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Padua 

Als künstlerisch und kulturell traditionsreiche Stadt kann Padua auf 3000 Jahre Geschichte zurückblicken, die Ausdruck in den zahlreichen Denkmälern, Museen, Sammlungen und historisch-künstlerischen Sehenswürdigkeiten fand. Padua ist eine ganzjährig kulturell lebendige Stadt, wo zahlreiche Events stattfinden. Bildende Kunst und Musik, Theater und Kino, Sport und Folklore: es gibt zahlreiche Möglichkeiten, etwas zu erleben und andere zu treffen und aus der Auseinandersetzung zwischen Moderne und Tradition lassen sich die Geschichte und die Kultur unserer Stadt ablesen. In der Mitte Venetiens gelegen, ist Padua nur 40 km von Venedig entfernt und ist in der Nähe von anderen größeren Städten Venetiens. Padua ist eine der ältesten, aber zur gleichen Zeit auch eine der dynamischsten und lebendigsten Städte Italiens.

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Der Name Padua kommt vom präromanischen Padua, das dem lateinischen Namen des Flusses Po „Padua“, aber auch dem indoeuropäischen „Pat“, das Ebene meint, entspricht. Eine Legende erzählt, dass der trojanische Held Antenor Padua 1184 v.Chr. gründete, hingegen archäologische Studien zeigen, dass es bereits Spuren paläovenetischer Zivilisation aus dem 9. Jh. V. Chr. gab. Sicher ist, dass Padua dank seiner zentralen Lage, aber auch dank seiner strategischen Position an Flüssen zu einer der wichtigsten und blühendsten römischen Städte wurde. Im Mittelalter und während der Kommunen erfuhr Padua seine wichtigste wirtschaftliche und territoriale Entwicklung und wird zu einer reichen Stadt, die geprägt von Kultur und religiösem Eifer ist. Mit der Gründung der Universität 1222 wird Padua zu einem Zentrum der Exzellenz für Studium und Kultur und wird so in den europäischen intellektuellen Zirkeln berühmt. Die Scrovegni Kappelle geht auf das 14. Jahrhundert zurück und hat in ihrem Inneren den wichtigsten und am besten erhaltenen Freskenzyklus Giottos – ein unermessliches Kunstwerk. Die imposante Stadtmauer umfasst die Innenstadt und verleiht Padua abwechselnd einen mittelalterlichen, renaissancehaften oder modernen Charakter. Die Mauer ist 11 km lang, hat 5 Tore und 19 Schutzwalle und bezeugt gemeinsam mit den großen religiösen und zivilen Gebäuden wie die Basilika des Hl. Antonius und die Universität, den außergewöhnlichen Eifer jener Periode und wird von Persönlichkeiten wie Giotto, Guariento, Giusto di Menabuoi, Altichiero und Petrarca geprägt. 1405 kommt Padua unter die Herrschaft Venedigs. Padua verliert seinen politischen Einfluss, profitiert aber vier Jahrhunderte lang sowohl vom Frieden Reichtum der venezianischen Herrschaft, als auch von der Freiheit, die seiner Universität zugebilligt wird und die Studenten und Professoren aus ganz Europa anzieht – einer unter ihnen war Galileo Galilei. Zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert erfuhr die Stadt große Erneuerungen: es entstanden neue öffentliche Gebäude und majestätische Kirchen, außerdem wurde der Platz Prato della Valle entworfen. Mit der Kapitulation Venedigs 1796, kommt Padua unter französische Herrschaft und kurz darauf unter österreichische. 1848 erlebt die Stadt den Aufstand gegen die österreichische Herrschaft vor allem von Seiten der Studenten und noch heute wird der 8. Februar als Tag der studentischen Erhebung gefeiert. 1866 erreicht Vittorio Emanuele II Padua und die Stadt wird an das Königreich Italien angegliedert. Die dreitausend Jahre an Geschichte haben ihre Spuren hinterlassen: frühvenetische, römische, frühchristliche, kommunale, carraresische und venezianische Schichtungen sind in dem dichten Gewebe an alten und modernen Gebäuden und Denkmälern zu sehen. Unter diesen ist die Basilika des Heiligen Antonius – oder einfach Basilika des „Heiligen“, wie sie die Paduaner nennen – das wichtigste religiöse Gebäude der Stadt. Dank der mittelalterlichen Atmosphäre der Stadtplätze und der Innenstadtstraßen, zeigt Padua seine attraktivsten Züge des Kunst- und Geschichtstourismus und ist deswegen berühmt als eines der berühmtesten Kunst und Kulturzentren Italiens. Heute hat Padua 210.821 Einwohner und ist damit drittgrößte Stadt Venetiens, was die Einwohnerzahl betrifft. In seiner gesamten Region gibt es 104 Gemeinden, die gesamte Einwohnerzahl ist 890.000, Einwohnerdichte 395 Einwohner / km². Die Stadt umfasst eine Fläche von 92,85 km² und ist Teil der Wirtschaftszone des Nord-Osten. Die gesamte Provinz von Padua zählt 90.000 Firmen, die Universität 60.000 Immatrikulierte. Der klassische Stadtrundweg Der klassische Stadtrundweg, der an einem Tag gemacht werden kann, beginnt auf der Piazza Eremitani, wo sich die Scrovegni Kappelle mit den Fresken Giottos, das Stadtmuseum Eremitani (Abteilung Archäologie, Pinakothek mit Werken vom 14. bis zum 19. Jh., außerdem die „Angeli Armati“ von Guariento, ein Kreuz von Giotto, Werke von Bellini), die Erimitani Kirche (Fresken von Guariento und Andrea Mantegna) und Palazzo Zuckermann (Dekorative und Angewandte Kunst, Bottacin Sammlung). Danach geht es weiter zum Cafè Pedrocchi, zur Bo Universität (eine der ältesten Europas mit dem berühmten Anatomiesaal aus dem 16. Jh. und dem Lehrpult Galileo Galileis), zum Palazzo della Ragione und zu den umliegenden Plätzen (Piazza delle Erbe, Piazza dei Frutti, Piazza dei Signori).

