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Englands bestgehütetes Geheimnis Teil 4

Dampfer, Eisenbahn und Autos
Wir bleiben im Einzugsgebiet von Bowness und entdecken heute die Möglichkeiten bei schlechterem Wetter. Natürlich ist es besonders schön, eine Dampferfahrt bei gutem Wetter zu unternehmen, doch die Ausflugsschiffe der Windermere Lake Cruises sind hinlänglich bekannte Modelle mit verglasten Decks. Also auch bei schlechtem Wetter geeignet und so geschützt, kann man die melancholische Stimmung des Sees bei regnerischem Wetter entdecken.

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Auch das hat seinen Reiz. Es gibt drei Touren: Nach Ambleside, die Inseltour und nach Lakeside. Die Inseltour ist die kürzeste und bietet eine Runde um die Inseln vor Bowness an. Die Rundtouren über Ambleside und Lakeside bieten sich an, wenn man einem der beiden Orte einen Besuch abstatten möchte. Wir entscheiden uns für Lakeside, denn dies bietet zwei Attraktionen, nein drei, im Geschlossenen: Das Süßwasser-Aquarium, die Lakeside & Haverthwaite-Eisenbahn und das Lakeland Motor Museum. Letzteres ganz klar etwas für den männlichen Teil der Familie. Es gibt Kombi-Tikeckets mit Dampfer & Aquarium, Dampfer und Motor Museum sowie Dampfer und Zugfahrt. (Fast) Perfekt! Da die Zeit nicht für alles ausreicht, müssen wir leider das Aquarium von unserer Liste streichen, denn wir möchten nach der Rückfahrt noch in die Beatrix-Potter-Welt. Ansonsten müssten wir die streichen und das ist ist ein Muss, wenn man in Bowness im Speziellen und dem Lakeland im Allgemeinen ist.
Wir richten uns mit einem typisch englischem Tee häusliche auf dem Dampfer ein. Zweiter Tisch rechts (unseemännisch gesprochen) in Fahrtrichtung. Guter Ausblick nach vorne und über den See auf das gegenüberliegende Ufer. Das Schiff zuckelt nicht, benötigt dennoch 40 Minuten. Zeit, die Stimmung auf sich wirken zu lassen. Mal tröpfelt es, dann lugt wieder die Sonne kurz durch die Wolken. Angekommen, ist es ein kurzer Wechsel zum Dampfross. Eine Seite Pier, andere Bahnsteig. Normalerweise gilt das Kombiticket inklusive Bustransfer. Wir wählen dennoch die Bahn. Am Bahnhof kann man übrigens auch Kombitickets für Bahn und Aquarium erhalten. 
Die Eisenbahn befindet sich in der 40. Saison und ist gut gefüllt. Liebevoll sind alte Raritäten wieder zum Leben erweckt worden. Ein kleiner Traum für Eisenbahnfans. 

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Die Strecke ist kurz, der Zug schleicht gemächlich dahin, der Ausblick ist vielversprechend. Wir lümmeln auf Sitzen, die vormals den Begüterten vorbehalten waren: 1. Klasse. Nach knapp 20 Minuten ist der Endbahnhof erreicht. Wir sind in Haverthwaite. Hier gibt es normalerweise nichts. Und massenweise Touristen warten schon auf den Rücktransport. Der Bahnhof hat einen Picknick-Bereich auf der anderen Seite am Berg, ein Restaurant im alten Hauptgebäude und einen Lockschuppen, den man besichtigen kann. Hier stehen diverse Kohleschlucker und Diesel. Einige sind im Restaurations-Prozess, andere glänzen schon. 

Vom Bahnhof fährt auch ein Bus zum Museum. Wir entscheiden uns, zu Fuß zu laufen. Das Wetter ist gerade super. Der Weg leider nicht wirklich gut ausgeschildert, aber wir erreichen das Museum wohlbehalten. Dann beginnen die Augen zu glänzen. Was mir persönlich nicht so gefällt, ist die „Stapelitis“, die das Museum befallen hat. Aber vielleicht stört es sie auch selbst. Platz ist knapp und so ist das Museum zwar an der ein oder anderen Stelle liebevoll in Einzeldetails gestaltet, die Exponate stehen jedoch sehr gedrängt zusammen. Sogar ein Trabant findet sich und ein Schild versucht den Engländern beizubringen, wie der bei uns genannt wurde: pronounced „Trubbi“. Oben gibt es noch die Abteilung mit den Zweirädern, nicht nur motorisiert. Da finden sich auch Fahrräder aus allen Epochen, Kinderroller und selbst Tretautos. So manches Exponat hätte man als Kind gerne mal gehabt. 

