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Englands bestgehütetes Geheimnis Teil 3

Coniston Lake
Von Keswick die A591 fahren und ein kleines Stück später tut sich Thirlmere auf. Diverse Parkplätze und Zelt- und Caravanplätze umrunden den See. Einmal rund um den See ist besonders schön mit dem Fahrrad. Und wie in letzter Zeit in vielen Gegenden, auch hier hat das E-Bike Einzug gehalten. Gerade in bergigen Gebieten spielt es Stärken aus. Doch wir entscheiden uns nicht für Thirlmere, sondern rauschen nach Coniston Water weiter. In Ambleside kurz Lake Windermere von Weitem sehen und dann links ab. Zwischen den beiden Seen liegt Grizedale Forest. Am Nordufer liegt Coniston. Am Strand steht das Blue Bird Café. Anlegestelle für Dampfer und Fähren, Bootsvermietung, Fahrradvermietung und natürlich Stärkung am Strand.

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Benannt ist das Café nach dem Rekordboot von Donald Campbell. Bei einem Rekordversuch auf dem See verunglückte er in den 1960ern tödlich. Erst kürzlich ist das Boot, welches bei dem Unfall in zwei Teile zerbrach, gehoben worden. Jedes Jahr gibt es ein Event zu Gedenken von Donald. Er hatte den See deswegen ausgesucht, weil das Wasser normalerweise Glatt wie ein Babypo ist. Bei den Geschwindigkeiten, die er bevorzugte, zum Überleben notwendig. Auch wenn das Wetter mal schlechter ist, halten sich die Wellen in Grenzen. Ihm wurde jedoch nicht das Wetter zum Verhängnis, er stolperte quasi über seine eigene Welle. Ein tragischer Held. Einmal über den See und dann bei der Rücktour nicht genügend gewartet, so das eine oder die Wellen der Hinfahrt noch nicht verebbt waren. Sie wirkte(n) wie ein Sprungbrett, das Boot überschlug sich und zerbrach. 
Das Café hat es nicht ganz so hart erwischt. Vor 14 Jahren errichtet, ist es in der Zwischenzeit einmal von Hochwasser betroffen worden und musste neu erbaut werden. Dies nahm man zum Anlass, gleich ein wenig zu erweitern. Zur Mittagszeit haben die Kapazitäten dennoch nicht ausgereicht. Obwohl das Wetter wechselhaft bis schlecht war, waren auch jetzt wieder die Besucher-Scharen für uns verwunderlich. 
Wir beschlossen jedenfalls, hier eine E-Bike-Tour einzuleiten. Eine kleine Runde vom Café über Tarn Hows und zurück. Ursprünglich sollte die Tour noch am anderen Seeufer bis Brantwood runtergehen, doch aufgrund des wechselhaften Wetters disponierten wir um auf Fähre am Nachmittag. Und wenn man schon dort ist, sollte man dem alten Anwesen von John Ruskin unbedingt einen Besuch abstatten. 
Wir fuhren jedenfalls bei gutem Wetter los und kamen in strömenden Regen zurück. Kein Wunder, dass wir bei dieser Entwicklung die Runde ziemlich schnell runtergerissen haben. Aber ist mit E-Bikes auch einfach. Bis Tarn Hows geht es bergauf, danach bergab. Autoverkehr ist moderat. Aber Tarn Hows ist eben Ausflugsziel mit großem Parkplatz. Der See ist künstlich und aus drei ursprünglichen erschaffen. James Marshall hat im 19. Jahrhundert hier seine Version von Landschaftsgestaltung wahr werden lassen. Sie richtet sich nach „malerischen Grundsätzen“. Ein Wanderweg führt herum und Aussichtspunkte laden zur Ruhe ein. Auf dem Weg runter, lädt das Dandelion Café zu einer Pause ein. Es liegt in Monk Coniston, eine Gründung der Furness Abtei im 13. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert an die Krone abgetreten und seitdem verschiedenen Eigentümern gehörend. Darunter auch James Marshall. Zu jener Zeit galt das Anwesen als vornehmstes im gesamten Lake District. Sein Sohn versuchte es, zu versteigern, doch es fand sich niemand für das gesamte Anwesen, weshalb es in verschiedene Einheiten zerbrach. Den Teil mit Tarn Howe erstand übrigens Beatrix Potter 1930. Im Bluebird Café kann man Steaks aus Bioproduktion essen, die heute auf einem Teil der ehemaligen Potter-Besitzung angesiedelt ist. 
Den See rüber mit dem Dampfer, der keine direkte Tour fährt, sondern eine halbe Rundreise absolviert. Eilig haben wir es eh nicht. Auf der anderen Seite stehen eine handvoll Häuser und viele Gärten. Es war das Reich von John Ruskin, Sozialkritiker, Maler, Schriftsteller, Denker.