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Von den Plätzen aus erreicht man in wenigen Minuten den Dom mit der wertvollen Domtaufkapelle, wo man wunderschöne Fresken von Giusto de’Menabuoi bewundern kann. Via Soncin und Via S. Canziani entlang laufend erreicht man Piazza Antenore, wo das Denkmal steht, das der Renaissancedichter Lovato de’ Lovati als Grabmal des trojanischen Helden und Begründer Paduas, Antenore bezeichnete, und dann Palazzo Zabarella, das die Bleibe der Carraresi war und heute Sitz von Ausstellungen und Events ist. Am Ende der Via del Santo erreicht man die Basilika des Heiligen Antonius, die zugleich Glaubenssymbol und Kunstwerkschrein ist und jedes Jahr Millionen an Pilger und Touristen anzieht. Die Kirche ist umgeben von anderen Sehenswürdigkeiten wie die Statue des Gattamelata von Donatello, das Oratorium S. Giorgio, ein Meisterwerk aus dem 14. Jh., die Antonianischen Museen und die Scuola del Santo mit Werken von Tizian. Nur wenige Schritte entfernt gibt es den ältesten botanischen Garten Europas (1545 gegründet) und den monumentalen elliptischen Platz Prato della Valle, an dessen Rand eine der größten europäischen Basilika Europas, die Basilika der Heiligen Giustina, und das besondere Prä-Kino Museum stehen. 

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Ganz in der Nähe von Zuckermann Palace und Eremitani Town Museum bietet sich dasHOTEL Europa zur Übernachtung an.

Arquà Petrarca 

Die Zeit scheint still zu stehen in Arquà Petrarca, dem Zentrum der Euganeischen Hügel, wo mehr als anderswo die alte Faszination der mittelalterlichen Dörfer unverändert erhalten wird. Der Name stammt eventuell von Arquata montium, was „Gebirgsring“ bedeutet, verdankt seine Bekanntheit aber dem ewigen Ruhm von Francesco Petrarca, dem Dichter, der hier die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Arquà ist aufgrund der günstigen Lage seit der Bronzezeit besiedelt, was die Funde von Pfahlbauten im Costa-See belegen, entwickelte sich aber besonders unter der paduanischen Adelsfamilie der Carraresi und der venezianischen Herrschaft. 