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Schwerpunkt ist natürlich bei allen Exponaten Großbritannien. Man sieht hier also Ausstellungsstücke, die man in Deutschland eher selten findet, was die Sache besonders spannend und unterhaltsam macht. Besonders hier hervorzuheben die alten Motorräder von längst vergessenen Firmen, die hier nur noch absoluten Insidern etwas sagen dürften. Ein Extra-Gebäude widmet sich den Bluebirds von Donald Campbell und seinen Rekordversuchen. Wenn man vor den Wasserraketen steht, ist es schon beeindruckend. Schwimmende Triebwerke glänzen in blauer Bemalung. Und irgendwo gibt es ein kleines Plätzchen für den Fahrer. 
Ein kurzer Blick auf die Uhr reißt uns aus den Träumen. Die Zeit rast hier förmlich davon. Wir beeilen uns, erreichen gerade noch den Zug zurück und schon gleiten wir wieder auf dem See Bowness entgegen. Schade, denn dem Museumscafé konnten wir keinen Besuch abstatten und im Shop auch nicht stöbern. 
Bleibt noch anzumerken, dass die Dampfer auch Dinner-Fahrten am Abend anbieten. Vorher sollte aber reserviert werden. Bei der Bahn gibt es ebenfalls diverse Sonderveranstaltungen: „Geisterbahn“, „Diesel-Wochenende“, Weihnachtsmann-Sonderfahrt“, „Ostereier-Wochenende“ oder auch die „Hexen- und Zauberer-Woche“. Ideale Events für spannende Familienausflüge.

Beatrix Potter
Beatrix Potter hat das Gesicht des Lakeland District geprägt wie wohl sonst niemand. Ihre berühmten Geschichten sind unter dem Einfluss der Natur und der Tiere entstanden und sie spielen auch im District. Als sie Kind war, pflegte die Familie Urlaub in Schottland oder dem Lake District zu machen. Dies inspirierte. Später hat Beatrix diverse Anwesen im Disrict gekauft und so gibt es viele Pilgerstätten für Fans. In Bowness sind ihre Geschichten jedoch zum Leben erweckt worden. „Die Welt der Beatrix Potter“ offeriert eine Fülle von liebevoll gestalteten Dioramen, die die Figuren der Geschichten in typischen Szenen wiedergeben. Es gibt große und ganz kleine, filigrane. Viel zu entdecken, viel zu staunen und vor allem erwachsene japanische Touristen benehmen sich hier wie kleine Kinder. 
Eine Figur von Peter the Rabbit hat zusammen mit der Queen of the Lake, einem alten klassischen Dampfer, an der diesjährigen Bootsparade auf der Themse zum Queen-Jubiläum teilgenommen. Für das Museum eine besonders große Ehre. Bei dem Erfolg muss sich Peter aber nicht gering schätzen. Eine Ehre auch für die Queen. Die Erstausgabe von Peter the Rabbit kam 1902 auf den Markt. Seitdem sind 150 Millionen Bücher in 35 Sprachen verkauft worden, davon allein 40 Millionen Hasenbücher. Die Rechte liegen noch immer bei dem Verlag, der die Erstausgabe herausbrachte: Frederick Warne & Co. Es war ein ehemaliger Buchhändler, der 1865 die Seiten wechselte. Mir fällt kein anderer Fall ein, wo Tradition so lange Hand in Hand geht. Seit der Erstausgabe von Peter war es niemals aus dem Lieferprogramm gestrichen. Aber es war schon damals in der Branche so wie auch heute noch oftmals: Als sie das erste Buch zusammengestellt hatte, gab es Ablehnungsschreiben der Verlage und schließlich ließ sie 250 Stück auf eigene Kosten drucken. Dazu war sie in der Lage, weil ihre Eltern nicht zur Unterschicht gehörten. In der Familie und im Bekanntenkreis wurde es ein Renner und schließlich landeten die Rechte beim obigen Verlag. Die Erstauflage betrug 8.000 Stück und war im Nu ausverkauft.

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Schon 1903 sicherte sich Beatrix das erste Patent auf eine Peter-Rabbit-Puppe. Damit ist Peter the Rabbit die älteste Lizenz-Figur der Welt.
Und wenn wir schon bei Erfolgsgeschichten sind, nach fünf Jahren gehört die Peter the Rabbit-Ostereier-Suche zu den größten Veranstaltungen seiner Art. Dieses Jahr wurde auf 2.600 qm gesucht. 110 Porzellan-Eier mit unterschiedlichen Motiven, darunter auch welche zum 100. Jubiläum von Mr. Todd, wollten gefunden werden. 
Die Beatrix-Potter-Welt wurde 1991 eröffnet, seitdem haben sich drei Millionen Besucher an den Szenen erfreut. Der größte Teil der ausländischen Gäste machen Japaner aus, über 10.000 Besucher aus Fernost jedes Jahr. Begleitende Texte zu den Szenen gibt es jedoch nicht nur in japanisch. Sie sind ebenso in chinesisch, deutsch, niederländisch und französisch multimedial abrufbar. Neu ist der Beatrix-Potter-Teeraum. Allerdings bietet das alte Gebäude im Herzen von Bowness nicht wirklich viel zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten. Noch reicht die Fläche. Doch es gäbe reichlich Ideen für mehr.

