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Phoenix-Katalogvorstellung 2015

Phoenix Reisen ist ein Bonner Reiseveranstalter, der seit 40 Jahren die Urlauber zu den schönsten Reisezielen dieser Welt führt. Zu Lande und auf dem Wasser ist Phoenix bereit unauslöschliche Eindrücke zu hinterlassen. Über 40 Kreuzfahrtschiffe sind auf allen Meeren im Einsatz, fahren auf den bedeutendsten und schönsten Wasserstraßen der Welt und fliegen mit renommierten Fluggesellschaften zu den malerischsten Stränden Spaniens, Tunesiens, Griechenlands und der Türkei. Als Orient Spezialist für Rundreisen nach Ägypten und in den Vorderen Orient hat sich das Reiseunternehmen etabliert und bietet unterschiedliche Programme an, die neben der Qualität auch ein besonderes Auge auf ein stimmiges Preis- Leitungsverhältnis haben. Vom 4. bis 7. Dezember 2014 hatten mehrere Journalisten und Reisebüromitarbeiter aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich auf einer Kurznilkreuzfahrt bei der Phoenix-Katalogvorstellung 2015 ein aktuelles Bild über die derzeitige Lage vor Ort zu machen.

Unser Flug von Berlin Tegel nach Hurghada startete um 7:05 Uhr und nach 4 ½ Stunden landete der Airbus von Air Berlin auf ägyptischem Boden. Ähnliche Ankunftszeiten hatten auch die Passagiere aus Köln/Bonn, München und Nürnberg. Auf die Düsseldorfer Gäste mussten wir warten, um später gemeinsam mit dem Bus nach Luxor zu fahren. Vorher wurden wir in dem Hurghada Hotel Beach Albatros mit einem reichhaltigen Mittagsbuffet empfangen und konnten danach die herrliche Anlage am Roten Meer ein bisschen kennen lernen. 

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Nach 17:30 Uhr setzte sich der Bus mit 23 Leuten aus Deutschland in Bewegung und erreichte gegen 22:30 Uhr sein Ziel in Luxor. 

Für 3 Übernachtungen war nun das MS „Nile Vision“ unser Zuhause. Der Chefreiseleiter Volkher Kirchhoff von Phoenix Reisen empfing uns mit einem Begrüßungscocktail an Bord des 74 m langen und 14 m breiten Kreuzfahrtschiffes und hieß uns für die nächste Zeit herzlich willkommen.

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Nach einem kleinen Imbiss im Musiksalon suchten wir schließlich unsere Kabinen auf, um für den nächsten Tag frisch zu sein. Die „Nile Vision“ wurde 2009 renoviert und gehört zu den First Class Nil Schiffen und ist mit 5 Sternen besonders komfortabel ausgestattet. Sie verfügt über 5 Decks mit einer Eingangshalle und Rezeption, Souveniershop, Boutique und Massagebereich, einem großen und geschmackvoll eingerichteten Salon, einem Restaurant und Bars sowie einem Wäscheservice. Erholen kann man sich auf dem gepflegten großflächigen Sonnendeck mit Swimmingpool, Liegen und anderen Sitzgelegenheiten. Es gibt 56 Außenkabinen von 20 Quadratmeter Fläche mit einer maximalen Belegung von 112 Passagieren. Die großen Fenster haben einen französischen Balkon, auf dem Nildeck Bullaugen, während die Oberdeck-Kabinen mit kleinen Außenbalkonen versehen sind. Zur weiteren Ausstattung gehören Dusche/WC, Klimaanlage, Kühlschrank, SAT-TV, Schiffstelefon, Privat Safe und Föhn. 82 Leute von der Schiffscrew tun alles, damit sich die Urlauber an Bord wohl fühlen. 

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Zur Verpflegung gehört Vollpension mit internationaler Küche, Frühstück, Mittag- und Abendessen an reichhaltigen und abwechslungsreichen Buffets. Nachmittags wird Tee und Kaffee mit Gebäck auf dem Sonnendeck serviert. Auf allen Schiffen herrscht eine gemütliche und ungezwungene Urlaubsatmosphäre. Die Ausflüge begleiten deutsch sprechende, gut geschulte ägyptische Reiseführer, die auch an Bord mitfahren und die Phoenix Reiseleitung bei der Gästebetreuung unterstützen.