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Die Anlegestelle führt in die unteren Gärten. Um Brantwood House sind die nördlichen Gärten zu finden und über dem Parkplatz liegen die südlichen. John hat das Gelände zufällig erworben. Der ehemalige Eigentümer wollte nur an ihn verkaufen. Er bot es sehr günstig an und Ruskin, den Erinnerungen an glückliche Lake-Zeiten durchzogen, überlegte nicht lange und kaufte. Alles, was mit Blick auf Coniston Lake lag, war in seiner Meinung absolut herrlich. Nun ja, das Haus war in einem erbärmlichen Zustand aber die Aussicht genau so, wie er sie erwartet hatte. Von da an begann der Um- und Ausbau. Als später Verwandte mit einzogen, die alles nach seinem Tode erbten, begann der Abstieg. Es grenzt an ein Wunder, dass das Haus heute mit Einrichtung und Werken von Ruskin Besucher empfangen kann. Ruskin hatte dies eigentlich testamentarisch über seinen Tod hinaus bestimmt. Die Verwandtschaft verkaufte jedoch alles, als erstes die Sammlung von Turner-Gemälden. Heute wird es von einer Stiftung betrieben, die sich dem Erhalt und den Idealen verschrieben hat. Ein Teil kann als Ferienwohnung gemietet werden. Es gibt wechselnde Ausstellungen und Kunstkurse. Die Ausstellung wartet unüblicherweise mit recht offenen Möglichkeiten auf: sich hinsetzen, Klavier spielen, Kinder rennen mit einem Mitmach-Quiz durch das Haus … 
Am späten Nachmittag besuchen wir Chester‘s, ein Muss für Liebhaber von Kaffee und Kuchen, bevor wir abends im Lindeth Howe in Windermere einchecken. 
Die nächsten Tage wird Windermere unsere Ausgangsbasis sein. Doch wir wechseln die Unterkunft und sehen uns am folgenden Tag das kleine, gemütliche Howbeck an. Ein typisches Bed & Breakfast. Es liegt an der Hauptstraße etwas abseits des Zentrums. Von letzterem gibt es zwei: das von Bowness, dem alten Fischerdorf und das von Windermere, der Ansammlung Sommerfrischehäuser um die Bahnstation. Heutzutage ergibt sich ein langgezogenes Städtchen aus dieser historisch ein wenig merkwürdig anmutenden Entstehung, denn warum baut man eine Bahnstation im nirgendwo, wenn es ein Stück weiter eine kleine Ortschaft mit wichtigem Wirtschaftshafen gibt? 
Eine handvoll Zimmer mit Himmelbett und schönem Bad hat das Howbeck. 

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Der Frühstücksraum ist niedlich und um 7.00 Uhr muss niemand erwarten, irgendwas auf den Teller gelegt zu bekommen. Herrlich! Zu Abend speisen wir im Hillthwaite House, einem größeren Hotel, welches zu unserer Zeit leider ausgebucht war. Wir hätten ja gerne dort logiert. Der Ausblick von der Terrasse ist einmalig. Es liegt auf einem Hügel und man kann die ganze Stadt samt See überblicken. 

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Dazu strahlt am Abend die Sonne und wir genießen ein Gläschen Champagner. Doch zum Essen müssen wir in den Speisesaal. Im Gegensatz zum außerhalb gelegenen Lindeth Howe, ist das Essen bodenständiger. Aber nicht weniger schmackhaft. Und die Brötchen sind ein Traum. Jedenfalls kommt es mir so vor. Ich frage mich, warum es zum Frühstück immer dieses Toast gibt, wenn die Engländer auch in der Lage sind, ordentliches Brot und Brötchen zu backen. 