Shoppen, kulinarisches und Schloss
Bleiben wir noch kurz in Windermere. Die Firma Lakeland ist gleich gegenüber dem Bahnhof ansässig. Sie wurde vor rund 50 Jahren gegründet. Es startete damit, das Alan Plastiktüten an Farmer verkaufte. Damit war der Grundstock gelegt: Kunststoff für die Verwendung vor allem in der Küche. Heute ist die Firma ein Innovationsherd im Segment Küche und Wohnen.

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Mittlerweile gibt es 58 Geschäfte in England und 7 im Nahen Osten. Sie sind jedoch immer im Kern in der Heimat geblieben. In Kendal sitzt das Vetrtriebszentrum, und hier in Windermere die Firmenzentrale neben einem Flagship-Store. Und genau dieser hat sich in den letzten Jahren zur zweitbestbesuchten Tourismus-Attraktion entwickelt. In 2011 besuchten eine halbe Million Kunden das Geschäft. Für die Herren wohl eher uninteressant, dürfte die Damen schon feuchte Finger bekommen. Aber Sie können Ihre bessere Hälfte ja ins Automuseum schicken, während sie einen kleinen Bummel absolvieren und um auszuruhen, im erstenSTOCK im Kaffee entspannen und das Treiben unter sich von der Balustrade aus beobachten. Und da Familie Rayner schon von Anfang an auf den Versandhandel setzte, ist es für Lakeland auch heute noch ein großer Vertriebsweg. Die Kataloge sind um das Internet erweitert. Und was den Erfolg der Firma ausmacht: man ist überaus kundenorientiert. Viele der Produkte, die angeboten werden, gehen auf Ideen und Vorschläge von Kunden zurück oder greifen Verbesserungsvorschläge auf. Man sucht immer wieder danach, den Kunden ihre Wünsche zu entlocken. Und so manch wertvolle Innovation steckt noch in irgendeiner Küche und wartet, vorgetragen zu werden. Es hat sich regelrecht eine Fangemeinde aufgebaut. Und vielleicht findet auch so mancher Herr gefallen am Stöbern. Hobbyköche gibt es ja viele und gerade für Deutsche sind so manch‘ Gerätschaften mit dem Charme des absonderlichen behaftet. Kurios und interessant …
Bei der nächsten Station dürfte sich das Interesse wieder umdrehen. Aber auch hier kann man dies nicht so einfach über den Kamm scheren. Wir fahren nach Staveley, Nähe Kendall, zur Hawkshead Brauerei. Es ist eine der in den letzten Jahren entstandenen Kleinbrauereien, die Englands alte Biertradition revolutioniert haben. 

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2002 von Alex Brodie, einem Journalisten und Bierliebhaber, gegründet, hat sie inzwischen mehrere Preise gewonnen und sich entwickelt. Kleinbrauerei passt eigentlich gar nicht mehr so richtig. Schon 1971 wurde in England die „Campaign of Real Ale“ (CAMRA) gegründet, mit der Zielsetzung, die alte Tradition aufrechtzuerhalten. Es war ein regelrechtes Sterben, welches die Zeit nach dem Krieg markierte. Die Geburtsstunde der großen multinationalen Konzerne war da und die Vielfalt im Bier starb nahezu aus. CAMRA war ein regelrechter Erfolg. Innerhalb kurzer Zeit hatte der Verein 30.000 Mitglieder und der „Bierführer“ wurde ein Bestseller. Zu der Zeit gab es gerade noch vier traditionelle Kleinbrauerein, die mit einem Pub verbunden waren. 2002, als Hawkshead gegründet wurde, gab es wieder 250 und heutzutage sind es über 900. Und durch die Vereinigung der Independent-Brauereien wurde es auch möglich, Ausschank-Verträge mit Pub-Konzernen abzuschließen, die kleinen Brauereien früher verschlossen waren. In England gehören die meisten Pubs zu Konzernen, unabhängige gibt es wenige. Und die Konzerne schließen lieber mit nationalen bzw. internationalen Lieferanten Verträge. 
Hawkshead füllt heute sieben Cask Ales ab, dazu zwei Saison-Biere und ein Lager. Dazu wird mit verschiedenen Sonderabfüllungen experiementiert, um bestimmte Anlässe oder saisonale Besonderheiten aufzugreifen. Es gibt Führungen, Räumlichkeiten für Familien- und Betriebsfeiern, die Bierküche, den Shop und die Halle – Pub und Restaurant in einem. Besonders am Herzen liegt dem Chef die Verwendung in und mit der Küche. Sein Motto, was bei Wein passt, passt auch bei Bier. Und hier ein paar Empfehlungen:
LakelandGOLD zu Schrimps und geräuchertem Käse (also für Vor- und Nachspeisen)
Lakeland Lager zu kaltem Fleisch
Red zu hellem gebratenem Fleisch wie Fasan
Brodie‘s Prime zu Quiche Lorraine, Käse-Sufflee und Schokoladen-Pudding (oder -Kuchen [Muddees], eine Kombination
die wir probiert haben – Hammer!)
Organic Stout zu Muscheln und blauem Käse
Übrigens Schokoladen-Kuchen. Gleich im Nachbarhaus ist die More? Artisan Bäckerei untergebracht.