Am Morgen legte das Schiff gegen 5 Uhr ab und fuhr 60 Kilometer zur entfernten oberägyptischen Provinzhauptstadt Qena. Wegen des Niedrigwassers war es äußerst schwierig, das Motorschiff in der richtigen Fahrrinne zu halten. Doch dem Kapitän und seiner Crew gelang es bravourös das Kreuzfahrtschiff zu steuern und pünktlich um 10:30 Uhr in Qena anzulegen.

Mit Ahmed Ghareeb fuhren wir zum Tempel von Dendera, um dieses großartige Bauwerk, dass von Ptolemäern begonnen und den Römern 64 nach Christus vollendet wurde, ein wenig kennen zu lernen. Dieser Tempel ist eine altägyptische Anlage, die zu den wichtigsten Tempelstätten Ägyptens gehört und der Göttin Hathor gewidmet ist. Unser Reiseleiter Ahmed, der Ägyptologie und Germanistik studiert hat, verstand es uns mit seiner mitreißenden Art, seinem fundierten Wissen und guten Deutschkenntnissen die Geschichte und den Bau der berühmten Kultstätte näher zu bringen. Hathor, die Göttin der Liebe, des Tanzes und der Freude wurde als heilige Kuh oder als menschengestaltige Göttin mit Kuhhörnern und Sonnenscheibe dargestellt. 

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Der Tempelkomplex hat Ausmaße von 291 mal 280 Meter und ist von den Überresten einer hohen und bis zu 10 Meter dicken Lehmziegelumwallung umgeben. Der eigentliche Haupttempel besteht aus einer Vorhalle, deren Dach von 24 Hathor Säulen getragen wird. Auf den Schäften der Säulen ruhen Hathor Kapitele mit dem Gesicht der Göttin jeweils in 4 facher Ausführung in alle Himmelsrichtungen schauend. An der Decke sind astronomische Darstellungen angebracht, die den ägyptischen Göttern zugeordnet sind. Reliefbilder zeigen die Kaiser Augustus, Nero und Claudius als Wohltäter des Heiligtums. Zu den Besonderheiten des Tempels gehört, dass man heute noch über 2 Treppenaufgänge aufs Dach gehen kann. Die Wände der Aufgänge sind mit farbigen Darstellungen von Priesterprozessionen dekoriert. Von oben hat man einen tollen Überblick auf das gesamte Gelände. Man kann auch gut die Stelle des früheren Heiligen Sees beobachten, wo Priester ihre heiligen Waschungen vollzogen, um sich für Kulttätigkeiten zu reinigen. Heute ist der 25 mal 21 Meter große Teich ausgetrocknet und bildet eine Palmenoase.
Auf dem Dach wurden zu bestimmten Festtagen Riten mit den Kultbildern im Sonnenlicht vollzogen. Ein Säulenkiosk mit 12 Hathor Säulen schmückt die Dachterrasse. Außerdem gibt es noch 2 Kapellen Heiligtümer für Osiris. Das Dach der einen Kapelle enthält die berühmte Darstellung des astronomischen Tierkreises, dessen Original heute als Ausstellungsstück im Pariser Louvre zu bewundern ist. In den Aussenwänden des Tempels und unter den Fußböden befindet sich ein einmaliges Kryptensystem, das für die Aufbewahrung der Tempelschätze diente. Der Zugang erfolgt über kleine, durch Platten abgedeckte Einstiege, die für den Besucher etwas Geschicklichkeit voraussetzen. An der Rückwand des hintersten Tempelbereichs entdeckt man Darstellungen von Kleopatra und ihrem Sohn Cäsarion und löwenköpfige Wasserspeier, die das Regenwasser vom Dach ableiteten.

Nach der 2 stündigen Besichtigungstour ging es zurück zum Schiff, wo schon das Mittagessen auf uns wartete. Die Küchenmannschaft der Dynasty Travel & Shipping Company bereitete uns ein ägyptisches Festtagsmenü. 

