Bodrum

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Bodrum

Kein anderer Ort steht so für die türkische Ägäis wie Bodrum. Schon der Dichter Homer bezeichnete das damalige Bodrum schwärmend als „Paradies des ewigen Blau“. 

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Der Ort liegt im südwestlichen Zipfel in der türkischen Ägäis und ist per Schiff nur ca. eine halbe Stunde von der griechischen Insel Kós entfernt. 
In der Antike wurde der Ort Halikarnassos genannt. Der persische König von Karien Mausolos errichtete noch zu Lebzeiten ein Grabmal. Von Ihm entspringt auch das Wort Mausoleum. Dieses war eines der sieben Weltwunder der Antike, Reste sind im Johanniterkastell St. Peter zu besichtigen. Nach der Zerstörung durch Alexander den Großen sank die Bedeutung des Ortes. Der Dichter und Maler Cevat Sakir gründete eine Künstlerkolonie in Bodrum und veranstaltete sogenannte „Blaue Reisen“ mit den ortsüblichen Gulets, einer Art Segelboot. Ihm sind das heutige Erscheinungsbild des Ortes mit den typisch weiß gestrichenen Flachdachhäusern sowie die Entwicklung zu einem touristischen Anziehungspunkt zu verdanken.

Bodrum ist mittlerweile zu einem St. Tropez der Türkei geworden, denn viele einheimische Touristen aus Istanbul oder Ankara kommen zum Baden an die Küste oder kaufen sich gleich ein Haus. Daher sind die Immobilienpreise stark gestiegen und ein Haus mit Meerblick zu finden, ist nicht mehr so einfach. Viele berühmte Persönlichkeiten aus der Türkei besitzen zumindest eine kleine Residenz in Bodrum. Weiterhin kommen viele Engländer, Deutsche und Holländer und zunehmend auch Touristen aus Osteuropa. Viele Lokale haben sich auf diese Klientel eingestellt und bieten beispielsweise typisch englisches Frühstück mit Eiern, Bacon und Sausages.

Freizeit

Bodrum bietet an Freizeitbeschäftigungen alles, was das Meer bietet. Schwimmen, Tauchen, Segeln, Schnorcheln, Jetski und Surfen. Für alle Taucher und die es werden wollen, bieten sich die schönsten Segelreviere des Mittelmeers an, der Gökova-Golf. Verträumte Badebuchten und kleine, unberührte Fischerdörfer laden auch zum Anlegen ein. 

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Das Ägäische Meer mit seinem warmen Wasser ist frei von Gezeiten und starkem Wellengang. Die Küste überrascht mit einer großen Farbpalette und einer Vielfalt an Tauchplätzen, Riffen und Unterwasserhöhlen sowie versunkenen Mauern und Inseln. Bei einer Sicht von niemals unter 25 Metern eröffnet sich dem Taucher ein schier unerschöpflicher Reichtum an Unterwasserfauna. Die Tauchbasis Askin Diving aus Bodrum mit ihren 2 Schiffen kennt ein paar sehr schöne Tauchplätze mit versunkenen Flugzeugwracks und Schiffen. Und bei Tagestouren ist das Essen an Bord natürlich inbegriffen.

Sehenswürdigkeiten

Bodrum bietet neben den sportlichen Aktivitäten viele interessante Bauwerke und Aussichtspunkte. Das Johanniterkastell St. Peter wurde 1420 von den Kreuzrittern errichtet und beim Bau wurden Steine des abgetragenen Mausoleums verwendet. Die Johanniter erkannten früh die strategische Lage des Ortes und mit Hilfe der Burg kontrollierten sie die Wasserwege. Jedes Schiff, welches an der Burg vorbei wollte, musste ein Schutzgeld bzw. Zoll zahlen. Die Schiffe, die sich weigerten, wurden dann überfallen. Zur Besichtigung der Burg sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden, da die Anlage gut erhalten ist und außerdem ein sehr interessantes Unterwassermuseum beherbergt. In diesem finden sich viele Kulturgegenstände von gesunkenen Schiffen wieder. Sogar ein ganzes Schiffswrack samt Ladung wurde komplett geborgen. Werkzeuge, Schmuck, Amphoren mit Wein und Öl sowie Bronzeplatten waren die typisch Handelsgüter, die auch im Museum zu besichtigen sind. 

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Den Stadtkern des heutigen Bodrums bildet das Viertel rund um den Hafen, wo sich eine Vielzahl von basarähnlichen Geschäften, Bars und Restaurants befindet. Die autofreie „Bar-Straße“ Cumhurriyet Caddesi, die parallel zum Strand verläuft, bietet Urlaubern Gelegenheit, sich zu amüsieren, in den zahlreichen Läden einzukaufen und natürlich zu handeln. Die Strandpromenade und viele kleine Restaurants laden zum Bummeln und Essen ein. 

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Ein weiteres Zeugnis der bedeutenden Vergangenheit dieser Stadt ist das Amphitheater. Hier vermuten Archäologen unter dem Schutt von 17 Jahrhunderten zahlreiche antike Funde. 
Das Myndos-Tor (ca. 400 vor Chr.), das zur alten Stadtmauer von Halikarnassos gehört, wurde im Rahmen von Ausgrabungen bereits restauriert. 
Einen sehr schönen Ausblick hat man auf dem Hügel mit den Windmühlen bei der Bucht von Gümbet. ‚

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Wer eine kleine Rundreise auf der von Bodrum beherrschten Halbinsel macht, sollte auch die Orte Yalikavak mit seiner schönen Bucht und Windmühlen sowie Göltürkbükü, das Domizil der Reichen, besichtigen.

Verkehr

Die Verkehrsanbindung von Bodrum ist sehr gut, so gibt es den Flughafen Bodrum-Milas in ca. 30 km Entfernung sowie einen Busbahnhof mit Verbindungen zu vielen türkischen Großstädten. Für kurze Wege empfiehlt sich die Benutzung des „Dolmusch“, einer Art Minibus. Diese sind wesentlich günstiger als die üblichen Taxis. 
Die Flüge aus Deutschland gehen meistens über Istanbul. Hier lohnt es sich, 2 Tage Zwischenstopp ein zu planen und die berühmte blaue Moschee, die daran anschließende Hagia Sophia und den Topkapi-Palast zu besichtigen.

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Wer alle Sehenswürdigkeiten vom früheren Konstantinopel mit seinen ca. 16 Mio. Einwohnern sehen möchte, sollte mindestens eine Woche einplanen.

Unterkunft

Bodrum bietet diverse Hotels im 3 bis 5 Sterne Bereich an. Über www.bodrumhotels.net können alle Hotels eingesehen werden. Das Dedeman Resort Bodrum ist eines der schönsten Hotels im 4 Sterne Bereich und bietet 108 Zimmer, 2 Bars, Restaurant, Zimmerservice, Klimaanlage und einen großen Wellnessbereich mit Fitnessclub.

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Weitere Informationen bei:
Fremdenverkehrsamt für Türkei 
Generalkonsulat der Republik Türkei
Baseler Str. 37 
60329 Frankfurt / Main 
Tel.: 0049 (0)69 – 233081 / -82 
Fax: 0049 (0)69 – 232751 


Text und Fotos:
Matthias Dikert