Über Stock und Stein
Abenteuertag im Lakeland. Wir wählen zuerst Segways für den Grizedale Wald. LakelandSegway ist einer der wenigen Veranstalter in England, die authorisiert sind und ist seit zwei Jahren im Geschäft. Es gibt derzeit zwei Touren. Die erste ist Graythwaite und man fährt auf dem Gelände des Anwesens gleichen Namens. Es ist die Anfängertour. Einweisung, Training und los. Nach der Hälfte wird die Geschwindigkeitsbegrenzung abgeschaltet. Eine deutliche Steigerung des Fahrkomforts ist zu bemerken. Das Handling ist wesentlich leichter aber eben auch gefährlicher. Das Gerät reagiert auf jede noch so leichte Bewegung. Die Version, die hier gefahren wird, ist die Crossvariante. Zu erkennen an den geländegängigen Reifen. Die Batterieladung hält deswegen nicht ganz so lang. Spaßig wird es, wenn es vom Weg auf die Wiese geht. Die Schafe sind es inzwischen gewöhnt und trotten eher unwillig beiseite, bzw. stehen und gucken. Klar, da laufen Wetten, wer als erster die Kontrolle über das komische Zweirad verliert.

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Die zweite Tour hat als Voraussetzung Erfahrung, also die erste Tour. Sie ist länger, frischt kurz das Handling auf und führt durch den Wald über Stock und Stein. Sie ist auch entsprechend länger. Nur eines geht nicht: mieten und alleine durch die Gegend düsen. Und natürlich sollten die Touren vorgebucht werden. Starke Nachfrage macht eine Spontan-Tour recht unwahrscheinlich. Gefahren wird übrigens auch bei schlechtem Wetter. Die Crossreifen interessieren sich nicht dafür. 
Zum Mittag geht es in den Drunken Duck, einem berühmten Pub. Nach erfolgter Stärkung scheint für uns die Sonne bei Go Ape, dem führenden englischen Baumabenteueranbieter. Hier nennt man so etwas Hochseilgarten. Doch wenn man genauer hinsieht, wird man gewaltige Unterschiede erkennen. Das Konzept von Go Ape hat auch etwas mit dem Firmennamen zu tun. Lange Seile um daran von einem Standort zum nächsten zu „rollen“. Nicht ganz wie bei den Affen, die sich von Liane zu Liane schwingen, aber wenn man nicht so ganz genau hinsieht, ist es schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn unter einem die Autos fahren und man zwischen den Kronen durchschießt. Dazu gibt es noch Sprünge in Fangnetze und die üblichen Hindernisparcours in den Bäumen.

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Zwischen den Stationen geht es auch immer noch zu Fuß durch den Wald. Der ganze Spaß dauert je nach Besucheraufkommen zwei, drei Stunden. Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht. Aufgrund der Schrittweite einiger Hindernisse und dem vor Ort erlebten denken wir, dass Kinder deutlich über diesem Alter sein sollten bzw. deutlich über der geforderten Körpergröße. Aber mit der Einführung eines Junior-Go-Ape, hat sich der Betreiber schon etwas besser positioniert. Nur ist dies eben noch nicht an jedem Standort umgesetzt. Und wo wir gerade bei Standorten sind, auch im Norden des Lake District gibt es einen Go Ape, nähe Keswick.
Mountain Biker begeben sich nicht unbedingt in den Grizedale Forest, um sich an „Lianen“ durch die Bäume zu schwingen. Diese interessiert mehr der Viking Trial. Genaugenommen ist es eine Brandschutzschneise, die sich bei den Radlern besonderer Beliebtheit erfreut. Wer ’s gerne hart braucht, sucht “The Black” auf, eine Downhill-Section mit Sprung-Arena.
Grizedale ist übrigens das größte Waldgebiet im District, danach kommt Whinlatter, etwas kleiner, bei Keswick. Beide Gebiete haben ein Besucherzentrum und bieten vielfältige Möglichkeiten und haben spezielle Kursangebote für Familien mit Kindern. Auch Ausstellungen finden hier statt.