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Zu den Vorspeisen des Buffets gehörten verschiedene Salate, Fleischbällchen und Häppchen mit Sesamkernen, Kichererbsen und Bohnen. Natürlich durfte das weiche Fladenbrot nicht fehlen. Gegrillte Tomaten, gefüllte Auberginen und eine köstliche Suppe aus Blattgemüse mit Reis und Hühnerfleisch komplettierten die Palette. Hervorragend schmeckten gefüllte Tauben, gebratene Enten und gedünsteter Fisch. Als Nachtisch gab es süße Leckereien, Blätterteig mit Nüssen, mit Käse oder Honig gefüllter Kuchen und frisches Obst, bestehend aus Bananen, Feigen, Aprikosen, Orangen und natürlich Datteln. Zu Trinken servierte die Crew vor allem Mineralwasser aus einheimischen Quellen, erfrischende Fruchtsäfte und kalten Malvenblütentee. Das Mittagessen war noch gar nicht verdaut, schon wurde um 16 Uhr die Teestunde auf dem Sonnendeck eingeläutet. Bei schwarzem, frischen Minztee oder warmen Malvenblütentee (Karkade) ließen wir das beschauliche, üppig bewachsene Niltal stromabwärts vorbei ziehen. Wir sahen einfache Lehmdörfer, beobachteten badende Büffel, grasende Kamele, schreiende Esel, endlose Sanddünen und am Nil spielende Kinder.

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Gegen 18 Uhr trafen wir uns im Musiksalon zu einem zwanglosen Gespräch mit dem Chefreiseleiter und sprachen über die derzeitige ägyptische Lage. Um 19 Uhr zauberte uns die Küchencrew wieder ein reichliches, gut schmeckendes Abendbüffet, wobei diesmal unter anderem ein ausgezeichnetes Truthahnfleisch im Angebot war.
Nachdem wir um 22 Uhr wieder in Luxor anlegten spendierte uns die Phoenix Reiseleitung bei einem Abendspaziergang durch den Basar ein Getränk in einen Shisha Cafe. Wer dann noch Lust auf den Genuss einer Wasserpfeife hatte, konnte dies ungehindert tun. Schließlich erreichten wir gegen Mitternacht unser Schiff und wieder ging ein Tag mir herrlichen Eindrücken zu Ende.

Am Sonntag ging die Besichtigungstour schon um 7 Uhr mit dem Bus nach Theben West los, da an diesem Tag ein umfangreiches Programm auf dem Plan stand. Wir fuhren zuerst zum Hatschepsut Tempel und machten einen kurzen Stopp an der Schwelle zur Nekropople, wo zwei 18 Meter hohe Riesenfiguren aus Sandstein mit einem Gewicht von 1000 Tonnen, die sogenannten Memnon Kolosse den Totentempel bewachten.

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Der Hatschepsut Tempel ist einer der schönsten Tempel des alten Ägypten. Er befindet sich an der Spitze eines Tales unter dem Gipfel des Berges el Qurn. Unterhalb des Felsens erstreckt sich der erbaute Terrassentempel über 3 Ebenen. Er ist über 3500 Jahre alt, wurde auf das Heiligtum des Karnaktempels gebaut, besteht aus Kalkstein und wurde nach der Zerstörung restauriert. Hatschepsut erhob sich selbst zum Pharao und regierte anstelle ihres Stiefsohnes Ägypten. 

