Brisighella

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Provinz Ravenna

Brisighella, das zu den schönsten Orten Italiens zählt, zählt nur 7799 Einwohner. 

Gerade deshalb hat es sich aber diese familiäre und gemütliche Art erhalten, die zum Flanieren in den kleinen Gassen und Straßen des Ortes einlädt.

Die Einwohner werden brisighellesi genannt.

Im Ort dominiert die Festung Rocco Manfrediana, die z.T aus dem 13. Jahrhundert stammt und von der Familie Manfredini aus Faenza errichtet wurde, von einem der drei Kreidehügel aus. Der im Vergleich zur Straße erhöht liegende, an der Felswand verlaufende Laubengang ist ein einzigartiges Beispiel einer befestigten mittelalterlichen Straße. Der auf den anderen beiden Hügeln liegende Uhrenturm Torre dell’Orologio und die Wallfahrtskirche Santuario del Monticino veranlassen den Blick, sich zwischen den sanften umliegenden Hügeln zu verlieren.

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Schön anzusehen ist auch die Kirche L‘ Osservanza aus dem 16. Jahrhundert, die der Maria degli Angeli geweiht ist.
Das Zentrum der Altstadt bildet die Antica Via Degli Asini, die alte Eselsstraße. Dies ist eine charakteristische Hochstraße mit unterschiedlich weiten Bögen, eine wetlweit einzigartige Konstruktion. Früher war die Straße zu einem Zentrum der Fuhrleute geworden, die ihre Stallungen für die Zugtiere unter den Torbögen der Altstadt hatten. Heute ist es ein schöner Spazierweg zusammen mit dem Weg um die 3 Felsen.

Wegen des wirklich grandiosen Ausblicks auf der Dachterasse ist das Restaurant L’infinito zu empfehlen, wenn sich der Hunger bemerkbar macht. Das Essen selber ist eher durchschnittlich, aber der Blick auf den Uhrenturm ist fantastisch. Eine Reservierung ist zu empfehlen, da die Tischplätze am Abend sehr schnell vergeben sind. Anschließend macht man gern einen Spaziergang zum abendlichen Antiquitäten-, Handwerks- und Lebensmittelmarkt.

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Die Brisighellesi wissen zu feiern, daher gibt es diverse Festtermine im Jahr:

im April
Fest des gereiften Aufschnitts und Märztrüffels

im Mai
Fest der Moretto-Artischocke

im Juni
Mittelalterliche Feste

im August
Trophäe „Lorenzo Bandini”

im Septemder
Antikes Monticino-Fest

im Oktober
Lamm- und Hammelfest mit typischen Produkten (kontrollierte Qualität) des Einzugsgebiets Faenza/Forlì, Romagnolisches Spanferkel und Fest der tierischen Artenvielfalt

im November
4 Feste für 3 Hügel: Leckereien vom Spanferkel, Fest der Volpina Birne und des gereiften Käses, Trüffelfest, Olivenbaum- und -ölfest.

Die Gegend Terre di Faenza ist aber auch berühmt wegen seiner schönen Radwege und bietet für normale Straßenräder, Mountainbikes und sportliche Rennmaschinen ideale Bedingungen.

Die Bevölkerung hat sich schon immer dem Handwerk und der Landwirtschaft gewidmet. Es sind aber auch mehrere Kardinäle, die aus Brisigehlla stammen, bekannt. So u.a. Amleto Giovanni Kardinal Cicognani (* 1883; † 1973), Kurienkardinal und Gaetano Kardinal Cicognani (* 1881; † 1962), Kurienkardinal.

Der Weinanbau und die Olivenhaine waren die wichtigsten Kulturen, im Talgrund finden sich auch viele Obstbäume. Ein schönes Mitbringsel ist somit immer eine Flasche hochwertigen Olivenöls Olio Extra vergine di Oliva di brisighella D.O.P. (natives Olivenöl aus Brisighella mit geschützter Ursprungsbezeichnung).

Ein Exilschweizer war von der Gegend so angetan, dass er sein Weinhobby zum Beruf machte und sich in der Villa Liverzano Di Montanari Marco, Via Valloni 47, niederließ und neben einem Hotel mit 8DOPPELZIMMERN auch Weinanbau betreibt. Weindegustationen sind möglich. Mir schmeckte der Rebello mit einer Zusammensetzung aus 50% Sangiovese und 50% Merlot am besten.

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Die Villa Liverzano selbst ist ein sorgfältig restaurierter – klosterförmig angelegter – ehemaliger Gutsherrensitz, bestehend aus einer herrschaftlichen Villa, einer Kirche und Wirtschaftsgebäuden aus dem 16./17. Jahrhundert.

Jahrhundertealte Bäume, Olivenhaine, Weinberge und der Naturpark Vena del Gesso umrahmen das Gut mit italienischem Garten.

Weitere Informationen bei:

UIT Brisighella (Fremdenverkehrsamt)
PIAZZETTA PORTA GABOLO,5
48013 – Brisighella RA 

Tel.: 0039 (0)546-81166 
Fax: 0039 (0)546-81166 

Text und Fotos:

Matthias Dikert