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Eine Bäckerei mit High-End-Produkten. Seine Mutter stammt aus Deutschland, sein Vater war englischer Soldat. Und als die Dienst-Zeit zu Ende war, wurde der Lake District die Heimat der Familie. Patrick schlug die Laufbahn in der Gastronomie ein und gründete nach 20 Jahren in den besten Häusern 2006 die Bäckerei, um der Massenproduktion, die England seit langem überflutete, ein Stein in den Weg zu legen. Innerhalb kürzester Zeit explodierte die Firma und schuf 19 neue Arbeitsstellen quasi über Nacht. Die Bäckerei hat mehrere Preise gewonnen, allein sieben in 2010, zwei in 2009 und drei in 2008. Und Kollege Dikert schwört darauf, dass die Muddees der beste Schokokuchen war, den er je im Leben zu essen hatte. Dem will ich nicht widersprechen. 
Die leider letzte Station auf unserer Reise durch den Lake District ist Sizergh Castle. Von Staveley über die Autobahn an Kendal vorbei in den Süden oder die Dörfer-Tour über Crook, Underbarrow, Brigsteer nach Sizergh. Die Empfangshalle ist relativ neu und beherbergt noch einen Shop und das Kaffee. Fast genau gegenüber befinden sich die alten Stallungen. Rechts davon geht es in einen kleineren Gartenteil, links liegt das Schloss und anschließend die größeren Gartenteile. 
1950 wurde das Anwesen dem National Trust übergeben, die ehemalige Eigentümer-Familie lebt jedoch im Schloss und deswegen ist es Freitags und Samstags geschlossen. Seit 2011 sind die Gärten dann trotzdem für Besucher offen. Und diesen Herbst wird ein neuer Ausstellungsraum im Schloss selbst fertig, mit Exponaten aus dem Privatarchiv, vornehmlich alter Kleidung u.ä.

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Die Familie der Stricklands bewohnt das Schloss seit rund 750 Jahren. Der mächtige Turm erinnert noch an die alte ursprüngliche Burg. Er entstand im 14. Jahrhundert. Die Stricklands spielten damals eine tragende Rolle in den Kriegen mit Schottland und Frankreich. So trug Sir Thomas das St.-Georg-Banner in der berühmten Schlacht von Agincourt. In der elizabethanischen Zeit wurde die Burg zu einem Schloss umgebaut, so dass das heutige Ensemble von genau diesen beiden Epochen geprägt erscheint, obwohl die Bautätigkeit bis ins 19. Jahrhundert reinreicht. Die Gärten entstanden ab Mitte des 18. Jahrhunderts. Was heute hauptsächlich das Bild prägt, entstand 1926-28 und ist das Ergebnis eines lokalen Landschafts-Architekten. 
Auf der anderen Seite der Autobahn liegt die Low Sizergh Barn, eine Farm mit Shop, Café und Wanderweg. Es gibt lokale Produkte, Bio ist kein Fremdwort und beim Kaffee-Trinken kann man zuschauen, wie die Kühe gemolken werden. Der Rundweg dauert ungefähr eine Stunde und führt über verschiedenes Gelände. Früher waren es die Kuhstallungen für das Schloss, welches von hier aus mit Milch versorgt wurde.


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Weitere Infos bei:

Windermere Tourist Information Center, 
Victoria Street, 
Cumbria,
LA23 1AD 
Tel.: 0044 (0) 1539 444 555

LakesMARKETING Ltd
Little Ashes Studio,
Staveley, Kendal,
Cumbria
Tel.: 0044 (0) 1539 444 555


Text: 
Otger Jeske

Fotos:
Matthias Dikert