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Man erzählt sich, dass ihre Mutter eines Nachts von Gott Amun besucht und dann mit ihr schwanger wurde. Da nun die Tochter des Amun göttliches Blut in ihren Adern hatte, durfte sie auch regieren. Aber trotzdem hat sie sich niemals als Frau dargestellt, immer als Mann, in Krieger Schurz, ohne Brust und sogar mit Bart. Auf der ersten Terrasse sind an den Wänden und Säulen des Tempels bunte Wandmalereien und Reliefs zu erkennen, die eine Handelsexpedition nach Somaliland beschreiben. Weiterhin findet man Darstellungen ihrer göttlichen Geburt, sowie die Anubis Kapelle. Auf der zweiten Terrasse gibt es 26 zum Teil bis heute sehr gut erhaltene Statuen der Hatschepsut, den Kultraum des Amun und der Königin, sowie den Kulthof, in dem dem Sonnengott gehuldigt wurde. Die oberste Terrasse schmückt einen Säulenhof mit dem dahinter liegenden Allerheiligsten, das tief in den Felsen hinein ragt.
Der Totenkult und die lebenslange Vorbereitung auf das Jenseits standen im Mittelpunkt der ägyptischen Religion. Die Gräber für die Pharaonen wurden im Tal der Könige geschaffen. Dort wo sich die Sanddünen bis zum Nilufer und den hohen Bergen erstrecken, haben sich die Pharaonen zu Lebzeiten weit im felsigen Erdboden aufwendige Grabstätten errichten lassen. Im Tal der Könige gibt es 64 Gräber, von denen nicht alle öffentlich zugänglich sind. Wir haben 3 Grabstätten besucht und waren fasziniert von den reich verzierten Hieroglyphen und den farbenfrohen Gemälden an den Wänden. 
Es ist schon erstaunlich, dass nach so langer Zeit die lebendigen Darstellungen von Ritualen und Alltagsszenen so gut erhalten sind. Zum Beispiel die Harfenspieler im Grab von Ramses III oder die astronomischen Darstellungen und göttlichen Barken sowie Prozessionen von Gottheiten im Grab von Ramses IX. Da für die Ägypter das Leben nach dem Tod fast unverändert im Jenseits weiter ging, sahen ihre Gräber aus wie die eigenen 4 Wände. Jedes Grab war mit allem Lebensnotwendigen und mit Opfergaben für die Götter ausgestattet, Treppen, Nebengelasse und lange Korridore führten tief hinab zur eigentlichen Grabkammer, die mit Schätzen, Kleidern, Waffen, Nahrungsmitteln und anderen Dingen des täglichen Lebens gefüllt war. Im Laufe der Zeit sind sämtliche Grabbeigaben aus den meisten Gräbern gestohlen worden. Jedoch als 1922 der Engländer Howard Carter und Lord Carnarvon das letzte Grab des jung verstorbenen Königs Tutanchamun durch einen Zufall öffnete, fand man die Stätte unberührt mit dem goldenen Sarg und der Mumie mit der vergoldeten Totenmaske. Unter anderem kamen noch Waffen, seine Kleider, Getreide, Wein- und Biertöpfe, Öle in Töpfen und Vasen, Musikinstrumente und sogar die Unterwäsche des Königs zum Vorschein. Heute ist das Grab schmucklos und leer und die Schätze befinden sich im Ägyptischen Museum in Kairo.

In der Nähe des Tals der Könige wurde das Haus des Archäologen Carter im Jahre 2010 kostenfrei für interessierte Besucher als Museum eröffnet.

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Von 6 bis 17 Uhr können die Besucher die Wohn- und Wirkungsstätte des bedeutenden Wissenschaftlers sowie eine Grabkopie von Tutanchamun besichtigen. Auch wir hatten das Glück, uns dieses Domizil anzuschauen. In den Räumlichkeiten befinden sich das Arbeitszimmer nebst Ausstattung, Wohn- und Schlafräume, ein Esszimmer, die Küche und die Dunkelkammer, wo er einst seine Bilder entwickelte. In dem Arbeitszimmer findet eine dreidimensionale 20 minütige Videovorführung statt. Darin spielt ein Schauspieler Carter und erzählt auf Englisch in lockerer Weise die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun.

An den Besuch des Hauses schloss sich eine Motorbootfahrt an das andere Nilufer zum legendären Hotel Old Winter Palace an, wo wir zum Mittagessen eingeladen waren.