Mountain Goat
2012 feierte die Firma Mountain Goat 40-jähriges Jubiläum. 2010 gab es eine Auszeichnung für den besten Kleinbus-Veranstalter. Ursprünglich wurde das Unternehmen gegründet, um Touristen durch den Lake District zu führen. Mittlerweile ist das Angebot nach Yorkshire ausgeweitet und es werden sogar Touren durch England angeboten. Man kann verschiedene Touren buchen, die verschiedene Schwerpunkte setzen. Die Prozedur ist immer die selbe. Man wird vom Hotel abgeholt und beim Hotel wieder abgesetzt. Wir haben uns für die „High Adventure“-Route entschieden: Hardknott- und Wrynose Pass, das römische Fort, Eskdale Railway, Wastwater, Muncaster Castle. 1 Tag im Minibus mit zahlreichen Zwischenstopps und spektakulären Ausblicken. Leider spielt das Wetter nicht mit. Wir fahren Richtung Ambleside am nördlichen Ufer von Lake Windermere und dann geht es nach links. Die Straße zum Pass hoch ist schmal und steil. Am Wrynose halten wir. Teepause und Ausblick genießen. Bei Regen bin ich fast der einzige, der aussteigt. Der Anblick ist atemberaubend. Ich möchte mich am liebsten auf einen Stein setzen und stundenlang den Blick in die Ferne schweifen lassen. Doch es geht weiter zum Hardknott. Nicht runterschauen, wenn der Bus ins Tal fährt. Dann geht es wieder steil aufwärts. Am Hardknott und dem Fort ist ein Ausstieg nun wegen des Wetters nicht mehr möglich. Schade, das römische Kastell hätte ich mir gerne angesehen. Doch viel ist eh nicht mehr übrig. Ravenglass war der römische Hafen, Auch dort gibt es ein römisches Fort. Von dort ging es direkt in die Berge. Der römische Pfad schlängelte sich sogar an den Hängen lang, nicht dort, wo heute die Straße verläuft, was noch beschwerlicher erscheint. Von hier gibt es heutzutage keine direkte Verbindung in den Norden zum nächsten Pass, dem uns schon bekannten Honister. Nächste Station ist Eskdale – Eschental – in dem wir Mittagspause einlegen, genauer gesagt, der kleine Ort Boot. 

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Hier steht die Eskdale-Mühle, eine alte, voll funktionsfähige Wassermühle, die zur Museumsanlage ausgebaut wurde und die letzte ihrer Art im Lakeland, die in Betrieb ist. Mühlsteine, die man hier fand, sind auf ein alter von 700 Jahren datiert worden. Der Grundriss wurde schon vom römischen Gelehrten Vitruvius beschrieben und ist vergleichbar mit Ausgrabungen am Hadrianswall. Wie alt die Mühle also wirklich ist, darüber mag man spekulieren. Erste urkundliche Erwähnung ist von 1547 und die Steinbrücke über den Whillan Bach, der auch die Mühle antreibt, datiert aus dem 17. Jahrhundert.
Hinter der Mühle geht es in die Berge und auf Spuren der alten Industrie. Boot als Ort ist sehr alt, die älteste urkundliche Erwähnung stammt von 1086 und es gibt touristische Postkarten-Motive aus Boot aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Mine ließ den Ort in der Folge der industriellen Revolution wachsen. 1876 kam die Eisenbahn, um das Eisen an die Küste zu transportieren. Das alte Bahn-Bett ist hinter der Mühle noch erkennbar. Weiter unten startet die Traditionsbahn, eine kleine Schmalspur auf dem Weg zur Küste. Links vor der Brücke zur Mühle gibt es die Bridge Ende Farm, Ferienwohnungen. Im Ort gibt es eine Kunstgalerie, ein Post-Office, und zwei Inns, wobei eine der Restaurationen eine eigene Brauerei betreibt.
Nach der Pause suchen wir die Bahnstation in Dalegarth auf. Es gibt eine Diesellok und ein Dampfross. Erstere kommt uns auf der Strecke später entgegen, wir zuckeln gemütlich mit der River Mite los, die ursprünglich 1966 gebaut wurde. 

_1351627242Allerdings fahren wir nicht die volle Strecke nach Ravenglass. Wir steigen zwischendurch aus und der Minibus fährt uns nach Wastwater, eine ziemlich öde Gegend, schroff und düster.

