mit, wird immer schneller, hat Angst aus den Kurven getragen zu werden. Einfach irre! Alles tobt, schreit und lacht. Man muss dies einfach selbst erlebt haben, kann es nicht in Worte kleiden.

Mit Einbruch der Dämmerung folgen neue Spektakel: Show auf dem Wasser. Spielereien mit Licht und Farben. Eindrucksvolle Laserbilder, reitende Pferde und am Wasser spielende Kinder. Wie eine Fata Morgana, sich im Bergkristall Kinemax spiegelnd. Computeranimation die sich weltweit sehen lassen kann. Musik par Excellenze, eine neue Dimensionen. Tausende entbieten Standing Ovation. Bravo!
Einmalig in Europa. Und es gibt noch weitere Techniken, Kinos und „Wunder“. Besonders Kinder kommen auf ihre Kosten, im Paradies technischer Möglichkeiten.
Monsieur Rene` Monory, Bürgermeister von Poitiers, hat für sich und seinem Departement alles ausgedacht. Vor nunmehr über 20 Jahren. Er muss schon ein sensibler und feinsinniger Mensch sein. Gebildet und kulturvoll, ein Leben in Bildern. Schade er selbst war nicht anwesend.

Empfehlung

Das Futuroscope liegt etwa 300 KM von Paris entfernt. Direkt an der A 10. Im Urlaub mit dem Wagen Richtung Atlantik, Spanien, Portugal. Mit dem TGV – Express sind es 90 Minuten ab Paris. Oder per Flug via Paris. Der Park ist bis 14. November 2004 von 10 Uhr bis zum Sonnenuntergang geöffnet. Im übrigen Jahr von 10 bis 18 Uhr. Ein ganzer Tag sollte schon eingeplant werden.
Lohnenswert ist eine Visite in Poitiers. Eine sehenswerte Altstadt, Kirchen, viel anderes historische Gemäuer und alles über 1 000 Jahre alt. Typische Restaurants, mit echt französischer Küche, locken, mit interessanten Preisen.

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Einkehren im Restaurant die „Mühle“. „Le Moulin de la Glaciere“ F-86 000 Poitiers, Rue des Qutre Roues 114, bei Pierre mit seinen Fischspezialitäten. Auch selbst geangelt im Mühlbach. Warum nicht. Guten Appetit!



Weitere Informationen:
Atout France – Französische Zentrale für Tourismus
Postfach 100128
60001 Frankfurt am Main
E-Mail: info.de@rendezvousenfrance.com


Unser Redakteur Gerald H. Ueberscher (E-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) besuchte für ReiseGala.de Frankreich.