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An der faszinierenden Piazza Roma stehen der Contarini-Palast, später Naccari, in venezianischer Gotik des 15. Jahrhunderts und gegenüber der Palast aus dem 14. Jahrhundert, der heute ein typisches Restaurant beherbergt, das nach Laura benannt ist, der Frau, die Petrarca idealistisch liebte. Die Erzpriesterkirche der Heiligen Maria, kurz nach dem Jahre 1000 erbaut, rundet das Bild ab. Sie wurde erweitert und mit einem gemalten Palimpsest geschmückt, vom byzantinischen Stil bis zur Schule von Giotto, erwähnenswert ist das Gemälde „Himmelfahrt“ von Palma il Giovane. Mitten auf dem Kirchplatz steht das Grabmal von Petrarca, der hier 1374 in dem Haus starb, das heute noch besichtigt werden kann; es handelt sich um einen Sarkophag aus rotem Marmor aus Verona, der sechs Jahre nach dem Tod des Dichters erstellt wurde. In der Straße unter dem Kirchplatz findet man einen Brunnen mit einem Waschtrog, der der Brunnen von Petrarca genannt wird. Der Bau wird dem Dichter zugeschrieben, auch wenn die Ausführung aus dem 13. Jahrhundert stammt. Daneben finden wir zwei antike Häuser, ein gotisches und eines aus dem 15. Jahrhundert mit einem hängenden Garten. 
Man verlässt die Piazza und geht die Via Roma entlang. Links ein romanisches Haus mit Anbauten aus der Gotik und dem 15. Jahrhundert und ein kleines Gebäude, das ein antikes Hospital für Bettler aus dem 14. Jahrhundert war. In der Kurve, nach einem weiteren Haus aus dem 13. Jahrhundert, steht die Villa Alessi, einst Sitz der Bischöfe von Padua während ihrer Pastoralbesuche, heute wird es für Veranstaltungen und Konzerte genutzt. Es beginnt Piazza San Marco und man kommt zu dem Oratorium der Heiligen Dreifaltigkeit mit der Loggia dei Vicari, geschmückt mit den Wappen der adligen paduanischen Statthalter der Republik von Venedig. Hinter der kleinen Kirche mit dem Hüttendach, die ein Gemälde von Palma il Giovane und andere Fresken enthält, beginnt der charakteristische Aufstieg zu den Gärten von Monte Castello. Wenn man zur Loggia zurück geht, sieht man, wie ein im 16. Jahrhundert restauriertes Haus empor ragt. Es hat einen wunderschönen Balkon mit Blick auf die umliegenden Berge, vor zwei Jahrhunderten wohnte hier der berühmte Mediziner Jacopo von Arquà. Vorbei an der Säule des venezianischen Löwen (1612) kommt man über die Via Valleselle zum Haus, in dem Petrarca von 1370 bis 1374 wohnte. Das Haus wurde im 16. Jahrhundert mit einem kleinen Laubengang und Fresken, die sich am Canzoniere (Gedichtsammlung von Petrarca) inspirieren, ausgeschmückt. Zwischen 1909 und 1923 wurde das ursprüngliche Aussehen des Hauses wieder hergestellt. Zur Zeit beherbergt das Haus eine Dauerausstellung mit Werken und Erinnerungsstücken des Dichters. 

Este Burg 

In einer von den Hügeln geschützten an Wasser reichen Niederung liegt die Stadt Este, die vor 1000 Jahren dem Adelsgeschlecht Este seinen Namen gab. Vor 589 floss die Etsch durch Este, an deren Ufern sich eines der bedeutendsten zivilen, religiösen und kulturellen Zentren der antiken Veneter entwickelte. Die Stadt, auch unter Rom ein bedeutendes Zentrum, blühte nach dem Jahr 1000 dank der Este-Familie auf, die dort das Schloss und den ersten befestigten Kern errichtete, der um 1340 von den Carrara neu gebaut und im 15. Jahrhundert von den Venezianern ausgebaut wurde. Die Geschichte lebt heute noch in den schönen Räumen des Nationalen Museums “Atestino” weiter, das im Palazzo Mocenigo (16. Jh.) untergebracht ist. Im Mittelpunkt der Stadtmauer steht das Schloss, dessen Reste vom Bergfried auf der Hügelspitze bis zu den unten liegenden Gebäuden etwa 1 km weit reichen. 