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Der See will so gar nicht zu den anderen des Districts passen, entfaltet eine völlig gegensätzliche Persönlichkeit. Nach kurzem Aufenthalt geht es weiter zum Schloß Muncaster. Dort ist gerade „Festival of Fools“ und ich denke bei mir: „jeder, der bei dem Wetter der Veranstaltung beiwohnt, ist es wert, gewählt zu werden.“ Es geht auf Tom Fool zurück. Eigentlich hieß der Gute Thomas Skelton und war Hofnarr im 16. Jahrhundert. Nun, sein wir ehrlich, der Sage nach war Tom Fool gar nicht so gut. Er besaß angeblich einen sadistischen Humor und gerne unter einer Kastanie. Der 600 Jahre alte Baum steht noch heute. Wenn ein Reisender vorbeikam und nach dem Weg nach London fragte, schaute er sich denjenigen an und wenn der ihm nicht gefiel, wies er ihn den Weg in den Treibsand. 

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Das Schloss ist teilweise zur Besichtigung freigegeben, teilweise aber auch privat. Die Eigner wohnen hier. Der Schlossherr hat übrigens auch am Wettbewerb teilgenommen. Es gehört dazu noch ein riesiges Anwesen, welches verschiedene Gärten bzw. Pflanzungen beherbergt. Im ehemaligen Stall-Ensamble ist die Gastronomie sowie Andenkenshop untergebracht. Die ehemaligen Quartiere der Bediensteten sind zu 4-Sterne Bed and Breakfast umgebaut. Daneben ist das World Owl Centre, mit über 50 Eulenarten in Volieren. Jeden Tag gibt es auch Vorführungen, in der Regel mit Flug. Bei dem Wetter zogen sie es jedoch vor, auf dem Falkner-Arm zu sitzen und die Besucher zu beobachten. Es ist gleichzeitig das Hauptquartier des Owl Trust (WOT). Dahinter gibt es Plantagen für Gemüse und Kräuter. Diese werden in den verschiedenen eigenen Restaurationen verbraucht bzw. direkt und frisch verkauft. 
Das Land wurde 1208 Alan de Penitone zugesprochen. Aber erst 50 Jahre später baute Gamel de Mulcastre hier ein Schloss. Die erste Bebauung war es jedoch nicht. Schon die Römer hatten hier gebaut und spätere Ausbauten des Schlosses sind teilweise auf römischen Fundamenten errichtet worden. Dabei sind Münzen aus der Zeit von Kaiser Theodosius gefunden worden. Ende des 18. Jahrhunderts wurde der heutige Baumbestand geplant und der Grundstein zur umfangreichen Bibliothek gelegt. Später wurde hier der größte, artenreichste Rhododendron-Park Europas angelegt. Wir befinden uns zwischen den beiden Weltkriegen. Der damalige Hausherr unterstützte auch diverse Expeditionen und pflanzte mitgebrachte Samen im Garten. Arbeit gibt es immer. So müssen viele Pflanzen ersetzt werden, da sie altersbedingt am Ende sind und die Wanderwege sollen wiederhergestellt werden. Unterhalb der Terrasse liegt das größte Brutgebiet für Reiher in Großbritannien. 
Unser kurzer Abstecher hier, kann uns nicht alles zeigen. Man benötigt hier sicherlich einen ganzen Tag, um auf Entdeckung zu gehen. Für uns ist es an der Zeit, zurückzufahren. Am Abend checken wir im Gilpin ein. 

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Es gilt derzeit als Englands bestes Haus. 


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Englands bestgehütetes Geheimnis Teil 2
Englands bestgehütetes Geheimnis Teil 4
First TransPennine Express
The Belsfield Hotel
The Drunken Duck
Lindeth Howe Country House Hotel and Restaurant
Chester‘s by the River

Weitere Infos bei:

Windermere Tourist Information Center, 
Victoria Street, 
Cumbria, LA23 1AD 
Tel.: 0044 (0) 1539 444 555

Lakes Marketing Ltd
Little Ashes Studio,
Staveley,Kendal,
Cumbria
Tel.: 0044 (0)1539 444 555


Text: 
Otger Jeske

Fotos:
Matthias Dikert