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Museum „Lychnostatis“

Das Museum „Lychnostatis“ liegt am Ortsrand von Hersonissos, direkt am Meer.
Es ist ein Platz zur Erhaltung der Kultur und dient der Information über das künstlerische und traditionelle Leben von Kreta. Ein volkstümliches Museum mit drei markanten Merkmalen: 

Das volkstümliche Kreta
Ortsübliche Arbeiten, Sitten, Gebrauche und Lebensart, Legenden und andere volkstümliche ethnographische Bestandteile.

Die Natur von Kreta
Landesübliche Bäume, Pflanzen und Sträucher, die nur auf Kreta wachsen, gleichwie auch kretische Bodenschätze. 

Volkstümliche und Autodikaktische Künstler von Kreta
Künstler, die sich häufig mit Ihren Werken ausgezeichnet haben und ihre Volkskunst örtlich kulturell überliefern. 

Sinn und Zweck
Das Museum „Lychnostatis“ dient als Platz antikonsumarischer Initiation der Schützer für Natur- und Volkskunde Kretas.
Es hat den Wunsch, dem zeitgenoessischen Mensch den Wert des Lebens der frueheren Zeit nahezubringen. Man hat sich zum Ziel gesetzt, die tiefen Wurzeln der Natur mit einer neuen Museumsart zu verbinden. Sie soll dem Besucher die Phantasie vermitteln, wie in der früheren Zeit gelebt wurde und ihn lehren, etwas davon zu übernehmen, ja so zu empfinden, als wurde er daran teilnehmen.

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Der Umfang des Museums
In den 7.000 qm des Museums findet man folgende Plätze: Kretisches Haus Fabrik (Ölpresse), Windmühle, Schafshirtenunterkunft, Kapelle, Dreschplatz, Weinstampfanlage, Schnapsbrennerei, Backofen, Weber- und Färberei mit Naturprodukten, Töpferei, Herbarium (Herstellung von Parfüm und Tee), Garten mit Obstbäumen von Kreta, Kräutergarten (Kräuter für Tee, Arznei und Parfüm), Kakteengarten, Ausstellung im Freien von Mineralien aus Kreta, Ausstellungsraum volkstümlicher Künstler und ihrer Werke, Mehrzwecksaal zur Vorführung von Hoer- und Bildvortraegen fur den Unterricht über die natürliche Umwelt von Kreta – auch Seminare und Vorträge (oder Kongresse – bis 150 Personen), Freilichttheater – für 250 Personen – für organisierte künstlerische Vorstellungen (Tanz-, und Theatervorstellungen, Hör- und Bildvorträge u.a.), Cafe (serviert werden traditionelle Getränke und Kuchen), Verkaufsstand (Verkauf von traditionellen Produkten und Erinnerungsgegenständen an das Museum).

Bau – Inbetriebnahme 
Das Museum „Lychnostatis“ wurde von dem Augenarzt – Professor Yiorgos Markakis , Sammler und Volkskundler gegrundet . Es wurde erbaut in der Zeit von 1986 -1992 mit persönlichem Einsatz der Familie Markakis und vier Arbeitern, sowie einem verzinslichen Bankdarlehen. Beim Aufbau des Museums wurde nur Rohmaterial ( Stein – Holz – Ton ) verwendet . Auch auf die Nutzung von Maschinen wie z.B. Bulldozer und Betonmischer wurde verzichtet.
Aus Grunden der vielen Freilichträume (unter freiem Himmel befindlichen Anschaungsmaterial ) ist das Museum nur in der Zeit von April – Oktober ( 1 / 4 – 31 / 10 ) geöffnet. Die Inberiebnahme als Privatmuseum war im Juli 1992. Im März 1994 fand die Gründung des Vereins der „Freunde des Museums Lychnostatis“ statt, welcher Aufgaben rund um das Museum und dessen Interssen wahrnimmt.
Der Verein hat auch zwei Ratgeber mit Begutachterrollen, der wissenschaftlichen und der organisatorischen Ratgebung. Das Museum hat vier Fachrichtungen: Film und Hörsaal, Ausbildungsprogramm für Schüler, Volkstümliche Produkte und Dokumentation. Das Museum war im Jahr 1996 auserwählt als Kandidat „Europäischer Museen“ und bekam den Umweltschutzpreis von der Universitat Kreta’s im Jahr 1997. 

Text und Fotos:

Matthias Dikert