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Vor fast 800 Jahren entstand hier mit den von Azzo IV. von Este aufgenommenen Spielleuten und Troubadouren eines der bedeutendsten Zentren für Troubadourdichtung in Nordostitalien. 
Der heutige Bau der Burg stammt aus den 40er Jahren des XIV. Jahrhunderts. Es wurde errichtet von Ubertino da Carrara auf den Resten einer vorbestehenden Befestigungsanlage, die im Jahr 1249 von Ezzelino da Romano und seinen Truppen zerstört worden war. Der älteste Teil, der aus der Zeit der machtvollen Invasionen stammt, bestand aus einem Mauerring mit einer kleinen Kirche und einem großen zentral gelegenen Gebäude. Die ursprüngliche Struktur wurde ab dem XI. Jahrhundert in eine Reihe von Mauern und Wohngebäude einbezogen, bis Mitte des XIII. Jahrhunderts der Marchese von Este die Burg definitiv restaurieren ließ. Die Anlage hat einen quadratischen Grundriss und ist umgeben von einer mächtigen Mauer mit zwölf Türmen. Der quadratische Wohnturm befindet sich oben auf dem Hügel und hat so den gesamten Ort gut unter Kontrolle; im Nordosten befindet sich das kleine Castelletto (oder Rocca del Soccorso), das ursprünglich den Einlass zur Burg darstellte. Der Raum im Innern der Mauern dient heute als öffentlicher Park. Die Burg wurde bis zur spontanen Unterordnung unter die Republik Venedig zu Verteidigungszwecken genutzt, dann wurde der gesamte Komplex den Mocenigo verkauft: letztere ließen Ende des XVI. Jahrhunderts jenen Palazzetto errichten, in dem heute das Nationalmuseum Este untergebracht ist. 

Die Euganeischen Hügel 

Eine Harmonie, die die Natur geschaffen hat. Ein besonderes Ökosystem, das dem Besucher eine Vielfalt von Flora und Fauna bietet. Eine Gastlichkeit, die dieses Gleichgewicht respektiert und gleichzeitig Komfort und Freizeitbeschäftigungen für jedes Alter bietet. Die Euganeischen Hügel sind all das: Eine Gesamtheit von natürlichen und geschichtlichen Schönheiten, die sich gut mit der Idee von intelligenten Ferien verträgt. Die Euganeischen Hügel sind seit 1989 Naturschutzgebiet im Regionalpark und erstrecken sich über eine Fläche von fast 20.000 Hektar. Das Aufeinanderfolgen von 81 Erhebungen mit verschiedener Höhe und Form bildet ein besonderes Panorama, das der Reisende, egal aus welcher Richtung er kommt, sofort erkennt.

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Es gibt zahlreiche Gemeinden mit historischen und künstlerischen Zeugnissen, die über bequeme Straßenverbindungen oder romantische Wege erreicht werden können. Gerade diese Wege können mit dem Pferd, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden, um noch besser diese Atmosphäre der Ruhe, die einen umgibt, zu spüren. Und dann, nach einem schönen Spaziergang … findet man eine Geborgenheit und Ruhe. Wer die Gaumenfreuden bevorzugt, dem wird es nicht an „Versuchungen“ mangeln, denn auch echtes Genießen ist Teil der Schönheit der Euganeischen Hügel: Ein gemütliches Ambiente, das für den geneigten Besucher intakt gehalten wird. 