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Dieses 5-Sterne Luxushotel wurde 1886 erbaut und liegt inmitten prächtiger tropischer Gärten mit Blick auf den Nil. Das Hotel, das heute zur französischen Sofitel-Gruppe gehört, vereint Kolonialdesign mit der Pracht der Pharaonenzeit. Das Interieur besticht mit opulenten Treppen, hohen Decken und Lounges mit antiken Möbeln und wunderschönem Blumenschmuck. Der Palast aus dem 19. Jahrhundert war einst die Winterresidenz der Königsfamilie Ägyptens. Agatha Christie schrieb hier 1937 ihren berühmten Roman „Der Tod auf dem Nil“. Von Präsidenten und Politikern bis zu Künstlern und Prominenten haben berühmte Würdenträger in den prächtigen Suiten des Hotels gewohnt. Auch Howard Carter hat oft seinen Nachmittagstee in der mit Kristallleuchtern bestückten Victorian Lounge eingenommen. Wir wurden von dem Hoteldirektor und dem Herrn Darwish (Dynasty Travel&Shipping Company) begrüßt und von dem Gouverneur von Luxor -Tarek saad El din – willkommen geheißen. Der Gouverneur hielt eine kurze Rede und sprach von den zukünftigen Zielen der Stadt. Dabei stellte er die Nutzung der Sonnenenergie durch Aufstellung von Sonnenkollektoren in Aussicht, um die Stadt grüner zu machen. Weiterhin soll unter anderem eine Müllverbrennungsanlage gebaut und mehrere Hektar Wald angepflanzt werden, um einmal die Luft zu verbessern und zum anderen Biodiesel zu erzeugen.
Die tropische Gartenanlage des Old Winter Palace mit vielen großen Palmen und Kakteen bietet einen ruhigen Kontrast zu dem lebhaft-sprudelnden ägyptischen Alltag. Man kann sich hier und am Pool so richtig erholen und die erlebten Dinge verinnerlichen. Uns wurde das Glück zuteil, in dieser schönen Umgebung zu essen. Es gab leckere Vorspeisen und als Hauptgericht Geflügelspieße und Lammfleisch welches in Form von marinierten Hackfleischbällchen (Kebabs) und am Spieß gegrillten Hackfleischröllchen (Köfta) gereicht wurde.

Nach dem ausgiebigen Mittagsmahl fuhr um 15 Uhr die eine Hälfte der Leute zum Schiff zurück, während sich die Anderen den Karnak Tempel anschauten. Mein Reiseziel war das Motorschiff, da ich den Karnak Tempel durch einen vorherigen Besuch noch gut in Erinnerung hatte, aber jedem empfehlen möchte, diese Anlage unbedingt zu besichtigen. Viele Pharaonen haben innerhalb von 2000 Jahren diese weitläufige religiöse Stätte geschaffen, um ihre Liebe dem Gott Amun zu zeigen. 

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Von Luxor aus führt zum Haupteingang des Karnak Tempels eine Allee, die beidseitig von Statuen gesäumt ist, die Widderköpfe tragen und den Gott Amun symbolisieren. Während der großen Prozessionen wurde nämlich die Statue des Amun auf einer heiligen Barke vom Fluss her über diese Allee transportiert. Karnaks Herzstück ist der große Säulensaal mit 134 in 16 Reihen angeordneten Riesensäulen. Reliefs auf den Säulen und an den Wänden zeigen Sethos I und dessen Sohn Ramses II. beim Darbringen von Opfergaben und in der Schlacht. Im Innern des Tempels zieht einem die Kolossalstatue Ramses II. in ihren Bann. Weiter faszinieren zwei 29 Meter hohe Obeliske, die aus einem massiven Granitstein gearbeitet wurden und 325 Tonnen wiegen. Der eine Obelisk liegt auf der Erde und der andere schaut auf den Heiligen See, der der Königin Hatschepsut zugeschrieben wird. Hier findet auch am Abend eine interessante Licht-und Tonschau statt, die den Besucher in die Pharaonenzeit zurückversetzt.

Um 18.30 Uhr präsentierte dann der Chefreiseleiter Volkher Kirchhoff im Musiksalon die 2015er Katalogvorstellung von Phoenix Reisen. Zuerst gab er einen geschichtlichen Rückblick vom Beginn des Unternehmens 1973 bis heute. Johannes Zurnieden gründete die Firma und ließ die ersten Reisen 1974 nach Prag, Budapest und Istanbul starten. Seereisen fingen 1988 mit dem TS-Schiff Maxim Gorki an, heute sind 3 Hochseekreuzer auf der Ostsee, dem Nordmeer, in Richtung Antarktis, Afrika und Südamerika unterwegs. 