Abano Terme

Die Hauptstadt der Thermalwelt. Die Fähigkeit, viele Gäste aufzunehmen, begründet durch die hohe Anzahl von Hotels (alle mit Thermalstrukturen ausgestattet) und ein großer Touristen Fluss, verschafft Abano Terme das Primat der größten Thermalstadt der Welt. Geschichtliche Zeugnisse über die Wichtigkeit des Zentrums gab es schon zu Zeiten der alten Römer, wie Schriften von Plinius dem Älteren belegen. In neuerer Zeit war Abano der bevorzugte Aufenthaltsort der Adligen des österreichisch-ungarischen Kaisertums, deswegen spürt man in Abano auch heute noch eine mitteleuropäische Atmosphäre. 

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Wer an Kulturtourismus interessiert ist, befindet sich genau am richtigen Platz: Man kann die Fassade des GrandHOTEL Orologio bewundern, die von Giuseppe Jappelli stammt, der auch das Cafè Pedrocchi in Padua entworfen hat. Ebenfalls in der Altstadt von Abano findet man den Platz der Sonne und des Friedens (Piazza del Sole e della Pace) mit einer der größten Sonnenuhren Europas. Kunstwerke vom 17. bis zum 20. Jahrhundert können im Dom von San Lorenzo und in der Pinakothek am Montirone besichtigt werden; die Wallfahrtskirche von Monteortone (1435) beherbergt die Werke von Palma dem Jüngeren.

Panoramic Hotel Plaza

Für Kuranwendungen und zur Übernachtung sehr zu empfehlen ist das elegante 4 SternePANORAMIC HOTEL PLAZA mitten im Zentrum von Abano. Alle Aktivitäten in  drei Schwimmbädern, die Fangotherapie, die medizinischen Massagen, die Inhalationen und Diäten werden unter strenger ärztlicher Kontrolle ausgeführt. 

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Der besondere Clou ist das 25 Meter lange Schwimmbad mit Glaswänden, welches sich in 10 Meter Höhe auf einer Dachterrasse befindet. Man erreicht es mit einem Fahrstuhl und von dort hat man einen schönen Ausblick auf den Garten. 

Venetianische Villen am Brentakanal

Der bekannte Brenta-Kanal mit seinen prächtigen Villen, die am Flussufer stehen, beginnt in Noventa Padovana.

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Hier stehen die Villa Giovannelli, 1670 im Palladiostil erbaut und 1738 anlässlich der Durchreise von Maria Amalia von Sachsen auf ihrer Fahrt nach Neapel, wo sie Karl III. heiraten sollte, erweitert, die Villa Grimani Valmarana, errichtet im 15. Jahrhundert mit exotischen und Landschaftsfresken aus dem 18. Jh., und die Villa Giustiniani, ein großer, ländlicher Komplex aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert, der aber im 18. Jh. erweitert und mit einer hellen Rokokofassade restauriert wurde. Die schöne Fahrt am Brenta-Kanal von Padua nach Venedig durch die Hauptorte Strà, Dolo und Mira kann mit dem Schiff, mit dem Auto oder für Fahrradliebhaber auch auf Radwegen unternommen werden.

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Weitere Villen sind die Villa Widmann in Bagnoli di Sopra aus dem 17. Jh., erbaut von der Familie Widmann sowie die Villa Pisani, genannt auch als “die Nazionale”, die nach dem Projekt von Gerolamo Frigimelica und Francesco Maria Preti für die venezianische Adelsfamilie der Pisani von Santo Stefano im Jahre 1721 gebaut wurde.

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Abtei S. Maria di Praglia 

Mitten in den grünen Euganeischen Hügeln liegt die Abtei S. Maria di Praglia, die im 11. Jahrhundert gegründet wurde und im Mittelalter und in der Renaissance ein Fixpunkt der landwirtschaftlichen Besiedlung durch die Benediktiner in der gesamten Umgebung westlich von Padua war. 1448 wurde die Abtei aus- und umgebaut, es entstand die elegante Kirche nach dem Entwurf von Tullio Lombardo, und ein Teil des Klosters wurde umgebaut.

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In der Kirche sind Fresken und Gemälde der venezianischen Schule und ein Holzkruzifix zu sehen, das dem Umkreis von Giotto zugeschrieben wird. Das Kloster hat schöne Kreuzgänge, einen schönen Kapitelsaal, ein monumentales Refektorium und die berühmte “kleine göttliche Loggia”, die von Antonio Fogazzaro in seinem Roman Piccolo mondo moderno (1901) verewigt wurde. Die Abtei ist weltweit durch die bedeutende Tätigkeit der Restaurierung antiker Bücher und der Miniaturkodizes bekannt, die die Mönche selbst ausüben. 


Villa Barbarigo in Valsanzibio 

Der Park der Villa Barbarigo in Valsanzibio aus dem 17. Jh. ist zweifelsohne einer der emblematischsten Orte des Veneto.

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Inmitten einer wunderschönen Hügellandschaft gelegen und reich an Jahrhunderte alten kostbaren Bäumen, ist er in mehrere zentrale Punkte und Aussichtsstellen untergliedert, wie z.B. das große Buchsbaumlabyrinth, das monumentale Dianabad, die Kanincheninsel, die großen Fischteiche, die kleinen Seen und die zahlreichen Brunnen und Statuen. 


Monselice 

Seit der Antike als “Tor” der Euganeer bezeichnet, eine Brücke zwischen den Hügeln und der Tiefebene bis zum Meer, entwickelte sich Monselice vor allem seit der Römerzeit, als die Burg, die Festung auf dem Hügel von Monselice, zur Verteidigungsanlage gemacht und später von den Langobarden im 5. Jahrhundert verstärkt wurde. 1239 wurde die Stadt noch stärker von Kaiser Friedrich II. befestigt, der die Stadtmauer vollendete und das Schloss, Bergfried und den Turm am Platz errichten ließ. Monselice wurde von den Este, Carrara und Della Scala umkämpft und kam im 15. Jahrhundert endgültig unter die Herrschaft Venedigs, das die Stadt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts regierte. Der wunderschöne Spazierweg der via del Santuario folgt den wichtigsten historischen Etappen von Monselice. 

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Angefangen bei der ehemaligen Kirche S. Paolo mit ihrer mittelalterlichen Krypta, führt der Weg zum mächtigen Schloss mit der Waffenkammer, den Räumen aus dem 14. Jahrhundert mit Carrara-Dekoration, einem eleganten venezianischen Hof und einem langobardischen antiquarium. Hinter der Villa Nani-Mocenigo (16. Jh.) liegt die alte Kirche S. Giustina aus dem Jahr 1256 mit Anbauten aus dem 15. Jahrhundert und einem Dach mit Holzdachstuhl von 1787. Hinter der Porta Romana öffnet sich ein neues, beeindruckendes Panorama, die Straße der sieben Kirchen: sechs Kapellen, die die Namen römischer Basiliken tragen, und das Oratorium S. Giorgio, die alle von Scamozzi (1605) nach einem Auftrag der Adelsfamilie Duodo entworfen wurden, deren Villa den Anstieg abschließt. Hier beginnt der Weg, der zum Gipfel des Hügels hinauf führt, wo der archäologische Park und der Bergfried von Friedrich II. stehen, von dessen Terrasse aus man einen unvergleichlichen Ausblick hat.

Essen und Trinken

Das Gasthaus ‘Il Burchiello’, Hotel und Restaurant, zwischen Venedig und Padua in der berühmten Rivieradel Brenta in Mira Orignano gelegen, ist berühmt für seine Fischplatte in venezianischer Tradition.

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Weinverkostung 

In der Casa del Vino La Pratalea bei der Abtei von Praglia können vorzügliche Weine verkostet werden.

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Der Chef Paolo Briani kredenzt edle Tropen aus den Euganeischen Hügeln. 

Weitere Informationen bei:

Padua: +39 049 8201676 und +39 049 8201672
Terme Euganee +39 049 8669055 und +39 049 8928311

Padova | Terme Euganee Convention & Visitors Bureau
Sitz: Piazza Antenore, 3 – PADOVA
+39 049 8201393

Text:


Matthias Dikert

Fotos:

Matthias Dikert

Bilder von Abano Terme Copyright Archivio Turismo Padova Terme Euganee/F.e M. Danesin