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2014 feierte der Bonner Reiseveranstalter sein 25. Seereisenjubiläum. Über 40 Flusskreuzfahrtschiffe komplettieren das attraktive Schiffsreisenangebot entlang der Donau, des Rheins, der Elbe, der Wolga und des Nils. Die Nachfragen nach Flugreisen für einen erholsamen Badeurlaub rund ums Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln reißen seit 1989 nicht ab. Vor über 20 Jahren avancierte Phoenix Reisen zum Orient-Spezialist und ist heute aus den Reisebüros nicht mehr wegzudenken, wenn es um Urlaubs- und Rundreisen nach Ägypten und in den Vorderen Orient geht. Schon immer beliebt waren die 7 Tage Nilkreuzfahrten von Luxor über Assuan nach Luxor mit anschließendem 7 tägigen Badeurlaub am Roten Meer. Mit den First Class Kreuzfahrtschiffen MS Club Vision und der MS Nile Smart sind über Weihnachten und Silvester bis in den Januar hinein besonders preiswerte Fahrten im Angebot. Ab März 2015 sticht wieder die MS „Nile Vision“mit einer 2 Wochen Kreuzfahrt von Kairo nach Assuan oder umgekehrt in See. In diesem Jahr waren zwischen 20 bis 30 Nilkreuzfahrtschiffe wöchentlich im Einsatz, leider stehen über 200 Nilschiffe ohne Beschäftigung an den Anlagestellen, was sich hoffentlich 2015 schnell ändert. Denn die Schiffs-und Reisegesellschaften tun alles, um den Urlaubern ihr schönes Land zu zeigen. Auch die Reiseveranstalter TUI, FTI und ETI werden ihr Nilkreuzfahrtenprogramm im nächsten Jahr erweitern.
Rund 100 Mitarbeiter in der Bonner Phoenix-Zentrale und ca. 100 Reiseleiter bzw. Reiseleiterinnen auf den Schiffen und in Ägypten sorgen täglich für einen professionellen und reibungslosen Ablauf der Reise, für die Sicherheit und das Wohl der Gäste. Bei Phoenix Reisen gibt es eine gute Zusammenarbeit mit den Partnern der Schiffseigner Medhat Darwish (Nile Vision) und Medhat El Nakoury von dem Ägyptischen Reiseunternehmen Memnon Tours. Es herrscht eine freundliche, ja fast familiäre Art unter den Mitarbeitern erklärt Volkher Kirchhoff und betont, dass viele Kollegen seit Jahren für und bei Phoenix tätig sind und mit vollem Einsatz und Engagement hinter dem Erfolg der attraktiven Reiseprodukte stehen. Schließlich hob er noch hervor, das Ägypten ein einzigartiges Reiseziel mit einer perfekt ausgebauten Infrastruktur ist. Ob in Hurghada am Roten Meer, in Kairo, in Alexandria am Mittelmeer, auf dem Nil, oder am Nasser See, überall sind freundliche und friedliche Menschen, die gern arbeiten möchten und darauf brennen den Urlaubern ihr schönes Land näher zu bringen und bleibende Eindrücke zu schaffen. In den Urlaubsregionen gibt es keinerlei Probleme und die Gäste können sich in bester Sicherheit wiegen. Davon haben wir uns vor Ort selbst überzeugen können.

Ab 20.30 Uhr verabschiedete sich die Küchencrew wieder mit einem wunderbaren Buffet von uns und ab 22.00 Uhr eröffneten im Musiksalon eine Bauchtänzerin und ein tanzender Derwish mit einer Folkloredarbietung das Abendprogramm, dass schließlich in eine Party mündete, die bis zum Morgengrauen andauerte.
Am Sonntag klingelte sehr zeitig der Wecker, der Bus stand um 5.30 Uhr zur Abfahrt nach Luxor bereit und gegen 12.30 stiegen wir in das Flugzeug nach Berlin Tegel, das in 4,5 Stunden das Heimziel erreichte.
Glücklich gelandet denken wir noch gern an die Nilreise zurück und bedanken uns ganz herzlich bei allen, die uns diese unvergesslichen Stunden ermöglichten.

Weitere Informationen bei:

Phoenix Reisen GmbH
Pfälzer Strasse 14
53111 Bonn
Telefon: 0228 9260-0
Telefax: 0228 9260-99

Text:

Peter Marquardt

Fotos:

Matthias Dikert